OpenStreetMap in die eigene Webseite einbinden

Nachdem die eigene Bibliothek (oder das eigene Archiv, der Kegelklub oder die Planschbeckenausstellung) in OpenStreetMap (OSM) eingetragen ist, kann man den entsprechenden Kartenausschnitt in seine Webseite einbinden. OpenStreetMap bietet dazu verschiedene Export-Funktionen (einfach auf den entsprechenden Reiter klicken!). Für unseren Zweck nützlich sind zwei davon:

Map Image (shows standard layer)

Auswählen, Maßstab und Bildformat auswählen (z.B. JPG) und exportieren. Das Bild kann dann in das eigene CMS oder auf den eigenen Webspace hochgeladen und in die Webseite eingebunden werden. Für die Stadtbibliothek Nordhorn sieht das dann z.B. so aus:

Stadtbibliothek Nordhorn auf OpenStreetMap

Anklicken zum Vergrößern!

HTML zum Einbinden

Interaktiver ist die Embed-Variante. Hier bekommt man einen Quelltext geliefert, den man einfach in den Quelltext seiner Webseite kopieren kann. Und auch ins CMS, wenn man das darf. Und das sieht dann (für die Zentralbibliothek der Hochschule Hannover) so aus:


Größere Karte anzeigen

  1. “HTML zum Einbinden” anklicken
  2. “Markierung zur Karte hinzufügen”
  3. Anschließend die Bibliothek auf der Karte markieren
  4. Den Quelltext in die eigene Webseite kopieren. Fertig!

Warum nicht Google Maps?

Vor ca. 4 Jahren habe ich hier beschrieben, wie man einen Lageplan mit Google Maps erstellt und in die Homepage einbinden kann. Den könnte man natürlich auch weiterhin verwenden. Allerdings hat Google die Nutzung von Google Maps unter gewissen Umständen kostenpflichtig gemacht.

Wie trägt man eine Bibliothek in OpenStreetMap (OSM) ein?

Wie trägt man eine Bibliothek in OpenStreetMap (OSM) ein? Eigentlich ganz einfach. Man benötigt zuerst einen Account für OpenStreetMap. Kostet nichts und ist schnell gemacht.

Sobald man angemeldet ist, klickt man auf den Tab “Bearbeiten”. Potlatch 2, die Editierkomponente von OSM wird geöffnet.

Nun gibt man im Suchschlitz die Adresse der Bibliothek ein. In vielen Fällen wird sie schon eingetragen sein. Falls nicht:

Adresse aufrufen und das Bibliotheksgebäude suchen. Potlatch bietet an, Icons auf den gewünschten Punkt zu ziehen. Unter “amenity” (laut Leo engl. für “die Anmut”, “die Annehmlichkeit”, “die Schönheiten”, “die Vorzüge”) findet sich ein Icon namens “Library”. Die gewünschte Schönheit einfach auf die Karte ziehen.

Falls die Bibliothek schon eingetragen war oder es spätestens jetzt ist, muss nun nur noch die Beschreibung korrigiert oder ergänzt werden. Dazu klickt man die entsprechende Markierung in der Karte an. Auf der linken Kartenseite öffnet sich die Beschreibung. Nun ganz unten auf “Advanced” klicken und die fehlenden Daten ergänzen. Laut OSM-Wiki sollen für Bibliotheken mindestens drei Felder ausgefüllt werden:

  1. amenity=library
  2. name=Name der Bibliothek
  3. ref:isil=ISIL der Bibliothek

So sieht das dann aus (die Pflichtfelder sind gelb hervorgehoben):

Jetzt noch abspeichern und das war’s auch schon.

QR-Codes + mobil-freundliche Webseiten für die Öffentlichkeitsarbeit

Der QR-Code (QR steht für englisch: quick response = schnelle Antwort) ist ein zweidimensionaler (2D) Code, der von der japanischen Firma Denso Wave im Jahr 1994 entwickelt wurde.

So ist es in Wikipedia zu lesen. Ein QR-Code ist sozusagen eine Art quadratischer Barcode, mit dem verschiedene Informationen transportiert werden können, zum Beispiel Texte oder Webadressen.

Wenn man diesen QR-Code photographiert, wird man beispielsweise auf eine kleine mobilfreundliche Infoseite (Achtung, Inhalt nicht aktuell!) geleitet, über die man sich für eine Citavi-Schulung anmelden kann. Die mobilfreundliche Webseite ist alles andere als perfekt. Aber sie sollte ausreichend sein, um die wesentlichen Informationen auch auf dem Smartphone lesbar anzuzeigen und eine problemlose Anmeldung zu ermöglichen.

QR-Codes kann man beispielsweise mit dem QR-Code Generator von Kaywa erstellen. Wer kein Smartphone hat, um die Codes zu testen, der kann das mit einer Webcam auch mit der Freeware bcWebcam erledigen. Komfortabel ist das nicht besonders, aber es funktioniert.

Die mobil-freundliche Webseite wurde ebenfalls größtenteils mittels eines Generators erstellt: mit dem Mobile Site Generator v1.0 von Chad Haefele. Wenn man die Webseite generiert hat, kippt man sie einfach in einen Ordner zusammen mit dem iUi-Framework und die ganze Mobilfreundlichkeit ergibt sich von allein.

