The Linked Content Coalition Manifesto and Ten Targets

The Linked Content Coalition Manifesto and Ten Targets (PDF, auch als HTML verfügbar):

01 A global Party ID
Rightsholders and “asserters” should be identified with an identifier linked to the ISNI “hub”.

02 Creation IDs for all
Creations of all types should be identified to any required level of granularity.

03 Right IDs
Content rights should be identified distinct from, but linked to, the Creations to which they relate

04 Resolvable IDs
Identifiers should have a URI form so that where they may be persistently and predictably resolved to multiple services within the internet.

05 Linked IDs
“Cross-standard” links between identifiers should use interoperable terms and be authorised by interested Parties at both ends of the link.

06 Interoperable metadata
Standard content and rights metadata schemas and vocabularies should have authorised, public mappings which enable terms and data to be automatically transformed from one standard into another.

07 Provenance of Rights data
The provenance (“asserter”) of Rights declarations should be made explicit.

08 Digital Rightsholder Statement (“DRS”)
Anyone should be able to make standardised, machine-interpretable public statements about rightsholdings in Creations.

09 Conflict Management
Conflicts between public rights declarations should be automatically identifiable so that their resolution can be managed.

10 Linked Fingerprints
Where digital “fingerprints” or embedded “watermarks” exist, they should be mapped to registered Creation identifiers.

Sind Upload-Filter eine Bedrohung für große Repositories?

Internet platforms hosting “large amounts” of user-uploaded content must monitor user behavior and filter their contributions to identify and prevent copyright infringement.

Der Kampf gegen diese heute vom Rechtsausschuss des EU-Parlaments abgesegnete Formulierung ist noch nicht vorbei, wie Netzpolitik richtig anmerkt. Zwar ist Upload-Filter und Leistungsschutzrecht nun zugestimmt worden, aber es existieren noch Wege, diesen Irrsinn zu verhindern.

Im Bibliothekswesen, nein, im ganzen Wissenschaftssektor sollte man darüber nachdenken, was diese Klausel für große Repositories zur Folge haben könnte. Können Betreiber großer Repositories (egal, ob Software, Forschungsdaten oder konventionelle OA-Repositories) die gewünschte Filterung gewährleisten? Müssen Arxiv.org, RePEc, Zenodo & Co nun Upload-Filter integrieren, die zwischen Zitaten, Paraphrasen und Plagiaten unterscheiden können? Wie sieht es mit Mega-Journals wie PLOS One oder PeerJ aus? Muss auch dort gefiltert und gesiebt werden? Muss auch dort das “user behaviour” überwacht werden?

Gruselige Zeiten, die von den hier namentlich erwähnten Damen und Herren herbei beschworen werden. Es ist noch nicht zu spät, um sich an die eigene Vertretung im EU-Parlament zu wenden. Wiederum Netzpolitik.org:

Noch ist es nicht zu spät. Viele EU-Abgeordnete reagieren auf Druck von Außen – umso wichtiger, dass sie auch Stimmen aus der Zivilgesellschaft vernehmen und nicht nur von finanzstarken Lobbyorganisationen. Gleich drei Plattformen bieten eine einfache Möglichkeit, wacklige Parlamentarier per E-Mail oder noch besser, kostenlos per Telefon, zu kontaktieren. Wie das erbitterte Ringen – und letztlich der Erfolg – um die europäischen Regeln zur Netzneutralität gezeigt haben, lohnt sich der Einsatz.

Wie immer gilt: Höflich bleiben und argumentieren! Eine selbst formulierte Mail und vor allem ein eigenständiger Betreff sind viel wirkungsvoller als eine vorformulierte Mail, die schnell im Spamordner landet.

Brandt, Gesche: Ursachen, Folgen und Wandel der traditionellen Arbeitsteilung in Partnerschaften von Akademikerinnen und Akademikern

Brandt, Gesche (2018): Ursachen, Folgen und Wandel der traditionellen Arbeitsteilung in Partnerschaften von Akademikerinnen und Akademikern. Dissertation. Leibniz-Universität, Hannover. Philosophische Fakultät. DOI: https://doi.org/10.15488/3481

Abstract:

