Frühmoderne Bücherwelten

Bücher, Büchersammlungen und alte Bibliotheken sind unbestritten schützenswertes Kulturgut von hohem Rang. Ihre Sammlungsgeschichte ist jedoch oftmals nur dem Kenner zugänglich, die Wirkung zu ihrer Blütezeit bleibt dem heutigen Nutzer verschlossen. Einen authentischen Einblick in die Welt der Bücher im 18. Jahrhundert gibt die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen, die noch bis zum 7. Oktober im Historischen Waisenhaus zu sehen ist. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Historische Bibliothek der Franckeschen Stiftungen, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zweifelsohne zu den bedeutendsten Bibliotheken Deutschlands zählte.

Mehr Infos gibt es hier…

[via idw]

Zusatzausbildung Musikinformationsmanagement

Die Hochschule der Medien in Stuttgart bietet Wintersemester 2007/2008 eine Zusatzausbildung im Bereich Musikinformationsmanagement an. Teilnehmen kann man im Februar 2008 an den Seminaren „Musikmedien und Musikinformationen – Erschließen – Recherchieren – Beschaffen – Vermitteln“ und/oder „Digitale Musikbibliothek und Digitale Musikarchivierung“.
Mehr Informationen gibt es im Musikflyer.

[via bildungsklick]

Das Programm Selbstverblödung

Die taz druckte gestern Bodo Zeuners Rede des Abschieds vom Otto-Suhr-Institut ab. Titel: Das Programm Selbstverblödung

Der Titel ist Programm. Der Text ist eine einzige scharfzüngige Abrechnung mit der Ökonomisierung des Bildungswesens. Er beschreibt die ideale Universität als Teil des Gemeinswesens. Hier habe ein Paradigmenwechsel stattgefunden:

Eine Universität nach dem Modell des Privatunternehmens hingegen wird ihre Tätigkeiten dem Markterfolg unterordnen. Interner Streit mag noch stattfinden, aber er wird durch den Vorrang des Markterfolgs entsubstanzialisiert. Grundlagenforschung? Studienziel kritische Kompetenz? Frauenförderung? – Schon recht, solange der Markt es nicht bestraft! Eine Universität als Gemeinwesen hingegen hat die Orchideenfächer, die Grundlagenforscher und die Systemkritiker wegen ihres Eigenwerts für die Wissenschaft zu fördern. Das „Unternehmen Hochschule“, für das die FU Berlin stolz voranschreitet, bricht also nicht nur mit den früheren Strukturmodellen, sondern ist darüber hinaus ein Versuch, sich den Anforderungen zu entziehen, die sich an die Universität als ein Gemeinwesen stellen.

Er beschreibt den Wandel der Universitäten, auch die Autoritätsverlagerung von der Politik zu Think Tanks wie der Bertelsmann-Stiftung, aber auch die Schuld seiner eigenen Generation an dieser Misere. Er sieht die Wissenschaft an sich durch die Entwicklungen der letzten Jahre in Frage gestellt:

Es geht bei diesen Reformen nicht nur um Verwaltungsfragen, es geht um den Charakter der Wissenschaft. Sie kann sich nicht völlig den Schuh- oder Automobilproduzenten angleichen, denn sie unterliegt dem Wahrheitskriterium, während Schuhe und Autos nur nützlich sein müssen. Die Bindung an das Streben nach Wahrheit macht den spezifischen Gebrauchswert der Wissenschaft aus und verleiht ihren Produkten Würde und Autorität. Und sie erst begründet das Grundrecht auf Wissenschaftsfreiheit.

LibWorld – Russia

Our guest author from Russia is Katerina Martjyanova from Yekaterinburg. She works as a reference librarian at the Ural State University Library. She is one of the few librarian bloggers in Russia, you can find more information about her on her blog: Library Bat

LIBWORLD RUSSIA

I was very surprised and flattered, when in the end of may I was asked to write a sort of article about Russian biblioblogoshere for the international project Infobib. I must confess that I first agreed and then started thinking what I will be writing about, as at that moment I was sure I was the only librarian-blogger in Russia. The situation has changed recently. I have learned that my friend and coworker Marianna Ponikarovskaya has a kind of blog on library related topics. And in the end of june the Russian State Library has also started blogging. So, one can say that nowadays there are at least three library blogs in Russia.

But still I want to focus your attention on the fact, that it is too early to speak about Russian biblioblogoshere. To my mind, any subject-oriented blogosphere consists of two core components – authors, that keep a blog, and readers, that read posts and comment them. But in Russia both of these components are poorly developed.

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BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

Der InfoWissBlog der Saarbrücker Informationswissenschaftler macht auf zwonullige Erweiterungen ihres OPACs aufmerksam: BibTeX-Export und Bibsonomy-Links in ViBI

ViBI generiert nun auch einzelne Datensätze im BibTeX-Format und bietet eine neue Möglichkeit, um Metadaten von Monografien einfach in das Social-Bookmarking-System Bibsonomy zu übernehmen. Dazu gibt es nun auch Links zur weiteren Recherche zu Google Books, WorldCat, Google Scholar, Wikipedia und Technorati. Außerdem wurde die Ausgabe mit zusätzlichen Metadaten angereichert, um die automatische Übernahme in das Literaturverwaltungsprogramm Zotero (Firefox-Plugin) zu erleichtern.

Beispielhaft verlinkt sei hier dieser Titel. Außerdem neu ist ein RSS-Feed für Neuerwerbungen.

Digitale Rechteverwalter heischen nach Lob

Frage:

„Sind Sie der Meinung, dass Bibliotheken ein Angebot, das Informationen und Inhalte digital zugänglich macht, deshalb nicht anbieten dürfen/sollen, weil es “nur” von derzeit 95 % der Internetnutzer in Anspruch genommen werden kann?“

Antwort:

Nein.

Wer dazu, dem Bedürfnis nach Bestätigung und zum Thema „Versionswechsel im Bibliothekswesen“ ein wenig ausführlichere Informationen haben möchte, wage sich in die Tiefen der Diskussion in der Nachbarschaft:

  1. http://log.netbib.de/archives/2007/06/19/auch-koln-ist-mit-der-online-ausleihe-gestartet/
  2. http://bibliothek2.wordpress.com/2007/07/08/onleihe-digitale-bibliothek-05/
  3. http://log.netbib.de/archives/2007/07/11/onleihe-digitale-bibliothek-05

Dies ist auch die empfohlene Lesereihenfolge. Wem das noch nicht reicht, der oder die kann sich auch via Technorati auf dem Laufenden halten.

Biblioblog: Fabilous Librarian

Fabienne Kneifel hat gerade einen neuen, zweisprachigen Biblioblog eröffnet. Unter http://fabilouslibrarian.wordpress.com/ möchte sie auf Deutsch und Englisch über bibliothek 2.0 (besonders im hinblick auf web 2.0-technologien in opacs) und virtuelle auskunftsdienste (e-mail und chat) schreiben. Hier begrüßt sie die Welt auf Deutsch und hier auf Englisch.

Das Blog ist im LISWiki verlinkt, und in allernächster Zeit auch Teil der Biblioblogsuche.