Definition: Offenes Wissen (Version v.1.1)

Neue Übersetzung der Open Knowledge Definition (englisch/deutsch)

Terminologie

Der Begriff Wissen beinhaltet:

  1. Inhalte wie Musik, Filme, Bücher
  2. Jegliche Art von Daten, ob wissenschaftlicher, historischer, geographischer oder anderer Art
  3. Regierungs- und andere Verwaltungsinformationen

Software ist trotz ihrer zentralen Bedeutung von dieser Definition ausgenommen, da sie bereits adäquat durch frühere Arbeiten abgedeckt ist.

Der Ausdruck Werk wird hier verwendet mit Bezug auf eine übertragbare Wissenseinheit.

Der Begriff Sammlung wird benutzt, um eine Vielzahl von zueinander gehörenden Werken zu  bezeichnen. Eine Sammlung kann natürlich auch selbst als Werk angesehen werden.

Der Begriff Lizenz bezieht sich auf die rechtliche Bedingung, unter der ein Werk verfügbar gemacht wird. Wenn keine Lizenz angegeben ist, sollte dies als Verweis auf die normalerweise üblichen Konditionen, unter denen das Werk verfügbar ist, interpretiert werden (z.B. Copyright oder Urheberrecht).

Definition

Ein Werk ist offen, wenn die Art und Weise seiner Verbreitung folgende Bedingungen erfüllt:

1. Zugang

Das Werk soll als Ganzes verfügbar sein, zu Kosten, die nicht höher als die Reproduktionskosten sind, vorzugsweise zum gebührenfreien Download im Internet. Das Werk soll ebenso in einer zweckmäßigen und modifizierbaren Form verfügbar sein.

Kommentar: Dies lässt sich als “soziale” Offenheit bezeichnen – es ist einem nicht nur erlaubt, ein Werk zu nutzen sondern auch praktisch möglich. “Als Ganzes” untersagt die Beschränkung der Zugangsmöglichkeiten auf indirektem Weg, zum Beispiel durch eine Beschränkung des gleichzeitigen Zugriffs auf einige wenige Elemente einer Datenquelle.

2. Weiterverbreitung

Die Lizenz darf niemanden hindern, das Werk entweder eigenständig oder als Teil einer Sammlung aus verschiedenen Quellen zu verschenken oder zu verkaufen. Die Lizenz darf keine Lizenzzahlungen oder andere Gebühren für Verkauf oder Verbreitung erfordern.

3. Nachnutzung

Die Lizenz muss Modifikationen oder Derivate erlauben, ebenso wie deren Weiterverbreitung unter den Bedingungen Lizenzbedingungen des ursprünglichen Werks.

Kommentar: Man beachte, dass diese Klausel nicht die Verwendung “viraler” Lizenzen oder von Share-Alike-Lizenzen verhindert, die die Weiterverbreitung abgeleiteter Werke unter den Lizenzbedingungen der ursprünglichen Werke verlangen.

4. Keine technischen Einschränkungen

Das Werk muss in einer Form zur Verfügung gestellt werden, die keine technischen Hindernisse für die Durchführung der oben genannten Nutzungen beinhaltet. Dies kann durch die Bereitstellung des Werks in einem offenen Datenformat erreicht werden, dessen Spezifikation öffentlich und frei verfügbar ist und das keine finanziellen oder anderen Hindernisse bezüglich der Nutzung auferlegt.

5. Namensnennung

Die Lizenz kann als Bedingung für Weiterverbreitung und Nachnutzung des Werkes die Nennung der Namen seiner Urheber und Mitwirkenden verlangen. Sollte diese Bedingung gestellt werden, darf sie nicht behindernd wirken. Zum Beispiel sollte, sofern eine Namensnennung verlangt wird, dem Werk eine Liste derjenigen Personen beigefügt sein, deren Namen zu nennen sind.

6. Integrität

Die Lizenz kann als Bedingung für die Verbreitung des Werkes in modifizierter Form verlangen, dass das Derivat einen anderen Namen oder eine andere Versionsnummer als das ursprüngliche Werk erhält.

7. Keine Diskriminierung von Personen oder Gruppen

Die Lizenz darf keine Einzelpersonen oder Personengruppen diskriminieren.

Kommentar: Um maximalen Nutzen aus Open-Knowledge-Prozessen zu ziehen, sollte die größtmögliche Vielfalt an Personen und Gruppen gleichermaßen berechtigt sein, zum offenen Wissen beizutragen. Daher verbieten wir allen Open-Knowledge-Lizenzen, Personen von diesen Prozessen auszuschließen.

Kommentar: Diese Klausel ist aus Artikel 5 der Open-Source-Definition übernommen.

8. Keine Einschränkung der Einsatzzwecke

Die Lizenz darf niemanden daran hindern, das Werk zu einem beliebigen Zweck einzusetzen. Zum Beispiel darf die Nutzung des Werkes für kommerzielle Zwecke oder zur Genforschung nicht ausgeschlossen werden.

Kommentar: Hauptabsicht dieser Klausel ist es, Lizenzfallen vorzubeugen, die eine kommerzielle Verwendung von Open Source verhindern. Wir wollen, dass kommerzielle Nutzer sich unserer Community anschließen, und nicht, dass sie sich ausgeschlossen fühlen.

