Seminar von Studenten bringt Unibib 10% mehr Etat ein

„Konzeption und Realisierung einer Fundraising-Aktion für die Uni-Bibliothek“ lautete der Titel des Seminars an der Lüneburger Universität.
Genau 20 230 Euro hat es der Unibibliothek eingebracht, meldet die Lüneburger Landeszeitung. Die Hälfte der Summe hatten die Studenten bei verschiedenen Aktionen, wie Plätzchenverkauf, Lesungen, Spendenlisten in Buchhandlungen oder auch einem Aufruf im Internet. eingenommen. Die Verdoppelung des eingenommenen Betrages hatte Wissenschaftsminister Stratmann angekündigt, so dass dann 20 230 € in den Unibib-Etat fließen konnten, immerhin knapp 10% des eigentlichen Etats.

StudiVZ gehackt

Nachdem Konstantin Urban, Chef von Holtzbrinck Networks, sich jüngst in einem Interview vollmundig zur Systemsicherheit des Studentennetzwerks geäußert hatte, wurde ihm nun das Gegenteil bewiesen:
Vergangene Nacht haben Unbekannte das Blog des StudiVZ übernommen und eigene Texte eingestellt. Nachzulesen bei heise.de

Erst vor wenigen Tagen wurde StudiVZ von der Holtzbrinck Gruppe trotz vermehrter Kritik aufgekauft (wir berichteten). Es wird sich zeigen, ob sich die Verlagsgruppe damit nicht doch ein Eigentor geschossen hat.

Handschrift über Dreikönigslegende aufgetaucht

Die Handschrift ist in der Privatbibliothek von Johann Wolfgang von Goethe zu finden, die im Goethe-Nationalmuseum in Weimar steht.
Bisher war die Existenz der Handschrift aber wohl nur den Goethe-Forschern bekannt, denn sie ist nicht im Standardwerk „Die deutsche Literatur des Mittelalters“ verzeichnet.

Nun wollen Handschriftenforscher das Exemplar Goethes mit den bisher bekannten 64 Handschriften der Dreikönigslegende von Johannes von Hildesheim vergleichen.

[via OTZ]

Blackwells Korb in Norwegen

Norwegische Wochen bei Infobib: Wegen inakzeptabler Vertragskonditionen haben sich vier norwegische Bibliotheksdirektoren dazu entschlossen, ein Vertragsangebot von Blackwell abzulehnen. Das bedeutet, dass 778 E-Journals ab 1. Januar 2007 in diesen Bibliotheken nicht mehr zur Verfügung stehen. Auszug aus einer Mail im SPARC-Newsletter von Peter Suber:

“Blackwell has journals covering all universities disciplines, so this will affect all our users,” says library director Helge Salvesen of Tromsø University Library. Libraries experience that publishers no longer negotiate but dictate prices and access conditions. The university library directors are in unanimous agreement that this situation is no longer acceptable.

[Via Medinfo]

Startschuss zu konsequenter Digitalisierung in Norwegen!

In Norwegen ist der Startschuss zu einem weltweit einmaligen Digitalisierungsprojekt gefallen. Die Nationalbibliothek in Oslo will alle jemals in Norwegen gedruckten Bücher, Zeitungen und Journale digitalisieren. So sollen binnen 15 Jahren mehr als 110 Millionen Buchseiten und 12 Millionen Zeitungsseiten digitalisiert werden.
Die Workflow-Software wird von dem Hamburger Unternehmen CSS GmbH geliefert, die auch Kooperationspartner beim weltweit größten Digitalierungsprojekt historischer Zeitungen, an der Library of Congress sind.

[via openPr.de]

"Ich dachte, ich gebe es besser zurück, bevor ich nochmal zehn Jahre warte"

Ein Bewohner des US-Bundesstaates Michigan hat nach 47 Jahren ein entliehenes Buch seiner Ortsbibliothek zurückgebracht, zusammen mit den Säumnisgebühren, die sich auf 172 US-Dollar beliefen.

Der Leser hatte sich das Buch als Neuntklässler ausgeliehen. Allerdings räumte er ein, es trotz der langen Leihfrist nicht zu Ende gelesen zu haben.

[via SF]

Besucherrekord in Weimar

Nach Angaben der Klassik-Stiftung Weimar haben sich die Nutzungszahlen der Anna-Amalia-Bibliothek im Vergleich zu den Jahren vor dem Brand im Jahr 2006 verdreifacht.
Gründe hierfür seien vermutlich „die besucherfreundlichen Arbeitsbedingungen im neuen Gebäude und die erweiterten Öffnungszeiten“ und die Tatsache, dass mittlerweile wieder deutlich mehr Werke zugänglich sind.

[via MDR 1 RADIO THÜRINGEN]