Email-Adresse auf Webseiten vor Spambots verstecken

Ein kleiner Tipp zwischendurch: Wer seine Email-Adresse (beispielsweise in einem Impressum) auf einer Webseite angeben muss, erfährt oft nach kürzester Zeit, wie effektiv die Spam-Mafia arbeitet. Um dies zumindest ein bißchen herauszuzögern, kann man seine Email-Adresse für manche Spambots unsichtbar machen. Man muss dazu nur die Emailadresse in Unicode umwandeln.

Damit man das nicht selbst mühsam übersetzen muss, gibt es dazu natürlich Tools noch und nöcher. Zum Beispiel dieses hier.

Wirklich geschützt ist man so leider immer noch nicht, aber man kann die Spam-Menge leicht reduzieren. MEhr zum Thema gibt’s überall im Netz, zum Beispiel bei Wikipedia.

"Mifare vollständig kompromittiert"

Dirk Fox beschreibt in „Die Mifare-Attacke“ [1] Datenschutz und Datensicherheit 5/2008, S. 348-350 noch einmal den bereits hier erwähnten Mifare-Hack. Sein Fazit:

Die publizierten Analyseverfahren erlauben ein Karten-Kloning mit so einfachen Mitteln, dass auf Mifare Classic basierende Anwendungen als vollständig kompromittiert angesehen werden müssen – bei Anwendungen wie Unternehmens- oder Gebäudezugang wäre eine leere Plastikkarte nahezu ebenso sicher (wiewohl erheblich billiger).

Fox empfiehlt u.a. eine Migration auf sicherere Technologien.

References

References
↑1 Datenschutz und Datensicherheit 5/2008, S. 348-350

Hilferuf zur PDF/A-Konvertierung

Wie man als regelmäßiger Infobibleser sicherlich mitbekommen musste, beschäftigt mich das Thema PDF/A in letzter Zeit in hohem Maße. Immer wieder stoße ich auf Probleme, die zwar nicht ohne Weiteres, aber irgendwie dann doch zu beheben sind. Zwei Fehlermeldungen konnte ich bislang jedoch nicht beseitigen.

  1. Weiten-Informationen für Zeichen sind inkonsistent ist die bei Weitem häufigste Fehlermeldung bei der Konvertierung von ’normalem‘ PDF in PDF/A. Werte Infobib-Leser, gibt es eine Möglichkeit, dies gezielt zu beheben? An Werkzeugen steht u.a. Adobe Acrobat Professional 9.0 inkl. Preflight zur Verfügung.
  2. Gibt es eine Möglichkeit, Schriften nachträglich einzubetten? Das Dokument wird ja schließlich auf dem Monitor angezeigt, also müsste es doch möglich sein, exakt diese Schriftart auch einzubetten?

Für Hinweise auf Lösungsmöglichkeiten wäre ich äußerst dankbar!

Mifare Classic vor dem Aus

Via Heise:

Forscher haben einen entscheidenden Durchbruch bei der Kryptanalyse des Verschlüsselungsalgorithmus Crypto1 gemacht, der das RFID-System Mifare Classic schützt. Laut der nun veröffentlichten Arbeit von Nicolas Courtois, Karsten Nohl und Sean O’Neil ist es möglich, ohne aufwendig vorauszuberechnende Tabellen (Rainbow-Tables) die Verschlüsselung innerhalb von wenigen Sekunden mit PC-Hardware zu knacken. Die Sicherheit des Algorithmus, so das Fazit der Forscher, sei „nahe Null“.

Wenn ich mich recht erinnere, wird Mifare Classic unter anderem in der Münchner Stadtbibliothek eingesetzt. Das System Mifare Plus soll allerdings auch betroffen sein.

Unter Sicherheitsaspekten sollten RFID-Etiketten ohnehin spätestens seit Veröffentlichung des RFID-Zappers nicht mehr diskutabel sein. Wer RFID einsetzt, möchte vorwiegend Personal auf die Straße setzen, bzw. keine neuen Mitarbeiter einstellen.

Papers: Literaturverwaltung für Mac/OS

Gerade bin ich zufällig über eine Literaturverwaltung namens Papers gestolpert.

Papers contains everything you need to get your favorite articles in your personal library. Importing PDFs that you already downloaded before is easy, you match them using your favorite online article repository like PubMed, Google Scholar, Web of Science, etc. and all the metadata is automatically added. You might as well skip this altogether and start from scratch, the completely integrated search engines is the number one thing you are really going to like. Three clicks is all you need to find a paper and add it to your library. And finally we allow you to leverage the full power of your favorite search engine using predefined search terms. Looking for all reviews within your favourite topic, with full text open access? You got it!