Kommentar: Diese Klausel ist aus Artikel 6 der Open-Source-Definition übernommen.

9. Lizenzvergabe

Die rechtlichen Bedingungen, denen ein Werk unterliegt, müssen bei der Weiterverteilung an alle Empfangenden übergehen, ohne dass diese verpflichtet sind, zusätzliche Bedingungen zu akzeptieren.

Kommentar: Diese Klausel soll verhindern, dass Wissen durch indirekte Mechanismen wie Geheimhaltungs-/Vertraulichkeitserklärungen unzugänglich gemacht wird.

Kommentar: Diese Klausel ist aus Artikel 7 der Open-Source-Definition übernommen.

10. Die Lizenz darf nicht an eine spezifische Sammlung gebunden sein

Die rechtlichen Bedingungen, denen ein Werk unterliegt, dürfen nicht davon abhängen, ob das Werk Teil einer spezifischen Sammlung ist. Wenn das Werk der Sammlung entnommen und innerhalb deren Lizenzbestimmungen verwendet oder verbreitet wird, müssen alle Parteien, an die das Werk weiterverteilt wird, sämtliche Rechte erhalten, mit denen auch die ursprüngliche Sammlung ausgestattet war.

Kommentar: Diese Klausel ist aus Artikel 8 der Open-Source-Definition übernommen.

11. Die Lizenz darf die Verbreitung anderer Werke nicht einschränken

Die Lizenz darf anderen Werken, die mit dem lizensierten Werk gemeinsam weitergegeben werden, keine Beschränkungen auferlegen. Die Lizenz darf beispielsweise nicht dazu verpflichten, dass alle Werke, die auf demselben Medium enthalten sind, offen sind.

Kommentar: Verbreiter offenen Wissens haben das Recht, ihre eigene Wahl zu treffen. Man beachte, dass “Share-Alike”-Lizenzen konform sind, da ihre Bestimmungen nur gelten, wenn die betroffene Einheit ein einziges Werk darstellt.

Kommentar: Diese Klausel ist aus Artikel 9 der Open-Source-Definition übernommen.

Translated by Christian Hauschke & Ulrich Herb with kind support by the German OKF community

Jahrhunderte währendes Copyright?


In TechDirt
erklärt Rose M. Welch einen kuriosen Fall von Copyrightsverletzungsangst. Sie wollte verschiedene Buchmalereien aus dem Zeitraum 600 bis 900 n. Chr. in einer Publikation abbilden. Eine Druckerei verweigerte dies mit Hinweis auf eventuell verletzte Copyrights.

The documents in question feature anywhere from one to six pieces from various illuminated manuscripts on each sheet, including some bits from the famous Book of Kells. The largest image is comprised of a full scan of the original manuscript, but printed in less than half of the size of the original piece (something like 6″ x 8″) and the smallest are six 2.5″ x 2.5″ chunks showing specific detailing from five different manuscripts on a single page.

These manuscripts were created between 600 and 900 A.D. and are firmly in the public domain. Even if they were not, printing pages and cutout bits from pages for an educational paper almost certainly constitutes fair use, which the printer had never heard of.

Seriously. No joke. What is the world coming to?“

Das Book of Kells ist zur Zeit nicht urheberrechtlich geschützt. Kann man rückwirkend aber bestimmt noch machen. Vielleicht ja sogar für Veröffentlichungen, die noch weit länger zurückliegen.

Google, Du weißt es nicht besser!

Google weiß es besser. Manchmal. Besonders, wenn es um Vertipper geht. Aber: Google liegt gefühlt mindestens genauso oft daneben, wie es richtig liegt. Worum geht’s? Um die Vermonsterung der hilfreichen Funktion „Meinten Sie“!

„Nein, ich meine wirklich ORCID. Danke der Nachfrage!“ hätte ich gerne geantwortet. Doch statt die Ergebnisse für „mendeley + orcid“ anzuzeigen, bekomme ich direkt die für „mendeley + orchid“ angezeigt.

Google: das nervt!

CfP: Libreas ruft zum Scheitern auf

Die 20. Ausgabe der LIBREAS soll sich dem gesamten Themenbereich des Scheiterns widmen: Was scheitert wieso? Kann man das verhindern und sollte man es überhaupt verhindern? Was kann man aus dem Scheitern lernen? Mit welchen rhetorischen Kniffen maskiert man Scheitern am besten und wie deckt man diese wieder auf? Wir rufen dazu auf, diese Debatte erfolgreich werden zu lassen und sich an ihr mit Berichten, Artikeln, Meinungsäußerungen zu beteiligen.

Mehr im Libreas-Blog.

LOD: Machen wir es nicht, machen es andere!

Nicht nur scheint LOD also aus rationalen und Effizienzgründen die bessere Wahl zum Aufbau zukünftiger Informationsinfrastrukturen zu sein. Auch könnte es der Bibliothekswelt dabei helfen, relevant zu bleiben und nicht durch andere Organisationen verdrängt zu werden.

Jakob Voß hat am Wochenende darauf hingewiesen, dass Wikimedia überlegt, ein Projekt „Bibliographisch-archivalische Datenbank“ anzugehen, in dem eine offene bibliographisch-archivalische Datenbank angelegt werden soll zur Nachnutzung durch die verschiedenen Wikimedia-Projekte aber auch durch andere Akteure wie Wissenschaftler oder Google Books.

Wenn bibliothekarische Organisationen nicht eine wichtige Rolle dabei übernehmen, bibliographische Daten im großen Stil offen, strukturiert und leicht nachnutzbar zur Verfügung stellen, werden es schließlich andere tun…

[via Übertext]

Public-Domain-Spenden im Gedenken an Michael Hart

„Überstellt etwas der Public Domain zum Gedenken an Michael Hart!“ heißt es bei Archivalia. Dort bezieht man sich auf ein Posting von Roy Tennant, der wiederum von Eric Hellman kopierte.

Michael Hart:

Hart gilt als Pionier der Buch-Digitalisierung. Zu der Idee, Bücher im Netz frei zur Verfügung zu stellen, wurde er als Student inspiriert. Am 4. Juli 1971, dem Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten, erhielt er ein Exemplar der Declaration of Independence. Er tippte den Text noch am selben Abend ab und stellte ihn schließlich über das Netzwerk der University of Illinois online.

Hart begründete das Project Gutenberg. Dort findet sich auch ein Nachruf.

"Wem schadet der Realnamen-Grundsatz?"

„Who is harmed by a ‚real name‘ policy?“ ist die Frage, und ausführlich ist die Antwort, die im Geekfeminism-Wiki zusammengetragen wurde. In der Debatte um Anonymität und Pseudonymität im Web ist genau diese Frage zu beantworten. Da mir solch eine umfangreiche Sammlung auf Deutsch nicht bekannt war, habe ich versucht, sie zu übersetzen. Leider komme ich gerade nicht dazu, die Übersetzung zu beenden. Es ist noch eine ganze Menge zu tun.

Aufruf: Wer sich berufen fühlt, kann sich einfach in dieses Google-Doc begeben und dort übersetzen.

Wer nicht bei Google übersetzen möchte, kann auch gerne die Variante im Etherpad nutzen. Diesen Aufruf bitte weiterverteilen!

Update: Im Etherpad geht’s ganz gut voran! http://piratepad.net/wemschadenrealnamen

Update 11.9.2011: Im Etherpad wurde annähernd vollständig übersetzt!

Wem schadet der Realnamen-Grundsatz?

Original: Who is harmed by a „Real Names“ policy? (http://geekfeminism.wikia.com/wiki/Who_is_harmed_by_a_%22Real_Names%22_policy%3F, , Lizenz CC-BY-SA). Hilfe bei der Übersetzung gesucht! Bitte einfach anfangen, nur keine Hemmungen!
Auf  dieser Seite sind Gruppen von Menschen aufgelistet, die durch ein Verbot von Pseudonymen und die Forderung von Klarnamen (echten Namen) benachteiligt werden.
Dies ist ein Versuch, eine umfassende Liste der Menschengruppen, die von solch einer Maßnahme betroffen sind, zu schaffen.
Der Preis für diese Menschen kann groß sein, zum Beispiel:
  • Belästigung, sowohl online als auch offline
  • Diskriminierung im Berufsleben, bei Dienstleistungen, etc.
  • tatsächliche physische Gefahr bei Schikanen oder Verbrechen, die aus Hass oder Vorurteilen begangen werden
  • in einigen Ländern Festnahme, Haft oder Hinrichtung
  • wirtschaftliche Schäden, wie Verlust des Arbeitsplatzes, Beschädigung des Rufs, verringerte Beschäftigungsmöglichkeit, etc.
  • die soziale Belastung, nicht mit Freunden und Kollegen kommunizieren zu können
  • möglicher (temporärer) Verlust des Zugriffs auf Daten, wenn Accounts suspendiert oder gelöscht werden
Die Gruppe der Menschen, die Pseudonyme verwenden oder verwenden wollen, sind keine kleine Minderheit (manche dieser Gruppen, die von Pseudonymen profitieren können, bilden mehr als 50 % der Gesamtbevölkerung und viele andere gehören zu Gruppen, die fast jeder kennt). Dennoch werden Ihre Bedürfnisse von relativ privilegierten Designern und Policy-Autoren ignoriert, die die Menschen dazu bringen wollen Klarnamen zu verwenden.
Randgruppen und gefährdete Gruppen
  • Frauen, die
  • bis zu 25 mal so viel Online-Belästigung erfahren als Männer, sobald sie feminine Benutzernamen verwenden
  • nicht ernst genommen werden könnten in bestimmten Foren, sobald ihr Geschlecht bekannt ist
  • größere Verantwortung oder geringeres Selbstbewusstsein in bestimmten Foren  haben könnten, wenn ihr Geschlecht bekannt ist (“Mädchen können kein Mathe!”)
  • Mütter sind oder werden wollen und deshalb zusätzliche Diskriminierung bei der Einstellung, beim Gehalt oder bei Beförderungen erfahren könnten.
  • Jugendliche, von denen bis zu 50 % mit Online-Mobbing Erfahrung machen
  • in Regionen, wo es keine Anti-Diskriminierungsgesetze gibt oder wo Homosexualität und transsexuelles Verhalten illegal ist
  • Manche Länder kriminalisieren Homosexualität, und in einigen (z.B. Uganda) steht darauf die Todesstrafe
  • Vielerorts ist es erlaubt, LGBT bei der Einstellung oder bei Dienstleistungen zu diskriminieren
  • Transgender, deren rechtlicher Name (und manchmal der Name, unter dem sie bekannt sind) nicht das passende Geschlecht hat
  • Kinder
  • Jungen Menschen wird oft geraten, zu ihrer eigenen Sicherheit für Online-Aktivitäten Pseudonyme zu verwenden (manchmal von den selben Stellen, die die Klarnamenrichtlinie durchsetzen wollen!)
  • Kinder sind ungeschützt gegen Schikane oder Belästigung durch Eltern oder  Betreuer, wenn sie dabei entdeckt werden, wie sie Ansichten oder Gefühle  diskutieren, die mit der Religion oder den ethischen Vorstellungen der Betreuer nicht konform sind
  • gefährdete Eltern und Betreuer oder Personen, die gefährdete Kinder betreuen
  • Eltern und Betreuer mit Ansichten, die nicht der Mehrheitsmeinung entsprechen,  insbesondere in der Religion, oder Bräuchen/Gewohnheiten, insbesondere sexuelle Beziehungen und Sexualität (z.B. polyamoröse oder LGBT-Eltern), die durch Klarnamen die Entziehung der Kinder oder des Sorge- oder Besuchrechts durch Behörden riskieren, oder die Nichtgenehmigung von Adoptionen
  • Eltern und Betreuer, die Familienangehörige vor Missbrauch schützen wollen
  • Menschen mit Behinderungen sind gezwungen, sich zwischen Enthüllung und Isolation entscheiden
  • Diskriminierung am Arbeitsplatz
  • Schwierigkeiten bei der Stellensuche durch tatsächliche oder wahrgenommene Zugeständnisse
  • Eingeschränkten Anschluss durch das Unbehagen von Mitarbeitern oder des Managements
  • aufdringliche Fragen
  • Abwertung, weil Sonderbehandlung notwendig war
  • erhöhte Missbrauchsgefahr, da wegen der Schwierigkeit bei der Stellensuche erhöhte Abhängigkeit besteht
  • bei psychischen Störungen besteht die Gefahr, als gefährlich oder irrational behandelt zu werden
  • Soziale Diskriminierung
  • aufdringliche Fragen
  • Menschen mit psychischen Störungen riskieren den Verlust ihrer Unabhängigkeit
  • Menschen mit Behinderungen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit auf finanzielle Sicherheit als temporarily-able-bodied people
  • einige Menschen mit Behinderung sind von Betreuern abhängig und haben dadurch eine höherer Gefahr für Missbrauch oder Belästigung
  • Menschen ohne Behinderung verhalten sich oft anders unter ihres gleichen als in Gegenwart von temporarily-able-bodied and/or neurotypicals. Our lives are so challenging that restricting our ability to spend time together to offline environments would be devastating to many in the community. Requiring us to use real names would leave all but the strongest of us with yet another barrier to integrating with those outside our community, which often includes co-workers and loved ones, who can feel hurt and rejected that we do not interact with them in the same way.
  • this last concern is especially true for people with social phobia (a.k.a. social anxiety disorder). A real names policy would render their only truly natural social venue difficult, if not impossible. Instead of having a place in which they develop connections that many leverage to function in the real world, they would be further marginalised and isolated.
  • Opfer von Missbrauch und Belästigung
  • Opfer häuslicher Gewalt (meist Frauen und Kinder), die nicht von ihren Peinigern gefunden werden wollen
  • Menschen, die gegenwärtig häusliche Gewalt erleben, besonders, aber nicht nur  diejenigen, die aktiv nach Hilfe suchen oder ihre Flucht planen
  • ehemalige und gegenwärtige Opfer von Belästigungen und Stalking
  • Opfer von Straftaten oder Personen, die mit einem Ereignis mit  Nachrichtenwert in Verbindung stehen (z.B. der ungewöhnliche Tod eines  Familienmitglieds), die von der Presse oder der Öffentlichkeit belästigt werden können
  • Opfer von Verleumdungs- und Diffamierungskampagnen
  • Menschen, die durch ihrer religiöse Vorstellungen oder Erlebnisse oder deren Fehlen gefährdet sind
  • deren religiöse Konvertierung die Annahme eines neuen Namens beinhaltete und die ihren Namen amtlich nicht geändert haben
  • Angehörige  von Minderheitsreligionen, die Diskriminierung oder Verfolgung  befürchten müssen, wenn sie ihre religiösen Vorstellungen online  bekennen
  • Menschen, die ihre religiösen Erfahrungen einer religiösen Gemeinschaft mitteilen wollen, aber Angst vor Repressionen haben
  • Menschen, die an ihrem Glauben zweifeln
  • Menschen, deren Namen sie Diskriminierungen aussetzen bezüglich Herkunft,  Religion, kulturellen oder sozio-ökonomischen Vorurteilen
  • Alle “Mohammeds”, die Diskriminierung als Moslem befürchten
  • Namen, die mit einem armen oder sozial schwachen familiären Hintergrund assoziiert werden
  • Namen, die mit einer bestimmten (oft älteren) Generation assoziiert werden
  • Namen, die mit einer Minderheitsreligion (z.B. “Starchild”) assoziiert werden
  • Online haben Namen eine unangemessene Wichtigkeit, da
  • Kommentare abgelehnt oder härter beurteilt werden
  • größere Schwierigkeiten beim Netzwerken, z.B. in den USA bekommen Menschen mit “weiß” klingenden Namen eher Einladungen zu Vorstellungsgesprächen als Menschen, deren Name afro-amerikanisch klingt
  • Prominente und deren Familien
  • Prominiente, die absolut harmlose Hobbys diskutieren wollen, z.B. Stricken oder  Skydiving, ohne ihre wahre Identität in die Diskussion einbringen zu wollen (Michelle Obama wollte z.B. einem Gärtnerforum beitreten)
  • Autoritäten, die Dinge außerhalb ihres Fachgebietes erkunden wollen, ohne dass ihnen  ihre Reputation im Weg steht (z.B. Paul Krugman in einem Information-Design-Forum)
  • Kinder von Prominenten, die ein privates Leben führen möchten
  • Jeder in Randgruppen, der “geoutet” werden kann
  • auf bösartige Weise, z.B. von jemandem, welcher probiert eine Person zu verletzten, in dem er das Verhältnis zwischen ebendiesen, Freunden, Familie, Angestellten, Kunden, usw. spaltet
  • auf unbeabsichtigte Weise, z.B. durch Freunde, die sich nach deren Gesundheit oder deren neuen Lebenspartner erkundigen, etc, und dies an einer Stelle tun, die mit dem Realnamen der betreffenden Person in Verbindung gebracht wird, insbesondere wenn dieser Ort durchsuchbar ist
Menschen deren Identität direkt gefährdet ist
  • Aktivisten
  • Politische Dissidenten, wie diejenigen Personen die im Jahr 2011 in den Aufstand „Arabischer Frühling“ verwickelt waren
  • Diejenigen, die sich in umstrittene Bereichen wie Abtreibung, Bürgerrechte, usw. engagieren
  • Jeder mit einer politischen Ansicht (wie auch immer geartet) die unbeliebt sein könnte oder zu einer Benachteiligung führen würde
  • Whistleblower, Regierungs- und Unternehmensangehörige
  • Identitätsdiebstahl: Eine heute noch oft benutzte Sicherheitsfrage im Bankwesen: „Wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter?“. Dies kann man leicht herausfinden, wenn man weiß, dass „John Smith“ „Mary Smith“ als seine Mutter angibt, und diese „Joe Wilson“ als ihren Bruder vermerkt. Es ist viel schwieriger herauszufinden, wenn „GeekJohn“ „Knittin‘ Kitten“ als seine Mutter angibt, und diese „Joe Not the Plumber“ als ihren Bruder. Eine Richtlinie für Realnamen ermöglicht es personenbezogene Daten zusammenzutragen, die dann verwendet werden können, um der Person Schaden zuzufügen.
  • Menschen, die wenn identifizierbar, ins Fadenkreuz von organisierten Kriminellen geraten
  • Zeugen von Straftaten
  • Mitarbeiter der Strafverfolgungsbehörden
  • Ehemalige Gangmitglieder, deren Angehörige und/oder Bekannte
  • Juroren oder Zeugen die einen hohen Stellenwert besitzen
  • Menschen, denen ein Verbrechen vorgeworfen wird (oder verurteilt wurden), könnte folgendes passieren:
  • Belästigungen durch Opfer oder Freunde
  • Verfolgung durch die Medien oder die Öffentlichkeit
  • werden online gemieden
  • Inhaftierte oder ehemalige Inhaftierte, Kriminelle oder ehemalige Kriminelle die versuchen sich zu rehabilitieren
  • Menschen die einen sicheren Raum benötigen um mit ihrer Identität zu experimentieren, weil ihnen gewisse Aspekte unangenehm sind
  • Menschen die sich um ihren Account sorgen, weil sie nicht wissen ob ihr Name gegen die Richtlinien verstößt
Fachliche Überlegungen
  • Gesundheit
  • Menschen die nach Unterstützung für ihre körperliche oder geistige Gesundheit suchen. Durch eine Offenlegung dieses Gesundheitszustandes läuft diese Person Gefahr mit ihrer Versicherung Probleme zu bekommen oder unter Diskriminierung am Arbeitsplatz zu leiden
  • Menschen die sich von einer Drogensucht erholen / erholt haben
  • siehe Arbeitsunfähigkeit im Abschnitt Randgruppen
  • Sex und Sexualität
  • Menschen die offen über Sexualität reden
  • Menschen die nach Informationen zu gesellschaftlich weniger anerkannten sexuellen Praktiken suchen
  • Menschen die sich an BDSM beteiligen und sexuelle Fetische ausleben, diese jedoch nicht offen darstellen wollen, müssen jedoch in der Lage sein um Hilfe bitten zu können / Rat einholen zu können
  • polyamoröse Menschen oder Personen die andere Arten von Nicht-Monogamie ausleben
  • Menschen, insbesondere Kinder, die sich über Empfängnisverhütung und Abtreibung informieren
  • Menschen die nach Sexualpartnern, besonders jene die nach Gelegenheitssex oder Sex außerhalb einer Beziehung suchen
  • Autoren von erotischer Literatur (Amateur oder Profi), deren Arbeitsplätze oder die Stabilität der Familie durch die Offenlegung dieser Werke bedroht sind, oder die nicht wollen das ihre Leserschaft sie identifiziert
  • siehe LGBT im Abschnitt Randgruppen
  • Juristisch
  • Menschen die ihren aktuellen oder vergangenen Drogenkonsum diskutieren
  • Menschen die Fan-Geschichten schreiben, Fanvideos, Remixe, Collagen oder Mashups erstellen und somit in eine rechtliche Grauzone fallen
  • Die Menschen in Rechtsstreitigkeiten, oder die diese erwägen und die damit verbundenen Fragen (oder einige Aspekte davon) ohne Angst (vielleicht unbewusst) vor Beeinträchtigung ihrer Fälle diskutieren möchten
  • Menschen die über andere diskutieren möchten ohne diese zu verletzten
  • Menschen die ihre Beziehungsprobleme diskutieren
  • Menschen, die über ihre Kinder diskutieren
  • Pseudonyme sind besonders wichtig, damit das Material nicht über Suchmaschinen etc. ausfindig gemacht werden kann
  • Jeder, dessen Hobby ihn einer Gefahr aussetzt
  • weil es als dem Alter oder Geschlecht unangemessen gilt
  • weil es gesellschaftlich nicht anerkannt wird wie z.B. Furries, Rollenspieler, Autoren von Fanfiction oder Nudisten
  • Menschen, die sich in verschiedenen Hobbys engagieren, deren Ausübende Vorurteile gegeneinander pflegen
  • Menschen, die nicht über ihre Hobbys definiert werden möchten
Berufsbezogen
  • Benutzer beruflicher Pseudonyme, unter anderem
  • Rockstars wie Lady Gaga, Prince, etc.
  • Schriftsteller mir Pseudonymen wie George Eliot oder JK Rowling
  • Sexarbeiterinnen
  • Mitglieder verschiedener Religionen (z.B. Mutter Teresa)
  • Die, deren berufliches Umfeld verlangt, nicht online gefunden zuwerden (und in manchen Fällen bezieht sich dies auch auf das familiäre Umfeld)
  • Sozialarbeiter, Psychologen usw.
  • Lehrer (und andere an Schulen Beschäftigte wie Bibliothekare usw.
  • Richter und andere in Rechtsberufen
  • Angehörige des Militärs
  • Journalisten oder Personen des öffentlichen Lebens, die nicht von jedem kontaktiert werden wollen
  • Akademiker,
  • denen es in manchen Fällen schwer gemacht wird, über Themen außerhalb ihres Fachgebiets zu sprechen
  • deren Bloginhalte bei ihren Berufungsverfahren herbeigezogen werden könnte[5]
  • Studenten, deren Vorgesetzte, die Leistungen ebendieser als geistiges Eigentum ihrer angewiesenen Recherche betrachten
  • deren Blogs oder andere Onlineaktivitäten ihre Karrieren negativ beeinflussen könnte[6]
  • Gewerkschaftsaktivisten
  • Menschen, die für Geheimdienste arbeiten
  • Gerichtsvollzieher, Inkassodienste und Privatdetektive
  • Kleriker
  • Angestellte des öffentlichen Dienstes (die oft durch Gesetze „geschützt“ sind und denen damit Diskussionen über Parteienkanidaten und in einigen Fällen Parteiprogramme komplett verboten werden
  • Angestellte im Bank- oder Finanzsektor
  • Menschen, die an kontroversen Themen arbeiten, zum Beispiel (militärischen Bereich, Tierversuche, Abtreibungen), denen nachgespürt und die Ziel von Gewalt werden könnten
  • Menschen deren Arbeitgeber strikte Regelungen zu Online-Meinungsäußerungen haben
  • Die, deren Arbeitsvertrag jegliche Online-Äußerung selbst zu etwas mit der Arbeit nicht in Verbindung stehendem untersagt
  • Die, deren berufliche oder ethische Richtlinien Online-Aktivitäten einschränken oder gänzlich untersagen
  • Mehr informellen Druch gegen den Standpunkt „als Sprachrohr für den Arbeitgeber zu dienen“ (gilt oft für Menschen die für bekannte Großunternehmen arbeiten)
  • Firmeninhaber und Angehörige des Managements, die keine private Meinung vertreten können. Alle Online-Aktivitäten werde als Aktivität der Firma wahrgenommen.
  • Die, deren Arbeitgeber öffentlich durchsuchbare Mitarbeiterverzeichniss haben (z.B. Angehörige im öffentlichen Dienst, Krankenhaus- und Hochschulangehörige), die nicht über ihre Arbeit oder über ihre Vorgesetzten kontaktiert werden möchten, wenn es nicht dienstlich ist.
  • Menschen, die ihre Arbeit diskutieren möchten, Rat suchen oder einfach nur mal Luft ablassen möchten über Probleme am Arbeitsplatz
  • Arbeitssuchende, die ihren Arbeitgebern nicht ihre privaten Aktivitäten und Informationen öffnen möchten, oder die ihrem jetzigen Arbeitgeber nicht eröffnen möchten, dass sie sich nach anderer Arbeit umsehen.
  • Menschen, die von anderen mit der Drohung „Ich werde Deinen Chef kontaktieren“ belästigt werden
  • Menschen, deren „Realnamen“ komplizierter sind als du denkst
  • Menschen, die rechtlich nur einen Namen haben (ein Mononym), wie es in einigen Kulturen (z.B. Indonesien oder Afghanistan) üblich ist.[8]
  • Menschen, die rechtlich drei oder mehr Namen haben, unter anderem
  • Namen mit Suffixen wie „Junior“
  • Menschen aus Kulturen mit vielteiligen patronymischen[9] oder matronymischen[10], oder andere Formen multipler Nachnamen[11]
  • Menschen, die Höflichkeitsformen (z.B.: „Mrs Smith“, „Reverend Smith“) oder kompliziertere Höflichkeitsformen benutzen, wie in Burma [13], oder bei religiösen oder kulturellen Ehrennamen
  • Menschen aus der westlichen Welt mit Mittelnamen oder Initialien, die sie als integralen Bestandteil ihres öffentlich bekannten Namens ansehen (in der westlichen Welt ist keiner dieser Namen besonders selten, besonders in der geschriebenen Adresse: „John Quincey Smith“,  „John Q. Smith“, „JQ Smith“, „J. Quincy Smith“)
  • Menschen, die unter einer Modifizierung oder nur mit einem Teil ihres vollen Realnamens bekannt sind, unter anderem
  • Menschen, die ihren Mittelnamen zum Rufnamen machen
  • Menschen, die eine gekürzte oder verniedlichende Form ihres Namens verwenden, außer in rechtlichen Zusammenhängen (z.B. „Susi“ oder „Sanne“ statt „Susanne“)
  • Menschen, meistens Frauen, deren Eltern ihren Kindern verniedlichende Namen gegeben haben (z.B. „Susi“ statt „Susanne“), die aber außerhalb ihres familiären Kontextes gerne mit dem vollen Namen angesprochen werden wollen, den „Realnamen“ aber aus familiären Gründen nicht ändern würden. Von ihnen zu verlangen eine Kurzform zu benutzen, könnte ihnen wirtschaftlich schaden.
  • Menschen, die ihrem Kind einen anderen ersten Vornamen geben als den, der tatsächlich verwendet wurde. Vielleicht, weil sie ihrem Kind die Wahl überlassen wollten, wie es genannt werden will, wenn es erwachsen ist.
  • Menschen, deren Name zu lang für Formulare oder Webseitenformulare etc.(z.B. wenn sich der Nachname aus den Nachnamen der Eltern zusammensetzt)
  • Menschen mit Namen, die die Mindestlänge für technische Systeme unterschreiten
  • Menschen deren Namen Zeichen enthalten, die in technischen Systemen nicht zugelassen sind, unter anderem:
  • Namen, die nicht mit Lateinischen Zeichensatz geschrieben werden können
  • Namen, die mit Lateinischen Zeichensatz geschrieben werden können, aber diakritische Zeichen enthalten. Dies kann in vielen Sprachen passieren, z.B. Französisch, Deutsch, Dänisch, Schwedisch, Tschechisch, Polnisch, Vietnamesisch und Anderen
  • Menschen, deren Namen Apostrophe, Bindestrich, Punkte, Leerzeichen, aufeinanderfolgende Großbuchstaben, etc. enthalten
  • Menschen, die ihren Namen rechtlich in einen Namen haben ändern lassen, der nicht wie ein „Realname“ wirkt, es aber rechtlich ist (z.B. Namen, die Nummern enthalten wie 3ric Johanson oder Namen ohne Großbuchstaben)
  • Menschen deren Namen Zeichenketten enthalten, die Dein technisches System zurückweist (z.B. ist  „porn“ ein gängiger Bestandteil der Transliteration Thailändischer Namen)
  • Menschen (oft nicht-westliche) deren Realnamen für Menschen aus anderen Kulturkreisen nicht wie „echte“ Namen wirken.
  • Menschen deren Namen wie Pseudonyme wirken, weil sie ein gängiges Substantiv sind oder weil sie sehr selten sind (z.B. Kermit).
  • Menschen, die verheiratet sind, wenn…
  • sie ihren Namen mit der Heirat geändert haben, aber weiterhin (z.B. beruflich aufgrund der Reputation) unter ihrem Geburtsnamen agieren
  • sie ihren Namen mit der Heirat nicht geändert haben, aber manche Dinge unter dem Namen des Partners oder einer Verbindung beider Namen unternehmen wollen
  • ihre Heirat und/oder die damit verbundene Namensänderung nicht rechtlich anerkannt wird
  • Menschen, die in verschiedenen Ländern/Rechtssystemen unterschiedliche Namen haben, unter anderem
  • Menschen, deren Namen in unterschiedlichen Schriften oder Schreibweisen geschrieben wird
  • Menschen, deren Namen als schwierig empfunden wird und die ihren Namen an den neue Kulturkreis anpassen wollen (z.B. Piotr zu Peter, Ivanova zu Ivanov[14])
  • Menschen, deren Namen in manchen Ländern nicht rechtskräftig ist
  • Menschen, deren Heirat und der damit verbundene Namenswechsel in manchen Ländern nicht rechtskräftig ist
  • Menschen, die unter einem bestimmten Namen leben, aber ihren Ausweis nicht dahingehend haben ändern lassen. Dies ist in manchen Ländern erlaubt, wenn dies nicht in betrügerischer Absicht geschiet. Zum Beispiel:
  • Transgender während der Umwandlung
  • Menschen deren eigentlicher Name nie amtlich verzeichnet wurde (zum Beispiel benutzen 90 % der Einwohner Hong-Kongs eher englische als chinesische Namen)
  • Jeder der es plant seine Ausweisdokumente in einem Land mit rechtssprechenden Organ zu ändern, weil häufig haben diese eine Beweispflicht das sie unter ihrem neuen Namen bekannt sind, bevor eine tatsächliche Namensänderung vonstatten gehen kann
  • Menschen aus Kulturen, in denen man verschiedene Namen je nach Kontext oder ansprechender Person hat
  • Menschen, die ihren Geburtsnamen nicht mögen, oder die sich von ihm nicht so gut repräsentiert fühlen wie von ihrem gewählten Namen, aber ihren Ausweis nicht haben ändern lassen aus familiären oder finanziellen Gründen oder weil es in manchen Rechtssprechungen nicht möglich ist.
  • Menschen die ein Ausweisdokument auf mehr als einen Namen besitzen, was in einigen Gerichtsbarkeiten möglich ist
  • Menschen, deren Namen regelmäßig falsch übertragen oder geschrieben wird auch im behördlichen Umfeld, und die darum verschiedene Schreibweisen in ihren Papieren haben
  • Menschen, die ihren Namen bei allen Behörden geändert haben , dieser dort auch akzeptiert wurde und die den neuen Namen auch benutzen, jedoch wurde der Name nicht rechtsgültig geändert (and the authorities have accepted the name change and use the new name but have not changed their name legally).
  • Menschen mit langjährig verwendeten Pseudonymen
  • Entwickler von Open-Source-Software verwenden oft beständige, langjährige gebrauchte Benutzernamen in ihrer Entwicklungsarbeit
  • Blogger
  • Videospieler, z.B. die, die World of Warcraft oder andere MMORPGs spielen
  • User von Second Life und anderen Online-Welten
  • In manchen Ländern (z.B. Japan) sind Online-Pseudonyme die Regel
  • Autoren, die offline oder online und Pseudonym schreiben. Autoren nutzen Pseudonyme aus verschiedenen Gründen, darunter: 1) um ihr Geschlecht zu verbergen (Science-Fiction-Verlage bestehen oft darauf, dass weibliche Autoren „harter“ Sci-Fi sich für die Veröffentlichung männliche Pseudonyme zulegen.); 2) um die Privatsphäre ihrer Freunde und Angehörigen zu schützen; 3) um ihren Hauptberuf zu schützen; 4) um ein Image zu schaffen; und 5) um eine Marke zu schaffen, wenn Autoren in verschiedenen Genres schreiben.
  • Menschen, die einen Namen so lange verwendet haben, dass ihr soziales Umfeld den Namen „denken“, wenn sie die Person sehen, treffen, sprechen.
  • Menschen, deren „Realnamen“ stark verbreitet oder sehr selten sind
  • Menschen mit weit verbreiteten Namen (z.B. „Markus Meier“), die einen leichter zu identifizierenden Spitznamen oder Pseudonym verwenden möchten
  • Modenamen bei Kindern („Leon“ oder „Mia“) führen oft zu Anhäufungen im Erwachsenenalter, so dass alle gängigen Spitznamen oder Kombinationen von Initialien schon vergeben sind, was zu kreativen Pseudonymen führt. Ohne diese Spitznamen ist die Kommunikation in Gruppen erschwert. Diese Spitznamen verstetigen sich oft und werden der wahre Name
  • Menschen mit seltenen Namen, die nicht jede ihrer Onlineaktivitäten für jeden offensichtlich mit ihrer Identität verbunden wissen möchten.
  • Menschen, die den Namen mit Prominenten teilen, die im besten Fall dämliche Witze ertragen müssen („Helmut Kohl, hm?“), im schlimmsten Fall aber mit dem Prominenten verwechselt werden (was feindselige Handlungen einschließt) oder sogar wegen Vortäuschung falscher Identitäten „gebannt“ werden
  • Menschen, die ihren unkomplizierten „Realnamen“ gerne benutzen
  • Menschen, die ihren „Realnamen“  meistens benutzen, aber dennoch weniger nachverfolgbare (less-traceable) Identitäten benutzen möchten, um sich mit bestimmten Themen, wie oben angegeben, zu beschäftigen
  • Menschen, die die „Realnamen“ ihrer Freunde nicht kennen, jedoch deren Spitznamen oder Pseudonyme
  • Menschen, die ihren „Realnamen“ gerne benutzen, aber mit Angehörigen oder Freunden kommunizieren möchten, die ihre „Realamen“ nicht gerne benutzen
  • Menschen, die ihren „Realnamen“ gerne benutzen, aber mit verschiedenartigen, „tabuisierten“ oder verdrängten (marginalised) Ideen in Kontakt kommen möchten, die in einer Community mit „Realnamen“-Anforderung nicht in dieser Art verfügbar wären
  • Menschen, die ihren „Realnamen“ gerne benutzen und es bevorzugen würden, dass auch andere grundsätzlich ihren „Realnamen“ benutzen, jedoch der Meinung sind, dass andere die Wahl haben sollten, den von ihnen gewünschten Namen zu benutzen.
  • Menschen, die sich genötigt fühlen, die Namensverwendung Ihrer Freunde zu überwachen