Kooperationsvereinbarung zwischen BSZ und VZG

Die Kooperationsvereinbarung zwischen BSZ und VZG (PDF) ist online verfügbar. Die Kernpunkte:

  • Vereinigung der Verbundkataloge des BSZ und der VZG in einer Produktivumgebung.
  • Anpassung der technischen Strukturen der Pica-Systeme beider Verbünde.
  • Einführung eines gemeinsamen Internformats und einheitlicher Katalogisierungs- und Anwendungsrichtlinien.
  • Arbeitsteiliger Aufbau einer gemeinsam genutzten Infrastruktur für den Nachweis und die Administration von E-Ressourcen wie z.B. E-Books für die Verbundzentralen und ihre teilnehmenden Bibliotheken.
  • Aufbau und arbeitsteiliger Betrieb von Infrastruktur und Support für lokale Bibliothekssysteme und Discovery-Services.
  • Gemeinsame Bereitstellung eines Workflow-Systems zur retrospektiven Digitalisierung.
  • Einführung einer arbeitsteiligen Infrastruktur für Dienstleistungen zur Langzeitarchivierung.
  • Abstimmung von Personalentwicklung, Kompetenz- und Leistungssaufbau, um Redundanzen zu vermeiden und Synergien zu nutzen.

>

Nach vier Jahren wird die Kooperation von der Verbundleitung des GBV und dem Kuratorium des BSZ evaluiert.

Swets-Gruppe ist insolvent

Aus dem Börsenblatt:

Der Informationsdienstleister Swets (Swets & Zeitlinger Group B.V.) mit Sitz im niederländischen Leiden hat Insolvenz angemeldet. Eine entsprechende Meldung hat die deutsche Tochter Swets Information Services bestätigt.

Swets ist der breiten Öffentlichkeit vielleicht unbekannt und hat zur Zeit nicht einmal einen deutschsprachigen Wikipedia-Artikel – hier geht es zum englischen Artikel. Es handelt sich dabei jedoch um ein Branchen-Schwergewicht, das nicht nur als Mittler oder Makler zwischen wissenschaftlichen Zeitschriftenverlagen und Bibliotheken agiert(e), sondern unter anderem auch die Institutional Edition von Mendeley bewarb und vertrieb. Springer und Elsevier sind sicherlich nicht die einzigen, die derzeit eindringliche Botschaften an Bibliotheken bezüglich der Zahlungsabwicklungen senden…

Und: Die Aufsatztitel der Online Contents werden von Swets geliefert und täglich aktualisiert.

[via @Libreas]

SWB-Datenbank als Linked-Open-Data veröffentlicht

Informationen über Open Access für Daten aus dem SWB finden sich im BSZ-Wiki. Dort steht, dass der SWB-Verbundkatalog monatlich aktualisiert als MARC21-Download (auch RDF und BEACON!) unter CC0-Lizenz zur Verfügung steht.

Damit ist die Landschaft der deutschen Verbundkataloge fast komplettiert:

BVB Dezember 2011 (B3KAT)
GBV tba.
HEBIS Juli 2012
HBZ August 2012 1) Über dieses Datum lässt sich streiten, da der Download des Verbundkatalogs aufgrund der Zurückhaltung einzelner Bibliotheken zu dieser Zeit noch nicht vollständig war.
KOBV Dezember 2011 (B3KAT)
SWB September 2013

Im von Patrick Danowski und Adrian Pohl herausgegebenen Buch “(Open) Linked Data in Bibliotheken” wird über viele andere Aktivitäten im Bereich Open Bibliographic Data berichtet. 2) Eine Timeline gibt es im Kapitel 2.4.8 “Übersicht der Entwicklungen von 2007 bis 2012”, S. 18ff

[via BSZ]

References   [ + ]

1. Über dieses Datum lässt sich streiten, da der Download des Verbundkatalogs aufgrund der Zurückhaltung einzelner Bibliotheken zu dieser Zeit noch nicht vollständig war.
2. Eine Timeline gibt es im Kapitel 2.4.8 “Übersicht der Entwicklungen von 2007 bis 2012”, S. 18ff

Drei DFG-Projekte zur "Neuausrichtung überregionaler Informationsservices" bewilligt

Drei DFG-Projekte zur Ausschreibung “Neuausrichtung überregionaler Informationsservices” (PDF) wurden bewilligt.

Im Themenfeld 1 „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ überzeugte das Konzept „CIB“ des hessischen Bibliotheksinformationssystems (HEBIS), des Bibliotheksverbunds Bayern (BVB) und des Kooperativen Bibliotheksverbunds Berlin-Brandenburg, das die Entwicklung einer cloudbasierten Infrastruktur für Bibliotheksdaten mit der verstärkten Anpassung und Einbindung bestehender Strukturen in internationale Nachweissysteme vorsieht.

Im Themenfeld 3 „Electronic Resource Management“ befürwortete der Hauptausschuss die Konzeption zum Electronic Resource Management System „ERMS“ des Hochschulbibliothekszentrums des Landes NRW (hbz), der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, der Universitätsbibliothek Freiburg und der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV). Dieses Projekt ist auf die Entwicklung eines bundesweit einsetzbaren, mandantenfähigen Systems ausgerichtet, das das Management elektronischer Ressourcen auf allen Ebenen (lokal, regional, national) unterstützt und die Bibliotheken von den entsprechenden Verwaltungsaufgaben entlastet.

