Gerüchte über Suchmaschine von Apple

Bei Techcrunch wird über Gerüchte gemutmaßt, dass Apple eine eigene Suchmaschine bauen wollen. Die Gerüchte werden dort für unwahrscheinlich gehalten. Auch, weil es keine wahrnehmbaren Abwerbeversuche von Suchmaschinenexperten gegeben hat. Oder diese zumindest nicht recherchiert werden konnten. Die techcrunchige Vermutung geht daher weniger in den Aufbau einer eigenen Suchmaschinentechnologie:

Here’s what we think is really going on: Apple doesn’t like the search experience on its mobile devices, and may be building a radically different user experience which is much more visual than exists today. It will likely still be powered by Google results, but Apple may present it in a very different way that suits mobile users much better.

Damit würde Apple versuchen, die eigene Stärken (Usability und Design) in ein neues Produkt umzusetzen. Was auch für mich wahrscheinlicher klingt, als eine komplett neue Suchmaschine, die auch Apple nicht mal eben aus dem Ärmel schüttelt.

Random-House Publikationen in Google Book Search

Die Bertelsmann-Buchverlagsgruppe Random House hat offenbar einen Kooperations-Vertrag mit dem Internet-Konzern Google abgeschlossen. Medienberichten zufolge wird Google künftig Publikationen von Random House in seine Bücher-Suche Google Book Search aufnehmen.

[via boersenblatt.net]

Themenschwerpunkt "Big Data" bei Nature News

Nature News hat passend zum Start des Large Hadron Colliders ein Special über Big Data veröffentlicht.

Enthalten unter anderem:
The next Google

Ten years ago this month, Google’s first employee turned up at the garage where the search engine was originally housed. What technology at a similar early stage today will have changed our world as much by 2018? Nature asked some researchers and business people to speculate — or lay out their wares. Their responses are wide ranging, but one common theme emerges: the integration of the worlds of matter and information, whether it be by the blurring of boundaries between online and real environments, touchy-feely feedback from a phone or chromosomes tucked away on databases.

Data wrangling

Collecting and releasing environmental data have stirred up controversy in Washington, says David Goldston, and will continue to do so.

Welcome to the petacentre

What does it take to store bytes by the tens of thousands of trillions? Cory Doctorow meets the people and machines for which it’s all in a day’s work.

Wikiomics

Pioneering biologists are trying to use wiki-type web pages to manage and interpret data, reports Mitch Waldrop. But will the wider research community go along with the experiment?

How do your data grow?

Scientists need to ensure that their results will be managed for the long haul. Maintaining data takes big organization, says Clifford Lynch.

Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen

Mit sozialen Suchdiensten – wie z.B. Yahoo Clever, Lycos iQ oder Mister Wong – ist eine Ergänzung zu den bisherigen Ansätzen in der Web-Suche entstanden. Während Google und Co. automatisch generierte Trefferlisten bieten, binden soziale Suchdienste die Anwender zur Generierung der Suchergebnisse in den Suchprozess ein.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Buch der Frage nachgegangen, inwieweit soziale Suchdienste mit traditionellen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen können. Der vorliegende Band beleuchtet die hier aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von sozialen Suchdiensten zu schließen.

Das Buch „Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen“, das in einem Forschungsprojekt von Studierenden der HAW Hamburg, Department Information, und Lycos Research entstanden ist, gibt’s auch als kompletten Download.

[via Inetbib]

Sicherheitslücken bei Chrome

Der vor 2 Tagen von google vorgestellte neue Browser Chrome [wir berichteten] ist aus dem Nichts in die Top 3 der meistvebreiteten Browser geschossen. Aber jetzt vermehrt sich auch die Kritik am Browser, es gibt Sicherheitslücken und außerdem sind einige Nutzer durch die Nutzungsbedingungen verstört.

