Kategorie: Schnickschnack
Wacko Search
Remember when you first started using the Internet and the thrill of finding interesting and different sites, often by accident? Search engines have taken the fun out of surfing.
Wacko Search ist eine Suchmaschine der anderen Art. Man sucht etwas und bekommt etwas völlig anderes. Ich kann auch nach 10 Versuchen keinen Zusammenhang zwischen Suchbegriff und Ergebnis erkennen. Ein interessanter Lösungsansatz für das vom Presurfer geschilderte Problem.
Innerhalb weniger Minuten erfuhr ich so von einem aus 50.000 Milchkartons erbauten Schloß, ließ mir Halbleiterphysik von Britney Spears erklären und
Andere Merkwürdigkeiten, deren Nichtverlinkung ich nicht übers Herz bringe:
- Ron Patrick’s Street-Legal Jet Powered Volkswagen Beetle
- Secretly balding moviestars
- Write Your Name in Elvish in Ten Minutes
Die Suchergebnisse wiederholen sich zwar recht schnell, aber dennoch gilt: Achtung, nicht verwenden, wenn man gerade überhaupt keine Zeit hat, um einfach mal auf interessant klingende Links zu klicken!
Apple gefährdet Erde
Wie unverantwortlich Apple und iPhone-Besitzer mit der Sicherheit unseres Planeten umgehen, hat die Titanic am Rande der Legalität investigativ erforscht und visualiert.
Automatische Preisfestlegung bei Amazon
Wer sich schon das eine oder andere Mal über sprunghafte Preisänderungen für Gebrauchtbücher bei Onlinebuchhändlern gewundert hat, wird diese Anekdote über automatisierte Preisfestlegung bei Amazon recht aufschlussreich finden. Michael Eisen ist auf ein Buch gestoßen, dass für $1,730,045.9 angeboten wurde. Innerhalb einer Woche stieg der Preis sogar auf über 23 Millionen Dollar. Zu diesem Preis kam es, weil sich zwei Preisfestlegungs-Bots (der Amazon-Anbieter „profnath“ und „bordeebook“) gegenseitig hochgetrieben haben:
Once a day profnath set their price to be 0.9983 times bordeebook’s price. The prices would remain close for several hours, until bordeebook “noticed” profnath’s change and elevated their price to 1.270589 times profnath’s higher price. The pattern continued perfectly for the next week.
Ein sehr schönes Beispiel für außer Kontrolle geratene reaktive Agenten. Wenn man sich nun vor Augen führt, dass Stock-Trading teils auch von Software-Agenten durchgeführt wurde…
Es gibt übrigens auch Beispiele für noch absurdere Preise bei Amazon. Hoggledorf erwähnt in den Kommentaren zu Michael Eisens Posting „Lana, The Lady, The Legend, The Truth“ von Lana Turner, das gebraucht entweder für $0,01 oder für $900,000,000.00 erhältlich ist.
Angry Bird Hannover (oder: Buchfink vs. Bibliothek)
Angry Birds Rio ist jetzt erhältlich, heißt es überall. Angry Birds, ein harmloser Zeitvertreib? Mitnichten! Was es heißt, wenn Birds wirklich angry sind, das wird verharmlost oder einfach unter den Tisch gekehrt.
In Hannover spielt die Tierwelt verrückt. Würgeschlangen treiben sich in Sanitäranlagen herum. Und im selben Stadtteil begab es sich vor nicht allzu langer Zeit, dass ein Buchfink (wie passend!) eine Bibliothek attackiert(e). Ob er mit der stetig ansteigenden Zahl der E-Books unzufrieden ist, lässt sich in Gesprächen bisher nicht klären. Wir haben auch keinen E-Buchfink für eine ausgewogene Podiumsdiskussion auftreiben können.
Doch was passierte dort, in Hannover-Linden? Zwischen dem Hauptgebäude der Fachhochschule Hannover und der Zentralbibliothek steht ein Baum. Dort ließ er sich nieder, der besagte Buchfink. Dieser hier:

Dieser Fink ist, wie man deutlich erkennen kann, ein besonders hübscher Kerl. Dessen ist er sich bewusst. Und wie es sich für einen finkischen Narziss gehört, duldet er seinesgleichen nicht neben sich. Doch – und dies ist die tragische Wendung dieser Geschichte – die Bibliothek, vor der er hausiert, ist voller schöner Finkenmänner!
Zumindest denkt dies der Fink. Mens sana in corpore sano? Ein schöner Fink, ein klarer Verstand? Leider nicht. Denn sein Spiegelbild, sein ach so schönes Spiegelbild, es versetzt den feinen Finken in Raserei! Fliegt er am Fenster vorbei und entdeckt dabei sein prächtiges Spiegelbild, hält er es offensichtlich für einen Kontrahenten, für einen Eindringling in sein Revier. Und was macht er dann, der tumbe Schönling? Er greift an!


