In der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart gibt es seit Beginn des Jahres eine wechselnde Ausstellung zum Thema Buchseiten.
Die Stuttgarter Zeitung hat seit Januar eine neue Montagskolumne mit diesem Titel, in der sich der Autor „Michael Bienert mit all jenen Aspekten der Bücher befassen wird, die rein gar nichts mit dem Inhalt zu tun haben, ein Buch aber erst richtig schön machen“. Passend dazu die Ausstellung im Foyer der WLB mit den eigenen Bibliotheksbeständen.
Stefan Münz im Mashup
Programmable Web hat die so genannte Booksearch als präsentierwürdig empfunden.
Anläßlich der Ankündigung von Stefan Münz, dem grandiosen SelfHTML-Projekt den Rücken zu kehren, ein kleiner Testlauf mit der Suche nach „Stefan Münz Professionelle Websites„. Nur Google bringt drei Treffer, die anderen beiden Dienste keinen einzigen. Dummerweise verschwinden, wenn ich versuche, nach „Professionelle Websites“ als Phrase (in Anführungszeichen) zu suchen, beide Worte aus der Suchmaske und werden auch nicht als Suchstring weitergegeben. Ein unausgereiftes Instrument.
Zum bedauerlichen Abgang von Stefan Münz gibt es im SelfHTML-Blog noch eine längere und subjektive Erläuterung des Vorgangs.
[Via Programmable Web und Heise.de]
DLF über Windows Vista
Im Deutschlandfunk wurde ein sehr kritischer Beitrag zu Windows Vista gesendet. Es wurde sinngemäß als anachronistisches Betriebssystem bezeichnet, was Einfluß auf die Monopolstellung Microsofts auf dem Betriebssystemmarkt haben wird.
Per MP3 kann man es sich hier anhöhren..
Update:
Ich habe soeben noch ein DLF-Interview mit André Spiegel zum gleichen Thema gefunden (hier als MP3-Stream), in dem in Kritik in aller Deutlichkeit nicht gespart wird. Es ist ausdrücklich von Spyware die Rede, und von Vista als „längstem Abschiedsbrief der Geschichte“. Beide Ausdrücke wurden wohlgemerkt vom DLF-Redakteur Dieter Kassel benutzt. Sehr erfrischend, wenn man die sonst überall auftauchenden Jubelarien betrachtet, liest oder hört.
Vatikan bekommt "P75" geschenkt
Ein sozial engagierter, amerikanischer Privatmann hat dem Vatikan einen spektakulären Papyrus geschenkt. Hinter „P75“ verbirgt sich eine Abschrift des Lukas- und Johannes-Evangelium in griechischer Sprache, die Anfang des 3. Jahrhunderts entstand.
„Eine solche Anschaffung hätten wir uns nie leisten können“, sagt Ambrogio Piazonni, Vizepräfekt der Vatikanischen Bibliothek.
Der Öffentlichkeit wird das seltene Stück allerdings aus konservatorischen Gründen nicht gezeigt.
[via kipa]
Nachfolger von Jorge Luis Borges
Die NZZ von Samstag veröffentlicht einen Bericht über den Leiter der argentinischen Nationalbibliothek, den Philosophen Horacio González.
Auch netbib berichtete.
APE 2007
Das Börsenblatt meldet: In Berlin findet die Konferenz „Academic Publishing in Europe (APE 2007) – Innovation & Publishing“ statt, die sich mit den „Möglichkeiten des Publizierens in Zeiten des Internets“ befasst. Gemeint sind unter anderem Open-Access-Strategien.
Schirmherrin ist Anette Schavan und in der sehr kurzen Meldung steht natürlich wieder eine Meldung, dass „Der Schutz des Urheberrechts […] die unverrückbare Basis aller Planungen und künftigen Projekte sein“ muss. Warum dass dauernd betont werden muss, ist mir schleierhaft.
"Bedenken Sie doch bitte, dass eine Bibliothek die Bildung fördert"
…,so die schmeichelnden Worte von George W. Bush in einer Zeitung in den USA.
Die Geschichte der „Presidential Libraries“ hat in den USA eine lange Tradition, bereits elf von Ihnen existieren in den Vereinigten Staaten. Es ist üblich, dass Präsidenten Ihren Nachlass einer Universität überlassen oder in einem Forschungszentrum der Wissenschaft zugänglich machen. So plant es auch George W. Bush und hat zusammen mit einer Komission bereits vor fünf Jahren mit der Auswahl einer geeigneten Stätte begonnen. Er hat sich nun für die Southern Methodist in Dallas entschieden.
Seine Frau hat dort studiert und bekanntlich sind die Bushs Mitglieder der Methodisten Gemeinde.
Aber trotz dieser vermeintlich guten Voraussetzungen sind nicht alle Akademiker des Lehrkörpers mit dieser Idee einverstanden. Diese sehen den Ruf der Universität, die Unabhängigkeit und das akademische Klima in Gefahr. Außerdem befürchten Sie, dass „terroristische Figuren“ angelockt werden könnten.
So ist eine hitzige Debatte entbrannt und es bleibt abzuwarten, wie die sich die Universität weiter äußert, denn immerhin handelt es sich um ein 200 Millionen Dollar Projekt.
Wie CNN berichtet, hat sich eine Gruppe methodistischer Minister mittlerweile zusammengetan um die Bush-Bibliothek zu befürworten.
[via Süddeutsche Zeitung, leider kostenpflichtig]
EU-Petitions: Wer unterzeichnet?
Ein kleines Lob an die Bibliothekare: Von den ersten 3000 Unterzeichnern der EU-Petition für offenen Zugang zu Forschungsergebnissen in der EU (inzwischen sind es schon 8430) haben sich immerhin 413 als BibliothekarInnen zu erkennen gegeben. Sehr schwach ist die Beteiligung der Physiker (211) und Geisteswissenschaftler (167).
337 der Unterzeichner stammen aus Deutschland. Damit stellt Deutschland die bis dato in absoluten Zahlen zweitgrößte Unterzeichnergruppe nach Großbritannien mit 379 Unterzeichnern.
[Quelle: Summary Statistics at c3000 signatures (PDF)]
Zur Petition lässt sich sonst noch sagen:
Unterschreiben und weitersagen!
Anmerkung: Ja, dieses Posting hat den Charakter einer Wasserstandsmeldung.
Das Buch als reine Ware
Im Börsenblatt online beschreibt Bernd Biehl, stellvertretender Chefredakteur der „Lebensmittelzeitung“ was der Buchhandel von der Lebensmittelbranche lernen kann.
[via IB Weblog]
"If it is not digital, it does not exist"
Der Informationsdienst Wissenschaft berichtete gestern ausführlich über das von der DFG geförderte Projekt der Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, Handschriften und Alte Drucke elektronisch zur Verfügung zu stellen.
