Sustainable Best Practices for Populating Repositories

Im der ersten Jahreshälfte 2012 wird COAR (Confederation of Open Access Repositories) eine Arbeitsgruppe zur Content-Akquise für Open-Access-Repositories starten. Unter anderem soll es gehen um:

  • Lessons learned: what’s worked and what hasn’t
  • Workflows or strategies to gather content and populate repositories over time.
  • Long-term staffing, operational plans, or campus partnerships that have lead to consistently higher rates of deposit.
  • Automated processes to gather content and populate repositories.
  • Any other long-term activities or operations that resulted in higher levels of article deposit.

[via Birgit Schmidt]

BPB-Dossier zu Open Data

Die Opalkatze macht auf ein neues Dossier der BPB aufmerksam:

Open Data steht für die Idee, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen. Welches Potential verbirgt sich hinter den Daten, die Behörden und Ministerien, Parlamente, Gerichte und andere Teile der öffentlichen Verwaltung produzieren? Was kann man mit den Umwelt- und Wetterdaten, Geodaten, Verkehrsdaten, Haushaltsdaten, den Statistiken, Publikationen, Protokollen, Gesetzen, Urteilen und Verordnungen machen? Das Dossier stellt Fallbeispiele vor, von der Kontrolle der Arbeit amerikanischer Kongreßabgeordneter bis zu Baustellenmeldungen in deutschen Kommunen. Es klärt über das Potential offener Daten für eine nachhaltige demokratische Entwicklung auf und zeigt, wie Datenjournalisten mit diesen Datensätzen umgehen.

Am Dossier „Open Data“ haben die üblichen Verdächtigen Daniel Dietrich, Christiane Schulzki-Haddouti und Lorenz Matzat mitgewirkt. Hab’s noch nicht gelesen, aber für inhaltliche Qualität sollte damit gesorgt sein.

Google Scholar: Inclusion Guidelines for Webmasters

Google Scholar hat „Inclusion Guidelines for Webmasters“ veröffentlicht. Wer sein Repository ordentlich in Google Scholar gelistet haben möchte, hat sich an Googles „Standards“ zu halten. Konkret heißt es:

If you’re a university repository, we recommend that you use the latest version of Eprints (eprints.org), Digital Commons (digitalcommons.bepress.com), or DSpace (dspace.org) software to host your papers. If you use a less common hosting product or service, or an older version of these, please read the rest of this document and make sure that your website meets our technical guidelines.

Liebe Bibliothekswesen, tragt bitte in alle künftigen Anforderungskataloge für Softwareanschaffungen unbedingt ein, ob die Software Google behagen würde!

Man könnte antworten:

If you’re a search engine giant and you want to monetarize the scientific work of other people, we recommend that you use the latest version of any open harvesting protocol, for example OAI-PMH to collect the metadata of our papers. If you try to establish your own rules, have fun with your customers who wonder about crappy metadata.

Kann doch nicht so schwer sein…

Release: OPUS 4.2.0

OPUS 4.2.0 ist fertig:

Ausgewählte Features, die in diesem Release neu entwickelt wurden:

* XML-basierte Import-Schnittstelle für Metadaten (inclusive Dokumentation des IMPORT-XML)
* dedizierte Unterstützung von Schriftenreihen mit der Möglichkeit zum Einbinden von Logos und HTML-Markup
* Anzeige und Sortierung nach Bandnummern innerhalb der Schriftenreihen
* Verlinkung zur Schriftenreihe aus der Frontdoor
* OAI-Schnittstelle unterstützt nun auch Sets (Anforderung für die
DINI-Zertifizierung)
* globale Enrichment-Verwaltung in der Administration
* RSS-Feeds auf beliebige Suchanfragen
* Anzeige des Gesamtbestands auf der Startseite
* Erweiterung der Bearbeitungsstati von Dokumenten, neu:
„In Bearbeitung“ und „Zugriff beschränken“
* Anpassung von Eingabefeldern im Adminbereich (z.B. Vergrößerung der Anzeige der Abstractfelder)
* Anpassung des Datenmodells (u.a. PageNumber, PageFirst und PageLast können jetzt nicht-numerischen Inhalt enthalten)
* Enrichtmentfelder mit HTML-Markup können auf der Frontdoor ausgegeben werden
* Validierung der XML-basierten Dokumenttypdefinitionen im Publikationsformular

Weiteres auf der OPUS4-Seite des KOBV.

Linked Data der DNB nun Linked Open Data

Aus einer E-Mail von Julia Hauser:

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass der bestehende Linked Data-Service der Deutschen Nationalbibliothek um Titeldaten erweitert wird.

2010 hat die Deutsche Nationalbibliothek damit begonnen, Normdaten als Linked Data zu veröffentlichen. Der bestehende Linked Data Service der DNB [1] wird nun um Titeldaten erweitert. In diesem Zuge wird auch die Nutzungslizenz für Linked Data auf „Creative Commons Zero“ [2] umgestellt.

Jetzt wurde der überwiegende Teil der Titeldaten der DNB – es fehlen z. B. noch Musikalien und die Bestände des Deutschen Exilarchivs – sowie die fortlaufenden Sammelwerke (Zeitschriften-, Zeitungs- und Schriftenreihentitel der Zeitschriftendatenbank (ZDB)) umgesetzt. Die RDF/XML-Repräsentation des jeweiligen Datensatzes ist ab sofort im Portal der DNB [3] über einen entsprechenden Link verfügbar. Es handelt sich ausdrücklich um einen experimentellen Dienst, der laufend erweitert und verfeinert werden soll. Nähere Informationen zu Fragen der Modellierung und des Vorgehens finden sich in der aktualisierten Dokumentation [4].