Dagegen hilft nur Stein, Schere, Papier:

Die Raubvogelattrappe zeigte nur kurzfristig Wirkung. Auch sie wurde schon attackiert. Ob die todesmutigen Rasereien des Buchfinks die Finkendamenwelt hinreichend beeindruckt haben, konnte bislang nicht herausgefunden haben.
Esoterische Prüfungstäuschung
Hadmut Danisch überlegt, ob es als Täuschungsversuch zu gelten hat, wenn man die Hilfe eines Geistheilers zwecks Absolvierung einer Prüfung in Anspruch nimmt.
Objektiv betrachtet ist es ja kein Betrugsversuch, weil derjenige ja nicht daran vorbeikommt, die Prüfungsleistung selbst zu erbringen. Wenn es dazu führt, daß der Geheilte beim Sex oder in Prüfungen besser ist, weil er auf Geister vertraut und damit auch mehr (falsches) Selbstvertrauen hat, ist das objektiv kein Schwindel.
Objektiv zweifeln könnte allerdings der Prüfer an der Befähigung zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten, wenn jemand zum Geistheiler geht. Ist das aber ein hinreichender – oder gar zwingender? – Grund, jemanden die Promotion abzuerkennen?
Sobald man die psycho-kinetische Energie nachweisen kann, muss man mit Sicherheit eingreifen.
Versteckte Botschaften in Samsungs Galaxy Tablet und in der ZDB
Der unter anderem im Samsung Galaxy Tablet verwendete Chip Infineon PMB 5703 enthält sogenannte Silicon Art. Auf Chipworks.com werden solcherlei Miniaturen gewürdigt und gesammelt:
But, impressive specifications aside, what caught our collective eye was the imaginatively cool silicon art we found when examining the die markings. The playful designs were deemed worthy enough to make it into our Silicon Art Gallery and contradict the typical no-nonsense typecast attributed to German circuit designers.
Mindestens eine versteckte Botschaften enthält unter anderem auch der ZDB-OPAC, wie Julia letztens in einem Netbib-Kommentar feststellte. Dieses Osterei fällt ins Auge, wenn man erst nach Windows, dann nach Linux sucht.
Wissenschaftliche Filmtitel
Kent Anderson hat wissenschaftliche Artikel zusammengestellt, deren Titel an Filmtitel angelehnt sind. Mein Favorit ist The Good, the Bad, and the Cell Type-Specific Roles of Hypoxia Inducible Factor-1 in Neurons and Astrocytes.
1932: Taschentelefon mit Sprachsteuerung
Aus: Kästner, Erich (1987): Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee. Unter Mitarbeit von Horst Lemke. 48. Aufl. Hamburg: Dressler, S. 106
Ein Herr, der vor ihnen auf dem Trottoir langfuhr, trat plötzlich aufs Pflaster, zog einen Telefonhörer aus der Manteltasche, sprach eine Nummer hinein und rief: „Gertrud, hör mal, ich komme heute eine Stunde später zum Mittagessen. Ich will vorher noch ins Laboratorium. Wiedersehen, Schatz!“ Dann steckte er sein Taschentelefon wieder weg, trat aufs laufende Band, las in einem Buch und fuhr seiner Wege.
Die Android- oder iPhone-Debatte war 1932 zwar noch nicht aktuell, aber die Vision eines sprachgesteuerten Handys bestand offensichtlich schon.
Update: Kaum veröffentlicht, trudelt schon eine Mail herein, dass dies doch auch schon im Wikipedia-Kapitel zur Geschichte des Mobiltelefons zu finden sei. Richtig, war mir nicht bekannt. Sonst habe ich Wikipedia allerdings fast durch, Dubletten werden hoffentlich nicht mehr vorkommen.
Bier von und für Schurken-Archivare
Hiesige ArchivarInnen haben Alpträume, US-amerikanische dagegen eine eigene Biersorte:

Mehr dazu bei BoingBoing.
