BiblioCommons – "social discovery system for libraries"

Im Library Journal ist ein Artikel zu finden, in dem ein OPAC der besseren Art beschrieben wird. BiblioCommons wird zur Zeit in der Oakville Public Library eingesetzt. Der Artikel ist äußerst euphorisch, und das mit Recht. Es wird ziemlich viel richtig gemacht.

People don’t want a library that acts like just a glorified card catalog online. They want a catalog that’s as good as Google and Amazon.

So wird zum Beispiel die eigentlich gar nicht so schwierige Richtlinie eingelöst, das OPACs nicht furchtbar häßlich sein müssen. Das Auge sucht schließlich mit. Und es gibt permanente URLs, mit denen man problemlos einzelne Werke verlinken kann:

http://opl.bibliocommons.com/item/show/1441993_the_13_12_lives_of_captain_bluebear

Bewertungssystem, Anmerkungen zu einzelnen Titeln, Buchcover, Tags, die Möglichkeit, persönliche Collections anzulegen…

LibWorld Cover Contest: The winner!

Wow! With a total of 117 votes we can really say that the cover if the LibWorld book is not only user generated, it is user chosen, too! You can see all contributions here. Big, big thanks to all participants! You can’t imagine how much fun it is to get all those reactions from all over the world! Thumbs up, librarians all over the world!

This is how you voted…
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Google und das Bibliothekswesen II

Kleiner Nachtrag zu Googles Liebesentzug für Bibliothekswesen. In der Librarian Central wurde, wie schon vermerkt, aufgrund der Diskussion in amerikanischen Blogs tatsächlich noch einmal geposted. Angekündigt wurde, dass ab sofort wieder ein Newsletter verschickt wurde. Die Reaktionen auf dieses Posting sind äußerst interessant. Hans meinte in den Kommentaren:

Come on guys, closing the blog and reverting to an od styl e-mail newsletter, and this from an innovative company like Google? I can’t be the only one who doesn’t get this.

Deftiger wird die Kritik in den Postings, die auf die Librarian Central verlinken.

Lattice of Coincidence:

A message from the Google! And it says… „go phokk yourselves“

John Adkins:

Librarians have long complained about Google’s lack of responsiveness on Google’s very own Librarian Central blog (styled „Your official source for Google tips, news, and updates.“) How dare they ignore us? Don’t they know we are the gatekeepers to the info highway? Well, today we got our answer.

The MLxperience:

The blog shut-down provides even more evidence that Google has been just using Librarians to merely increase their Book Project. Hmmph.

Rick Mason:

They could have kept the blog alive by posting the individual newsletter items one-by-one. They could have used the blog for items posted or discussed elsewhere, but posted there because of their interest to libraries. They could have opened things up a bit and asked for volunteers to coordinate topics and ideas for better incorporating Google into libraries. Any of these would have been about the same amount of work, and would have preserved or improved the dynamic and social aspects of the site. They backed away instead.

Im Absatz zuvor fühlt sich Mason durch den Medienwechsel RSS zu Mail ins Web 1.0 versetzt. Die Frage ist nun (und sie wurde irgendwo anders schon aufgeworfen, ich finde die Quelle leider nicht mehr): Geschah dies absichtlich, oder ist es bloße Mißachtung der BibliothekarInnen? Zumindest im anglo-amerikanischen Bereich gibt es doch mehr als ein paar Dutzend Bibliotheksmitarbeiter, die wissen, was RSS ist. Vielleicht waren es Google nicht genug, so dass nun für die unbeweglicheren unter den Kollegen auf Newsletter zurückgeschaltet wird?

Zumindest wäre das eine Erklärung. Es kann ja nicht viel aufwendiger als der Newsletter sein, einen einmal erstellten Text in ein Blog zu geben. Dass die Googles Library-Aktivitäten als gönnerhaftes Geschenk zu sehen ist, sollte nun klar sein. Wenn man sich bei Googles also ohnehin die Arbeit macht, dieses Geschenk zu basteln: Warum hat man die Form des Newsletters gewählt?

Ach ja, hier geht’s zur Juli-Ausgabe 2008.

Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon

Lyon hat Google für die Digitalisierung ihrer Gemeindebibliothek ausgewählt. Es ist die erste französische Stadt, die sich einer Privatfirma anvertraut, anstatt die Verwirklichung der digitalen europäischen Bibliothek abzuwarten. „Die europäischen Fonds sind selten. Wenn wir eine öffentliche Initiative abgewartet hätten, würden wir in 20 Jahren immer noch warten“, erklärte Bürgermeister Gerard Collomb (PS) seine Initiative.

[via derstandard.at]

Yahoo Boss

Yahoo hat nicht nur einen Chef, nun gibt’s dort zusätzlich noch (einen) Boss.

Boss (Build your Own Search Service) ist eine offene Suchplattform, mit der eigene Suchwerkzeuge gebaut werden können. Man hat dabei Zugriff auf den kompletten Yahoo-Index. Dies ist ein Schritt, den bislang keine andere Suchmaschine gewagt hat.

Ein Beispiel für eine Boss-Anwendung ist Cluuz.

Biblionik

Neues Solo-Blog vom (bisherigen?) Netbib-Blogger Lambert Heller: Biblionik:

Der Titel dieses Blogs ist […] nicht nur Wortspielerei. Bionics (dt. Bionik) unterstellt der Natur raffinierterweise eigene Zwecke, um Eigenschaften der belebten Natur als “Werkzeuge” interpretieren und sie dann anschließend für menschliche Zwecke kopieren und remixen zu können. In gewisser Weise soll sich Biblionik mit der Web-Natur beschäftigen, stets mit den bibliothekarischen Erfahrungen und Zwecken vor Augen.

Viel Erfolg!

Google und das Bibliothekswesen

Zur Zeit tobt eine heftige Debatte durch die US-amerikanische Biblioblogosphäre, ausgelöst von einem Posting von Steven M. Cohen. Kurzfassung: Google warb jahrelang um die Gunst der BibliothekarInnen und zieht sich jetzt einseitig aus dieser einst innigen Beziehung zurück. Als Beispiel wird die Googles Librarian Central genannt, das für mehr als ein Jahr pausierte und wohl nur aufgrund der aktuellen Debatte wiederbelebt wurde.

Die Problematik war auch schon während der Inetbib-Tagung Flurgespräch. Zwar zeigte Stefan Keuchel dort Präsenz, und er forderte auch alle Bibliothekare auf, mit Google zusammen zu arbeiten. Dass dies praktisch fast unmöglich ist, müsste jedem klar sein, der es einmal versucht hat. Auf Mails wird nicht reagiert, und dass die Librarian Central komatös vor sich hin dämmerte, ist ein mehr als deutliches Zeichen.

Aber ernsthaft: Hat jemand etwas anderes erwartet? Google ist kein Wohltätigkeitsverein, und wenn kein handfestes finanzielles oder strategisches Interesse mehr an einem Partner besteht, lohnt sich auch Engagement nicht mehr. Googles Mission, das Wissen der Welt verfügbar zu machen ist in diesem Sinne so zu verstehen, dass Google Bibliotheken dort anpartnert, wo sie deren Rolle (noch) nicht übernehmen können. Cohen:

But even more, I’m disappointed in librarians who actually fell for this blatant marketing scheme. Did they really think that this relationship would continue? Did they grasp the importance of what Google was/is doing? Will they fight back? Or will they fit the stereotype that librarians are passive and let yet another company walk all over them? I hope they won’t, but then again, I won’t be surprised if they do.

Sneak Preview: ISBN2SRU

Das hier vorgeschlagene Plugin ist zwar noch nicht fertig. Aber ein funktionsfähiger Prototyp steht.

Screenshot:

Funktion:
Die Eingabe einer ISBN in der Form
[isbn]3-492-04549-9[/isbn]
erzeugt eine SRU-Anfrage beim GBV. Sofern Daten vorliegen, werden diese geparst und in das Posting kopiert.

Es ist noch einiges zu verbessern, in den nächsten Wochen wird es aber veröffentlicht werden. Für den Anfang sollen GVK, LoC und DNB zur Auswahl stehen. Möglich sind alle Datenbanken, die eine SRU-Anfrage erlauben und Dublin Core zurückgeben. Vorschläge, Wünsche?