Noch ein Wissensportal

Nachdem seit dem Wochenende das angekündigte Wissensportal von Google mit dem Namen „Knol“ diskutiert wird, tritt nun auch die Spiegel-Gruppe mit eigenen Plänen für eine Wissensplattform an die Öffentlichkeit.
So sollen ab dem nächsten Frühjahr unter „wissen.spiegel.de“ Inhalte unterschiedlicher Quellen, wie z.B. Wikipedia, der Bertelsmann Lexika und Wörterbücher oder auch die Inhalte von Spiegel.online, kombiniert werden. Partner ist die Bertelsmann Tochter Wissen Media Group.

Nun bleibt abzuwarten, welche weiteren Wissensportale in nächster Zeit angekündigt werden.

[via heise online]

OPML, oder: Bibliotheken als Organisatoren wissenschaftlicher Kommunikation

Die Rolle der Bibliothek in der näheren und weiteren Zukunft wird ständig hinterfragt. Bei jedem medialen Umbruch (Radio, Fernsehen, Computer, E-Books) wird das Ende des Buches und somit auch der Bibliotheken als Ort der aktuellen wissenschaftlichen Kommunikation prophezeit. Um es mal aus der Perspektive der Bibliothek zu sagen: Bisher konnten wir unseren Hals ganz gut aus der Schlinge ziehen. Dies war unter anderem möglich, weil neue Medien schnell in das bisherige Konzept des Sammelns und Verteilens eingegliedert werden konnten. Die Bibliotheken waren und sind dabei Getriebene technischer Neuerungen, von ihnen ging und geht dabei kein Impuls zur Veränderung aus. Dies muss nicht so bleiben.
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Google vs. O.C.A.

In ihrer gestrigen Ausgabe berichtete die New York Times über Konkurrenten zu Googles Book Search Projekt.

Das Boston Library Consortium lehnte kürzlich Googles Offerte ab und entschied sich für die Zusammenarbeit mit „Open Content Alliance„.

Libraries that agree to work with Google must agree to a set of terms, which include making the material unavailable to other commercial search services. Microsoft places a similar restriction on the books it converts to electronic form. The Open Content Alliance, by contrast, is making the material available to any search service.

Katie Hafners Artikel „Libraries Shun Deals to Place Books on Web“ ist hier nachzulesen.
Auch Heise berichtet über das Thema.

SuMa Awards

Einen eher ungewöhnlichen „Award“ schreibt der SuMa-eV in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Internet-Portale (BDIP) aus: Mit den SuMa Awards 2008 sollen nicht nur technische Ideen und Lösungen prämiiert werden. Neben Programmierern sollen sich auch „Künstler, Schriftsteller, Journalisten, Juristen, Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Bibliothekare, Archivare, Mediziner, Eltern“ und eigentlich alle Anwender von dem Wettbewerb angesprochen fühlen, die etwas über das große Thema „Suchmaschinen“ mitzuteilen haben.

Mehr Informationen zu den Teilnahmebedingungen an den SuMa Awards 2008 gibt es hier.

[via intern.de]

Dumont-Schütte prophezeit Googles Tod

Verleger Christian DuMont-Schütte interessiert sich für die SZ und wirft steile Thesen über die Zukunft von gigantischen Online-Imperien in den Raum. Auf die Frage, ob der Markt in der digitalen Welt noch nicht verteilt sei, antwortet er:

Keineswegs. An meinem fünfzigsten Geburtstag im Frühjahr habe ich die These aufgestellt: In zehn Jahren ist Google tot. Ich habe in der Tat die Hoffnung, dass das, was sich jetzt im Markt befindet, übermorgen nicht mehr existiert. Die ersten Anzeichen dafür sehen Sie schon: die Ebay-Euphorie ist vorbei. Der Lebenszyklus der Internet-Ideen ist sowohl technisch wie inhaltlich ganz anders als bei herkömmlichen Unternehmen in der Old Economy. Dieser Nachteil hat den Vorteil, dass der Markt mit neuen Ideen immer wieder neu erobert werden kann.

Dass sich Google im Gegensatz zu Ebay ständig weiterentwickelt und expandiert, sollte man bei solch einer gewagten Aussage nicht außer acht lassen. Google ist zum Beispiel gerade jetzt längst nicht dasselbe Unternehmen wie vor wenigen Jahren. Zwar ist nicht alles Gold, was googled, aber es ist nicht zu leugnen, dass einige der Google-Produkte (-Maps oder -Mail) bedeutende Marktanteile erreichen konnten.

Interview bei FAZ.net: „In zehn Jahren ist Google tot“

Wiki-Scanner liefert erste Ergebnisse

Vorgestern beschäftigten wir uns an dieser Stelle bereits mit dem von einem amerikanischen Studenten entwickelten Wiki-Scanner, der interessengeleitete Änderungen in der Online-Enzykloplädie Wikipedia aufdecken soll.

Die taz berichtet jetzt über erste Erfolge des Suchprogramms: u.a. sollen Beamte des australischen Verteidigungsministeriums tausende Artikel zugunsten der Regierung „überarbeitet“ haben.
Laut Heise sind außerdem Mitarbeiter des US-Wahlmaschinenherstellers Diebold, der US-Geheimdienst CIA und die Bundespolizei FBI unangenehm aufgefallen.

Seit Freitag nimmt sich der Wiki-Scanner auch die deutschsprachige Wikipedia-Version vor.

Google für Datenschützer: Scroogle

Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.

no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours

Man kann es gleich hier ausprobieren:





Your Domain
    web
           

Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.