Rechtssicheres Kopieren von Texten mit CopyRight

Harald Bögeholz stellt in der c’t vom heutigen Datum eine spektakuläre, neue Methode vor, wie man sich vor versehentlich eingefangenen Plagiaten schützen kann.

CopyRight klingt sich unter Windows in die Zwischenablage ein und sorgt bei allen kopierten Textpassagen dafür, dass man sie gefahrlos in die eigene Arbeit einfügen und weiterverwenden kann. Dazu kennt es zwei Betriebsarten: Im Modus „einfach“ fügt es vor und nach jedem Text Anführungszeichen ein sowie dahinter den Text „[!!!]“. So kann man beim Zusammenstellen einer Arbeit zügig vorankommen und nicht versehentlich vergessen, Zitate zu kennzeichnen und die Quelle anzugeben.

Interessanter ist aber der Modus „intelligent“. Er gibt den kopierten Text beim Einfügen nicht wörtlich wieder aus, sondern formuliert ihn sinngemäß um. So kann man sich die lästigen Anführungszeichen und Quellenangaben sparen und muss sich auch nicht umständlich merken, welche Aussagen woher kommen.

Dadurch sei CopyRight ideal für die Produktion von Online-Nachrichten, bei denen man nur Versatzstücke zusammenkopieren und mit ein paar Füllsätzen ergänzen müsse. Technisch steckt dahinter ein „tiefes neuronales Netz mit Long Short Term Memory“ und „eine Art Gedächtnistransplantation in ein neuronales Netz der Zielsprache“. Fantastisch!

Weitere tagesaktuelle Informationen gibt es in der c’t!

QOAM: Quality Open Access Market

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Neues Tool zur Bewertung von wissenschaftlichen Fachzeitschriften:

Quality Open Access Market (QOAM) ist ein Tool, das WissenschafterInnen die Bewertung von über 17.000 Open-Access-Zeitschriften und konventionellen Zeitschriften mit Open-Access-Option ermöglicht.

Beispieltitel: Libreas und Informationspraxis.

Weitere Infos:

Gerestein, D. van ., (2015). Quality Open Access market and other initiatives: a comparative analysis. Liber Quarterly. 24(4), pp.162–173. DOI: http://doi.org/10.18352/lq.9911

Internet-Recherche in Schulen

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Aus dem BITKOM-Beitrag:

Um Informationen für den Unterricht zu erhalten, wird am häufigsten auf Wikipedia zurückgegriffen. Das Online-Lexikon nutzen 84 Prozent der Lehrer, die ihre Schüler im Netz recherchieren lassen. An zweiter Stelle liegt die Suchmaschine Google (61 Prozent), deutlich vor den alternativen Suchangeboten Bing (25 Prozent) und Yahoo (18 Prozent). Spezielle Kindersuchmaschinen wie Fragfinn setzen 6 Prozent der Lehrer ein. Andere Webangebote nutzt nur jeder zwanzigste Lehrer (5 Prozent). „Entscheidend ist, dass im Unterricht vermittelt wird, verschiedene Quellen heranzuziehen. Schule muss dabei auch ein Grundverständnis der Funktionsweise von Suchalgorithmen vermitteln“, sagt Rohleder. „Die fächerübergreifende Vermittlung von Medienkompetenz muss fester Bestandteil des Unterrichts sein.“

Warum man Suchmaschinen einsetzt, ohne andere Webangebote zu nutzen, erschließt sich mir nicht, aber vermutlich ist hier nur der Sucheinstieg gemeint.

Springer und IEEE veröffentlichten über 120 SciGen-Publikationen

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Aus dem Nature-Blog vom 25. Februar 2014:

The publishers Springer and IEEE are removing more than 120 papers from their subscription services after a French researcher discovered that the works were computer-generated nonsense.

Gerücht: Investorengruppe will Thomson Reuters IP & Science kaufen

City A.M. berichtete schon am 13. März über ein Gerücht, dass die Investorengruppe Cinven, die sich unter anderem eine Zeitlang im Besitz der Springer-Gruppe befand, einen Kauf von Thomson Reuters IP & Science überlegt.

Private equity group Cinven is considering bidding for part of Thomson Reuters, with the news organisation set to launch a sale of its intellectual property and science units.

Springer verkauft Papers an ReadCube

Es ist richtig was los auf dem Markt für kommerzielle Literaturverwaltungsprogramme! Thomson Reuters will Endnote ab- und verstoßen und Springer verkauft Papers an ReadCube. Das nichtssagende Statement dazu:

We look forward to working with the Papers user community to continue to build on the impressive work the Papers team has done to date. It is through close collaborations with researchers, publishers, and institutions that ReadCube and its solutions in this space are helping connect data, facilitate discovery and improve the accessibility of literature. Through this acquisition we hope to accelerate the pace of discovery.

Es scheint also Hoffnung auf ein Papers-Weiterbestehen zu geben.

Thomson Reuters will „IP and science business“ abstoßen

Thomson Reuters to auction IP and science business hieß es schon im Februar in der Financial Times. 3 Milliarden Dollar sollen erzielt werden. Viel Geld, dafür gibt es aber auch viel, der Bereich IP & Science Business umfasst folgende Bereiche und Produkte:

Government & Academic Research

Intellectual Property

Life Sciences

Blogs

Training

Project Neon

Wessen Hochschule setzt komplett auf Endnote? Wer plant oder hat ein Converis-Forschungsinformationssystem? Wer verlässt sich auf den Derwent World Patent Index? Hier werden komplette Märkte aufgemischt. Und es droht ein gutes Beispiel für potentiell fatale Effekte eines Vendor-Lock-In zu entstehen.

Gesichtstransformator

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Wer mal sehen möchte, wie sich Gesichter verändern, wenn sie ein anderes Alter, ein anderes Geschlecht, eine andere Hautfarbe oder einfach eine andere Laune hätten, kann dies mit dem Transformator von Face Research ausprobieren.