Statistics Schweden hat jetzt eine API, die unter einer CC-BY-ähnlichen Lizenz genutzt werden darf. Kommerzielle Nutzung ist erlaubt, Derivate auch. Namensnennung bei Nicht-Derivaten ist vorgeschrieben. Weitere Infos in der FAQ.
Psy/Alex in der Stabi Hamburg
Die Hamburger Stabi hatte Besuch von alex.tv für die Dreharbeiten zur deutschen Version von Psys Gentleman. Dazu im Stabi-Blog:
Die anwesenden Nutzerinnen und Nutzer im Informationszentrum haben in den Nachmittagsstunden etwas verwundert Dreharbeiten an der Auskunftstheke und an den Kopierern zur Kenntnis genommen.
Plagiatsprüfung im Bundestagswahlkampf: PollDiss
Thomas Pany schreibt auf Telepolis über PollDiss. Dabei handelt es sich um ein Projekt, das unter Leitung von Uwe Kamenz die Dissertationen aller Bundestagskandidaten im aktuellen Wahlkampf auf Plagiate prüfen möchte.
Weitere Infos:
- PollDiss-FAQ (PDF)
- PolDiss-Unterstützungsformular (PDF)
Dinosaurs
Also sprach der T-Rex:
The key is that nobody will know me in this new town, which means I could be whomever I want! If I present myself as a grizzled prospector, no one will be able to say otherwise! I could be a race car driver! I could be a LIBRARY SCIENTIST.
Plum Analytics (PlumX)
Plum Analytics schreibt sich „Measuring Research Impact“ auf die Fahne. Es handelt sich also um ein YAAP (Yet Another Altmetrics Project), hinter dem mit Andrea Michalek und Mike Buschman zwei Primo-Köpfe (Update: siehe Kommentar) Summon-Köpfe stecken.
Plum Analytics tracks more than 20 different types of artifacts, including journal articles, books, videos, presentations, conference proceedings, datasets, source code, cases, and more.
Eine vollständige Liste bekommt man hier, die üblichen Datenquellen (Twitter, Dryad, Figshare, Slideshare, Github, PLoS, Mendeley, WorldCat, etc.) werden abgeschöpft. Nach einer Registrierung kann man sich die Beta-Version mit einigen Testprofilen ansehen.
Tablet oder Papier?
Vor zwei Wochen schrieb Markus zitierte Markus den Herrn Proust: „Das Entscheidende beim Lesen bleibt das Lesen, nicht das Buch.“ Manchmal ist das Medium aber doch nicht ganz unwichtig.
[Danke an Günter für den Hinweis!]
Musterbeispiel: Warum Open Data?
Im American Economic Review wurde 2010 eine anscheinend vielbeachtete Studie über „Growth in a Time of Debt“ publiziert. [1] Reinhart, Carmen M., and Kenneth S. Rogoff. 2010. „Growth in a Time of Debt.“ American Economic Review, 100(2): 573-78.
http://dx.doi.org/10.1257/aer.100.2.573 Die Washington Post machte nun darauf aufmerksam, dass diese Studie nicht nur in der Austeritätsdebatte eine große Rolle gespielt habe, sondern auch methodisch nicht einwandfrei sei. In der Berechnung (in Excel), die der Studie zugrunde liegt, seien Berechnungsfehler begangen worden.
This discrepancy wasn’t caught earlier because Reinhart and Rogoff hadn’t made their full underlying data public. They only shared their spreadsheet with the Herndon, Ash and Pollin after the latter three tried to replicate the initial results and failed.
Hier geht es zur erwähnten Studie von Reinhart und Rogoff. Die Daten werden dort gleich zum Download angeboten, ebenso der R-Code, mit dem die zweite Auswertung gemacht wurde. Wer nun dort nach Fehlern suchen möchte, kann dies ohne Umstände machen und muss nicht den Studienautoren hinterherbetteln.
PS: Bei diesem Beispiel geht es mir nicht darum, ob sich durch Datenverfügbarkeit nun gegenteilige ökonomische Schlüsse ziehen lassen, sondern einzig um die Reproduzierbarkeit von Wissenschaft.
