Call for Papers: Berlin Open '09

Am 22. und 23. Juni 2009 findet im Marshall Haus der Messe Berlin die Berlin Open statt. Dazu gibt es auch einen Call for Papers. Themen sind:

• Zukunft der Wissenschaft – von elitären Zirkeln zu „hard blogging scientists“
• Geodaten, der öffentliche Raum und das Gemeinwohl
• Open Source, die Life Sciences und Open Access
• Offen gesprochen – Open-Source-Einsatz in Praxis und Wissenschaft,Unternehmen und Verwaltungen
• Der vollkommen offene Kapellmeister – Offene Musikproduktion heute und in Zukunft

[via Linux-Magazin]

Deutsche IFLA-Berichterstattung

Logo IFLA 2008Das Goethe-Institut hat ein Gemeinschaftsblog aufgesetzt, in dem u.a. Patrick Danowski schreibt. Auch Elke im IBI-Blog und Sebastian Wilke bloggen von dort. Die deutsche Berichterstattung wird flankiert von einer Flickr-Gruppe. Ein gemeinschaftliches Tag zur dienstübergreifenden Kennzeichnung der IFLA-Berichterstattung konnte ich leider nicht ausmachen.

Call for papers: ISI 2009 in Konstanz

Das Internationale Symposium für Informationswissenschaft (ISI 2009) in Konstanz ruft nach papers. Die nächstjährige Ausgabe steht unter dem Motto: „Information: Droge, Ware oder Commons? Wertschöpfungs- und Transformationsprozesse auf den Informationsmärkten“

Termine:

  • 17.10.2008 Abgabe Call for Papers
  • 05.11.2008 Abgabe Poster

Vorgeschlagene Themen sind:

  • Informationsmärkte – Produkte und Dienstleistungen, Mehrwertleistungen, Regulierungsformen
  • Freie Austauschformen – Paradigma der Informationsgesellschaft oder Innovationspotenzial für Wirtschaft
  • Geschäfts- und Organisationsmodelle für das Öffentlich machen von Wissen und Information
  • Wem gehört Wissen? Wer oder was kontrolliert den Zugang zur Information?
  • Perspektiven des Information Retrieval, der Suchmaschinen und der automatischen Verarbeitung von Texten und Daten
  • Visualisierung – Fantasie abbilden, Realität darstellen, Zugriff auf Wissen erleichtern
  • Soziale Dienste im Web 2.0 – Motivation, Qualitätssicherung, Organisationsformen
  • Kollaboration bei eScience und eLearning – Konsequenzen für Werkbegriff, Autorenverständnis und Wissensmanagement
  • Informationskompetenz und Ausbildungskonzepte (nach Bologna) für Informationsberufe
  • Herausforderungen an Informationsethik und Politik, z.B. Privatheit vs. Sicherheit, Digital divides, Nachhaltigkeit von Wissen (Wissensökologie), Sicherung der public domain

Hier geht’s zum ausführlichen Call for Papers.

ALA 2008: Top Tech Trends

Josh Hadro fasst im Library Journal die „Top Tech Trends“ des diesjährigen ALA-Konferenz zusammen.

  • Perennial favorites open source, APIs, and mobile devices given as top trends, among others
  • Technology glitches during streaming video, distracting chat room discussion during panel
  • Karen Coyle: Future may not involve libraries „if we don’t make some extreme changes.“

Äußerst empfehlenswerte Lektüre. Die meisten Erkenntnisse sind zwar weder neu, noch überraschend. So gebündelt findet man die diversen Ermahnungen („Mehr Offenheit!“) und Visionen („Mehr Offenheit!“) jedoch selten.

Bibliotheken beliebter als Privatfernsehen

Die Überschrift klingt zumindest gut.

3,6 Millionen hören regelmäßig auf die Ratschläge der „Super Nanny“. Sechsmal so häufig holen sich die Deutschen Rat in der Bibliothek, wenn sie Familienprobleme haben oder Tipps für den Alltag brauchen! Mit 21 Millionen ausgeliehenen Ratgebern schlagen die Bibliotheken die Fernsehkonkurrenz mühelos. Unter anderem über ihre zunehmende Funktion als Ratgeber der Nation diskutieren 3.000 Experten Anfang Juni beim 97. Bibliothekartag in Mannheim.

Wer noch mehr Zahlen lesen will, mag vielleicht die hier zitierte Pressemitteilung lesen: Rat und Hilfe: Bibliotheken schlagen „Super Nanny“ – Trend geht zur Ratgeber-Literatur: 21 Millionen Ausleihen

Bibcamp 2008

Was sich aus einem Blogposting entwickeln kann:

In den letzten Jahren diskutierten Bibliotheken in Deutschland die Entwicklungen des Web2.0 und deren Relevanz für die Arbeit der Bibliotheken. Die Entwicklung von Diensten, welche auf der Mitarbeit von Nutzerinnen und Nutzern basieren und stark individualisierte Angebote möglich machen, die immer einfachere Handhabung von individueller und kollaborativer Contentproduktion mittels Weblogs, Wikis und auf einzelne Aufgaben zugeschnittene Angebote wie Flickr, GoogleEarth oder MySpace, scheinen einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel beim Umgang mit Informationen anzuzeigen, der an Bibliotheken nicht vorbeigehen wird. Ebenso werden die Dienste, die als Teile des Semantic Web verstanden werden, auf den Umgang mit Informationen großen Einfluss haben. Wir sehen darin große Chancen. Gleichzeitig wurden gerade im Bereich der Validität von Metadaten, Formaten und potentiellen veränderlichen Dokumenten große Probleme für die bibliothekarische Arbeit ausgemacht. Zudem wurden die Quasimonopole im Internet und Softwarebereich als problematisch thematisiert.

Mit all diesen Debatten verbunden sind auch die Ansätze und Prinzipien der Open Source Bewegung, sowohl als Bewegung zur Erstellung Freier Software als auch als gesellschaftliches Projekt ‚Freie Rede‘ (free speech) im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Übergreifendes Schlagwort all dieser Debatten war zumeist die Bibliothek2.0.

Wir denken, dass diese Debatten eine große Relevanz für das Bibliothekssystem der Zukunft haben werden und deshalb vorangetrieben werden müssen. Mit dem Bibcamp wollen wir einen Rahmen bieten, dies in einem Konferenzrahmen zu tun. Wir sind überzeugt, dass eine Debatte um die Bibliothek2.0 am besten in einen Umfeld geführt wird, welches Grundsätze der Freien Rede selber umsetzt. Deshalb haben wir die Organisationsform einer Unkonferenz gewählt.

Und hier gibt’s weitere Informationen und auch die Möglichkeit zur Anmeldung. Die Unkonferenz findet statt am 16. und 17. Mai an der HU Berlin und der FH Potsdam.

An die Teilnehmenden: Spricht etwas gegen bibcamp2008 als gemeinsames Tag?