Ein Jahr Suchkiste

Gerald Steilen macht auf den ersten Geburtstag der Suchkiste aufmerksam. Da er wirklich keine Ahnung habe, was [er] wie umfangreich beischreiben soll, hat er ein PDF-Dokument zur Verfügung gestellt, dass das Projekt ausführlich beschreibt. Ein sehr interessanter Punkt ist auf S. 6 zu finden:

Es ist möglich den im vorliegenden Projekt generierten Index in beliebige Oberflächen für die Open Source Software Solr19 einzubinden. Im bibliothekarischen Umfeld verwenden kommerzielle Produkte wie Primo (Exlibris)20 oder TouchPoint (OCLC)21 eben jene Open Source Lösung. Daher lud die Firma Exlibris einen Projektmitarbeiter nach Hamburg ein, um den Suchkistenindex dieses Projekts mit dem eigenen Softwareprodukt Primo direkt nutzen zu können. Somit haben Primo-Kunden prinzipiell die Möglichkeit das Material der Nationallizenzen zu durchsuchen, ohne die Daten selbst indizieren zu müssen und ohne auf die Vorteile von Primo verzichten zu müssen (siehe Kap. 4.3.1 und Abb. 4.10). Der Anbieter von TouchPoint unterstützt ebenfalls dieses Verfahren. Selbstverständlich ist das auch mit einer VuFind-Installation möglich.

Das heißt, das neben (beispielsweise) dem zentralen Index des GBV auch der Index der Suchkiste in Discovery Interfaces [1] Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o) eingebunden werden kann. Wie theoretisch auch BASE oder verschiedene ViFas.

References

References
↑1 Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o)

BASE steigt auf VuFind um

Im BASE-Blog wird der Umstieg von BASE von FAST auf Lucene/Solr mit der Oberfläche VuFind beschrieben.

Die vollständige Ablösung des FAST-Systems ist für die nächsten Monate geplant, ebenso die Umlenkung der BASE API auf den neuen Index. Der Index unter Lucene/Solr wird vorerst in unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Die Oberfläche ist im BASE Lab schon testbereit. Einiges funktioniert noch nicht. Zum Beispiel wird die Suchsortierung immer auf „Relevanz“ zurückgesetzt, wenn man die Suchergebnisse eingrenzen möchte. Aber für eine Beta-Version sieht das schon sehr ordentlich aus. Lucene/Solr entwickeln sich mehr und mehr zum Standard in der deutschsprachigen Bibliothekslandschaft.

Quertle: Annual Report on Trends in Literature Searches

Quertle informiert über Suchtrends:

The search trends from the Quertle search site for calender year 2010 are presented. Search topics have been broken out into major categories (diseases, proteins, chemicals, biological processes, organisms, organs, power terms, and journals). Although certain search terms have been consistently high used, there are significant changes in other terms throughout the year.

Detaillierter wird es im Annual Report on Trends in Literature Searches (albernerweise passwortgeschütztes PDF).

Google verstümmelt Auto-Complete

Wer nach einem Torrent für die neueste Linux-Distribution sucht, wird neuerdings nicht mehr von der Auto-Complete-Funktion unterstützt. Wie Switched berichtet, werden Begriffe wie „Torrent“ oder „Bittorrent“ nun blockiert. Andere Beispiele geblockter Begriffe (aus der englischsprachigen Google-Version), unter anderem:

  • „Pamela Anderson“ (though „Pam Anderson“ works)
  • „bisexual“
  • „women rapping“
  • „babes in toyland“
  • „white power“
  • „i hate“
  • „fuchsia“

Rappende Frauen und Fuchsien? Darauf einmal die nicht rappenden Babes in Toyland und noch einmal Babes in Toyland:

Google Instant Preview dauerhaft abschalten

Die Google-Oberfläche hat sich in den letzten Monaten stark verändert. Eine der größten Schritte weg von der einst puritanischen Darstellung der Suchergebnisse ist Instant Preview. Wen das ständige Aufploppen von Screenshots, sobald man einen Link nicht 100%ig trifft, genauso nervt wie mich, dem kann ich nun ein wohltuendes kleines Skript empfehlen.

Zutaten

  1. Greasemonkey, eine Browser-Erweiterung, mit deren Hilfe man kleine Java-Scripts auf Webseiten loslassen kann. Funktioniert
  2. Neben 1000en von anderen nützlichen Scripts findet sich auf Userscripts.org auch eines, das Googles Instant Preview einfach ausblendet: Disable Preview.

Hat man es installiert, kehr wieder himmlische Ruhe auf der Suchergebnis-Seite ein.

DDC-Verteilung in DINI-zertifizierten Repositorien

Im OAN-Blog ist eine Übersicht über die Häufigkeit von DDC-Klassifikationen in DINI-zertifizierten Repositories veröffentlicht worden.

Interessant ist dabei natürlich die Frage wie sich die fachliche Verteilung aller Dokumente des OAN-Datenraums gestaltet. Welche Fachdisziplinen sind besonders stark vertreten, welche weniger? Ein Stück weit sind diese Daten sicherlich auch ein Indikator dafür, in welchen Fachbereichen Open Access mehr Anklang findet als in anderen.

Dass die Klassifikationen Medizin, Informatik und Wirtschaft vorne liegen, ist nicht weiter verwunderlich. Ebenso die nachfolgenden naturwissenschaftlichen Disziplinen. Überraschend stark vertreten mit 2,14% ist jedoch auch die Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Dies entspricht laut OAN-Suche zur Zeit 687 Dokumenten. Weniger verwunderlich dagegen das sehr schwache Abschneiden der Geisteswissenschaften.

Google kauft Metaweb (Freebase)

Google hat Metaweb übernommen, die unter anderem Freebase betreiben. Freebase soll frei und offen zugänglich bleiben. Eine gute Gelegenheit, mal wieder auf Freebase Parallax hinzuweisen. Wer herumklickend erproben möchte, was dieses ganze Gerede um das Semantic Web soll, dem kann ich einen Besuch sehr empfehlen.

[via Google Blog]

Google News im neuen Gewand

Google News hat ein neues Design verpasst bekommen. Die Google-Oberflächen verändern sich ständig ein kleines bißchen, und in den letzten Monaten und Jahren hat sich Google News immer mehr der Aufteilung einer klassischen Tageszeitung angenähert. Hinzugekommen sind auch viele Personalisierungsfunktionen.

Die automatisierte Einteilung von Artikeln in die verschiedenen Rubriken ist nicht gelungen. Im Panorama würde ich eine bunte Tüte mit Nachrichten über Schneeleoparden-Nachwuchs im Leipziger Zoo, Ballspiele der Mayas oder über die Tournee von Lena Meyer-Landrut erwarten. Google hält anderes für ähnlich unterhaltsam, unter anderem die Quartalszahlen der Allianz:

Das ist sicherlich diskutabel, letztlich aber nur eine Frage des Geschmacks. Anders verhält es sich mit der Sportrubrik, in der sich neben Schweinsteigers Verbalattacken auf die argentinische Nationalmannschaft auch die sportlichen Höchstleistungen des Hurrikans Alex (Zitat: mehr als 150 Kilometern pro Stunde) finden:

Da ist noch viel Raum für Verbesserungen. Da Google News sicherlich häufiger frequentiert wird als Google Scholar ist damit zu rechnen, dass diese Fehler auch tatsächlich behoben werden. Anders als bei Google Scholar.

[via ReadWriteWeb]