Beeindruckend locker flockig funktioniert die PDF/A-Erzeugung mit OpenOffice 2.4. Preflight meldet bei der Validierung: Keine Probleme gefunden
. Das sollte bei der Erzeugung von PDF-Dateien eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Wer noch nach Argumenten sucht, warum man OpenOffice als wissenschaftlich Schreibender einsetzen sollte, müsste spätestens jetzt überzeugt sein. Hochschuldokumentenserver nehmen oft (und berechtigterweise) nur Dateien im PDF/A-Format an.
Autor: ch
jOPAC: Katalog-Widget der Jacobs University
Im Blog der Jacobs University wird auf das Katalog-Widget jOPAC aufmerksam gemacht, das im deutschsprachigen Raum wirklich Maßstäbe setzt. Es gibt auch eine Demo-Version.
Update: Autor John-Paul Cunliffe meint auf Anfrage: it will get open source as soon as I found time for a revise.
Daumen hoch!
Mifare Classic vor dem Aus
Via Heise:
Forscher haben einen entscheidenden Durchbruch bei der Kryptanalyse des Verschlüsselungsalgorithmus Crypto1 gemacht, der das RFID-System Mifare Classic schützt. Laut der nun veröffentlichten Arbeit von Nicolas Courtois, Karsten Nohl und Sean O’Neil ist es möglich, ohne aufwendig vorauszuberechnende Tabellen (Rainbow-Tables) die Verschlüsselung innerhalb von wenigen Sekunden mit PC-Hardware zu knacken. Die Sicherheit des Algorithmus, so das Fazit der Forscher, sei „nahe Null“.
Wenn ich mich recht erinnere, wird Mifare Classic unter anderem in der Münchner Stadtbibliothek eingesetzt. Das System Mifare Plus soll allerdings auch betroffen sein.
Unter Sicherheitsaspekten sollten RFID-Etiketten ohnehin spätestens seit Veröffentlichung des RFID-Zappers nicht mehr diskutabel sein. Wer RFID einsetzt, möchte vorwiegend Personal auf die Straße setzen, bzw. keine neuen Mitarbeiter einstellen.
Ecocho – klickend Bäume pflanzen
Ein etwas eigenwillige Vorstellung vom Kampf gegen den Klimawandel hat das Suchinterface Ecocho:
Ecocho ist eine neue Suchmaschine, die versucht, dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Für jeweils 1.000 Suchanfragen über Ecocho setzen wir ein Gegengewicht zum Ausgleich für bis zu einer Tonne Treibhausgase. Wir tun dies, indem wir 2 Bäume durch Werbung auf der Webseite sponsern.
Sozusagen das Krombacher-Konzept. Hier gibt’s ein bißchen mehr dazu zu lesen. Gesucht werden kann in den Ergebnissen von Yahoo und Google.
Update: Google ist ausgestiegen, wegen angeblichen Verstoßes gegen die Adsenserichtlinien.
Lernen 2.0 – Jetzt geht's los!
In einem der etwas unstrukturierten Inetbib-2008-Postings hatte ich es schon erwähnt: Edlef Stabenau hat die Learning-2.0-Materialien, die von verschiedenen Leuten ins Deutsche übertragen wurden, nun in ein Blog gepackt und es sind auch schon die ersten beiden Resultate zu sehen.
Wer also am eigenen Leib erfahren möchte, was es mit diesem ominösen „Web 2.0“ auf sich hat, möge sich dorthin begeben.
Keine Blogrevolution: Shyftr
Hurley Goodall überlegt in Wired Campus: „Blogs May Be Rendered Obsolete by New Technology“. Er meint, dass Blogs bald von Plattformen wie Shyftr abgelöst oder zumindest in ihrer Rezeption grundsätzlich verändert werden.
Die Veränderung wäre dann m.E. keine wesentliche. Shyftr (andernorts auch als „Content Thievr“ bezeichnet) macht nichts anderes, als komplette Feeds neu zu publizieren.
Hier steht, wie man Shyftr vom eigenen Feed fernhält, wenn man denn möchte. Die robots.txt wird von Shyftr ignoriert.
Einen interessanten Artikel zu Shyftr gibt es auch von Jonathan Bailey beim Blog Herald.
Neuer Google-Bot auch für Kataloge?
Die neue Version des Google-Bots nutzt nun auch HTML-Forms, um auf bislang verborgene Inhalte zuzugreifen. Im Google-Webmaster-Blog wird das so beschrieben:
In the past few months we have been exploring some HTML forms to try to discover new web pages and URLs that we otherwise couldn’t find and index for users who search on Google. Specifically, when we encounter a
Ein kleiner Blick: Die PICA-Kataloge nutzen das Form-Element, Aleph ebenso. Andere Systeme habe ich jetzt nicht geprüft, aber für die Mehrheit ist anzunehmen: Die Google-Bots werden in Kürze für eine drastische Erhöhung des Traffics sorgen. Zumal andere Suchmaschinen sicherlich nachziehen werden. Allerdings:
Only a small number of particularly useful sites receive this treatment, and our crawl agent, the ever-friendly Googlebot, always adheres to robots.txt, nofollow, and noindex directives.