Von den im Themenfeld 4 „Forschungsnahe Informationsinfrastruktur“ vorgelegten Konzepten konnte das Projekt „RADAR“ den Hauptausschuss überzeugen, das den Aufbau eines bislang fehlenden Datenzentrums als Basisdienstleistung zur Publikation und Archivierung von Forschungsdaten anstrebt.

Mehr Infos gibt es in der Mitteilung der DGF.

[via @nesnu]

VuFind-Beta an der Bibliothek der Hochschule Hannover

Seit heute Mittag ist unsere VuFind-Installation offiziell in der Beta-Phase! Vielen Dank an die VZG, bei der das Angebot gehosted wird!

Es ist zwar noch viel zu tun (z.B. das Nutzerkonto, Magazinbestellungen etc.), aber mindestens ebenso viel funktinoiert auch schon. Ein paar Infos (für Nutzer) gibt es im Blog der Bibliothek.

Passend dazu sind seit kurzem die Aufzeichnungen der Verbundkonferenz-Vorträge online. Es ging dort gefühlt ausschließlich um Discovery-Systeme.

Wir benötigen (mal wieder) Permalinks und offene Schnittstellen

Das Netzwerk Recherche hat einen Reader über Zukunftspfade und Sackgassen des Onlinejournalismus (PDF) veröffentlicht. Im Literaturverzeichnis ist ein bemerkenswerter Hinweis:

Unter jedem Eintrag ist (via Tinyurl) die „ISBNSuche“ der Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche) verlinkt, mit der man das entsprechende Buch in Bibliotheks- und Verbundkatalogen sowie im Buchhandel und in Antiquariats katalogen schnell finden kann.

Das funktioniert natürlich, so richtig elegant ist es jedoch nicht. Wieder ein Grund für Bibliotheken, auf Permalink-fähige Kataloge zu setzen und – noch besser – eindeutige Werkidentifikatoren wie die EKI einzuführen.

Dies würde nicht nur die Verlinkung von Werken ermöglichen, die keine ISBN haben. Es wäre dann auch möglich direkt auf bestimmte Auflagen zu verlinken. Oder lokalisierbare Dienste anzubieten nach dem Motto: Welche Bibliothek in meiner Nähe führt das Werk in ihrem Katalog? Aus der Verknüpfung von Geokordinaten (Sigelverzeichnis oder Wikipedia), EKI (Bibliothekskataloge) und einer Verfügbarkeitsrecherche mit DAIA ließe sich so eine sehr nützliche Anwendung bauen.

OCR-Service der VZG

Die Verbundzentrale des GBV (VZG) bietet ab sofort einen Massen-OCR-Service an:

Der Service der VZG umfasst sowohl Antiqua- als auch Fraktur-Schriften. Je nach Schrifttyp existieren unterschiedliche Abrechnungsmodelle.

Der Preis für Antiqua-OCR liegt bei 0,020 € pro Seite bei weniger als 250.000 Seiten. Bei mehr als 2,5 Millionen Seiten sinkt der Preis auf 0,008 € pro Seite. Fraktur ist ein teurer, da geht es bei 0,075 € pro Seite los. Genaue Preisliste und weitere Informationen – auch zu möglichen Input- und Outputformaten – gibt es im GBV-Wiki.

In einem Testlauf (Besten Dank, Gerald!) wurde Wilhelms Aufruf an das Deutsche Volk eingelesen. Hier das Ergebnis als

Mit der Qualität des Originals steigt und fällt natürlich auch die Qualität des OCR-Ergebnisses. Nimmt man zum Beispiel diesen Scan der Titelseite der ersten Ausgabe der NZZ von 1780, erhält man folgende Ergebnisse:

Gemessen am Original gar nicht schlecht. Kontaktdaten und weitere Informationen im GBV-Wiki.

Buchcover im GVK

Gerade via VZG-Newsletter ins Haus geflattert:

Ab sofort zeigen wir in GSO in der Volltitelanzeige das Monographien-Cover, sofern zu einer gegebenen ISBN ein Cover in unserem DMS bzw. bei LibraryThing vorliegt. Der Dienst ist zunächst noch experimentell und wird momentan auch für die OPC4-Anzeige vorbereitet.
Im DMS der Verbundzentrale liegen aktuell etwa 2,5 Millionen Cover zu vorwiegend englischsprachigen Titeln von Nielsen Bookdata vor.

Über die Positionierung des Covers lässt sich streiten, aber der Schritt, fremde Dienste aufzunehmen, ist offensichtlich nicht mehr verpönt. Hervorragend!

Der offene GBV

Jakob kündigt seinen Vortrag bei der GBV-Verbundkonferenz an, bei dem es um die Öffnung der Kataloge gehen wird. Die Folien dazu gibt es jetzt schon bei Slideshare.

Kurz gesagt geht es um die Öffnung der Kataloge für darauf aufsetzende Anwendungen. Als Beispiele sind. z.B. persönliche Listen (“Perlis”) wie Semesterapparate, Katalogisierung durch Benutzer und die automatische Katalogisierung von Blogs genannt.