Frühmoderne Bücherwelten

Bücher, Büchersammlungen und alte Bibliotheken sind unbestritten schützenswertes Kulturgut von hohem Rang. Ihre Sammlungsgeschichte ist jedoch oftmals nur dem Kenner zugänglich, die Wirkung zu ihrer Blütezeit bleibt dem heutigen Nutzer verschlossen. Einen authentischen Einblick in die Welt der Bücher im 18. Jahrhundert gibt die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen, die noch bis zum 7. Oktober im Historischen Waisenhaus zu sehen ist. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Historische Bibliothek der Franckeschen Stiftungen, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zweifelsohne zu den bedeutendsten Bibliotheken Deutschlands zählte.

Mehr Infos gibt es hier…

[via idw]

Jelzin-Bibliothek

In seiner Jahresansprache Ende April hat der russische Staatspräsident Wladimir Putin angekündigt das russische Bibliothekswesen in den nächsten Jahren zu vereinheitlichen. Knotenpunkt soll eine neue Präsidenten-Bibliothek in Moskau werden, die nach dem kürzlich verstorbenen ehemaligem Staatpräsidenten Boris Jelzin benannt werden soll.
Die Jelzin-Bibliothek wird in unmittelbarer Nähe zum roten Platz gebaut. Dort soll nach Entwürfen des Architekten Norman Foster ein ganz neues Viertel entstehen, das neben der Bibliothek auch einen Konzertsaal bekommen soll.

[via Russland Aktuell]

"HÖRspiel öffentlich-Radio in der Bibliothek"

Am Mittwoch startet die bereits zum vierten Mal stattfindende Veranstaltungsreihe “HÖRspiel öffentlich – Radio in der Bibliothek” in der Stadtbibliothek Duisburg. Innerhalb dieser Reihe, die in Kooperation mit dem WDR stattfindet, werden drei Hörspiele öffentlich vorgestellt und gemeinschaftlich angehört. Anschließend findet eine Diskussion statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Gestartet wird am Mittwoch den 09.05. um 20.00 Uhr mit dem Hörspiel “Inzest” nach einem Roman von Christine Angot. Es handelt sich um eines der erfolgreichsten und meistdiskutiertsten Bücher Frankreichs der letzten Jahre.

Es folgen die Hörspiele “Rosebud” von Christoph Schlingensief am 16.05. und “Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse” von Franz Kafka am 23.05.

[via RP online]

"Bedenken Sie doch bitte, dass eine Bibliothek die Bildung fördert"

…,so die schmeichelnden Worte von George W. Bush in einer Zeitung in den USA.

Die Geschichte der “Presidential Libraries” hat in den USA eine lange Tradition, bereits elf von Ihnen existieren in den Vereinigten Staaten. Es ist üblich, dass Präsidenten Ihren Nachlass einer Universität überlassen oder in einem Forschungszentrum der Wissenschaft zugänglich machen. So plant es auch George W. Bush und hat zusammen mit einer Komission bereits vor fünf Jahren mit der Auswahl einer geeigneten Stätte begonnen. Er hat sich nun für die Southern Methodist in Dallas entschieden.
Seine Frau hat dort studiert und bekanntlich sind die Bushs Mitglieder der Methodisten Gemeinde.
Aber trotz dieser vermeintlich guten Voraussetzungen sind nicht alle Akademiker des Lehrkörpers mit dieser Idee einverstanden. Diese sehen den Ruf der Universität, die Unabhängigkeit und das akademische Klima in Gefahr. Außerdem befürchten Sie, dass “terroristische Figuren” angelockt werden könnten.

So ist eine hitzige Debatte entbrannt und es bleibt abzuwarten, wie die sich die Universität weiter äußert, denn immerhin handelt es sich um ein 200 Millionen Dollar Projekt.
Wie CNN berichtet, hat sich eine Gruppe methodistischer Minister mittlerweile zusammengetan um die Bush-Bibliothek zu befürworten.

[via Süddeutsche Zeitung, leider kostenpflichtig]

Seminar von Studenten bringt Unibib 10% mehr Etat ein

“Konzeption und Realisierung einer Fundraising-Aktion für die Uni-Bibliothek” lautete der Titel des Seminars an der Lüneburger Universität.
Genau 20 230 Euro hat es der Unibibliothek eingebracht, meldet die Lüneburger Landeszeitung. Die Hälfte der Summe hatten die Studenten bei verschiedenen Aktionen, wie Plätzchenverkauf, Lesungen, Spendenlisten in Buchhandlungen oder auch einem Aufruf im Internet. eingenommen. Die Verdoppelung des eingenommenen Betrages hatte Wissenschaftsminister Stratmann angekündigt, so dass dann 20 230 € in den Unibib-Etat fließen konnten, immerhin knapp 10% des eigentlichen Etats.