Die Bibliotheken sollten also endlich für permanente URLs in ihren Katalogen sorgen. Damit wird der Kataloginhalt wirklich nutzbar und auch durch Suchmaschinen zugänglich gemacht.
Tonspion Udo Raaf zum Urheberrecht
Beim Tonspion geht’s um das deutsche Urheberrecht:
Es bleibt festzuhalten, dass Deutschland weltweit das mit Abstand stärkste Urheberrecht besitzt. Das machte erst kürzlich eine Umfrage des Weltwirtschaftsforum deutlich. In keinem anderen Land der Welt genießen Urheber und Rechteinhaber einen vergleichbaren Schutz. Umgekehrt ist es ist kaum einem anderen Land der Welt so schwierig, kreativ mit urheberrechtlich geschütztem Material zu arbeiten. Last.FM, MySpace oder YouTube in Deutschland an den Start zu bringen, wäre aufgrund dieser Rechtslage weiterhin völlig undenkbar.
[via Netzpolitik]
Papers: Literaturverwaltung für Mac/OS
Gerade bin ich zufällig über eine Literaturverwaltung namens Papers gestolpert.
Papers contains everything you need to get your favorite articles in your personal library. Importing PDFs that you already downloaded before is easy, you match them using your favorite online article repository like PubMed, Google Scholar, Web of Science, etc. and all the metadata is automatically added. You might as well skip this altogether and start from scratch, the completely integrated search engines is the number one thing you are really going to like. Three clicks is all you need to find a paper and add it to your library. And finally we allow you to leverage the full power of your favorite search engine using predefined search terms. Looking for all reviews within your favourite topic, with full text open access? You got it!
Hat das ein zufällig mitlesender Apple-Nutzer mal ausprobiert?
Inetbib 2008: Repositories
Block 12: Repositories
Uwe Müller, HU Berlin: OA-Netzwerk
DFG-Projekt (HU Berlin, SUB Göttingen und Uni Osnabrück)
Erstmal Allgemeines zu OA.
Zweck von DINI: Steigerung der Akzeptanz in den Institutionen. Antragstellung per Fragebogen, zwei Gutachter (bibliothekarisch und technisch), Kosten ca. 250 €. Bisher 23 Zertifikate ausgegeben, mehrere zur Zeit in Bearbeitung.
Ziel: Stärkung der Repositorien, Erhöhung der Sicherheit, Aggregator für DRIVER, Verbesserung der OA-Infrastruktur. DINI-Zertifikat ist Exportschlager (z.B. Spanien, Indien).
OA-Netzwerk: OAI-Serviceprovider, Harvesting, Aggregation, Anreicherung, Bereitstellung. API ist vorgesehen.
Metasuche
Feeds
Anbindung an externe Nachweisdienste (Scirus, Scholar etc.)
Prototyp des OA-Netzwerks: Mitte 2008
Weitere Dienste geplant: OA-Statistik, OA-Citation
http://www.dini.de/oa-netzwerk
Thomas Severiens (UB Osnabrück) und Frank Scholze (UB Stuttgart): „Nutzungs- und Zitationsanalyse als alternative Impactmessung wissenschaftlicher Publikationen“
Qualitätsdienst I: OA-Statistik
Verbesserung des Impacts, Vergleichbare Nutzungsstatistik, Vernetzung von Statistiken, Gewichtung anhand von Nutzungsfaktoren. Die Relevanz von Werken soll exemplarübergreifend erfasst werden.
Qualitätsdienst II:OA-Zitationen
Werkzeug für Wissenschaftler als Autoren und Leser für die Suche und Organisation von Referenzen. Vernetzung über viele Repositorien anhand von Zitationsgraphen. Kooperation der Wissenschaftler oft nicht gegeben, wenn z.B. Referenzen standardisiert werden sollen („Zu viel Arbeit“).
Mirjam Kessler und Stefanie Rühle (KIM): „Interoperable Metadatenmodelle und Repositories“
Metasuche (Cross searching) vs. Suchmaschinenindex (harvesting)
Es liegen heterogene Datenformate vor. Interoperabilität kann nur durch Standardisierung von Metadatenformaten gewährleistet werden. Auch Standardisierung von Metadatenschnittstellen.
OAI-PMH im Vergleich zu OAI-ORE: Object Re-Use
Beispiel Geo-Leo. Singapore Framework.
FAZIT: Dieser Block war mein persönliches Highlight.