Inetbib 2008: Themenblock Suchmaschinen (Google)

Stefan Keuchel (Google Deutschland): „Google – mehr als nur Websuche“

  • Googlemission: die weltweiten Informationen zugänglich und nutzbar zu machen.
  • Nutzerbedürfnisse: Entertainment, Erforschen, Suchen, Zusammenarbeiten
  • Werbeveranstaltung. Google News; Maps, Earth, Docs etc.

Hendrik Speck: „Entwicklung des Suchmaschinenmarkts“
Google dominiert. Werbemodell. Preise, teuerste Suchbegriffe („school consolidation loans“). Bis jetzt könnte der Vortrag auch „Entwicklung von Googles Geschäftsmodell“ heißen.

Schönes Zitat: Google ist die digitale Litfaßsäule.

Größtes Social Network überhaupt ist Amazon mit Dutzenden von Social-Networking-Funktionen.

„Panoramio“?

Auf Nachfrage kam noch ein bißchen was zu Yacy und Wikia. Es sollte auf jeden Fall Freiwilligkeit bei der Suchmaschinenwahl herrschen. Der Vortrag hätte interessanter sein können, wenn es nicht nur um Google gegangen wäre und der Referent etwas langsamer und deutlicher gesprochen hätte.

Mario Fischer: „Websites Suchmaschinen-Optimierung SEO“
Search Engine Spider Simulator: http://searchengineworld.com/cgi-bin/sim_spider.cgi

36% aller Nutzer glauben, hoch gerankte Unternehmen seien Marktführer. Putzig.

Fazit: SEO lohnt sich. Überraschung.

Der „Themenblock Suchmaschinen“ hätte besser „Themenblock Google“ geheißen.

Inetbib 2008: Webbasierte Literaturverwaltung

Von Dr. Thomas Stöber und Astrid Teichert, Universitätsbibliothek Augsburg

Typologie:
Geschlossene Systeme wie Citavi, Endnote (Einzelplatzbenutzung)
Halboffene Systeme: EndNote Web, RefWorks (begrenzte Freigaben)
Offene Systeme: Bibsonomy, Connotea (offener Benutzungskreis, Prinzipien des social bookmarking) „informationelle Gemeinschaftsbibliographien“ (Lambert Heller)

Anwendungsszenarien:

  • Freigaben mit Lesezugriff (read only)
  • Literaturlisten
  • Schriftenverzeichnisse
  • thematische Bibliographien
  • geschlossene Datensammlungen (für begrenzten Nutzerkreis)
  • aktive und passive Nutzung
  • offene Datensammlungen

Perspektiven:
Offene Wissenschaft: Ist es im Interesse von Wissenschaftlern, ihre Tätigkeit öffentlich zu machen?
Sind die offenen Dienste wirklich eine Alternative zu konventionellen Literaturverwaltungen?
Künftige Konvergenz: Endnote geht ins Netz, Citavi auch, RefWorks dagegen auch als Offlineversion.

Patrick Danowski macht noch auf scholarz.net aufmerksam?

Google vergisst MBI

Mark Buzinkay beschreibt in seinem Blog, wie eben dieser aus dem Google-Index verschwand. Nach eigener Auskunft hat er nicht gegen Googles Richtlinien (z.B. zu Suchmaschinenspam etc.) verstoßen. Sein Fazit:

Was diese (noch offene) Geschichte zeigt, ist die Macht, die Google mittlerweile erlangt hat: über Nacht kann eine Existenz (ob Blog, Webseite) aus dem Inhaltsverzeichnis verschwinden. Für eCommerce-Anbieter ein wahrer Alptraum, für kleine Blogs wie diesen ein Wink mit dem Zaunpfahl: diversifizieren!

Vielleicht ist es eine gute Idee, den Day without Google mindestens jährlich abzuhalten?

Was macht eigentlich… Libreka?

Vor einigen Monaten haben wir hier schon einmal über Libreka berichtet, unter anderem auch darüber, dass die Nutzungsbedingungen für Verleger wenig verlockend sind. Einer der Hauptkritikpunkte war die gnadenlose Ineffizienz des Projektes. Katja schrieb im Buchmessenblog:

Fakten auf den Tisch: von den 19.000 im VLB derzeit vertretenen Verlagen haben es knapp 350 geschafft, bisher etwa 8.000 Bücher einzuscannen, zu hosten und für libreka freizugeben.