Und wozu braucht man jetzt diesen QR-Code? Um ihn zum Beispiel auf Flyern und Broschüren anzubringen, wie im folgenden Beispiel:

Literaturverwaltung Mit Citavi_QR

Ganz rechts unten ist der QR-Code angebracht. Wer ihn als solchen erkennt und auch etwas damit anfangen kann, kann ihn einscannen und die mobile Webseite besuchen. Wer sich nicht davon angesprochen fühlt, wird ihn höchstwahrscheinlich einfach übergehen. Der ganze Spaß ist, wenn man einmal weiß, wie es geht, sehr schnell umgesetzt. So schnell, dass ich hiermit endlich mal wieder einen Beitrag zur vor Urzeiten begonnenen Reihe “Klein, aber oho!” hinzufüge.

Besten Dank an alle ehrenamtlichen Mobilwebseitentester und nochmal speziell an Edlef für den Austausch zu QR-Codes!

RSS-Feeds in Homepage einbinden

Es wird mal wieder Zeit für einen Tipp aus der Rubrik “Klein, aber oho!”

Wenn man einen RSS-Feed in eine Homepage einbinden möchte, stößt man dabei sehr schnell auf verschiedene Problemchen. Eins davon kann sein, dass man auf dem Webserver nicht machen darf, was man will. Ein anderes, das man vielleicht nicht weiß, was man machen muss, selbst wenn man es dürfte.

Eine einfache Lösung für das Einbinden von RSS-Feeds (z.B. von Neuerwerbungsfeeds) bietet nun Google mit dem Dynamic Feed Control Wizard. Super einfach, schnellstens zu integrieren.

Die einzige Hürde könnte die merkwürdige Art der Feed-Eingabe sein: Man gibt Stichwörter ein, nach denen man den Feed eventuell automatisch angezeigt bekommt. Sucht man beispielsweise nach ‘Infobib’, bekommt man automatisch den Infobib-Feed. Das hilft natürlich nicht, wenn man einen weniger webweit vertretenen Feed sucht, z.B. den der lokalen OPUS-Installation. Macht aber auch nichts! Im Code muss man in diesem Fall einfach zwei Zeilen austauschen.

  1. title: ‘Infobib’ wird zu title: ‘Neuerwerbungen’
  2. url: ‘https://infobib.de/blog/feed/’ wird zu url: ‘http://opus.bsz-bw.de/fhhv/rss.php’

Und wie das dann in einer Homepage aussehen kann, sieht man hier.

[Gefunden via RSS4LIB]

Mikroformate für die Bibliothek

Mikroformate-Symbol

Dies ist ein weiterer Artikel aus der Reihe “Klein aber oho!”, in der leicht einzuführende Dienstleistungen (auch, aber nicht nur) für kleine Bibliotheken vorgestellt werden.

Was Mikroformate sind, haben wir ja schon, wie auch die Sinnfälligkeit der Integration in Bibliotheksseiten, erklärt. Wie macht man das nun? Dies sei am Beispiel von Adressdaten erklärt. Und kaum lässt man einen Artikelentwurf mal ein paar Wochen liegen, meldet sich auch schon jemand aus der Biblioblogosphäre und schleift das Thema ans Tageslicht. So geschehen im Jakoblog, nämlich hier, hier und hier. Jakob Voss geht es primär um bibliographische Daten, was natürlich auch das Ziel einer Mikroformatsimplementation sein sollte. Doch zuerst zu den Adressdaten…
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Lageplan 2.0 für die Bibliothek

Wieder ein Eintrag aus der Rubrik “Klein, aber oho”, in der Beiträge versammelt sind, wie es auch kleinen Bibliotheken möglich ist, innovative Dienstleistungen anzubieten.

Für die Recherche vom heimischen Rechner ist eine Toolbar sehr nützlich, aber die Bücher einer Bibliothek wollen ja auch entliehen werden. Und dafür ist es normalerweise nach wie vor notwendig, in die Bibliothek zu kommen. Das Zeichnen unverständlicher Lagepläne oder die urheberrechtlichen Unwägbarkeiten bei der Einbindung professionellen Kartenmaterials können nun getrost der Vergessenheit anheim fallen. Google (wer sonst…?) hat eine Funktion zu den Google Maps hinzugefügt, die es erlaubt, in das gegebene Kartenmaterial Markierungen und Mediendateien einzufügen und das Gesamtwerk dann als “persönliche Karte” zu veröffentlichen.
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Klein, aber oho: Innovative Dienstleistungen für kleinere Bibliotheken

In großen akademischen und öffentlichen Bibliotheken entstehen häufig große und manchmal auf großartige Projekte, die den Bibliotheksnutzern das Leben leichter machen oder neue Dienstleistungen näher bringen sollen. Doch auch kleinere Bibliotheken können, häufig mit nur geringem Aufwand, neue und nachhaltig nutzbare Dienstleistungen für ihre Nutzer erbringen. In loser Folge sollen hier bei Infobib ein paar Ideen vorgestellt werden. Einige davon sind schon in Edlef Stabenaus Netbib-Kategorie Pimp My Pica oder anderswo in der Biblioblogosphäre zu finden.

Zwerg by Grimi

Sämtliche Artikel zu diesem Thema werden mit einem speziellen Tag versehen: Klein aber oho!