SuMa-Awards vergeben

Die Gewinner der SuMa-Awards sind ermittelt. Eine Jobsuchmaschine, ein künstlerisches Mash-Up und ein Lied einer Band namens „Die Betakteten“ aus dem Brieftauben-Umfeld.

Wolfgang Sander-Beuermann schreibt in Inetbib, er könne sich übrigens auch gut vorstellen, dass aus dem Kreis der Leserschaft dieser Liste demnächst Bewerbungen für die „SuMa Awards 2009“ eingingen.

Trotz manchmal zögerlicher Reaktion lohnt es sich bestimmt, bei der nächsten Auflage neue Vorschläge einzureichen.

Update: Jetzt auch im SuMa-Blog zu finden.

Das versteckte Web durchsuchbar machen

D-Lib-Artikel „Google Still Not Indexing Hidden Web URLs“. Im Artikel wird beklagt, dass Google OAIster & Co nicht unterstützt.

We […] conclude that Google has not endeavoured to increase their support and access to OAI materials. Even taking into account the caveats, we would also conclude that aggregations of OAI records are as valuable for user research purposes as they were at least two years ago.

From our own experience, we know that providing the OAIster records in bulk to Google proved problematic for them, and eventually they requested only the OAIster URLs instead of the complete metadata. We are not, at this point, certain that Google is using these URLs (crawling them) for addition to their search index.

It is also interesting to note that Google has recently dropped support of OAI for website indexing [6]. Given the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources, not less. (Granted, the OAI for Sitemaps feature may not have been an appropriate approach for Google.)

John Wilkin antwortet auf diesen Artikel:

As much as I like Kat’s and Josh’s analysis, I draw a different conclusion from the data. They write that, „[g]iven the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources.“ This perspective is one many of us share. We’re inclined to point a finger at Google (or other search engines) and wish they tried harder to look into our arcane systems. We believe that if only Google and others had a deeper appreciation of our content or tried harder, this problem would go away. I’ve been fortunate enough to be able to try to advance this argument one-on-one with the heads of Google and Google Scholar, and their responses are similar–too much trouble for the value of the content. As time has passed, I’ve come to agree.

Dem kann man nur zustimmen. Wir müssen unsere Kataloge und Datenbanken zugänglicher machen für Suchmaschinen. Wenn wir das nicht machen, werden Bibliotheken als erste Anlaufstelle für bibliographische Recherche in Zukunft noch stärker von Amazon & Co in die Bredouille gebracht.

Für Katalogentwickler interessant ist eine andere Aussage von Wilkin:

We often go wrong, however, when we try to share our love of complexity with the consumers. We’ve come to understand that success in building our systems involves making complicated uses possible without at the same time requiring the user to have a complicated understanding of the resource. What we must also learn is that a simplified rendering of the content, so that it can be easily found by the search engines, is not an unfortunate compromise, but rather a necessary part of our work.

Google digitalisiert Stadtbibliothek von Lyon

Lyon hat Google für die Digitalisierung ihrer Gemeindebibliothek ausgewählt. Es ist die erste französische Stadt, die sich einer Privatfirma anvertraut, anstatt die Verwirklichung der digitalen europäischen Bibliothek abzuwarten. „Die europäischen Fonds sind selten. Wenn wir eine öffentliche Initiative abgewartet hätten, würden wir in 20 Jahren immer noch warten“, erklärte Bürgermeister Gerard Collomb (PS) seine Initiative.

[via derstandard.at]

Google: Suche in der Suche

Via Science Library Pad bin gerade auf eine interessantes neues Google-Feature gestoßen. Wenn man nach bestimmten Begriffen sucht, bekommt man gleich in den Suchergebnissen die Option, innerhalb der gefundenen Seite zu suchen. Das klingt verwirrender als es ist. Am Besten selbst gucken. Es scheint nur in der englischen Google-Version zu funktionieren, und auch da habe ich nicht viele Beispiele ausmachen können.

Hier ist also das vom Science Library Pad gepostete Beispiel „ala“.