Die Dissertation befasst sich mit den Ursachen, den Folgen und dem Wandel der traditionellen Arbeitsteilung in Partnerschaften von Akademikerinnen und Akademikern in Deutschland. Die übergreifende Forschungsfrage ist, welche Auswirkungen die traditionelle Arbeitsteilung infolge der Familiengründung auf die Erwerbsverläufe von Männern und Frauen mit Hochschulabschluss hat. Der Fokus auf Personen mit Hochschulabschluss liegt darin begründet, dass diese Gruppe überdurchschnittlich progressive Werthaltungen mitbringt und als Initiator sozialen Wandels gilt. Aus einer lebensverlaufstheoretischen Perspektive und mit humankapitaltheoretischen und geschlechterrollentheoretischen Erklärungen, werden verschiedene Aspekte der traditionellen Arbeitsteilung untersucht. Es werden die Aushandlungen der Elternzeitverteilung von Paaren zur Ergründung von Ursachen der traditionellen Arbeitsteilung, die Einkommensdifferenz von Männern und Frauen, als eine Folge der traditionellen Arbeitsteilung, sowie Veränderungen der Lebenslaufsmuster von Müttern und Vätern, als Hinweise auf einen Wandel der traditionellen Arbeitsteilung, behandelt. Für die empirischen Analysen werden die Daten der bundesweit repräsentativen DZHW-Absolventenpanel der Abschlussjahrgänge 1997, 2001 und 2005 genutzt. Diese umfassen insgesamt rund 14.500 Hochschulabsolvent(inn)en und deren berufliche und familiale Verläufe über einen Zeitraum von rund zehn Jahren nach dem Abschluss des Studiums. Die Analyseverfahren sind jeweils auf den Untersuchungsgegenstand angepasst und umfassen multivariate Regressionsmodelle, Effektzerlegungen und Sequenzanalysen.

Anmeldung für das Bibcamp 2018 in Hamburg ist eröffnet

Das 11. BibCamp findet am 13./14. Juli an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Hamburg statt. Die Anmeldung ist online. Der Termin liegt leider ungünstig, in der Mitte der Sommerferien in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. …

Das 11. BibCamp findet am 13./14. Juli an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft in Hamburg statt. Die Anmeldung ist online. Der Termin liegt leider ungünstig, in der Mitte der Sommerferien in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Dies wird sicherlich einige an der Teilnahme hindern.

Schwedisches Konsortium kündigt Elsevier-Vertrag

In Schweden wird über einen Konsortialvertrag mit Elsevier verhandelt. Das Bibsam-Konsortium möchte eine Open-Access-Klausel im Vertrag verhandeln, über deren Inhalt keine Übereinstimmung erzielt werden konnte. Nun zieht das Konsortium die Notbremse, wie Times Higher Education berichtet: The Bibsam Consortium, which represents 85 higher education and research institutions in the country, said that its current agreement … Continue reading “Schwedisches Konsortium kündigt Elsevier-Vertrag”

In Schweden wird über einen Konsortialvertrag mit Elsevier verhandelt. Das Bibsam-Konsortium möchte eine Open-Access-Klausel im Vertrag verhandeln, über deren Inhalt keine Übereinstimmung erzielt werden konnte. Nun zieht das Konsortium die Notbremse, wie Times Higher Education berichtet:

The Bibsam Consortium, which represents 85 higher education and research institutions in the country, said that its current agreement with Elsevier would not be renewed after 30 June.

Das Konsortium sei der Meinung, dass der Elsevier der Forderung nach sofortigem Open Access zu allen Artikeln, die von Forschern der Mitgliedsorganisationen des Konsortiums verbunden sind, nicht nachkommen wolle. Auch fordere man Zugang zu allen Zeitschrifteninhalten von Elsevier für Mitgliedsorganisationen und ein “nachhaltiges Preismodell, das einen Übergang zu Open Access” ermögliche.

[via @irightsinfo]

The h-index Debate: An Introduction for Librarians

Abstract: This article reviews the debate within bibliometrics regarding the h-index. Despite its popularity as a decision-making tool within higher education, the h-index has become increasingly controversial among specialists. Fundamental questions remain regarding the extent to which the h-index actually measures what it sets out to measure. Unfortunately, many aspects of this debate are confined … Continue reading “The h-index Debate: An Introduction for Librarians”

Abstract:

This article reviews the debate within bibliometrics regarding the h-index. Despite its popularity as a decision-making tool within higher education, the h-index has become increasingly controversial among specialists. Fundamental questions remain regarding the extent to which the h-index actually measures what it sets out to measure. Unfortunately, many aspects of this debate are confined to highly technical discussions in specialised journals. This article explains in simple terms exactly why a growing number of bibliometricians are sceptical that the h-index is a useful tool for evaluating researchers. It concludes that librarians should be cautious in their recommendations regarding this metric, at least until better evidence becomes available.

Barnes, Cameron (2017). The h -index Debate. An Introduction for Librarians, The Journal of Academic Librarianship (43), 487–494, Online: 10.1016/j.acalib.2017.08.013.

Leider ist dieser sehr interessant wirkende Artikel nur für zahlende Kunden zugänglich.

