Koalitionsvertrag der GroKo 2017 in Niedersachsen aus bibliothekarischer Perspektive

Folgende Bestandteile mit Bibliotheksbezug (in weiterem Sinne) konnte ich  in der Koalitionsvereinbarung “Gemeinsam für ein modernes Niedersachsen – Für Innovation, Sicherheit und Zusammenhalt” zwischen SPD und CDU für die kommende Legislaturperiode in Niedersachsen ausfindig machen:

Zukunftsaufgaben Innovation und Digitalisierung, Z. 605 ff.:

Zu einer Digitalisierungsoffensive für Wissenschaft und Forschung gehören für SPD und CDU sowohl der technische Ausbau an den Hochschulen, die digitale Informationsversorgung, die Weiterentwicklung digitaler Lehr- und Lernangebote, die IT-Sicherheit, Open Access, Big Data sowie die Vereinheitlichung der Verwaltungssoftware und die Schaffung neuer Digitalisierung-Professuren. Dadurch
werden die niedersächsischen Hochschulen zu einem „Digitalen Campus Niedersachsen“ vernetzt.

Anm.: Bemerkenswert, CDU und SPD bekennen sich zu Open Access. Das hatte die vorherige rot-grüne Koalition allerdings auch schon getan, ohne konkrete Folgen.

Kompetenzzentrum für Digitalisierung

L3S und OFFIS sollen gemeinsam ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung entwickeln, Z. 620 ff.:

Aufgabe des Kompetenzzentrums wird die Durchführung anwendungsnaher Kooperationsprojekte mit Partnern der Wirtschaft und Wissenschaftseinrichtungen zum Schließen der Lücke zwischen Grundlagenforschung an der Hochschule und der Produktentwicklung im Unternehmen, der Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses für die Wirtschaft und die Wissenschaft sowie der Unterstützung von Aus- und Neugründungen sein.

Innovative Hochschule, Z. 650 ff.:

Eine neue Förderlinie „Innovative Hochschulen“ im VW-Vorab des Landes Niedersachsen soll den Innovationsprozess der Hochschulen, besonders im Hinblick auf Digitalisierung, unterstützen.

Studienangebot, Z. 710 ff.:

Digitalisierung

Zur Bewältigung der großen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung wollen wir die Zahl der Studienplätze z. B. im Bereich Informatik, Big Data, Data Science und Künstliche Intelligenz ausbauen.

Lebenslanges Lernen, Z. 762 ff.:

SPD und CDU wollen die Fort- und Weiterbildung sowie die Einrichtungen und Angebote der Erwachsenenbildung in Niedersachsen stärken. Das lebenslange Lernen soll, insbesondere vor den Herausforderungen der Digitalisierung, der Alphabetisierung und der Sprachförderung, weiterentwickelt werden. Bei der Sprachförderung legen wir Wert auf mehr Effizienz und eine gute Abstimmung zwischen den Trägern und zwischen den Angeboten des Bundes und des Landes. Für eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen wird gesorgt.

Kultur, Z. 773 ff.:

Kunst und Kultur prägen unsere Heimat Niedersachsen. Professionell wie ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen und -initiativen sorgen für kulturelle Vielfalt, kulturelle Bildung und kulturelle Teilhabe. Sie müssen sich neuen Herausforderungen wie der Digitalisierung und der Integration stellen. Dafür benötigen sie die Unterstützung des Landes.

Die Koalition bekennt sich zu den Landeskultureinrichtungen: den Landesmuseen, den Landesbibliotheken, dem Niedersächsischen Landesarchiv sowie den Staatstheatern und deren Finanzierung.

Das Investitionsprogramm für kleine und mittlere Kultureinrichtungen und Museen soll erhöht werden.

[…]

Mit einem eigenen Bibliotheksentwicklungsprogramm sollen die Bibliotheken bei der Digitalisierung gefördert werden. Insbesondere im ländlichen Raum sollen die Bibliotheken dabei unterstützt und zu modernen Gemeinschaftszentren entwickelt werden.

