Die französische Zeitschriftenabo-Abbestellungs-Epidemie

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

In An Epidemic of Journal Subscription Cancellations schreibt Laurence Bianchini über die Zeitschriftenabo-Kündigungen verschiedener Universitätsbibliotheken. Sie sorgt sich, dass die Zeitschriftenkrise auf dem Rücken der Wissenschaftlerinnen ausgefochten wird.

Scientists need access to publications. It is troubling to see such situations end up in bilateral disagreement and subscription cancellations en masse. The mission of consortiums is to protect researchers by negotiating for fair prices. When conflicts like this occur, they expect to have the support of researchers, which is not always the case. “Some researchers contacted us after the Science subscription was cancelled,” says Emeline Dalsorg. “When we explain to them, they understand the decision that was made and try to access publications via other subscriptions, like those of the CNRS.” In other cases, the consortium’s refusal gets much less support from researchers. On the contrary, they express disillusioned incomprehension, even a feeling of betrayal toward the negotiators who cut off their access to journals indispensable to carrying out quality research.

Berechtigte Bedenken. Doch wenn Konsortien nicht zeigen, dass sie Verhandlungen in Ermangelung akzeptabler Bedingungen auch scheitern lassen können, ist die ohnehin nicht besonders starke Verhandlungsposition noch weiter geschwächt.

Frankreichs Hochschulen sollen Open Source einsetzen

Die französische Nationalversammlung hat am Dienstag einen Gesetzentwurf verabschiedet, wonach im Hochschul- und Forschungssektor hauptsächlich Open Source verwendet werden soll. Die Initiative enthält kurz und knapp die Bestimmung für diesen Sektor: “Freie Software wird bevorzugt eingesetzt.” Der Senat hatte den Vorstoß bereits Anfang Juli abgesegnet. Nach der Zustimmung des Parlaments fehlt nur noch die Unterschrift des französischen Präsidenten François Hollande, damit das Gesetz in Kraft treten kann.

[via Heise]

OA in Frankreich

Mareike König bloggt über “Emotion und Open Access: die Diskussion in den französischen Geisteswissenschaften”. Einiges ähnelt der deutschen OA-Debatte. Sie macht aber auch Unterschiede aus:

In Frankreich wird stärker als in Deutschland mit Modellen zur Finanzierung von OA experimentiert. Dem Modell, dass der Autor, Förderer oder Institutionen bezahlen, wurde beispielsweise das Freemium-Modell von OpenEdition an die Seite gestellt. Dabei sind im Bereich der Zeitschriften bei revues.org die html-Seiten der ejournals frei im Netz verfügbar. Bibliotheken werden dagegen kostenpflichtige Abonnements angeboten, um ihrer Leserschaft pdf und andere Formate dieser Zeitschriften anbieten zu können. Das so eingenommene Geld fließt zu über 60% an die Zeitschriften zurück, die damit oft zum ersten Mal überhaupt Geld einnehmen.

(Frage am Rande: Sind PDF-Dateien ein Mehrwert?)

Google reagiert auf französische Leistungsschutzgeldpläne

Heise.de berichtet über Google Reaktion auf ein französisches Leistungsschutzrecht:

Google droht der französischen Regierung wegen einer möglichen Abgabe an Verleger. Wenn der Staat Forderungen nach einem sogenannten Leistungsschutzrecht für Online-Presseinhalte nachkomme, werde das Unternehmen künftig nicht mehr auf französische Medienseiten verlinken, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus einem Google-Schreiben an mehrere Kabinettsmitglieder. Die Einführung einer solchen Rechtes sei nicht hinnehmbar und stelle die Existenz des Unternehmens infrage. Google beschere den Seiten von französischen Verlegern jeden Monat vier Milliarden Klicks.

Googles Position kann man nur zustimmen. Wer nicht in Suchmaschinen auftauchen will, kann dies schließlich verhindern. Niemand zwingt die Verlage, ihre Inhalte via Google auffindbar zu machen.

PS: Sogar Rupert Murdoch hat seinen Anti-Google-Feldzug kürzlich abgeblasen: Rupert Murdoch has been forced to back down in his war with Google, amid fears that his newspapers are losing their influence because they do not appear in the search engine’s rankings.

Google-Projekt-Befürworter aus Frankreich

Die französische Nationalbibliothek verhandelt mit Google über eine Digitalisierung ihrer Bestände. Frankreich habe „nichts gegen die Idee“, Google einen Teil seiner Bücher anzuvertrauen, sagte die für digitale Wirtschaft zuständige Staatssekretärin, Nathalie Kosciusko-Morizet. Großbritannien und Spanien arbeiten schon seit längerer Zeit mit Google zusammen.

