Das SLUB-Personen-Wiki

Die SLUB Dresden hat ein Personen-Wiki eingerichtet. Dort werden Daten zu Personen gesammelt und aufbereitet, die einen Bezug zu Beständen und Sammlungsaufträgen der SLUB aufweisen.

Ein prominenteres Beispiel ist sicherlich Johann Sebastian Bach, über die Vielfalt der Personen kann man sich leicht ein Bild verschaffen, wenn man die Funktion „Zufälliger Artikel“ nutzt.

Positiv ist zu vermerken, dass es sich tatsächlich um ein offenes Wiki handelt. Es kann also jeder ohne Registrierung Änderungen vornehmen. Ich gehe davon aus, dass dies demnächst zwecks Spam-Vermeidung mit einer Registrierung verbunden sein wird. Aber solange jeder Änderungen vornehmen kann, ist daran nichts auszusetzen. Ein anderer Punkt ist das Impressum. Dort heißt es:

Das Layout der Homepage, die verwendeten Grafiken sowie die sonstigen Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

Das Layout der Homepage entspricht bis auf ein eingefügtes Banner haargenau Monobook, dem Standard-Theme für Mediawiki. Im Impressum steht zwar nicht, dass die SLUB die Rechte am Layout der SLUB hat. Genauso wenig wie dort steht, dass sie die Rechte an den anderen Inhalten des Wikis hat. Aber es wird meines Erachtens impliziert. Abgesehen davon wäre eine konkrete Nennung, wer denn nun Urheber ist, ganz nett. Schon, um dann mal nachzuhaken zu können, ob nicht eventuell eine freie Lizensierung (z.B. CC-BY-SA) möglich wäre. Dann könnten die Daten auch tatsächlich im Ganzen genutzt werden.

Open Access & Verkaufszahlen

Kleine Zitatesammlung zum Thema „Wie wirkt sich Open Access auf Verkaufszahlen aus?“. Die Mehrzahl der Fundstellen verdanke ich Peter Subers Open Access News. Alles gesammelt bei Delicious. Einige der Zitate beziehen sich auf Google Book Search oder Amazons Search Inside, sind aber dennoch aufgenommen, da sie belegen, dass der durchsuchbare Volltext zu einer erhöhten Sichtbarkeit von Publikationen beiträgt.

Ideen und Entwickler gesucht: Open Book Widget

John Miedema freut sich über 1000 Downloads seines Open Book Widgets. Gleichzeitig läd er zur Mitarbeit ein:

What is most compelling is that OpenBook is free and open source — the entire codebase is available for inspection and innovation by the library world. To facilitate that sharing, I invite you to join a conversation that is starting about open source book widgets. No techie experience required, only an interest in book widgets, those little interfaces for sharing book data. Join our discussion list. Edit our wiki. Or just have a peek. More information to follow later.

Dem Aufruf möchte ich mich anschließen. Entstehen kann im Idealfall eine Programmbibliothek, die Zugriff, Verbreitung und Verarbeitung bibliographischer Daten im Web einfacher und gebräuchlicher macht. Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang. Einflußnahme auf die Ziele und die Struktur sind also noch möglich und sogar erwünscht.

Amazon Author Shops

In den „Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW“ wird auf ein sehr interessantes neues Feature von Amazon aufmerksam gemacht:

In den neuen Author Stores werden alle Bücher und zugehörige Produkte eines über amazon.com erhältlichen Autors gelistet, dazu kommen biografische Informationen und andere Features wie Interviews und Diskussionsforen. Zum Start wurden nach Angaben des Unternehmens 2.500 Author Stores eingerichtet. Ziel sei es, für jeden über Amazon erhältlichen Autor ein solches Angebot einzurichten.

Als Beispiel wird der Author Shop von Joanne K. Rowling genannt, es gibt jedoch schon etliche mehr. Dazu in den FAQ des Projekts:

Question: Why doesn’t my favorite author have an Amazon Author Store?

Answer: A select number of Amazon Author Stores will be viewable during our beta launch. We currently have thousands of Amazon Author Stores now and will be adding many more in the months to come.

Das dazu dann auch bald eine benutzerfreundliche API folgen wird, halte ich für sicher. Und dann haben wir sie endlich: die Konkurrenz zur PND. Kein Wunder, wenn das Bibliothekswesen seit Ewigkeiten auf den eigenen Daten hockt. Aber zumindest Jakob ist ja optimistisch, dass sich „bald“ etwas ändern könnte.

OpenStreetMap 2008

Beeindruckende Visualisierung über die Ergänzungen bei OpenStreetMap im Jahre 2008.


OSM 2008: A Year of Edits from ItoWorld on Vimeo.

Zitat:

An animation showing edits to the OpenStreetMap.org project during 2008. OpenStreetMap is a wiki-style map of the world and this animation displays a white flash each time a way is entered or updated. Some edits are a result of a physical local survey by a contributor with a GPS unit and taking notes, other edits are done remotely using aerial photography or out-of-copyright maps, and some are bulk imports of official data.