Hat das ein zufällig mitlesender Apple-Nutzer mal ausprobiert?

Inetbib 2008: Evolution des Internets

Eröffnungsvortrag: Zur Evolution der Internetdienste von Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia Prof. Dr. Phuoc Tran-Gia (Universität Würzburg).

Tran-Gia berichtet über die Grenzen des internet protocol, über Skalierungsprobleme und den „drohenden Kollaps“ des Internets. Er prognostiziert eine evolutionäre Weiterentwicklung des Internets, da ein Neuanfang nach tabula rasa ohne alten Ballast zwar wünschenswert, aber nicht durchsetzbar ist.

Trends in Schlagworten: Multi network services, Edge based Intelligence & Platforms, Service Discovery Engine.

Die Entwicklung geht so schnell, dass meine Vorstellung nicht reicht, um Dinge vorauszusagen.

P2P sorgt für ca. zwei Drittel der Netzauslastung.

Kleine Zwischenbemerkung: Neben mir wird eifrig getwittert.

P2P, besonders BitTorrent ist jetzt schon unverzichtbar für die Verteilung großer Datenmengen, Beispiel neue Linuxversionen.

Anwendungen entstehen am Netzrand

Quality of service: Wie schnell finde ich ein Buch im Katalog? Messbare Qualität.
Quality of experience: Wie zufrieden bin ich mit einer Dienstleistung? Subjektive Empfindung.

Höhere Dienstgüte durch granulare Dienste.

Sehr guter Einführungsvortrag!

Adobe Flash Media Rights Management Server

DRM error

Heise berichtet über einen neues, von Adobe angebotenen DRMS:

Inhalteanbieter können demnach mit der Software FLV- und F4V-Audio- und Videodateien verschlüsseln und Zugangsrichtlinien setzen, auch nachträglich nach einem Download.

Großartig. Es reicht also nicht, dass mir vorgeschrieben wird, mit welchem Betriebssystem, wie lange und wie oft ich Medien sehen darf. Nun kann es sogar sein, dass sich die Richtlinien ändern, nachdem ich die Medien schon längst in meinem Besitz wähnte. Ein Alptraum für die Langzeitarchivierung und Zitierbarkeit von audiovisuellen Daten. Wie in Adobes Presseerklärung zu lesen ist:

Precise usage control allows service providers to specify a range of parameters for user access and media expiration, while dynamic rights management lets them change usage rights even after a file has been distributed.

De facto kann ich also ein Flash-Video verteilen, und wenn ich dann irgendwann nicht mehr der dort vertretenen Meinung bin, ziehe ich es einfach zurück. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten für Politik und PR. Ab heute heißt es nicht mehr Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Wenn es nicht mehr opportun erscheint, lässt man es einfach verschwinden.

Semantic Hacker

Jakob macht noch einmal auf den Theseus-Wettbewerb aufmerksam, bei dem es 10.000 Euro zu gewinnen gibt, wenn ich das richtig sehe. Etwas mehr gibt es beim Semantic Hacker. Die dort präsentierte API läd übrigens zum Spielen ein:

SemanticHacker.com is home of the TextWise SemanticHacker API and we’re bold enough to call it the world’s first open API for semantic discovery.

Semantic discovery is a way to find information without knowing explicitly what you’re looking for BUT „you know it when you see it.“ Semantic discovery does not punish you for using the wrong keywords.

We built the API for clients and users to actively engage with our core technology – Semantic Signatures®. See our Semantic Signatures® in action on the right.

Bei einem Test mit dem ersten Absatz aus LibWorld – Italy gab es schon ganz brauchbare Resultate. Als passende Wikipedia-Links wurden angeboten:

1.) Librarians in popular culture
2.) List of librarians
3.) Association of UK Media Librarians
4.) Michael Gorman (librarian)
5.) Jessamyn West (librarian)
6.) Librarian
7.) Kathleen de la Peña McCook
8.) Eric Moon
9.) Samuel Swett Green
10.) One-person (or solo) librarianship

Keine schlechte Quote.

Bundesrat zu DRM an Hochschulen

Aus der Drucksache 47/1/08 des Bundesrates vom 03. März 2008, S. 3f:

Der Bundesrat bittet darum sicherzustellen, dass im Bereich der Hochschulen und anderer Institutionen, die ein berechtigtes Interesse am freien Zugang zu Informationen haben, DRM-Systeme nur im angemessenen Umfang zur Anwendung kommen. Es muss gewährleistet sein, dass Informationen, deren inhaltlicher Wert insbesondere im Bereich der Bildung von öffentlichem Interesse ist, weitestgehend zugänglich sind.

[via Heise]