[via handelsblatt.com]

Literaturnobelpreis 2008

Der Gewinner des diesjährigen Literaturnobelpreises ist der Franzose Jean-Marie Gustave Le Clézio. Das Auswahlkomittee begründet die Wahl mit

“dem Verfasser des Aufbruchs, des poetischen Abenteuers und der sinnlichen Ekstase, dem Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation”,

Der mit 1 Million Euro datierte Preis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel verliehen.

Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon

Lyon hat Google für die Digitalisierung ihrer Gemeindebibliothek ausgewählt. Es ist die erste französische Stadt, die sich einer Privatfirma anvertraut, anstatt die Verwirklichung der digitalen europäischen Bibliothek abzuwarten. “Die europäischen Fonds sind selten. Wenn wir eine öffentliche Initiative abgewartet hätten, würden wir in 20 Jahren immer noch warten”, erklärte Bürgermeister Gerard Collomb (PS) seine Initiative.

[via derstandard.at]

"Die Hölle der Bibliothek. Heimlicher Eros"

Die französische Nationalbibliothek zeigt seit Anfang Dezember und noch bis zum 2. März, ihre Sammlung an pornografischen Darstellungen. Diese waren bisher im Giftschrank, der im französischen “L’Enfer” (die Hölle) heißt unter Verschluß.

“Die Zeiten haben sich geändert. Man geht heute mit Pornografie weniger prüde um”

meint die Kuratorin, zu der Frage, warum die Werke bis jetzt nicht ausgestellt wurden.

Im Vorfeld gab es zwar einige Kritiken an der Ausstellung, diese ist aber mit bis zu 600 Besuchern täglich ein Publikumserfolg.

[via heute.de]

Divibib in different countries (UPDATE)

Germany and Norway are heavily discussing DiViBibs new service. I just looked for blog postings from other countries.

France

EBSI 2.0: Prêt de documents numériques

An interesting article which passed by a very good source of information, teaches us that certain German libraries will launch a service of loan for numerical documents with the assistance of a trade partner.

The company DiViBib GMBH will be used as content provider including/understanding of the music, of the sound and audio-visual documents as well as numerical books starting from a Web site. Obviously that the protection of the royalties passes by usual technologies of DRM. what wants to say that a document loses its capacity to be lù at the end of the period of loan, but will not require the return to the library. ; ^) Made interesting mentioned in the article, the same document cannot be borrowed at the same time by two users.

(Translated by Google Language Tools)

Portugal

Bibliotecas Portuguesas: Alemanha entra na era da biblioteca digital

Two libraries of the country had started to disponibilizar for the Internet about ten a thousand workmanships to affiliated its. The idea is to attract the young public mainly.

The municipal libraries of the German cities of Hamburg and Würzburg had started to disponibilizar for audio loan online ten a thousand books in and text, beyond videos.

The project, that still is in the phase of tests, is considered pioneering in the Europe and must include, until June middle, the municipal libraries of Colony and Munique.

To make the loan, the associate of one of the libraries is enough to supply its virtual code in the website of the institution, to choose a heading and to make download of the archive, that will be available in the computer of the user per five days. In the case of the archives of audio video and, the associate also needs to have installed coder WMA.

“It is the reply of the libraries for the digital revolution”, said Holger Behrens, head-executive of the DiViBib, responsible company for the system of virtual loans of the two libraries.

Bildunterschrift: Großansicht DES Bildes mit to give Bildunterschrift: The objective of the virtual libraries is to attract the public jovemHella Schwemer-Martienssen, director of the system of public libraries of Hamburg, said that the public libraries in Germany carry through 350 million loans per year for the traditional form and that it is in the hour of will compete with the Amazon through virtual loans for who cannot or does not want to buy books.

The expectation is that the virtual system attracts the young especially, since they correspond to a great parcel of the users of the Internet.

(Translated by Google Language Tools)

Norway

There are two some articles. The first one is explained here in Infobib, for the second one I couldn’t find a translation tool others did Sandra find a translation tool for Norwegian-English and Norwegian-German and many other languages.

  1. Blogg og Bibliotek: DiViBib, with German and English annotations
  2. IKT-Nettverk: Nettverk for IKT-rådgivere i fylkesbibliotekene
  3. Bibliotek Laboratoriet: Det virtuelle bibliotek by Kim Andre Tallerås (added 16.08.2007)

Libworld – France

Today in our Libworld series, Nicolas Morin and Marlène Delhaye give us a review about the biblioblogosphere in France. Both are academic librarians: Nicolas Morin works at the Université d’Angers, Marlène Delhaye at the l’Université Aix-Marseille III.
If you like to read more about the French librarianship, on www.bibliotheksportal.de the French Ministry of Education and Cultural Affairs offers some information in English, French, Spanish and German.
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