EX LIBRIS: Dokumentation über die New York Public Library

Zeit Online berichtet über das Filmfest in Venedig:

Es gibt auch ein anderes Amerika, Frederick Wiseman zeigt es in EX LIBRIS, dem zweiten Dokumentarfilm im Wettbewerb. Eine dreistündige Hommage an die New York Public Library, Szenen einer Bibliothek als Stätte der Bildung, der Begegnung, der freien Rede, der sozialen Fürsorge. 92 Filialen hat die Library, ihre Gründer wollten, dass sie für jeden New Yorker zu Fuß erreichbar ist.

Die IMDB-Nutzer sind auch recht angetan. Mit 197 Minuten Spielzeit ist der Film allerdings ausladender als manch abendfüllende Bollywood-Produktion.

Virtuelle Fachbibliothek "medien bühne film" ist online

Seit Anfang Januar ist die Virtuelle Fachbibliothek medien bühne film online.
Das Portal bietet neben einer Suche im Gesamtbestand auch die Möglichkeit fachspezifisch in drei Teilportalen (Kommunikations- und Medienwissenschaft/Publizistik, Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft) zu suchen.

Außerdem wird die Möglichkeit zur Recherche in fachrelevanten Bibliothekskatalogen, Datenbanken, E-Journals und nach wissenschaftlich relevanten Internetquellen zu suchen.

Bei der Entwicklung des Portals (von der DFG gefördert), handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der UB Leipzig, der UB Frankfurt a.M., sowie der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam und der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig.

[via inetbib]

E-Books für und gegen Leser

Wenn E-Book-Leser nicht bezahlen wollen, hat die Buchbranche ein Problem. Das gleiche Problem, das vorher auch schon die Musikindustrie und die Filmindustrie hatten und haben. In einem Interview in der Süddeutschen äußert sich Till Kreutzer zum Kampf gegen Schwarzlesern. Kreutzer verweist auf die kontraproduktive Politik der Musik- und Filmkonzerne, (potentielle) Kunden als Verbrecher darzustellen und auf restriktive Maßnahmen zurückzugreifen.

Wie gut das Angebot bei den E-Books werden kann, wird sich erst noch zeigen. Aber gewiss gilt auch hier, dass attraktive Angebote die Nutzer dazu bewegen könnten, sich weniger umsonst zu bedienen. Je mehr Zeit jedoch vergeht, ohne dass solche Angebote existieren, desto mehr gewöhnen sich die Leute an nicht-legale Quellen und sind dann immer schwerer davon abzubringen.

So ist es. Wer E-Books mit DRM nur unter Schwierigkeiten ansehen kann, wird bei Bedarf auf illegale Kopien zurückgreifen. Mal sehen, wie lange die Verlage brauchen, um offensichtliche Parallelen zur Musikbranche zu erkennen und dort gegangene Irrwege zu vermeiden.

007 – Ohne Lizenz zum Aufführen

Da kann ich mir die Schadenfreude nicht verkneifen: 007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen:

«Unsere US-Partner hatten uns Passwörter für die Ausstrahlung des Films gegeben, da es ja die Vorpremiere war, aber die sind um 22 Uhr abgelaufen», zitiert das Online-Magazin Mediafax einen Kinovertreter. […] «Jetzt wissen wir, dass der Schutzmechanismus gegen Raubkopien funktioniert»

Zitat aus 20 Minuten.

Update: Ich habe dies Posting eindeutig etwas zu früh abgeschickt. Mir fallen gerade im Minutentakt schöne Titel ein. Mein Favorit bislang: “Ein Quantum Verstand”. Fällt noch jemandem was ein?

"Hollywood Librarian"

Der Film “Hollywood Librarian”, der bereits auf dem Bibliothekartag in Mannheim Zuschauer anlockte, wird jetzt in einigen deutschen Städten gezeigt. Der Film zeigt klassische Ausschnitte zum Bibliothek, aber es kommen auch ganz “normale” amerikanische Bibliothekare zu Wort.

Mehr Informationen gibt es auf der amerikanischen Homepage zum Film.

Termine der Vorführungen:
25.10. in der Hessischen Landesbibliothek in Wiesbaden
29.10. in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
24.11. in der Stadtbibliothek Krefeld
25.11. in der SLUB Dresden
03.12. in der Fachhochschule Ludwigshafen
04.12. in der Stadtbibliothek Bielefeld
15.12. in der Hochschule der Medien Stuttgart