Kuriositäten in Google Scholar

Dass das Zitationtracking in Google Scholar nicht besonders überzeugend ist, wurde hier schon 2013 angemerkt. Auch ein in Scholar zu findendes Infobib-Posting hat falsche Zitationsangaben. In “Student Engagement and Library Use” (PDF) finde ich keinen Hinweis darauf. Und das gilt bis heute. Aber es gibt in Google Scholar noch mehr zu entdecken. Anlässlich eines Tweets … Continue reading “Kuriositäten in Google Scholar”

Dass das Zitationtracking in Google Scholar nicht besonders überzeugend ist, wurde hier schon 2013 angemerkt.

Auch ein in Scholar zu findendes Infobib-Posting hat falsche Zitationsangaben. In “Student Engagement and Library Use” (PDF) finde ich keinen Hinweis darauf.

Und das gilt bis heute. Aber es gibt in Google Scholar noch mehr zu entdecken. Anlässlich eines Tweets von Academica Obscura möchte ich ein paar Fundstücke auflisten.

Da gibt es zum Beispiel berühmte Autorinnen und Autoren (aus dem Tweet):

  • et al.
  • et al. (ein Namensvetter)
  • A. Author
  • Die produktive Wissenschaftsdynastie Example (besonders C. Example ist eine Koryphäe jeglichen Fachs! Wer legt ihm ein Profil an?) und den kümmerlichen Output der Last Names.

Es gibt eine sehr umfangreiche interdisziplinäre Zeitschrift namens “journal title” und unsere Examples haben sogar eine eigens nach ihnen benannte Zeitschrift. In dieser ist der höchst epochemachende Artikel 1, 2, 3, and 4 von C. Examples erschienen. Mit ‘s’, nicht verwandt oder verschwägert mit der Familie Example.

Auch Historiker werden erstaunliche Erkenntnisse zu Tage fördern! Wer hätte schon gedacht, was im ersten Jahrhundert n. Chr. alles veröffentlicht wurde? 108.000 Treffer!

Doch Google schaut nicht nur nach hinten, auch ein Blick in die Zukunft wird gewagt! Aktuell sind 323 Publikationen mit dem Erscheinungsjahr 2025 und aufwärts verzeichnet. 1) Kleine bibliothekarische Randbemerkung: Was dort indexiert ist, wird aus den zur Verfügung stehenden Metadaten (z.B. BibTeX) nicht klar. Eine Jahresangabe konnte ich bei Stichproben nicht finden. Spekulanten sollten sich jedoch nicht unnötig aufregen. Angaben über Sportergebnisse, Aktienkurse, die Immobilienmarkt- oder Bitcoin-Entwicklung konnte ich nicht finden.

References   [ + ]

1. Kleine bibliothekarische Randbemerkung: Was dort indexiert ist, wird aus den zur Verfügung stehenden Metadaten (z.B. BibTeX) nicht klar. Eine Jahresangabe konnte ich bei Stichproben nicht finden.

Bundesgerichtshof: Adblocker bleiben auch in Deutschland erlaubt

Tagesschau.de: Das Anbieten von Werbeblockern im Internet ist zulässig – das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Der Springer-Konzern will nun dagegen Verfassungsbeschwerde einlegen. Auch, wenn manche Webseiten aufgrund der Werbung kaum zu ertragen sind, ist das nicht der Hauptgrund für die Notwendigkeit von Adblockern. Denn mit der Werbung blockt man auch gleich zahlreiche Überwachungsinstrumente. Adblocking ist … Continue reading “Bundesgerichtshof: Adblocker bleiben auch in Deutschland erlaubt”

Tagesschau.de:

Das Anbieten von Werbeblockern im Internet ist zulässig – das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Der Springer-Konzern will nun dagegen Verfassungsbeschwerde einlegen.

Auch, wenn manche Webseiten aufgrund der Werbung kaum zu ertragen sind, ist das nicht der Hauptgrund für die Notwendigkeit von Adblockern. Denn mit der Werbung blockt man auch gleich zahlreiche Überwachungsinstrumente. Adblocking ist eine aktive Schutzmaßnahme für die Privatsphäre.

Wo sind all die Blogsuchmaschinen hin?

An Technorati, die meines Erachtens immer noch beste Blogsuchmaschine aller Zeiten, erinnern sich vermutlich nur noch ein paar uralte Blog-Opas und -Omas. Einst ein heißes Thema, das viele Mitbewerber anzog, ist die Blogsuche nunmehr quasi tot. Auch andere spezialisierte Suchmaschinen geben nach und nach auf. Der letzte Kandidat, den es getroffen hat: Twingly. Jürgen Plieninger … Continue reading “Wo sind all die Blogsuchmaschinen hin?”

