Neues Web-Heim für Fahrbibliotheken

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Auf die Frage, über was BibliothekarInnen beruflich bloggen, könnte man antworten: über alles mögliche, von abstrusen technischen Standards bis zu Fahrbibliotheken. Und damit wären wir bei einem meiner Lieblingsbeispiele für die inhaltliche Vielfalt von Bibliotheksblogs: Fahrbibliotheken in Deutschland. Das ist auch nach inzwischen 8,5 Jahren(!) an alter Stelle zu finden. Dazu hat sich jetzt jedoch mit fahrbibliothek.de eine Seite gesellt, auf der nicht nur die neuesten Blogeinträge angezeiget werden, sondern auch über 90 Fahrbibliotheken in ganz Deutschland aufgelistet sind.

[via Netbib]

Google reagiert auf französische Leistungsschutzgeldpläne

Heise.de berichtet über Google Reaktion auf ein französisches Leistungsschutzrecht:

Google droht der französischen Regierung wegen einer möglichen Abgabe an Verleger. Wenn der Staat Forderungen nach einem sogenannten Leistungsschutzrecht für Online-Presseinhalte nachkomme, werde das Unternehmen künftig nicht mehr auf französische Medienseiten verlinken, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus einem Google-Schreiben an mehrere Kabinettsmitglieder. Die Einführung einer solchen Rechtes sei nicht hinnehmbar und stelle die Existenz des Unternehmens infrage. Google beschere den Seiten von französischen Verlegern jeden Monat vier Milliarden Klicks.

Googles Position kann man nur zustimmen. Wer nicht in Suchmaschinen auftauchen will, kann dies schließlich verhindern. Niemand zwingt die Verlage, ihre Inhalte via Google auffindbar zu machen.

PS: Sogar Rupert Murdoch hat seinen Anti-Google-Feldzug kürzlich abgeblasen: Rupert Murdoch has been forced to back down in his war with Google, amid fears that his newspapers are losing their influence because they do not appear in the search engine’s rankings.

"Deutschlands gestörtes Verhältnis zum Netz"

Martin Weigert schrieb auf Netzwertig über “Deutschlands gestörtes Verhältnis zum Netz” (später auch von Carta publiziert):

Egal, ob es um erneuerbare Energien und Umweltschutz, Errungenschaften in Hochtechnologie und Ingenieurskunst, Forschung und Wissenschaft, Arbeitnehmerrechte oder internationale Politik und Wirtschaftsgestaltung geht – überall strebt Deutschland führende Rollen an oder nimmt diese bereits seit langem ein. Und stets herrscht weitestgehend Konsens über diese Selbstverständlichkeit des Strebens nach Exzellenz. Dem Klischee nach sind Deutsche Perfektionisten, die sich ungern mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Nicht selten agieren sie tatsächlich dementsprechend. Doch sobald es um die künftige Rolle des Landes in der globalen digitalen Welt geht, verschwindet das sonst so hohe Ambitionsniveau – abgesehen von der Intention einer flächendeckenden Breitbandvernetzung.

Und wie ernst es der Bundesregierung mit dem flächendeckenden Breitband ist, hatten wir hier ja schon einmal…

Reform des Geodatenzugangsgesetzes

Eine Reform des Geodatenzugangsgesetzes (Gesetz über den Zugang zu digitalen Geodaten) wurde beschlossen. Heise.de:

Geographische Informationen des Bundes, darauf basierende Dienste sowie zugehörige Metadaten sollen künftig “grundsätzlich geldleistungsfrei” kommerziell und privat genutzt werden können.

Eine ausführliche Würdigung des Gesetzesentwurf, der laut Heise unverändert übernommen wurde, findet sich im Blog Geoinformationsrecht.

Landportal.info: Landgrabbing sichtbar machen

Landportal.info in eigenen Worten:

The International Land Coalition (ILC) and Landtenure.info are the originators of the Land Portal, an easy access, easy-to-use platform to share land related information, to monitor trends, and identify information gaps to promote effective and sustainable land governance. This partnership is open to other land-related organisations aimed to be actively engaged in the Land Portal development.

Teil des Angebots ist die Landmatrix, in der man sich zum Beispiel ansehen kann, wo Investoren aus Deutschland Land erwarben. Der Datenbestand ist noch recht klein. Das Angebot ist jedoch übersichtlich gestaltet und die Quellen der Daten deutlich dargelegt (zum Beispiel bei diesem Fall).

[via @pudo]

Open Government Partnership ohne Deutschland

Die Regierungen von 46 Ländern haben sich am Dienstag in New York auf Initiative der USA und Brasiliens offiziell zur Open Government Partnership (OGP) zusammengeschlossen. Ziel der Vereinigung ist es, die Schlagworte Offenheit, Transparenz, Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft sowie der Wirtschaft mit Leben zu erfüllen. Außerdem wollen sie das Handeln der Exekutive überprüfbar machen. “Wir wollen das große Ideal der Demokratie voranbringen”, erklärte der brasilianische Staatsminister und Haushaltskontrolleur Jorge Hage beim Start des Bündnisses am Rande der UN-Generalversammlung im Google-Büro in Manhattan. Dabei sei es möglich, dank dem technologischen Fortschritt mehr Elemente der direkten Demokratie einzusetzen.

Deutschland ist nicht dabei. Mehr bei Heise.

Geodatenzugangsgesetz ist volkswirtschaftlicher Unsinn

Geodatenzugangsgesetz, § 13 Geldleistungen und Lizenzen

(2) Such- und Darstellungsdienste nach § 6 Absatz 1 stehen der Öffentlichkeit kostenlos zur Verfügung, soweit die Darstellungsdienste nicht über eine netzgebundene Bildschirmdarstellung hinausgehen; die geodatenhaltende Stelle kann die Weiterverwendung von Geodaten, die über Darstellungsdienste bereitgestellt werden, für einen kommerziellen Zweck sowie die Möglichkeit des Ausdruckens unterbinden. Soweit dem keine anderweitigen Rechtsvorschriften entgegenstehen, können abweichend von Satz 1 für die Nutzung von Darstellungsdiensten Geldleistungen gefordert werden, wenn die Geldleistung die Pflege der Geodaten und der entsprechenden Geodatendienste sichert, insbesondere in Fällen, in denen große Datenmengen mehrfach monatlich aktualisiert werden.

Die Bundesregierung will sich Einnahmen für den Verkauf von Geodaten offensichtlich nicht entgehen lassen. Dass man dafür auf ein allgemein als riesig eingeschätztes ökonomisches Innovationspotential (PDF, S. 9)verzichtet, scheint dabei nicht weiter relevant.

Our central estimate for the value of PSI is € 68 billion annually. This represents a substantial slice of total economic activity within the European economy. Nevertheless the evidence suggests that it is considerably less than corresponding figures for the USA. If we assume roughly comparable market sizes, we believe that the large difference between the two represents the potential for growth in EU industries that use and add value to PSI.

Weiterführende Infos zum economic value of data openness in Marco Fiorettis Open Data, Open Society Report.

[via iX]

How German librarians communicate (not)

Die wurde als Gastposting für Peter Alsbjers blogg geschrieben. Peter, der übrigens vor fast drei Jahren hier ein Gastposting in der LibWorld-Reihe zur Biblioblogosphäre Schwedens veröffentlichte, hatte mich dazu eingeladen, über the status of the German biblioblogosphere or anything else of interest zu schreiben. Dies ist dabei herausgekommen. Diskussion bitte in Peters Blog!
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Live in the library 1: Thomas Leeb – Riddle

Last week I posted a video of Kristin Hersh playing live in the Burnley Library and I received several positive responses. That made me think of a weekly “live in the library posting” here at Infobib. If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with “live in the library“.

Let’s kick off this little series with “Riddle” by Thomas Leeb, a really remarkable guitar player. If you listen to his song without seeing him performing, you could think that there’s a complete band.

(Thanks again to Frank!)