[via Bibsonomy ;o)]

Nutzerstudie zur Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB)

Deutschland bekommt ein digitales kulturelles Gedächtnis. Wie das Zugangsportal zu der digitalisierten deutschen Kultur aussehen könnte, untersucht eine Studie der Deutschen Nationalbibliothek. Ziel der Studie ist es, die Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche der zukünftigen Nutzer einer Deutschen Digitalen Bibliothek zu erfassen. Die geplante Plattform wird Kulturbestände aus Museen, Bibliotheken, Archiven und Mediatheken digital zugänglich machen und vernetzen.

Die Deutsche Digitale Bibliothek dient als nationales Zugangsportal innerhalb einer Europäischen Digitalen Bibliothek, an der sich alle EU-Mitgliedsstaaten beteiligen werden. Im Mittelpunkt der EU-Initiative „i2010“ steht ein einheitlicher europäischer Informationsraum, der die verschiedenen Kulturen integriert.

Interessierte können die Deutsche Digitale Bibliothek mit Ihrer Teilnahme an der Studie aktiv mitgestalten.

Der Link zur Studie:
http://www.ddb-studie.de

Weitere Informationen:

http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/Medienpolitik/DeutscheDigitaleBibliothek/deutsche-digitale-bibliothek.html

Dreiseitiger Suchmaschinenmarkt ohne Staat

Wolfgang Sander-Beuermann beklagt das Oligopol der größten drei Suchmaschinenanbieter (Google, Microsoft, Yahoo), die hierzulande gemeinsam auf einen Marktanteil von 98% kommen. Auffällig sei, dass es in Russland oder China einheimische Alternative gäbe, hierzulande aber nicht.

Es ist das Ergebnis beispielloser Ignoranz in der Wissenschafts- und Förderpolitik. Anstatt in realitätsnahe Zukunftstechnologien der IT zu investieren, die von den Nutzern gebraucht werden, wurden Unsummen an Fördergeldern für abgehobene Wolkenkuckucksvisionen sinnlos verbrannt. Denn das Ganze ist eine Frage des Geldes: es ist völlig naiv, zu glauben, dass technisch gute neue Ideen ausreichen würden, um neue Maßstäbe zu setzen. Nur dann, wenn solch gute neue Ideen mit ausreichend Startkapital versorgt werden, kann etwas Konkurrenzfähiges daraus werden. Solange jedoch die Wissenschafts- und Medienpolitik weiter im Tiefschlaf vor sich hin googelt, wird sich hieran nichts ändern.

Den nationalen Suchmaschinennotstand auf die Politik zu schieben, halte ich für sehr vereinfachend. Wo ist denn aus einem staatlich geförderten IT-Forschungsprojekt mal ein erfolgreiches Unternehmen geworden? Und genau darum geht es doch: um kommerziell erfolgreiche Suchmaschinen. Da ist kein Geld vom Staat gefragt, das ist Aufgabe der hiesigen IT-Firmen. Und wenn von denen keiner Geld verdienen will oder sich die Konkurrenz zu Google & Co nicht zutraut, dann ist es eben so. Beklagenswert, aber durch Forschungsprojekte nicht zu ändern.

[Via Recherchenblog]

Papin-Ramcharan & Dawe – The Successful University Library in a Developing Country

Richard A. Dawe und LibWorld-Autorin Jennifer Papin-Ramcharan (alias The Caribbean Librarian) veröffentlichen in Kürze ein Buch, das schon jetzt bei Amazon vorbestellt werden kann: The Successful University Library in a Developing Country

Beschreibung:

This book studies university libraries in developing countries against the backdrop of an increasingly inter-connected and interdependent world. The book suggests that finding solutions to problems of university libraries in developing countries is a matter of ensuring that ‚global knowledge‘ is of the highest quality and is not just for altruistic reasons. It describes the many problems associated with the running of university libraries in developing countries and considers what it takes for these libraries to be successful. The book includes case studies of university libraries in several developing countries in regions including Africa, India and The Caribbean. Presenting the perspectives of practitioners and library users, solutions presented are practical and relevant.It is authored by a librarian and a member of the faculty of a university in a developing country. It gives the perspectives of both librarians and users of university libraries. It includes contributions from librarians in several developing country regions including Africa, India and The Caribbean. It addresses not only the problems of developing country university libraries but also offers practical solutions.

TextGrid Summit in Göttingen

Per Mail erreichte mich ein Hinweis auf das TextGrid Summit in Göttingen:

We would like to turn your attention to the TextGrid Summit, January 21-22 in
Göttingen.

A lot of international experts will be on the spot to discuss the further
development and the prospects of the Virtual Research Environment for text
scientists and other specialists in the arts and humanities. You are cordially
invited to take part in the TextGrid Summit and to join in discussing this part of
the emerging e-Humanities infrastructure.

* TextGrid Summit (conference language: English)
** 21.01.09, 10.00 a.m. – 4.00 p.m. – a symposium with international keynotes,
TextGrid Hands-on Session
** 22.01.09, 11.00 a.m. – 6.00 p.m. – Developers‘ Workshop