References
| ↑1 | Reinhart, Carmen M., and Kenneth S. Rogoff. 2010. „Growth in a Time of Debt.“ American Economic Review, 100(2): 573-78. http://dx.doi.org/10.1257/aer.100.2.573 |
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Debatte über CIB
Adrian Pohl analysiert in seinem Blog den genehmigten DFG-Antrag „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten (CIB)“ (PDF). Er selbst war am Konkurrenzantrag libOS beteiligt. Seiner Meinung nach wird eine Kernanforderung der DFG-Ausschreibung durch CIB nicht erfüllt:
Wie will der Antrag denn nun die in der DFG-Ausschreibung geforderte „Integration der nationalen Erschließungsdaten zur Schaffung einer funktional einheitlichen Katalogisierungs- und Datenplattform“ umsetzen? – Gar nicht. Die Antragsteller interessieren sich augenscheinlich in erster Linie für ihre eigenen Kunden. Mir scheint als sei der primäre Zweck des Antrags, die Migration der BVB-, KOBV- und HeBIS-Verbundbibliotheken in die OCLC-/Ex-Libris-Cloud zu finanzieren.
Darüber hinaus bemängelt er die fehlende (plausible) Exit-Strategie. Bei einem Bibcamp vor einigen Jahren war genau dies ein Streitpunkt in einer Session zur „Bibliothek in der Cloud“ (o.ä.): Was passiert, wenn der Cloudanbieter nicht macht, was die Kunden wollen?
Die Auslagerung kritischer Infrastrukturen an externe Dienstleister kann funktionieren, kann unter Umständen sogar sinnvoll sein. Dafür sind aber viele Kriterien zu erfüllen. Ein maßgebliches Kriterium ist für mich die Rückführbarkeit der Infrastruktur in die eigene Hand. Dazu gehören verschiedene Komponenten.
Ein einfaches Beispiel für die gut funktionierende Auslagerung an einen Dienstleister ist ein WordPress-Blog. Dies kann man bei WordPress.com hosten lassen. Verwendet man eine eigene Domain dafür, kann man mit ein wenig Knowhow (das man in diesem Fall selbst erwerben oder einkaufen kann) ein dank Open Source technisch identisches Blog auf eigenem Server hosten, die Adresse weiterverwenden und alle Daten von WordPress.com ins eigene Blog importieren.
Werden OCLC und Ex Libris dies gewährleisten? Wird den Bibliotheken die Möglichkeit gegeben, die Software so kennenzulernen, dass sie selbst damit arbeiten könnten, wenn sie denn frei verfügbar wäre?
Adrian schreibt:
Ich denke, das Thema verlangt ein bisschen mehr Aufmerksamkeit in der Fachwelt als ihm bisher zugekommen ist, weil es sich eben nicht um eine der üblichen DFG-Ausschreibungen handelt, sondern um den erklärten Versuch, „einen umfassenden Umstrukturierungsprozess mit anzustoßen und zu unterstützen“, der eine grundlegende Veränderung der Informationsinfrastruktur in Deutschland mit sich bringen kann.
Wie auch immer man zum konkreten Vorhaben steht, dieser Aussage ist auf jeden Fall zuzustimmen.
Automatische Bibliothekslyrik
Und bin darüber auch mal wieder beim Poetron gelandet.
tüftelndes Wissen
Beeindrucken und jauchzen:
Wissen denken!
Sie beeindrucken!Ach mächtige Eigenschaft…
Ach angenehmer Mensch…
Wissen denken!Bibliothekarin ist mächtig!
Bibliothekarin ist hastig!
Und Tüfteln!
Ja allezeit deftig!
Lebewohl dem Freund
Die Entsagung finde.
Sie finde und sie tute!
Ach Wissenssuchender, verliebtes Wesen du,
Nicht länger wollen diese Schafe leben.Die Ewigkeit vergeht,
Es finden die wollüstigen Weisheite,
Und ewig droht dir Verderben!
"Bibliothek – die finale Steigerung von still!"
Habe bei einer blogarchäologischen Ausgrabung den Sloganizer wiederentdeckt.
- „Toll bleibt toll: Bibliotheken braucht diese Welt!“
- „Freude mit Bibliotheken, herzig und fantastisch!“