Wir werden einen digitalen Atlas für alle Denkmäler in Niedersachsen erstellen.

[…]

Förderanträge, besonders für kleine und ehrenamtlich geführte Kultureinrichtungen, sollen künftig einfacher und unbürokratischer werden. In diesem Zusammenhang werden die bestehenden Zielvereinbarungen evaluiert und verbessert.

Anm.: Hier sind tatsächlich Inhalte zu finden. Nach einem eher allgemeinen Bekenntnis zu Landesbibliotheken etc. wird ein Bibliotheksentwicklungsprogramm angekündigt. Das ist interessant. Meine Befürchtung ist, dass es sich in einem Rahmenvertrag für die Onleihe oder ähnliches erschöpft. Ich lasse mich aber gerne positiv überraschen. Sehr wünschenswert ist die angekündigte Unterstützung der Bibliotheken im ländlichen Raum.

Der digitale Atlas wird hoffentlich ein “offenes Projekt”.

Digitalisierung, Breitbandausbau, Z. 1760 ff.:

SPD und CDU wollen bis 2022 eine Milliarde Euro an Landesmitteln für den Masterplan Digitalisierung zur Verfügung stellen, auch um den flächendeckenden Ausbau mit glasfaserbasierter Breitbandinfrastruktur zu beschleunigen und bis spätestens 2025 Übertragungsgeschwindigkeiten von mehr als einem Gigabit pro Sekunde im gesamten Landesgebiet zu ermöglichen. Dabei werden wir uns auch der Problematik der europäischen Regelungen widmen (insbesondere zur sogenannten „letzten Meile“).

[…]

SPD und CDU wollen [die Verfügbarkeit von WLAN] durch die Bereitstellung kostenlosen WLANs in öffentlichen Gebäuden und im öffentlichen Raum begleiten.

Open Data, Z. 3375 ff.:

Wir wollen Open Data in Abstimmung mit den Kommunen ausbauen. Wir werden der Initiative GovData beitreten. Ziel ist es, Verwaltungsdaten für Bürgerinnen und Bürger transparent und nutzbar zu machen. Vor einer Bereitstellung von Daten für eine freie kommerzielle Verwertung muss jedoch eine Kosten-Nutzen-Betrachtung erfolgen.

Wenn  kein Open Data gewollt ist, dann nennt es auch nicht so.

Bibliothekarisches Informationsverhalten

Teil der Operation Frühjahrsputz 2014, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

As librarians, we claim to uphold the principles of open access, equitable and unbiased service, intellectual freedom, and lifelong learning. How can we better integrate these principles into our workplaces? This article is an exploration of information behaviors and structures in library workplaces, particularly the behaviors of withholding and sharing information, and the effect they have on service to patrons and overall quality of the work environment.

Zum Artikel: Me and You and Everything We Know: Information Behavior in Library Workplaces.

Alte Smartphones für die Bibliothek?

Katrin Siebler schlägt vor, ausrangierten Privatsmartphones eine zweite Karriere im Bibliothekswesen zu ermöglichen:

CC-BY-SA: MikroLogika

Wir schaffen uns ein Trainingssmartphone an! Und das muss noch nicht einmal viel kosten; denn spätestens nach drei Jahren bekommt man als Smartphonebesitzer mit Flatrate die Möglichkeit, sein “altes” Smartphone gegen ein Neues zu tauschen. Und was passiert dann mit dem alten? In den meisten Fällen liegt es unbeachtet und vernachlässigt in der Schublade.
Geben wir ihm doch eine zweite Chance als Trainingssmartphone in der Bibliothek!
Denn Apps laden und benutzen kann man auch ohne Telefonflatrate über das universitäre WLAN.

