Ned Potter erläutert angehenden Bibliothekswesen seine Definition des Berufsbildes:
[via Netbib]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
Ned Potter erläutert angehenden Bibliothekswesen seine Definition des Berufsbildes:
[via Netbib]
Die Association of Research Libraries hat im Frühling 2010 ein Forschungsprojekt begonnen, in dem die Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken in verschiedenen Szenarien durchgespielt werden soll: “Envisioning Research Library Futures: A Scenario Thinking Project“. Aktuell sind im Rahmen dieses Projekts die „ARL 2030 Scenarios“ erschienen. Diese Szenarien sollen ein „User Guide“ (PDF) für wissenschaftliche Bibliotheken sein, in dem vier mögliche Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.
This is a future shaped by the rise of entrepreneurial research; individual researchers are the stars of the story. The path of technological developments has acted to empower researchers as creators of high-value new knowledge. Speed and innovation are rewarded by corporate sources of support. New conceptions of translating research to market have opened avenues for more entrepreneurially rooted models of business investment in research, including venture capital. Relative reductions in government funding have freed researchers to seek funding from new sources and have encouraged philanthropists to seek opportunities to influence knowledge creation by supporting researchers directly.
This is a world where recycling and reuse predominate in research activities. Disinvestment in the research enterprise has cut across society. Ongoing scarcity of economic resources has led to an emphasis on reuse of basic research and repetitive applications of research findings to basic “business problems.” Government’s ability to fund research and research-intensive education has become limited to non-existent. As networked communication and other popular mass technologies evolve and spread knowledge widely, the perceived value of new information becomes reduced, accelerating the devaluation of the research enterprise and individual researchers.
By 2030, research using computational approaches to data analysis dominates the research enterprise. The new research modalities prove to be powerful drivers for organizing the research enterprise to address grand research challenges and support technology evolution. As a result, scholars, whether humanists or scientists, have been forced to align themselves around data stores and computational capacity that address large-scale research questions within their research field.
In this future the research enterprise is relatively familiar, but the cultural context that frames the enterprise shifts profoundly. Key structures such as universities, faculty, and graduate students persist, but the locus of the funding that drives the enterprise migrates from North America and developed western nations to nations in the Middle East and Asia. These Middle Eastern and Asian cultures, which are able to build technical infrastructures that catalyze breakthrough research and attract top talent, can organize the activity into projects of relevance to their societies. Existing organizations and individuals act to realign themselves with the new sources of support.
Die Szenarien werden jeweils durchgespielt am Beispiel der fiktiven Informationsspezialistin „Hannah Chen“. Wie plausibel die einzelnen Szenarien – allein oder in Kombination – sind, sei dahingestellt. Die Wichtigkeit, verschiedene Handlungs- und Reaktionsoptionen durchzuspielen, steht außer Frage. Vor allem, wer mehr als 10 Jahre bis zur Rente hat und/oder sich dem Informations- und Bibliothekswesen verbunden fühlt, sollte sich daher ohnehin Gedanken über die Zukunft der wissenschaftlichen Informationseinrichtungen machen.
Achtung: Die Szenarien sind hier nur äußerst verkürzt mit dem ersten Absatz des jeweiligen Kapitels wiedergegeben!
Stephen Abram: The ARL Futures Scenarios
Adam Gordon: Libraries Are Showing the Way for Everyone
Jennifer Howard: 4 Very Different Futures Are Imagined for Research Libraries
Beate Rajski verweist in Netbib auf eine gelungene Aktion des Leipziger StudentInnenrates. Wollte man die Webseite der Leipziger UB aufrufen, wurde man auf eine Informationsseite weitergeleitet, auf der sich folgender Infotext findet:
Bereits in diesem Jahr fehlen der Uni-Bibliothek 700.000€. Die Folge der jetzigen und folgenden Einsparungen sind ein geringerer Etat für den Erwerb von Monographien und für die Bestellung von Zeitschriften. Aufgrund der fachspezifischen Anforderungen ist eine gerechte Verteilung der Fehlbeträge kaum möglich. Vor allem in den Naturwissenschaften werden Datenbanken für Studium und Forschung gebraucht. Diese Datenbankabonnements laufen zumeist über mehrere Jahre und können im Gegensatz zu Zeitschriftenabonnements oftmals nicht sofort abbestellt werden. Dadurch sind zur Zeit vor allem die Geisteswissenschaften von den Einsparungen und Kürzungen betroffen. In Zukunft wird es aufgrund der Fehlbeträge der Bibliothek weniger möglich sein ein konstantes Angebot für alle Studierende und BibliotheksnutzerInnen zu bieten. Die Finanzierung der 24h-Campusbibliothek für die kommenden Semester steht ebenfalls in Frage. In allen Standorten der Universitätsbibliothek wird es wahrscheinlich weniger Personal und somit weniger Beratungsangebot geben. Zusammengefasst lässt sich sagen: Das selbstständige Lernen in Bibliotheken wird durch die Kürzungen in ihrer jetzigen Qualität nicht erhalten werden können.
