Citizendium ist online

Manche geben Wikipedia noch längstens 4 Jahre Überlebenszeit und starren gebannt auf den prophezeiten Niedergang. Larry Sanger, Wikipedia-Mitbegründer, hat sich zum Handeln entschlossen. Sein Gegenentwurf zur Wikipedia ist nun online: Citizendium.

Wie Heise schreibt, ist das Konzept dem der stabilen Version in Wikipedia recht ähnlich.

Der ursprüngliche Ansatz, einen Fork der Wikipedia zu begründen, um darauf aufbauend die Qualität zu verbessern, wurde aufgegeben:

We decided in mid-January to delete all unedited articles sourced from Wikipedia–as an experiment. While we’ve been quite happy with the activity on the pilot project, we think contributors might be more motivated if they were focused on writing their own articles and thereby creating their own culture. See this blog post for more.

Sucht man in der Wikipedia nach Citizendium, wird man nur auf den Artikel über Larry Sanger weitergeleitet.

Die Biblioblogsuche ist da schon etwas ergiebiger:

  1. Wikipedia für Intellektuelle (CiberaBlog)
  2. WOS 4: Citizendium – Eine bessere Wikipedia? (Bibliothek 2.0 und mehr)
  3. Citizendium: Wikipedia 2.0? (Wikipedistik)
  4. Shirky über Unterschiede zwischen Britannica, Citizendium und Wikipedia (Netbib)

Wikipedia gefährdet?

„Wikipedia will fail in four years, crushed under the weight of an automated assault by marketers and others seeking online traffic“ meint Eric Goldman, Rechtsprofessor an der Santa Clara University School of Law in einem Blogposting. Er gibt dem Projekt noch vier Jahre. Bei dem Blogposting handelt es sich um die Aktualisierung einer letztjährigen Prognose.

[Via Informationweek]

Modulare und gemeinsame bibliothekarische Podcasts

Anne Christensen sammelt in Ihrem Netbib-Artikel 10 Ideen für den Bibliotheks-Podcast einige schöne Vorschläge, wie man einen bibliothekseigenen Podcast gestalten kann. In der sehr lebhaften Diskussion, die auf den Artikel folgt(e), bildete sich die Idee heraus, ein modulares, von oder für mehrere Bibliotheken gestaltetes Angebot könne sinnvoll sein. Klaus Graf wies darauf hin, dass in Wikisource schon einige Audiodateien zur freien Verfügung stünden. Beispielsweise gelesene Gedichte, wie das von Fontanes Herr Ribbeck auf Ribbeck im Haveland.
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David Rumsey Historical Map Collection

In der vierten Version von Google Earth sind historische Karten in sehr guter Qualität enthalten. Es handelt sich dabei um einzelne Stücke der David Rumsey Historical Map Collection. Die Rumsey-Kollektion umfasst insgesamt fast 15.000 Karten, in Google Earth sind allerdings nur 16 verfügbar. Die Karten stehen unter einer BY-NC-SA-Lizenz.

Leider werden spezielle Plugins benötigt, um die Karten anzeigen zu können.

Das folgende Bild zeigt ein Beispiel für die an die Geodaten angepassten historischen Karten in Google Earth, in diesem Fall eine Karte von Buenos Aires im Jahre 1892.

Google Earth Historical Map

Registrierungspflicht für Blogger

Vor knapp 3 Wochen berichtete Heise, dass sich iranische Blogger registrieren lassen müssen, wenn sie Ihren Blog weiterhin legal betreiben wollen. Dies scheint in den USA auf Zustimmung getroffen zu sein. Gulli.de berichtet:

Einmal mehr über die Schiene „Lobbying“ sollen in den USA kritische Blogger mundtot gemacht werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird augenblicklich diskutiert. Inhalt: politisch kritisches Bloggen soll mit Lobbyismus gleichgesetzt werden. Wer mehr als 500 tägliche Leser hat, gilt als Lobbyist und muss sich entsprechend namentlich registrieren, andernfalls sollen Haftstrafen drohen.

Die Zukunft des PDF

Vom 8.-9. März 2007 findet die 1. PDF/A-Konferenz (Konferenzprogramm) in Stuttgart statt. Derweil sorgt sich Jürgen Lübeck um die zukünftige Eignung des Formates für die Langzeitarchivierung:

Mit der Version 8 wird Adobes Format interaktiv! Wenn Dokumente veränderbar sind, wie können diese dann noch eindeutig referenziert werden? Ein Zeitstempel wird nicht genügen, wenn ältere Versionen nicht verfügbar bleiben.

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