Die Vielfalt deutschsprachiger Biblioblogs kann man (stets aktuell) über den Planeten Biblioblog kennenlernen. Oder stichprobenartig über das Bibroulette. Mich hat es zu Dale Askey geführt, der zuletzt sich und uns fragte, was denn ein Bibliothekar sei.
Autor: ch
Tim Berners-Lee über Open Data
Tim Berners-Lee bei der TED-Tagung über „the year open data went worldwide“.
If people put data on web, government data, scientific data, community (?) data, whatever it is, they will be used by other people to do wonderful things.
Viel kürzer kann man es nicht fassen.
[via Netzpolitik.org]
Arbeitsgruppe "Open Bibliographic Data"
Erst hat das CERN seine bibliographische Daten befreit, nun folgt die Universiteitsbibliotheek Gent in Belgien. Auf einer speziellen Webseite sind verschiedene bibliographische Datensets zum Download und zur freien Verwendung veröffentlicht. Diese Bibliothek wird sicherlich nicht die letzte sein, die ihre Katalogdaten in nächster Zeit veröffentlichen wird.
Passend zu dieser Entwicklung hat sich eine Arbeitsgruppe zum Thema „Open Bibliographic Data“ gegründet. Ziele:
- Act as a central point of reference and support for people interested in open bibliographic data
- Identify relevant projects and practices. Promote best practices as well as legal and technical standards for making data open (such as the Open Knowledge Definition).
- Act as a hub for the development and maintenance of low cost, community driven projects related to open bibliographic data.
Weitere Informationen gibt es im Open Knowledge Foundation Wiki.
[via OKFN]
Get it loud in the libraries
The Museums, Libraries and Archives Council (MLA) presents a toolkit for libraries that want to organize concerts in their rooms.
This March sees the national roll-out of Get It Loud In Libraries. The award
winning programme of live music in public libraries, which has witnessed incendiary
performances from critically acclaimed artists as Adele, Bat For Lashes and Florence
+ The Machine, reverberate amongst the traditionally quiet bookshelves. Kicking off
the month of music will be the talented 16 year old pop starlet, Daisy Dares You,
who is seen as the perfect act to launch the UK franchise.Get It Loud In Libraries originates from libraries in Lancashire, where the tiny
stage has showcased the talents of The Blackout, British Sea Power and Juliette
Lewis. The project was conceived by Stewart Parsons of Lancashire Libraries to
allow more relevant cultural access to libraries for young people who love music
but don’t necessarily use libraries, and is proving a popular original format for
delivering the traditional library brief to entertain, inform and educate.Get it Loud in Libraries encourages everyone to get involved, so if you or your
library would like to take part, the Get it Loud in Libraries toolkit offers a
step-by-step guide to staging live music events in public libraries.
In the Get it Loud guide there’s plenty of information about booking and all the other things a live venue should know about.
[Thanks to Peter Alsbjer!]
PaperC im KUG
Kürzlich traf ich mich mit Martin Fenner, Lambert Heller, Felix Hofmann und Martin Fröhlich (beide PaperC), um über dieses und jenes zu schnacken. Dabei kam auch der Vorschlag auf, eine API für Bibliothekskataloge einzurichten. Unabhängig davon wurde eine API auch von Oliver Flimm vorgeschlagen.
Die Antwort auf diesen Vorschlag:
Umgesetzt! Unsere API ist fertig, bald mehr dazu im PaperC Blog. Entwickler sind willkommen.
Im Blog finde ich zwar noch nichts, dafür hat sich Oliver Flimm aber schon ans Werk gemacht und PaperC in den KUG eingebunden. Das Ergebnis kann man sich u.a. bei diesem Prachtstück der Kataloganreicherung durch APIs ansehen.
Frage am Rande: Warum heißt es eigentlich „eine“ API? „Die“ Schnittstelle? Oder nicht doch eher „das“ Interface? Lesen zufällig Linguisten mit?
CeBIT: “Politik, Demokratie und das Web 2.0“
Eines der interessantesten Panels der kommenden Webciety findet am 4. März um 15 Uhr statt und trägt den Namen “Politik, Demokratie und das Web 2.0“.
Auf dieser Veranstaltung werden Markus Beckedahl, Anke Domscheit, Dr. Martin Lindner und Rolf Luehrs die Veränderungen diskutieren, die das Web 2.0 und die sozialen Medien auf die gesellschaftlichen und politischen Prozesse haben. Zwei Themen, die dabei ebenfalls eine Rolle spielen werden, sind Open Data und e-Government.
Mehr Infos gibt es im Webciety-Blog.
DMOZ-Relaunch im März?
Das Open Directory Project DMOZ war mal ein unverzichtbarer Bestandteil des Webs, ein moderierter Webkatalog mit hohem Anspruch an Aktualität und Seriösität. Administratoren für spezielle Kategorien sollten dafür sorgen, dass nur geprüfte, „gute“ Webseiten aufgenommen werden. Dadurch baute sich DMOZ einen sehr guten Ruf auf, der natürlich schwarze SEO-Schafe noch und nöcher anzog. Kürzlich konnte man sogar einen DMOZ-Eintrag (für 87 €!) bei Ebay ersteigern.
