Check 1Cate?

In immer mehr Blogs häufen sich die Postings, an deren Anfang ein Link namens „Check 1Cate“ steht.
Heute stolperte ich über ein Beispiel im IBI-Weblog. Laut OCLC-Eigenwerbung steht 1Cate für 1-Click-Access-To Everything:

Alle interessanten Informationen, Daten oder Dienste zu einer Recherche auf einen Klick.
Diesen Service bieten Sie Ihren Bibliotheksbenutzern mit 1Cate, dem OpenURL kompatiblen Linkserver von OCLC. Er generiert kontextsensitive Links vom Zitat auf Volltexte und andere elektronische Angebote.
Ob Volltext, OPAC oder Dokumentlieferdienste, 1Cate ermittelt zuverlässig, wann und wie im konkreten Fall jeweils verlinkt werden soll und ermöglicht den schnellen Zugriff auf die Informationsquelle.

Die Frage ist nur: Von wo ist das möglich? Klicke ich auf solch einen Link, erhalte ich stets die Aufforderung, mich bei Openly anzumelden, was ich mangels Account nicht kann. Vielleicht hat ja jemand von den geneigten Mitlesenden ein paar Informationen für mich, ob es sich hier tatsächlich um ein Randgruppenplugin für WordPress handelt. Für mich steht 1Cate auf jeden Fall erstmal für „1-Click-Access-To-Eingabeaufforderung“.

Podcasts von First Monday

First Monday bietet ab sofort Podcasts zu und mit ausgewählten FM-Artikeln. Die erste Ausgabe beschäftigt sich mit „Playing Politics: Video Games for Politics, Activism, and Advocacy“. Nächsten Monat gibt es dann auch den passenden RSS-Feed (ohne den es eigentlich noch kein Podcast ist), und ein Gespräch der FM-Herausgeber Joy Austria und A.J. Hannah mit Siva Vaidhyanathan über „the Googlization of Everything“.

Links:

FM-Podcasts
First Monday

[via Tame the Web]

Wiki-Scanner liefert erste Ergebnisse

Vorgestern beschäftigten wir uns an dieser Stelle bereits mit dem von einem amerikanischen Studenten entwickelten Wiki-Scanner, der interessengeleitete Änderungen in der Online-Enzykloplädie Wikipedia aufdecken soll.

Die taz berichtet jetzt über erste Erfolge des Suchprogramms: u.a. sollen Beamte des australischen Verteidigungsministeriums tausende Artikel zugunsten der Regierung „überarbeitet“ haben.
Laut Heise sind außerdem Mitarbeiter des US-Wahlmaschinenherstellers Diebold, der US-Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI unangenehm aufgefallen.

Seit Freitag nimmt sich der Wiki-Scanner auch die deutschsprachige Wikipedia-Version vor.

Wikipedia-Manipulateure entlarven

US-Student Virgil Griffith will mit einem sogenannten Wiki-Scanner interessengeleitete Änderungen in der Online-Enzykloplädie Wikipedia entlarven. Der Scanner soll anhand der IP-Adressen anzeigen, wer Änderungen vorgenommen hat.

Ein Interview zum Thema mit Mathias Schindler, Vorstand von Wikimedia e.V., ist auf www.dradio.de nachzuhören/lesen.

Bibliothek != E-Learning

Zwei Artikel über Bibliotheken und E-Learning:

Library Resources Must Not Be E-Learning Tools

Just exactly what do non-librarians think of the myriad library databases they can access courtesy of their local library. Not much apparently. Well, they certainly don’t think of the library’s resources as learning tools. Or it may be that they only think of the library resources as gateways to information, but by themselves not as resources that can facilitate or promote student learning. We need to do more to get our user community thinking of the library’s databases, bibliographic manager tools, and more as robust learning tools.

A List Without Libraries

The Centre for Learning & Performance Technologies’ list of Top 100 Tools for Learning — culled from top-10 charts created by e-learning experts — names a wide array of tech tools that professors have come to love. Among the items that made the cut are Web browsers, e-mail clients, RSS feeders, blogging programs, and, of course, Microsoft’s evergreen PowerPoint presentation software.

But online library resources, which would seem like a good fit for e-learners, are notably absent from the master list. What gives? “It’s not as if the responding experts ignored information-retrieval tools,” writes Steven Bell at ACRLog. “Both Google and Google Scholar are on the top-100 list. And it’s not as if these experts wouldn’t know something about library databases.”

[via Gamoia]

Google Research Search & Google Translate API

Zwei neue Google-APIs sind bei Programmable Web (hier & hier) zu finden:

Google Research Search API

http://research.google.com/university/search/

The University Research Program for Google Search is designed to give university faculty and their research teams high-volume programmatic access to Google Search, whose huge repository of data constitutes a valuable resource for understanding the structure and contents of the web. Our aim is to help bootstrap web research by offering basic information about specific search queries. Since the program builds on top of Google’s search technology, you’ll no longer have to operate your own crawl and indexing systems. We hope this will help enable some useful research, and request only that you publish any work you produce through this program for the academic community’s general benefit.

Google Translate API

http://research.google.com/university/translate/

The University Research Program for Google Translate provides researchers, in the field of automatic machine translation, tools to help compare and contrast with, and build on top of, Google’s statistical machine translation system. Participation in the program will allow researchers programmatic access to Google’s translation service. A translation request returns either: A single translation, the highest scoring output of Google Translate As above but with detailed word alignment information A list of the n-best translations with detailed scoring information.

Das gerade in der Offenheit für alle möglichen Anwendungen eines der Erfolgsgeheimnisse (obwohl man kaum noch von einem Geheimnis sprechen kann) liegt, ist auch anderen nicht verborgen geblieben. Zumindest macht Jakob Voss auf eine SRU-Schnittstelle für GBV-Verbunddaten aufmerksam. Siehe auch sein Beispiel im GBV-Wiki.

"The Scholar Ship" auf Jungfernfahrt im September

Einen neue Form akademischen Lernens können ab September Studierende mit dem nötigen Kleingeld testen: Das umgebaute Kreuzfahrtschiff „The Scholar Ship“ sticht mit „800 Studenten und Professoren aus aller Welt sowie 400 Crew-Mitgliedern“ in See.

Es handelt sich um eine Hochschule auf hoher See. An Bord wird intensiv gelernt, in den eigens dafür eingebauten Hörsälen und der Bibliothek. International anerkannte Credit-Points werden den Studenten – Undergraduates sowie Postgraduates – für ihr laufendes oder ein folgendes Studium angerechnet.
Ein Konsortium aus sieben internationalen Universitäten sichert das akademische Niveau.

[Via Berlinger Morgenpost]