„Ihre Kopie von Google Chrome enthält mindestens eine eindeutige Anwendungsnummer. Diese Nummern … (werden) bei der erstmaligen Installation und Verwendung der Anwendung und bei der automatischen Update-Prüfung von Google Chrome an Google gesendet.“ Und weiter: „Falls Sie Nutzungsstatistiken und Ausfallberichte an Google senden, werden uns diese Informationen sowie eine eindeutige Anwendungsnummer vom Browser übermittelt.“

Im Klartext: Wer nicht widerspricht, gibt Google komplette Verfügungsgewalt über seine persönlichen Surf-Daten.

Mehr Informationen zu den Sicherheitslücken bei spiegel.online.

Technorati baut um

Technorati wollte sich der Spam-Problematik annehmen und Ranking und Indexierung allgemein verbessern:

As an active blogger already in the Technorati index, we will continue to crawl and index your blog as before. We hope that your Technorati experience will improve. Our service should be faster, search results and blog reactions should be cleaner, and the number of legitimate blogs accidentally caught by our spam filters should decrease.

Links from new sites will be attributed to blog reactions and Technorati Authority when the new site is approved and indexed.

Diese Umbauarbeiten erklären vielleicht auch, warum neuere Blogs bei WordPress.com seit einiger Zeit von Technorati kaum noch erfasst werden. Das neue Vorgehen anhand der Technorati Blog Quality Guidelines hat auch Auswirkungen auf Nicht-Blogs mit RSS-Feed, die bislang meist aufgenommen wurden:

* Forums, social networks, chat streams, web pages or standalone feeds.
* Aggregation Sites that are aggregation of blogs or posts from other blogs, planet sites, feed splicers, etc. However, each blog can be indexed individually under its original blog URL.
* Standalone Feeds: Technorati indexes blogs via the blog home page with assistance of feeds only
* Permalinks: please do not ping with your permalink URLs

Gute Nachrichten. Die gibt es laut Technorati auch bald für Christian Spließ, dessen Posting auf das baldige 40. Jubiläum seines Blogs schließen lässt:

Antike Blogs bei Technorati

Halten wir fest: Technorati ist und bleibt zu unzuverlässig, um wirklich belastbare Informationen über die Blogosphäre gewinnen zu können. Rankings wie die Wissenschaftsblogcharts, die auf Technorati beruhen, sind somit höchstens als blogosphärisches Gesellschaftsspiel

Blackwell Synergy von Google Scholar mißverstanden

Sebastian Wolf machte in Inetbib auf Risiken und Nebenwirkungen der automatischen Metadatengeneration durch Google aufmerksam.

Google Scholar kümmert sich auch nicht um die Original-Metadaten aus den Dokumentenservern, sondern indexiert Autorennamen etc. per automatischer Texterkennung. Die Metadaten von Dokumentenservern sind in der Tat manchmal erstaunlich schlecht, aber die automatische Autorenerkennung macht z.B. „F Password“, „D Surgery“ und „I View“ zu erfolgreichen und vielzitierten Autoren in Google Scholar.

Es gibt sogar einen Aufsatz, der von allen Dreien gemeinsam geschrieben wurde. Dort bestätigt sich auch, was sich schon bei einem Überfliegen der Ergebnislisten der anderen „Top-Autoren“ aufdrängt: zwei von drei Versionen des Werkes werden mit korrekten Autorenangaben versehen, nur bei Blackwell Synergy schlägt die Interpretation stets fehl.

Allerdings sind Blackwell-Autoren nicht das einzige Opfer der fehlerhaften Autorenerkennung. Wenn man nach Reputationseffekt erhält man auch gleich als erstes ein Werk von „F Wirtschaftswissenschaften“ angeboten.

Bleibt nur zu hoffen, dass F. Wirtschaftswissenschaften (bestimmt ein guter Freund von F. Informationswissenschaft, der wiederum sehr viel mit F. Potsdam veröffentlicht) in nicht-deutschsprachigen Ländern nicht tatsächlich ab und an als Autor angegeben wird.