Auch wenn es prinzipiell nicht zur Gewohnheit werden darf, bei eigentlich notwendigen Anschaffungen auf private Spenden zu hoffen, ist dies eine gute Idee, den Lebenszyklus von Altgeräten zu verlängern und gleichzeitig den Kompetenzerwerb in der Bibliothek zu erleichtern.

MOOC im bibliothekarischen Kontext

Ich dachte eigentlich, MOOCs wären bekannt. In Inetbib stellt sich das nun anders dar. Ok. Also kurz zur Einführung: MOOC bedeutet Massive Open Online Course. Dabei handelt es sich um oft von Universitäten angebotene E-Learning-Angebote für große Teilnehmerzahlen. Es gibt zahlreiche Angebote, die man gratis nutzen kann. Eins der größten ist Coursera. Hier in Infobib habe ich schon auf diverse Kurse aufmerksam gemacht. Jetzt haben wieder verschiedene interessante Kurse begonnen. Computing for Data Analysis zum Beispiel oder Game Theory. In Inetbib fragte Walther Umstätter kürzlich nach MOOC und den Folgen für das Bibliothekswesen. (Edit: 11. März 2013, siehe Kommentar) In Inetbib ging es kürzlich um MOOC und die Folgen. 1) Lambert Heller verwies in einer Antwort auf Dörte Böhners Posting zu MOOCs. Dort heißt es:

Es gibt einen gewissen Zeitdruck, der widerum einen guten Rahmen für die Aneignung von Neuem bildet.

Der Zeitdruck ist bei den meisten Kursen recht hoch. Neben einer Vollzeitstelle und anderen Verpflichtungen lässt sich das nur mit viel Disziplin aufrecht erhalten. Aber selbst wenn man einen Kurs nicht beendet oder die Prüfungsleistungen auslässt, kann man eine Menge mitnehmen.

  • Ich habe auf interessante Kurse hingewiesen. Ergo: Es gibt interessante Kurse! Damit ist die erste Bedeutung von MOOCs für das Bibliothekswesen schon einmal klar: Coursera & Co bieten fantastische Weiterbildungsmöglichkeiten. Und diese Möglichkeit wird schon wahrgenommen. Im Forum zu einem der Kurse, in die ich reinschnupperte, wurde ich auch direkt von einem bibliothekarischen Kollegen erkannt. Brian Mathews schrieb dazu:

    So where do librarians fit in? My hack-force and I are going to participate in MOOCs this fall, purely from a learner prescriptive. We probably won’t finish the courses, but that’s not our objective—the intention is to soak up the community practices, observe the process, and participate when fitting.

  • Wenn man sich weiterbilden kann, könnte man MOOC auch nutzen, um selbst weiterzubilden. Einfach die ganzen Informationskompetenzprojekte in eine MOOC-Plattform zu kippen, wird dabei aber wohl nicht reichen.
  • Bereitstellung von “Semesterapparaten”. Zu fast jedem Kurs gehört entsprechende Literatur. Diese verfügbar zu machen, könnte bibliothekarische Aufgabe sein. 2) Nebenbei bemerkt: die Aufbereitung der Literaturverzeichnisse und Links zu Volltexten in Coursera & Co überzeugt mich absolut nicht. Gibt es irgendwo eine wirklich schöne Lösung für Literaturlisten in LMS?
  • Je nachdem, ob man in der Plagiatsbekämpfung – bzw. in der Bereitstellung der technischen Infrastruktur – eine bibliothekarische Aufgabe sieht, wäre auch das eine Schnittstelle zwischen MOOC und Bibliothek.

Das sind sicherlich nicht die einzigen Szenarien und Berührungspunkte zwischen MOOC und Bibliothekswesen. Was fehlt noch?

References   [ + ]

1. Lambert Heller verwies in einer Antwort auf Dörte Böhners Posting zu MOOCs. Dort heißt es:

Es gibt einen gewissen Zeitdruck, der widerum einen guten Rahmen für die Aneignung von Neuem bildet.

Der Zeitdruck ist bei den meisten Kursen recht hoch. Neben einer Vollzeitstelle und anderen Verpflichtungen lässt sich das nur mit viel Disziplin aufrecht erhalten. Aber selbst wenn man einen Kurs nicht beendet oder die Prüfungsleistungen auslässt, kann man eine Menge mitnehmen.

2. Nebenbei bemerkt: die Aufbereitung der Literaturverzeichnisse und Links zu Volltexten in Coursera & Co überzeugt mich absolut nicht. Gibt es irgendwo eine wirklich schöne Lösung für Literaturlisten in LMS?

Neues Biblioblog: Bibfobi statt Fobikom

Das dynamische Fobikom-Duo bloggt nun wieder! Und zwar im Blog “Fortbildung in Bibliotheken : Up to date Bleiben in Skills und Inhalten”. Aus der Selbstbeschreibung:

In gewisser Weise ist “Fortbildung in Bibliotheken” ein Nachfolger des FobiKom-Blogs, es schreiben hier Ilona Munique und Jürgen Plieninger über Lernen, Selbstlernen, eLearning, Fortbildung, Weiterbildung … in Bibliotheken und darüber hinaus.

Zu finden ist das Blog unter bibphobie bibfobi.wordpress.com.

[via Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW]

Drei öffentliche Vorlesungen in Stanford

Edlef Stabenau hat drüben in Netbib kürzlich schon darauf hingewiesen, dass die Stanford-Vorlesung Introduction to Artificial Intelligence komplett online angeboten wird und es auch Nicht-Eingeschriebenen möglich sein wird, sich die Teilnahme zwar nicht durch Stanford, aber immerhin durch die Dozenten bescheinigen zu lassen:

Online students who pass the online class will receive a statement of accomplishment in the name of the instructors, but no official Stanford certificate.

Es werden noch zwei weitere Kurse angeboten. Machine Learning von Andrew Ng und Introduction to Databases von Jennifer Widom.

Social Media Newsrooms (oder Lounges) für Bibliotheken

Laut Eric Kubitz sind Social Media Newsroom spätestens seit August 2009 in Deutschland angekommen. Ein Social Media Newsroom (etwas charmanter: Social Media Lounge) ist eine Webseite, auf der verschiedene Social-Media-Aktivitäten einer Person oder einer Institution aggregiert sind. Also so etwas wie ein offener Presse-Bereich. Die typischen Merkmale sind nach Wikipedia:

* Es gibt keine „Anmeldung nur für Journalisten“,
* es gibt keine Sperrfristen,
* die Informationen sind allen Multiplikatoren gleichzeitig und in vollem Umfang zugänglich,
* die Ansprechpartner (PR-Verantwortliche, aber auch Unternehmensführung) sind unkompliziert erreichbar, sei es per E-Mail, Twitter, Facebook, Telefon oder Skype.

Der Social Media Newsroom ist das „Zugangstor“ zur interaktiven und kollaborativen Medienwelt mit Weblogs, Twitter, Facebook, LinkedIn, XING, Audio-Podcasts, Flickr, Youtube, Slideshare, Scribd etc.

Besonders spannend an diesen Social Media Lounges finde ich die mögliche Innenwirkung. Für die Bibliothek der FH Hannover habe ich so etwas vor einiger Zeit mit Netvibes eingerichtet. Hieß zwar nicht Social Media Lounge, bot aber einige der oben erwähnten Funktionalitäten. Und ermöglicht seitdem auch Twitterverweigerern und Delicious-Abstinenzlern, über die Aktivitäten der Bibliothek in diesen Kanälen einigermaßen auf dem Laufenden zu bleiben.

Was ist drin?

Unterteilt ist die Lounge in momentan drei Abschnitte.

  1. “Die Bibliothek im Web”
  2. Hier findet man:

  3. “Neuerwerbungen”
  4. ist der nächste Reiter betitelt. Eben jene findet man dort auch, generiert aus den RSS-Feeds der verschiedenen Bestände und des Dokumentenservers.