Dazu kommt, dass manche Kategorien schon seit Jahren nicht mehr gepflegt wurden.
Nichtsdestotrotz wird die Aufnahme einer Webseite in DMOZ nach wie vor von vielen Ranking-Tools und vielleicht sogar noch von Suchmaschinen als Qualitätsfaktor gewertet. Als Beispiel sei seitwert.de genannt.
Wie Webranking.com nun berichtet, soll (eventuell noch in diesem Monat) ein Relaunch stattfinden.
Wird ein Webkatalog wie DMOZ jedoch überhaupt noch noch benötigt? Die Verschiebung von Webkatalogen zu Suchmaschinen fand vor einigen Jahren statt. Aktuell zieht Facebook zumindest in den USA an Google in puncto generierter Traffic vorbei.
Wenn man möchte, kann man also von vier Phasen der „Webseitenfindung“ ausgehen:
- Die persönliche Empfehlung von Webseiten durch Freunde & Bekannte in direkter Kommunikation. Motto: „Guck mal, ich bin beim Surfen auf diese Webseite gestoßen.“
- Nachschlagen in Webkatalogen wie z.B. Altavista.
- Suchen in Suchmaschinen wie Yahoo oder Google.
- Die persönliche Empfehlung von Webseiten über Social Networks wie Facebook & Co.
- Die persönliche Empfehlung von Webseiten durch Freunde & Bekannte in direkter Kommunikation. Motto: „Guck mal, ich bin beim Surfen auf diese Webseite gestoßen.“
- Nachschlagen in Webkatalogen wie z.B. Yahoo.
- Suchen in Suchmaschinen wie Altavista oder Google.
- Die persönliche Empfehlung von Webseiten über Social Networks wie Facebook & Co.
Auch wenn sich die Mechanismen geändert haben, ist die Übermittlung von Webfundstücken wieder an ihren Ursprung gelangt. Ein modernes DMOZ müsste sich diesen Gegebenheiten anpassen. Es dürfte also weder Moderatoren noch vorbestimmte Kategorien geben. Beides ist anachronistisch. Ein modernes DMOZ könnte Empfehlungen aus sozialen Netzwerken fischen und stets aktuell in Ad-hoc-Kategorien clustern. Dies entspräche auch dem erklärten Ziel des DMOZ-Projektes:
Anstatt sich dem explosiven Wachstum des Internets entgegenzustellen, stellt das Open Directory Project dem Internet die Mittel zur Verfügung sich selbst zu organisieren. Gleichzeitig mit dem Internet wächst auch die Anzahl der Internet-Bürger. Diese Bürger können jeder einen kleinen Teil des Internets ordnen und das Ergebnis der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Sie sortieren dabei Schlechtes und Unnützes aus und übernehmen nur qualitativ hochwertige Inhalte.
Ich bin gespannt, wie DMOZ in ein paar Wochen aussehen wird.
[via Blogs-optimieren.de]
Infobib zieht um
Der Infobib-Server, bzw. das entsprechende Rechenzentrum zieht um. Daher ist heute bis morgen mit etwas längeren Down-Zeiten zu rechnen.
Open-Source-Recommender easyrec
Die Recommender-Software easyrec ist seit sechs Tagen komplett Open Source.
Benötigt werden für die Installation auf einem eigenen Server:
- Java 5 SE [1] or later
- Application Server Tomcat 6.0 [2] or later recommended or see other Application Servers
- Database Server MySQL 5.1 [3] or later
Man kann den Dienst jedoch auch über eine API ausprobieren. Wer hat Zugriff auf einen Katalog und traut sich, das mal einzubauen? Mich würde doch sehr interessieren, ob die Ergebnisse so viel schlechter als die von Bibtip sind. Bibtip ist ein Projekt, dass zwar aus öffentlichen Mitteln finanziert wurde, aber dennoch sogar für öffentliche Einrichtungen kostenpflichtig ist. Kostenpflichtig für Hosting und Support würde ich ja noch verstehen. Wie auch immer: Easyrec wird z.B. beim Film-Shop Flimmit genutzt. Interessiert man sich z.B. für Plattfuss am Nil, wird sofort weitere Unterhaltungsware der schlagkräftigen Art angeboten („Sie könnten auch an folgenden Produkten interessiert sein“).
Die Bibliothek der Zukunft
Die uncoolen Bibliothekarinnen weisen auf einen Workshop zum Thema „Planning the library of the future“ (PDF) hin:
Die diesjährige Preisträgerin des John Jacob Astor Award in Library and Information Science , Donna Scheeder, Deputy Chief Information Officer, Congressional Research Service, Library of Congress wird im Rahmen der Initative Fortbildung einen workshop zum Thema durchführen.
Die UTS Library (Sydney) hat kürzlich ein schönes Video nach Common-Craft-Art zu eben diesem Thema veröffentlicht.
Knapp fünf Minuten komprimierter Informationen, wie eine Bibliothek (eigentlich nicht nur die) heute funktionieren sollte, zum Beispiel in puncto Hierarchien (hier und da).
[via @mstephens7]