Laut Marl Aktuell will die Marler SPD die Stadtbibliothek aus finanziellen Gründen schließen. Gebetsmühlenhaft sei an dieser Stelle daran erinnert, dass sich Stadtbibliotheken auch für die Wirtschaft lohnen.
33 reasons why libraries and librarians are still extremely important
Will Sherman hat auf DegreeTutor.com eine Liste mit 33 Punkten erstellt, die die immense Wichtigkeit von Bibliotheken und deren hauptberuflichen Insassen belegen sollen. Ein paar Punkte in Auswahl:
1. Not everything is available on the internet
15. Google Book Search “don’t work”
20. Wisdom of crowds is untrustworthy, because of the tipping point
28. Libraries are stable while the web is transient
30. Not everyone has access to the internet
31. Not everyone can afford books
Shermans Fazit:
Society is not ready to abandon the library, and it probably won’t ever be. Libraries can adapt to social and technological changes, but they can’t be replaced.
Einige Punkte sind unnötig defensiv; dennoch ein lesenswerter Artikel.
Google Scholars Zitationswerkzeug
Im Google Librarian Center macht Ben Bunnell auf die Möglichkeit aufmerksam, Dokumente direkt aus Google Scholar in Programme wie Citavi oder Endnote zu importieren. Zur Verfügung stehen folgende Formate:
- BibTeX
- EndNote
- RefWorks
- RefMam
- WenXianWang
[via Google Librarian Center]
Evangeliar von Heinrich dem Löwen in Wolfenbüttel ausgestellt
Die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel stellt vom 4. Februar bis zum 18. März ein „Prunkstück mittelalterlicher Buchkunst“, das Evangeliar von Heinrich dem Löwen, aus.
1983 ersteigerten die jetzigen vier Eigentümern, die Bundesrepublik Deutschland, der Freistaat Bayern, das Land Niedersachsen und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin die Handschrift bei Sotheby’s in London für 32,5 Millionen Mark. Diese Summe brachte ihm lange Zeit den Titel „teuerstes Buch der Welt“ ein.
„Aus konservatorischen und vertraglichen Gründen wird das Evangeliar maximal einmal pro Jahr für sechs Wochen ausgestellt […]. Die übrige Zeit des Jahres liegt das Buch in einem klimatisierten Spezialtresor.“
[via DIE WELT]
"Geht es für Wissenschaftler nur noch darum, ökonomisch effizient zu sein?"
Über diese Frage wird momentan an der Universität Dortmund debbatiert. Für den Rektor der Uni ist klar: „Im Wettbewerb um studentische Köpfe brauchen wir ein klares Profil“, und so sollen in Dortmund die Natur- und Ingenieurwissenschaften in den Mittelpunkt gerückt werden. Um den Profilwechsel zu dokumentieren wird eine Umbenennung in Technische Universität angestrebt.
Doch wie reagiert die „dritte Säule“ der Uni? Die Geisteswissenschaftler befürchten, das sie dann nur noch „Beiwerk“ sein werden. Und das obwohl sie fast 50% der Dortmunder Studenten ausmachen und beim CHE-Ranking (Centrum für Hochschulentwicklung) mit den Erziehungswissenschaften Spitzenplätze erziehlen. Wohingegen die Natur- und Ingenieurwissenschaften nur im Mittelfeld zu suchen sind.
Aber beim Blick auf die Höhe der bewilligten Forschungsgelder sieht es anders aus. Die Ingenieurs- und Naturwissenschaften aquirieren rund 90% der Drittmittel. Für Geisteswissenschaftler dagegen ist es schwieriger große Beiträge einzuwerben. Aber „Geht es für Wissenschaftler nur noch darum, ökonomisch effizient zu sein?“ Immerhin stehen bei der ersten Exzellenzinitiative bei zwei der drei deutschen Elite-Unis die Natur- und Ingenieurwissenschaften im Zentrum.
Das Leitlinien-Papier zur Umbenennung der Uni wird gerade im Senat diskutiert. Die Dortmunder Studenten scheinen mehrheitlich nicht interessiert bzw. sind unwissend, zu einer Aussprache mit dem Rektorat erschienen lediglich 50 von ihnen.
Der Rektor Eberhard Becker, hält Kritikern den Plan entgegen, der gleichzeitig zum TU Projekt umgesetzt werden soll: es soll eine stärkere Kooperation der Geisteswissenschaften mit den Hochschulen in Bochum und Duisburg-Essen geben. So soll eine Art Kompetenzzentrum eingerichtet werden.
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Geisteswissenschaften auf diesen „Kuhhandel“ einlassen werden.
[via Zeit online]
Bachelor- und Master-Studiengänge für zukünftige Bibliothekare
Auf den WWW-Seiten der Bibliotheken des Goethe-Institutes kann man ein Interview mit Birgit Dankert, Professorin für Bibliothekswissenschaft in Hamburg, über die Neustrukturierung der Studiengänge für zukünftige Bibliothekare an deutschen Hochschulen lesen oder anhören.
Sachsen erhält wertvolle Bücher zurück
Nach über 50 Jahren sollen diese Woche zwei Bände aus dem 16. und 18. Jahrhundert aus einer Fachbibliothek der Universität Kiel an ihren ursprünglichen Besitzer, die Bibliothek der einstigen Landesschule Sankt Afra in Meißen, zurückgegeben werden.
Nach der Zerstörung der Meißener Bibliothek im Zweiten Weltkrieg wurde ihr damaliger Bestand zerschlagen. „Das Historische Seminar der Kieler Hochschule hatte die beiden Bände in den 60er Jahren rechtmäßig […] gekauft und aufgrund ihres Wertes im Panzerschrank verschlossen. Dort waren sie in Vergessenheit geraten“ und sind nun im Zuge einer Inventur wieder aufgetaucht.
[via freiepresse.de]
The Vista Ultimate Element
Ranganathan revisited
Michael Stephens versucht sich an (noch einer) Neudefinition von Ranganathans Gesetzen. Sein Vorschlag:
1. Collections are for use.
2. Every collection its user.
3. Every user his collection.
4. Save time & energy of user.
5. The library is a growing organism.
[via Tame the Web]
Was koche ich eigentlich heute? – eine ungewöhnliche Bibliothek in Berlin
Goldhahn&Sampson ist ein entspannter Lebensmittelladen in Berlin. Ausgewähltes Angebot an ausgefallenen Speisen wie z.B. Öl aus Nüssen marokkanischer Arganbäume, exotische Kräuter aber auch verschiedene Brotsorten etc.
Weiter vielleicht nichts so außergewönliches … aber der Feinkostladen, mit Einrichtung im Tante-Emma Stil hat auch ein Sofa, ein Sofa auf dem man eines von ca. 150 Kochbüchern studieren kann.
Wohl eine der ungewöhnlichsten Bibliotheken des Landes.
[via Berliner Morgenpost]