An Technorati, die meines Erachtens immer noch beste Blogsuchmaschine aller Zeiten, erinnern sich vermutlich nur noch ein paar uralte Blog-Opas und -Omas. Einst ein heißes Thema, das viele Mitbewerber anzog, ist die Blogsuche nunmehr quasi tot. Auch andere spezialisierte Suchmaschinen geben nach und nach auf. Der letzte Kandidat, den es getroffen hat: Twingly. Jürgen Plieninger schreibt drüben auf Netbib ganz richtig, dass es kein ernsthaftes Werkzeug speziell zur Suche nach Blogs und deren Inhalten mehr gibt:

Was gibt es für Alternativen? Google bietet in seinen Alerts auch die Auswahl „Blogs“ und hatte damals, als es seine Blogsuchmaschine geschlossen hat, darauf hingewiesen, dass man sich ja dort in diesen Index aufnehmen lassen könnte. Nun, wer das ausprobiert, hat lediglich Advertisingblogs in der Ergebnisliste.

Dies ist ein herber Verlust, auch für die Meinungsvielfalt. Wie das von Jürgen verlinkte Albatrosblog bemerkt:

Die Suchmaschine als eine Konstruktion des Webs zeigt die Blogs nicht mehr als eigene Kategorie, die es wert wäre, gesondert wahrgenommen zu werden. So folgen die Blogs den Wikis, die – mit Ausnahme der Wikipedia – ja auch schon lange nicht mehr in den Suchmaschinen auftauchen. Nach oben gespült wird das, was mit Suchmaschinenoptimierung gepusht wird, ganz unabhängig von Format und Qualität.

Das ganze erinnert ein wenig an die Verdrängung von RSS durch Google (und Mozilla). Ist hier ein Muster zu erkennen? Eine kleine Verschwörungstheorie:

  1. Google entdeckt einen Trend im Web. Zum Beispiel Blogs und Blogsuchmaschinen.
  2. Google baut einen Dienst (z.B. Google Blogsuche) auf, der dem Nischenmarktführer Konkurrenz machen kann
  3. Das neue Googleprodukt verdrängt den kleinen Nischenmarktführer und weitere Konkurrenz.
  4. Nachdem die Nische eingenommen ist, wird der Dienst noch ein wenig weitergeführt.
  5. Nach einiger Zeit wird der Dienst in vorhandene Produkte (in diesem Fall die Google-Suche) integriert oder ganz aufgegeben.

In der Folge existiert die Nische nicht mehr, der Markt ist wieder homogener. Google hat wieder ein massenmarkttaugliches Produkt, und muss sich nicht darum sorgen, dass wichtige Zielgruppen sich mit der Konkurrenz beschäftigen.

Diese Strategie funktioniert natürlich nicht immer. Google+ war von Anfang an ein Schuss in den Ofen und konnte Facebook, Twitter und Co nicht ansatzweise Konkurrenz machen. Man denke auch an Rohrkrepierer wie Google Keep, das vielleicht Evernote marginalisieren sollte. 1) Nebenbei bemerkt scheint es mir erstaunlich, dass es Google Keep immer noch gibt! Wird das in der echten Welt benutzt?

Ob es sich so oder ganz anders verhält: Die Vielfalt der Spezialsuchmaschinen lässt arg zu wünschen übrig. Umso wichtiger, dass alternative Suchmaschinenanbieter wie Duckduckgo stärker in den Fokus geraten und auch in bibliothekarische Veranstaltungen als Alternative genannt werden. Das wird Googles Marktanteile nicht ins Wanken bringen. Aber ich denke, wir sind es unseren Nutzern schuldig, dass sie sich zumindest in Bibliotheken – als nicht-kommerziellem Rückzugsort – über Alternativen zu Informations-Quasimonopolisten informieren können.

References   [ + ]

1. Nebenbei bemerkt scheint es mir erstaunlich, dass es Google Keep immer noch gibt! Wird das in der echten Welt benutzt?

Bayeux – Bastelset für mittelalterlich erscheinende Dokumente

Wer auf die Schnelle ein Dokument erstellen möchte, dass gar mittelalterlich erscheint, kann dafür das Historic Tale Construction Kit Bayeux verwenden. Ob man Historiker damit überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber immerhin kann man damit solch …

Wer auf die Schnelle ein Dokument erstellen möchte, dass gar mittelalterlich erscheint, kann dafür das Historic Tale Construction Kit Bayeux verwenden. Ob man Historiker damit überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber immerhin kann man damit solch überzeugende Fälschungen wie diese hier herstellen: