"Das Internet war eine Episode der Freiheit"

Im Perlentaucher äußern sich Thierry Chervel und Anja Seeliger zum Leistungsschutzrecht, diesem Kniefall der Bundesregierung vor der Verlegerlobby (Gesetzesentwurf als PDF).

Ich setze auf die belgische Lösung und anschließendes Gewinsel der Verleger. Wer übrigens wissen möchte, welche Verlage/Presseerzeugnisse sich für diesen Unsinn einsetzen, kann dies bei der Opalkatze nachlesen. Beispiele auf ihrer Liste: (XY-)Bild, Brigitte, FAZ, Freundin, Financial Times Deutschland, Frankfurter Rundschau, Hannoversche Allgemeine, Geo, Grafschafter Nachrichten, Rheinische Presse, Süddeutsche, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Welt…

Live in the library 25: Dresden Dolls – Two Headed Boy

Some music again, eventually. The Dresden Dolls played live in the Auckland library. It was a ninja gig on January, 27th. They perform „Two Headed Boy„.

If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with „live in the library„.

[via Edlef, via Corin the Librarian]

Norwegen digitalisiert das 20. Jahrhundert

Alle norwegischen Bücher des 20. Jahrhunderts sollen digitalisiert und auf Bokhylla für Zugriffe von norwegischen IPs zur Verfügung gestellt werden, so Winfuture:

Eine Grundlage für die Kooperation: Die Nationalbibliothek und Kopinor konnten sich auf ein Modell einigen, über das die Autoren und Verleger jener Bücher, die noch Schutzrechten unterliegen, vergütet werden. Sollte ein Autor nicht mit der Veröffentlichung einverstanden sein, kann er für die jeweiligen Werke auch Widerspruch einlegen.

Noch durch das Urheberrecht geschützte Bücher soll man ansehen, nicht aber herunterladen können. Das klingt nach „Viewern“ und/oder DRM.

JANE – Journal/Author Name Estimator

Wer ein Paper geschrieben hat und nicht weiß, wo es eingereicht werden könnte, ist sicherlich für Hilfestellungen dankbar. Man kann natürlich das DOAJ nach einem passenden Open-Access-Journal durchsuchen. Man kann sich aber auch ein Journal vorschlagen lassen, zumindest wenn man im medizinischen Bereich publizieren möchte. JANE („Journal/Author Name Estimator“) soll dabei unterstützen.

Have you recently written a paper, but you’re not sure to which journal you should submit it? Or maybe you want to find relevant articles to cite in your paper? Or are you an editor, and do you need to find reviewers for a particular paper? Jane can help!

Just enter the title and/or abstract of the paper in the box, and click on ‚Find journals‘, ‚Find authors‘ or ‚Find Articles‘. Jane will then compare your document to millions of documents in Medline to find the best matching journals, authors or articles.

[via The Tree of Life]

OPACs schon 1993 mitunter recht benutzerfreundlich

Da OPACs als Suchhilfe nicht ausschließlich den Online-Profis, sondern auch den Bibliotheksbenutzern, bei denen keine Systemkenntnisse vorausgesetzt werden können, zur Verfügung stehen sollen, sind sie im allgemeinen sehr benutzerfreundlich gestaltet. Es ist mitunter leichter, darin Bücher u.a. zu finden, als in einem nach den Preußischen Instruktionen strukturierten konventionellen Zettelkatalog. Auch verfügen sie meist über eine Menüführung.

Mitunter(!) noch leichter als in PI-Katalogen, so schrieben Pörzgen und Schreiber vor fast 20 Jahren. [1]Pörzgen, Rainer: Die Informationsvermittlungsstelle : Planung, Einrichtung, Betrieb / Pörzgen, Rainer ; Schreiber, Martin. – München : Saur, 1993. – 124 S. – (Bibliothekspraxis ; Bd. 33). … Continue reading

[Danke an Imke für den Hinweis!]

References

References
↑1 Pörzgen, Rainer: Die Informationsvermittlungsstelle : Planung, Einrichtung, Betrieb / Pörzgen, Rainer ; Schreiber, Martin. – München : Saur, 1993. – 124 S. – (Bibliothekspraxis ; Bd. 33). – ISBN 3598211643. S. 51

Datenbanken eifern tristen Bibliotheken nach

Im Infobroker-Blog skizziert Michael Klems, warum kostenpflichtige Datenbanken kaum bekannt seien. Er meint, das läge unter anderem daran, dass man tristen Bibliotheken nacheifern würde:

Ein großer Teil der Branche ist langweilig. So langweilig, dass kaum ein Anwender sich auch nur einen Bruchteil seiner Zeit für Fachinformationen und Dienstleistungen aus Datenbanken interessieren würde. Bereits in den 90er Jahre propagierte Heinz Ochsner (Chef von Data Star) das “Informationen aus Datenbanken mehr sexy” sein müssen. Solange die gesamte Informationskultur aus Datenbanken sich im Fahrwasser von Bibliotheken und Dokumentationswesen bewegt bleibt es trist und öde. Bitte leise sein im Lesesaal. Erst die Anwender machen etwas durch Anwendung aus den Informationen. Hier liegt der Hebel und die Multiplikation: Weiterempfehlung und Begeisterung durch Anwender. Auf diese Weise haben es viele Angebote zu Größe gebracht. Raus aus der Geheimtipp-Mentalität. Einen ersten zarten Ansatz erhält das Segment durch die “informare” von Arnoud de Kemp.

Bibliotheken sind Multiplikatoren. Wirklich trist und öde sind übrigens Klischees aus dem mittleren 20. Jahrhundert.

[via Password-Pushdienst]

Bibliothekssoftware von Zwölfjährigem: Libramatic

Ein Zwölfjähriger programmiert eine Bibliothekssoftware: Libramatic. Die Irish Times schreibt:

WHILE MOST school­child­ren are enjoy­ing their sum­mer holi­days, a young boy from Dublin has been busy get­ting on the career lad­der, esta­blis­hing his first tech­no­logy company.

Shane Curran (12) last night laun­ched soft­ware busi­ness Libramatic, which spe­cia­li­ses in smart­phone and web-based library sys­tems. In doing so he became one of Ireland’s youn­gest chief executives.

The Libramatic sys­tem allows libra­ri­ans to manage books easily. The loaning-out and returning of books can be done sim­ply by scan­ning the book’s ISBN code using a smart­phone camera.

[via Netbib & VÖBBlog]