Dörte Böhner hat ein Video bei Youtube eingestellt, dass die Umleitung demonstriert:
Mehr Infos zu dieser hoffentlich zu dieser Aktion gibt es auch bei Bibliothekarisch.de.
In einem Gastbeitrag im Blog „Ethik von unten“ stellt sich die Initiative Akribie (Arbeitskreis kritischer BibliothekarInnen) vor.
Die Zukunft nicht nur der Bibliotheken, sondern auch von Akribie ist ungewiss. Zur Zeit machen wir offiziell Pause, denn Akribie ist es nicht ausreichend gelungen, die nachwachsende Generation für unsere Arbeit zu interessieren. Aber der harte Kern arbeitet weiter und hat bereits für den nächsten Bibliothekartag in Berlin im Juni 2011 eine Veranstaltung angemeldet, zu dem Thema: Das Schicksal der Bibliotheken in Berlin 1990-2010 oder: Geht das Bibliothekssterben weiter?
Im Beitrag wird auch auf das Journal Information for Social Change verwiesen.
Video über das in eine Bibliothek verwandelte Gefängnis El Olimpo in Argentinien.
[via Zeit]
Auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol ist die erste Flughafen-Bibliothek der Welt eröffnet worden.
Reisende können am «Holland Boulevard» zwischen E- und F-Halle hinter der Passkontrolle Bücher in 29 Sprachen lesen, Musik hören, Filme ansehen und Online-Angebote herunterladen. Das Angebot ist als Präsenzbibliothek konzipiert – Bücher oder DVDs dürfen also nicht ausgeliehen werden.
[via sueddeutsche.de]
Die 1811/12 aufgelöste Bibliothek der Reichsstadt Regensburg, über Jahrhunderte eine der Hauptsehenswürdigkeiten Regensburgs für Gelehrte aus ganz Europa, ist nach 200 Jahren virtuell neu entstanden. Wertvolle Teile des Bestandes der im 14. Jahrhundert gegründeten Büchersammlung können nun online unter http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/rrbo aufgerufen werden.
[via idw-online]
Acht Millionen Euro wurden in den Zubau des Juridicum-Gebäudes an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz investiert. Entstanden ist dabei die modernste rechtswissenschaftliche Bibliothek Österreichs. Gestern wurde der Ausbau eröffnet.
[via nachrichten.at]
Nun hat auch Wien eine Virtuelle Bücherei. Auch hier haben sich die Wiener Bibliotheken zusammengeschlossen und bieten einen gemeinsamen Service für ihre Nutzer. Die Leihfristen schwanken zwischen einer Stunde für Zeitungen und zwei Wochen für E-Books.
[via heise.de]
„Die digitale Datenflut: Strukturieren – Interpretieren – Nutzen“
unter diesem Motto steht unser 11. Oracle Bibliotheken Summit am
27./28. Oktober 2010, das diesmal im pittoresken Weimar, der Stadt der
Dichter und Denker, stattfinden wird.In Präsentationen erfahren Sie Neues rund um
– Semantic Web
– Umgang mit Forschungsdaten und die Rolle von Bibliotheken
– Publikationsmanagement
– neue Technologien in Bibliotheken.Eine begleitende Ausstellung mit unseren Partnern bietet Ihnen weitere
Informationsmöglichkeiten. Die Pausen und ein gemeinsames Abendessen
geben Ihnen genügend Raum zum regen Austausch mit Ihren Kollegen aus
Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Weitere Infos gibt es auf den Webseiten von Oracle.