Wie illustriert man "Online"?

Scan-Workflows und Langzeitarchivierung? Widmen wir uns den wahren Herausforderungen der Digitalisierung! Die Bibliothek hat zigtausend neue elektronische Dissertationen im Katalog. Diese grandiose Erweiterung des Bestandes soll in einem Blogbeitrag gefeiert werden. Welche Abbildung wähle ich, um die neuen Dokumente zu symbolisieren?

Dies ist ein regelmäßig wiederkehrendes Problem. Und jedes Mal, wenn ich mich der Herausforderung stelle, „Online“ zu visualisieren, schiele ich neidisch zu den Altbeständlern herüber. Denn so etwas macht sich doch in jedem Blogposting sehr gut:

Doch was bleibt den Onlinern? Logos von Verlagen, das Open-Access-Logo, zur Abwechslung ab und an Geräte mit oder ohne bedienende Personen? Oder ein Blick in die Matrix?

Damit wären wir bei meinem stets wiederkehrenden Problem und daran anschließend meiner Herausforderung an die Allgemeinheit: Wie kann man Postings oder Pressemitteilungen über „Online“ interessant und anschaulich bebildern, ohne immer wieder in dieselbe Klischee-Kiste greifen zu müssen?

Herzlichen Glückwunsch, Strichcode!

Am 26. Juni 1974 wurde in einer Filiale der US-amerikanischen Supermarktkette Marsh in Troy (Ohio) das erste mit einem Strichcode markierte Produkt, eine Zehnerpackung Juicy Fruit (Kaugummi) des Herstellers Wrigley, von einer Scannerkasse der Firma Datalogic (ehemals PSC / Spectra Physics) erfasst und verkauft.

Und 40 Jahre später sind Strichcodes noch immer (fast) überall im Einsatz, so auch in vielen Bibliotheken.

Und wer weiß, zu welchen Teufeleien sie verwendet werden! In Esoterik- und Verschwörungskreisen kursieren so manche Gerüchte…

This time for Wikipedia (Wiki Wiki)

Seit der Eröffnungsfeier der WM in Südafrika warte ich vergeblich auf das Naheliegende. Sogar Spongebob kam auf eine ähnliche Idee. Doch unter den Jüngern des freien Wissens scheint sich niemand zu rühren.

Alles muss man selber machen! Also genug des Wartens, des Gejammers: Aus Waka Waka wird Wiki Wiki!

This Time For Wikipedia (Wiki Wiki)

You’re an editor
Choosing your edit wars
Feeling the urge
To do research
And bring the knowledge forth

You’re on the front page
Everyone’s reading
You know it’s serious
We are getting closer
This isn’t over

Discussion’s on
You see it
But you got it right,
Believe it

When you write
you cite oh, oh
If you write
you cite eh, eh

Tsamina mina
Zangalewa
For Wikipedia

Tzamina mina eh eh
Wiki wiki eh eh
Tsamina mina Zangalewa
For Wikipedia

Die Übersetzung der Fang-Stellen des Originals kann man sich hier ansehen.

Vervollständigungen, Verbesserungen und vor allem Vertonungen bitte in den Kommentaren verlinken!

Hamstern ist keine Bestandsentwicklung

Awful Library Books sammelt Beispiele für das Blogmotto „Hoarding is not collection development“. Es gibt dort eine schöne Kategorie Librarian’s Choice, in der man erfährt, was Bibliothekarinnen hören, wie man sich durchsetzt, man findet Karriere-Bibeln für angehende Bibliothekswesen und erfährt, dass Bibliothekswesen tolle Sex-Ratgeber sind.

Großartige Buchcover gibt es dort übrigens auch immer wieder zu bewundern. Und die Jahresrückblicke! 2011 hat es mir besonders angetan. Lasst Euch inspirieren, Erwerbungsbibliothekarinnen!

Ponies und die Bibliothek

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/">CC: BY</a> von <a href="http://heroman4b3.deviantart.com/">heroman4b3</a>
Bild: CC-BY von heroman4b3

Letzte Woche hatten wir Bibliotheks-Lego. Diese Woche haben wir die Bibliothek als Lebensraum von und Kulisse für Bibliotheksponies, Geknutsche, Qualm (?), Buchrecycling, Schlappohrelfen, eine merkwürdige Puppe, noch ein Bibliothekspony, fliegende Bücher, ein weiteres Bibliothekspony, einen Computerspiel-Igel, ein Bibliothekspony, frisierte Leute, einen Bibliothekshase, einen Wissenshüter (inkl. Making of), wirklich noch ein Bibliothekspony und ein allerletztes Bibliothekspony.

Alles gefunden in sehr kurzer Zeit auf Deviant Art, einer Plattform zur Veröffentlichung von Bibliotheksponies und anderen digitalen Kunstwerken.

Vom Nutzen guter Dokumentation

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Artikel dazu, siehe auch hier.

2048

Was Tetris war, ist jetzt 2048. Zumindest seit einigen Wochen. Wer also Zeit vernichten möchte, dem kann ich einen Klick auf Gabriele Cirullis 2048 (hier die mobiltaugliche Version) sehr ans Herz legen. Das Spielprinzip ist so einfach wie genial: 2 + 4 = 4. Und so weiter. Einfach die passenden Kacheln aneinander schieben, bis man bei zur 2048 gelangt. Und das sieht dann so aus:

Klingt langweilig, hat aber einen sehr hohen Suchtfaktor. Wer also gerade wichtige Projekt-Deadlines hat, sollte vorsichtig sein und den Link da oben erst einmal nicht anklicken.

Es gibt inzwischen unzählige Derivate und Abwandlungen, zum Beispiel eins zur Netzpolitik oder eins mit den diversen Doctor Whos. Hier kann man sich eins zusammenklicken. Die AI-Community hat sich auf diverse Aspekte gestürzt, zum Beispiel auf die Suche nach der optimalen Lösung oder nach dem schwerstmöglichen Spiel. Bei letzterem habe ich es immerhin bis zur 64er-Kachel geschafft.

Und wer macht jetzt ein 2048 zu Open-Access, Bibliotheks, Open Science, Informationskompetenz, Sach- oder Formalerschließung?

Verschlüsselte Botschaften in der Bibliothek

Frei nach Amazon: Wem Ecos Foucaultsches Pendel oder der Codex Copiale [1] Wurde der im Pendel eigentlich erwähnt? gefiel, wird auch hieran seinen Spaß haben.

In der Bibliothek der Western University hinterlässt jemand verschlüsselte Nachrichten – oder täuscht das zumindest auf interessante und recht aufwändige Weise vor. Die Botschaften (hier ein Beispiel) sind im Bestand der Bibliothek in diversen Büchern zu finden, immer zwischen Seite 16 und 17. Assistant Professor [2] Ist das eher ein Juniorprofessor, ein Lehrbeauftragter oder ein Vertretungsprofessor? Mike Moffat sammelt und veröffentlicht in seinem Blog die Fundstücke und notiert seine Gedankengänge zu den Hintergründen, z.B. in diesem zusammenfassenden Posting.

Seine Leserschaft diskutiert die Vorgänge ausgiebig und mit großem Elan. Es hat sich auch schon ein Subreddit gebildet, der sich der Entzifferung widmet. Die Erfahrungen aus der Entschlüsselung des Codex Copiale könnten hier sehr nützlich sein.

[via BoingBoing]

References

References
↑1 Wurde der im Pendel eigentlich erwähnt?
↑2 Ist das eher ein Juniorprofessor, ein Lehrbeauftragter oder ein Vertretungsprofessor?