Nun sind fünf Monate vergangen. Zeit für eine kleine Medienzählung. Freundlicherweise ist bei den einzelnen Kategorien angegeben, wieviele Medien jeweils enthalten sind.
„Was macht eigentlich… Libreka?“ weiterlesen

Gibt Ask Teoma auf?

Ask ist eine Suchmaschine, die es bei mir nicht nur theoretisch zur Google-Alternative gebracht hat. Besonders die Blogsuche finde ich äußerst gelungen. Umso ärgerlicher ist nun dieses Gerücht:

Ask is rumored to be considering switching to Google for search and subsequently downsizing its engineering team.

According to Silicon Alley Insider, Ask may abandon or selling its Teoma search engine in favor of using Google for its search results. Teoma has powered Ask since it was acquired in September 2001. The decision will result in “bad news for Ask Engineers.”

[via Library Stuff]

E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz

Das Projekt E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz hat begonnen. Vertreter der Teilprojekte haben sich zu einer ersten Standortbestimmung am 7.2.08 in der Schweizerischen Nationalbibliothek getroffen.

Strategisches Ziel ist es, E-lib.ch als das führende Portal für die wissenschaftliche Informationsrecherche und -bereitstellung in der Schweiz aufzubauen und zu institutionalisieren. […]. Ergebnis des Projekts soll ein integriertes Angebot sein, das an den Schweizer Hochschulen einen umfassenden Zugriff auf eine deutlich erweiterte Palette digitaler und anderer Informationsquellen ermöglicht.

„E-lib.ch – Elektronische Bibliothek Schweiz“ weiterlesen

"SPIEGEL Wissen" online

Gestern startete mit „SPIEGEL Wissen“ ein neues Rechercheportal.
Es bietet gleichzeitig Zugriff auf Inhalte der Wikipedia, Stöhrigs Deutsche Rechtschreibung und Bertelsmanns Deutsches Wörterbuch, sowie die Archive von manager magazin und manager-magazin.de. Darüber hinaus sind nun die bisher kostenpflichtigen SPIEGEL-Artikel seit 1947 bis auf die beiden aktuellsten Ausgaben ebenso frei zugänglich wie Inhalte von SPIEGEL Online, SPIEGEL-Länderlexikon, Uni-SPIEGEL, Kultur-SPIEGEL und SPIEGEL TV.

Geschäftstüchtige British Library

Vorgeschichte: Vor einiger Zeit haben zwei Infobiber einen Artikel zur Vermittlung von Informationskompetenz veröffentlicht, der nach einer gewissen Frist vom Verlag für Open-Access-Repositorien freigegeben wurde. Dies haben wir dann auch gerne wahrgenommen. Nun ist es so, dass damit für Dritte der Weg frei ist, um mit einem solchen Artikel den einen oder anderen Euro zu verdienen. Wie z.B. bei Emerald (GBP £13.00 plus handling charge of GBP £1.50 and VAT where applicable), bei Amazon (erfreulich günstig für nur $5,95) oder aber in der Premiumversion bei Research & Markets für sensationelle 34 Euro!

Nun ja, das kann man mehr oder weniger gut finden, vielleicht sogar unverschämt. Aber es ist alles rechtens, kein Einspruch möglich oder angebracht. Was ich jedoch ein wenig schräg finde, ist das Angebot der British Library, den Artikel via British Library Direct gegen Entgelt zu beziehen:

To buy the full text of this article you pay: £5.00 copyright fee + service charge (from £7.65) + VAT, if applicable

Copyright fee? Aha!

Fazit: Sollte jemand nach Publikationen suchen, ist British Library Direct für die Recherche vielleicht geeignet. Hat man das Gesuchte jedoch gefunden, sollte man lieber nochmal gegenprüfen (z.B. via BASE oder OAIster), ob man das Gewünschte nicht auch kostenfrei bekommen kann.

Online-Katalog für Blindenschriftbücher

Zum Geburtstag von Louis Braille stellt die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg einen Onlinekatalog aller 40.000 im deutschsprachigen Raum verfügbaren Blindenschriftbücher ins Netz.

Über www.blindenschrift.net können ab sofort deutschsprachige Hör- und Punktschriftbücher recherchiert und im Anschluss direkt online zur Ausleihe bestellt werden.

[via Kobinet Nachrichten]