Live (talking) in the library 10: Velvet Underground

Jan Helge and Peter pointed me at an event that took place on 8th of december at the New York Public Library. Three former members of Velvet Underground were interviewed by Rolling Stone journalist David Fricke.

Sadly they didn’t perform their music. More info on the NYPL’s website.

Matthias Döpfner über Open Access

Springer-Chef Matthias Döpfner will „abstruse Fantasien von spätideologisch verirrten Web-Kommunisten“ verhindern. Und zwar geht es, wie kann es anders sein, um Open Access. Um es kurz zu machen: Döpfner hat zwar eine Meinung, aber leider keine Ahnung. Er geht davon aus, dass Open Access bedeutet, seine Qualitätsblätter kostenlos im Internet für alle verfügbar zu machen. Kurioserweise beklagt er auf N24.de auch nachlassende journalistische Qualität: „Viele verlassen sich bei ihren Recherchen vor allem auf Google und Wikipedia“.

Ach Herr Döpfner. Wenn Sie sich wenigstens auf Wikipedia oder Google verlassen hätten und nicht nur auf eigene Mutmaßungen, worum es sich bei Open Access denn wohl handeln kann, könnte ich Ihre Einwände vielleicht Ernst nehmen. So allerdings sind sie nichts weiter als abstruse Fantasien eines spätideologisch verirrten Print-Monarchisten.

Graffiti in der Bibliothek

CC: by-nc-nd by Jenica Rogers
CC: by-nc-nd by Jenica Rogers

Am 10. Dezember twitterte Jenica Rogers, Direktorin der SUNY Potsdam College Libraries in New York:

it’s time for day 2 of Graffiti Your Library — head for the basement stairs in the periodicals area and pick up a can!

Die Potsdam-Bibliothekare hatten eine tristen Bereich Ihrer Bibliothek ausgemacht und dort Sprühdosen bereitgestellt. Frei nach dem Motto, es könne ja nichts schlimmeres passieren als das man die Wand nochmal streichen lassen muss, wurde den Nutzern einfach vertraut. Was sich offensichtlich gelohnt hat.

CC: by-nc-nd by Jenica Rogers
CC: by-nc-nd by Jenica Rogers

Weitere Ergebnisse der Aktion lassen sich in Jenica Rogers Blog bestaunen.

[via Friendfeed]

Live in the library 7: The Greens of Mind – Escaping From Alcatraz

The Greens of Mind live on June 8, 2009 at Athenaeum Music & Arts Library, La Jolla, CA playing „Escaping From Alcatraz“ as part of „Acoustic Evenings at The Athenaeum with Jefferson Jay“ series.

If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with „live in the library„.

OLG Frankfurt zu Ulmer vs. ULB Darmstadt

Heise: OLG Frankfurt schränkt Nutzerrechte in Bibliotheken ein. Nun sollen nicht einmal mehr Ausdrucke von eingescannten Werken möglich sein.

Worin genau unterscheidet sich ein Ausdruck eines eingescannten Werkes von einer Kopie? Auch bei modernen Kopierern wird das Original zuerst eingescannt und dann ausgedruckt. Im Heise-Forum schreibt mukenukem:

Oh, da weiß ich was. Man platziert neben dem Leseplatz einen Fotokopierer, auf den man dann den Monitor drauflegt.

Die Idee ist nicht neu.

Mehr dazu unter anderem bei Archivalia oder Netethics. Die digitale, ausdruckbare Kopie der Urteilsbegründung (PDF) findet sich beim Börsenverein. Sie wurde eingescannt und steht auch außerhalb speziell vorgesehener Leseplätze in Bibliotheken zur Verfügung.

Update: Nun gibt es auch einen Kommentar von Eric Steinhauer zum Urteil.

swissbib beta

Swissbib ist der zukünftige Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek. Ziel ist es, OPAC-2.0-Technologien zu realisieren. Swissbib ist ein Teilprojekt von E-lib.ch, der Elektronischen Bibliothek Schweiz. Die Projektphase ist noch bis 2011 geplant. Eine Beta-Version ist nun öffentlich zugänglich. Feedbacks werden vom Projektteam gerne entgegengenommen. Das Wiki zum Projekt findet sich hier.

Ich selber habe den Katalog bisher noch nicht richtig erprobt, er kommt aber zumindest auf den ersten Blick sehr frisch daher …

Bundeskabinett beschließt Deutsche Digitale Bibliothek

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II soll ab 2011 der Aufbau eines nationalen Webportals finanziert werden, welches das digitale Kulturgut von 30 000 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen zusammenführen soll. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) bezeichnete das Vorhaben als „eine angemessene Antwort auf Google“.
Andere Prioritäten als in der gängigen Praxis des Suchmaschinengiganten sollen Urheberrecht und Leistungsschutzrechten eingeräumt werden:

Im Unterschied zu Google werden bei der DDB die Rechte-Inhaber zuerst gefragt, und dann wird gehandelt – „dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar“, sagte Neumann.

[via FAZ.net, Heise.de]