Facebook, Cambridge Analytica, BigBrotherAwards

Die Schweinigeleien von Facebook und Cambridge Analytica sind in aller Munde. Laut aktuelleren Nachrichten soll Cambridge Analytica sogar Zugriff auf private Nachrichten gehabt haben:

The data consulting firm Cambridge Analytica, which harvested as many as 87 million Facebook users’ personal data, also could have accessed the private inbox messages of some of those affected. Facebook slipped this previously undisclosed detail into the notifications that began appearing at the top of News Feeds on Monday. These alerts let users know whether they or their friends had downloaded a personality quiz app called This Is Your Digital Life, which would have caused their data to be collected and potentially passed on to Cambridge Analytica.

Eine knappe Analyse des Vorgangs liefert Frank Rieger, der die Zerschlagung Facebooks fordert.

Es sollte aber auch schnellstmöglich ein Gesetz erlassen werden, das Facebook & Co. zwingt, in Echtzeit offenzulegen, wer wieviel für welche Inhalte bezahlt und nach welchen Kriterien genau personalisiert und gezielt ausgeliefert wird. Diese Förderung zielt natürlich ins Herz des Geschäftsmodells der Plattformen. Aber wir stehen vor der Wahl ob wir die Funktionsfähigkeit der Demokratie dem Gewinninteresse einiger Silicon-Valley-Giganten opfern wollen – oder lieber nicht. Die Entscheidung sollte nicht schwer fallen.

Wie sehr den Dauerregierungenden der C*U das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt, sieht man an ihrer Wertschätzung des Datenreichtums (siehe auch Neusprech.org), auch wenn sich der Wolf inzwischen einen modischen Schafspelz zugelegt haben mag.

Wer einen informativen Abend damit verbringen möchte, die größeren Datenschutz- und Überwachungsskandale des letzten Jahres zusammengefasst präsentiert zu bekommen, sollte sich am Freitag, 20. April 2018 ab 18 Uhr nichts vornehmen. Dann kann man vor Ort in Bielefeld oder per Livestream die Verleihung der BigBrotherawards 2018 verfolgen.

BigBrotherAwards 2018 – Trailer from Digitalcourage e.V. on Vimeo.

Freie Alternativen zur BASE-API gesucht

Das Base-HTTP-Interface (hier der “Interface Guide” (PDF)) sieht sehr vielversprechend aus, nur leider kann man darauf nicht zugreifen. Zumindest ich darf es nicht. Nun wäre die API in geradezu fantastischer Weise geeignet, um die Open-Access-Landschaft in verschiedenen geographischen oder fachlichen Bereichen zu untersuchen. Stattdessen muss man sich auch für einfachste Fragen selbst ums Harvesting bemühen.

Da die BASE-API unter Verschluss steht: was gibt es sonst noch?

Workshop "Lokaler Suchraum"

Workshop “Lokaler Suchraum” in der UB Dortmund:

Dieser Workshop stellt verschiedene Lösungen von integrierten Suchoberflächen vor. Die Vorträge liefern u.a. Antworten auf die Fragen: Wie hoch ist der Aufwand, um ein Produkt auf die lokalen Bedingungen und Anforderungen anzupassen oder es selbst zu entwickeln? Welche Personalkapazitäten sind einzuplanen (Qualifikationen, Arbeitszeit etc.). Welche technischen Voraussetzungen sind zu schaffen, wie lang ist die Einarbeitungszeit der Administratoren?
Als weiterer Aspekt soll auch die Nutzersicht berücksichtigt werden. Welche Vorteile für die Nutzer verspricht sich die Bibliothek durch den Einsatz ihrer Lösung? Wurde die Usability des Projektes überprüft, und wenn ja, wie? Wie lautet das Feedback von Bibliotheksnutzern?

Und hier geht’s zum Programm und zu den Anmeldedetails.

[via Inetbib]

Bielefelder Uni-Bibliotheken wegen Asbest geschlossen

Das Mindener Tageblatt berichtet über die wiederholten Asbestfunde an der Universität Bielefeld.
Nachdem bereits im März die Bibliothek für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gesperrt werden musste, wurde letzte Woche auch in den Bereichen Linguistik und Literaturwissenschaft Asbest nachgewiesen.

Aktuell sind damit 700 000 Bücher der Fachbibliotheken nicht zugänglich.

Eine komplette Schließung ist nach Auskunft des Unikanzlers zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu befürchten, könne aber auch nicht komplett ausgeschlossen werden.

Universitätsbibliotheken für Geisteswissenschaften

In der Reihe “Indikator im Blickpunkt” des Centrums für Hochschulentwicklung ist ein neuer Beitrag mit dem Thema “Die Universitätsbibliotheken für Geisteswissenschaften aus Sicht der Studierenden” erschienen. Es handelt sich dabei um Auswertungen aus dem Che-Ranking.
In der Spitzengruppe in den Bereichen: Verfügbarkeit der Literatur, Bestand Bücher/Zeitschriften, Zugang elektr. Zeitschriften, Benutzerberatung, Möglichkeit der Literaturrecherche, Abwicklung von Fernleihbestellungen, Online-Benmutzerservice, Aktualität des Bestandes, Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, Zahl der Kopiergeräte, Öffnungszeiten und Ausleihzeiten sind die Bibliotheken der Universität Bielefeld, Kostanz, Mannheim und Tübingen.

Hier geht es zum kompletten Text!

Biblioblog: Bibliotheksebene Bielefeld Weblog

Nicht nur Hannover hat einen regionalen Bibliotheksblog, auch Ostwestfalen gönnt sich diese exquisite Einrichtung.

Hilfe zur Selbsthilfe möchte offensichtlich das mir neue Biblioblog Bibliotheksebene Bielefeld Weblog anbieten. Der selbstgewählte Untertitel lautet dann auch konsequent: Die BE informiert, lesen müssen Sie selbst.

Autoren sind Barbara Bremer, Sebastian Wolf, Gabriele Voltmann-Bauer, Gudrun Kovac, Ingo Christmann-Rzepka, Reinhilt Dolkemeier und Viola Stüven. Das Blog existiert seit Juli und wächst und gedeiht.