Microsoft stoppt Büchersuche und Digitalisierungsprojekt

Microsoft stoppt Büchersuche und Digitalisierungsprojekt:

Microsoft will nächste Woche sein Projekt zur Digitalisierung von Büchern einstellen. Damit hat auch für Live Search Wissenschaftlich und für Microsofts Buchsuche Live Search Books das letzte Stündchen geschlagen.

Wie im Live-Search-Blog zu lesen ist, werden bisher digitalisierte Bücher über die herkömmliche MSN-Suchmaschine weiterhin zugänglich sein.

This also means that we are winding down our digitization initiatives, including our library scanning and our in-copyright book programs. We recognize that this decision comes as disappointing news to our partners, the publishing and academic communities, and Live Search users.

Sagte Wilhelm Hilpert von der BSB auf der Inetbib-Tagung nicht, es sei so gut wie ausgeschlossen, dass eine Firma wie Google von einem Tag auf den anderen ein solches Digitalisierungsprojekt abbricht? In diesem Fall ist es nicht Google, aber das prinzipielle Ungleichgewicht der Kräfte bei Public-Private-Partnerships mit Firmen dieser Größe ist auf jeden Fall bedenklich.

US Digital Millennium Copyright Act beeinflusst Suchmaschinenergebnisse

Sucht man via Google nach „abbyy finereader 9.0 professional edition“, bekommt man folgendes zu lesen:

Infolge einer Beschwerde, die hinsichtlich des US Digital Millennium Copyright Act (amerikanisches Datenschutzgesetz) bei uns eingegangen ist, haben wir 1 Ergebnis(se) aus dieser Seite entfernt. Sie können die DMCA-Beschwerde, die dieser Entfernung zugrunde liegt, unter ChillingEffects.org lesen.

Klickt man den angegebenen Link an, erfährt man auch, worum es geht: Seiten, deren Domain Begriffe wie „serial“, „crack“ oder auch „torrent“ enthalten.

Ecocho – klickend Bäume pflanzen

Ein etwas eigenwillige Vorstellung vom Kampf gegen den Klimawandel hat das Suchinterface Ecocho:

Ecocho ist eine neue Suchmaschine, die versucht, dem Klimawandel entgegenzuwirken.
Für jeweils 1.000 Suchanfragen über Ecocho setzen wir ein Gegengewicht zum Ausgleich für bis zu einer Tonne Treibhausgase. Wir tun dies, indem wir 2 Bäume durch Werbung auf der Webseite sponsern.

Sozusagen das Krombacher-Konzept. Hier gibt’s ein bißchen mehr dazu zu lesen. Gesucht werden kann in den Ergebnissen von Yahoo und Google.

Update: Google ist ausgestiegen, wegen angeblichen Verstoßes gegen die Adsenserichtlinien.

Neuer Google-Bot auch für Kataloge?

Die neue Version des Google-Bots nutzt nun auch HTML-Forms, um auf bislang verborgene Inhalte zuzugreifen. Im Google-Webmaster-Blog wird das so beschrieben:

In the past few months we have been exploring some HTML forms to try to discover new web pages and URLs that we otherwise couldn’t find and index for users who search on Google. Specifically, when we encounter a

element on a high-quality site, we might choose to do a small number of queries using the form. For text boxes, our computers automatically choose words from the site that has the form; for select menus, check boxes, and radio buttons on the form, we choose from among the values of the HTML. Having chosen the values for each input, we generate and then try to crawl URLs that correspond to a possible query a user may have made. If we ascertain that the web page resulting from our query is valid, interesting, and includes content not in our index, we may include it in our index much as we would include any other web page.

Ein kleiner Blick: Die PICA-Kataloge nutzen das Form-Element, Aleph ebenso. Andere Systeme habe ich jetzt nicht geprüft, aber für die Mehrheit ist anzunehmen: Die Google-Bots werden in Kürze für eine drastische Erhöhung des Traffics sorgen. Zumal andere Suchmaschinen sicherlich nachziehen werden. Allerdings:

Only a small number of particularly useful sites receive this treatment, and our crawl agent, the ever-friendly Googlebot, always adheres to robots.txt, nofollow, and noindex directives.

Die Bibliotheken sollten also endlich für permanente URLs in ihren Katalogen sorgen. Damit wird der Kataloginhalt wirklich nutzbar und auch durch Suchmaschinen zugänglich gemacht.