  5. “Andere über die Fachhochschule Hannover”
  6. Hier sind RSS-Feeds aus verschiedenen Suchanfragen bei Google News, Google Blogsearch, Flickr (recht umständlich über eine Yahoo Pipe gelöst, die man dann aber fluffig als Netvibes-Widget einbinden kann) und Twitter versammelt.

Wenn man ein Vorbild hat, geht das einigermaßen schnell. Zumindest, wenn man nach dem Prinzip “Hauptsache funktinoniert” vorgeht. Ziemlich viel Zeit kann bei der Suche nach einem Widget vergehen, dass der Idealvorstellung entspricht.

Man kann das sicherlich professioneller angehen. Netvibes ist sehr langsam im Seitenaufbau. Dazu kommt, dass sehr viele Bibliothekswesen nicht davon begeistert sind, sobald Inhalte nicht ausschließlich auf der institutseigenen Webseite zu finden sind.

Andere Beispiele für Social Media Newsrooms

Für WordPress gibt es übrigens mindestens ein SMN-Theme. Vermutlich noch viele mehr, auch für andere CMS. Es gibt folglich elegantere Umsetzungen als die Netvibes-Lösung, jedoch kaum eine einfachere und in der Erstellung schnellere. Wer nicht monatelang auf ein OK der EDV-Abteilung warten möchte, kann sich seine Social-Media-Lounge in wenigen Schritten selbst zusammenklicken.

Die hübscheste Social-Media-Lounge hat übrigens der Eichborn-Verlag.

Bibliothek 2.009

bibliothek2009
Aller guten Dinge sind drei! Und in die dritte Runde geht’s nun mit dem (teilweise bibliothekarischen) Selbstlernkurs zum Web 2.0. Bequemlicherweise packe ich hier einfach mal die Infomail rein, die in dieser oder ähnlicher Form auch durch Inetbib, Netbib und Co geistern wird. Weiterverbreitung ist ausdrücklich erwünscht!
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Diskriminierung in der bibliothekarischen Fortbildung

Ein lesenswertes Posting zur Diskriminierung im deutschen Schulsystem wird im FOBIKOM-Blog zum Anlaß genommen, über Diskriminierung in der bibliothekarischen Fortbildung nachzudenken.

Als erster Diskriminierungsmangel wird der einfache Mangel an Fortbildungsveranstaltungen genannt. Positivbeispiel ist hier NRW, die durch HBZ und ZBIW ein reichhaltiges Programm anbieten. Dies ist laut FOBIKOM nicht in allen Bundesländern der Fall.

Das Stichwort Mangel führt uns aber schon zum nächsten Diskriminierungsverdacht: Wenn bestimmte Fortbildungen nur für bestimmte Laufbahngruppen angeboten werden (sollen) oder wenn bei bestimmten Angeboten eine bestimmte Laufbahngruppe herausfällt. Haben in Ihrer Einrichtung die FAMIs gleiche Chancen, sie betreffende Fortbildungen zu besuchen wie die Diplomkräfte? Wenn nein, dann werden die FAMIs diskriminiert. In anderen Fällen sind es wieder die Diplomkräfte, die leer ausgehen (sollen): Ich sollte einmal eine Fortbildung in Web 2.0 nur für den höheren Dienst durchführen. Als ich darauf hinwies, dass ich diese Fortbildung für Dippel-Bibbels genauso sinnvoll hielte, wenn nicht gar mehr, habe ich nie wieder etwas von dem Veranstalter gehört.

Wahrlich kein Einzelfall. Aber exemplarisch dafür, dass die Idee der Offenheit, die der gesamten Web-2.0- und der Open-Access/Source-Bewegung zugrunde liegt, im Bibliothekswesen noch lange nicht angekommen ist. Verschiedene, sehr hierarchiebegeisterte Kommentare vom bibliothekarischen Nachwuchs lassen mich auch nur sehr verhalten an Besserung in naher Zukunft glauben.