Der einzig richtige und wichtige Schritt! Die dazugehörigen Links:

[1] https://wiki.dnb.de/display/LDS/
[2] http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/
[3] http://portal.dnb.de/
[4] http://files.d-nb.de/pdf/linked_data.pdf

Ergebnisse: Wessen Inhalte dürfen ins Institutional Repository?

Vorbemerkung: Insgesamt wurden die Fragen 37x beantwortet. Es wurde kein aufwändiger Check betrieben, ob die Umfrage mehrfach ausgefüllt wurde. Die Ergebnisse sind ohnehin in keiner Weise repräsentativ. Sie können höchstens dazu dienen, Tendenzen zu erkennen.

Weitere Infos zur Umfrage: Wessen Inhalte dürfen ins Institutional Repository?

1. „IRs zerreissen das Werk von Wissenschaftlern, die die Institutionen wechseln.“ Erläuterung: Gemeint ist, dass alle Publikationen eines Autors aus dem einen oder anderen Grund nicht in einem Institutional Repository (IR) gebündelt abrufbar sind. Ein Grund könnte sein, dass nur Schriften aufgenommen werden, die zur Zeit der Institutszugehörigkeit eines Autors entstanden sind.

Antwort Anteil (%) Anzahl
Ja, dies ist bei meinem IR der Fall. 37,8% 14
Nein, dies ist bei meinem IR nicht der Fall. 62,2% 23

2. „IRs nehmen manchmal ungern die Produktion vor dem Eintritt in die Institution.“ Erläuterung: Manche IRs nehmen keine Publikationen an, die vor der Zugehörigkeit zur jeweiligen Institution entstanden sind.

Antwort Anteil (%) Anzahl
Ja, dies ist bei meinem IR der Fall. 27,0% 10
Nein, dies ist bei meinem IR nicht der Fall. 73,0% 27

3. „Nach dem Ausscheiden muss sich der Wissenschaftler eine andere OA-Bleibe suchen.“ Erläuterung: Gemeint ist, dass Autoren nur Publikationen im IR veröffentlichen dürfen, solange sie der jeweiligen Institution angehören. Dies können sowohl ehemalige Studierende als auch ehemalige Mitarbeiter sein.

Antwort Anteil (%) Anzahl
Ja, dies ist bei meinem IR der Fall. 62,9% 22
Nein, dies ist bei meinem IR nicht der Fall. 40,0% 14

Von welcher Einrichtung wird das IR betrieben?

Typ der Einrichtung Anteil (%) Anzahl
Fachhochschule 13,5% 5
Universität 62,2% 23
Forschungseinrichtung 24,3% 9

Dazu 2 weitere Angaben, dass es sich genau genommen um eine UB handelt.

Anmerkungen und Kommentare (Freitextfeld):
Anmerkung 1:

Anfragen von Wissenschaftlern, die die Universität gewechselt haben, ob sie weiterhin auf unserem Server publizieren dürfen, kommen so gut wie nicht vor.

Anmerkung 2:

Die Richtlinien werden zur Zeit überarbeitet. An Alumni ist leider noch nicht gedacht.

Anmerkung 3:

Es wird nicht nur das Werk zerrissen, sondern es werden in einer wissenschaftlichen Vita unzählige Dubletten erstellt, die jedes mal einen neuen Persistent Identifier bekommen. Dies könnte Probleme bei statistischen Erhebungen (Citation index) oder bei Zitierungen (dem Autor oder anderen Wissenschaftlern ist nicht klar, welchen der PI sie zitieren sollen).

Anmerkung 4:

Ein Paar Kommentare zu Grafs Mail, die ansonsten ein perfekter Diskussionsanstoss ist: – „Suchwerkzeuge wie BASE sind weitgehend unbekannt“: richtig, dafür Google und Google scholar – „Auch wenn eine Arbeit mit der Institution eindeutig in Verbindung steht (…) wird sie nicht aufgenommen“: Richtig, sonst wäre es ja kein IR. Einen Vorwurf sollte man aber nicht ZORA machen – auf deren Webseite kann die Arbeit sonst wie verlinkt werden – sondern der HTW Chur, die als I&D-Fachhochschule schon lange das gute Beispiel zeigen sollte. – „IRs parzellieren die Wissenschaft“: Mag sein, sie hat sich aber schon häufig genug selber parzelliert. Und für etwas gibt es FRs (Fachspezifische Repositories) und klassifikatorische Daten. – „ZORA kürzt den Vornamen ab, obwohl viele Disziplinen dagegen sind“: Wo kann man denn offizielle und einheitliche Stellungnahmen von ganzen wissenschaftlichen Disziplinen nachlesen, um zu wissen, wo wer gegen was ist? Wieviele Disziplinen pflegen mehrere Zitationsstile, obwohl die Gemeinschaft nur wenige hundert oder tausend Forschenden zählt?

Anmerkung 5:

Die These von Graf beschreibt kein wirkliches Problem. Der Vorteil des Webs und von Open Access ist doch gerade, dass die Publikationen eines Autors nicht wie in einer Bibliothek vollständig im gleichen Regal stehen müssen. Für das Suchen nutzt man sowieso besser BASE in Bielefeld oder internationale Fachrepositorien (oder Google oder Verbundkataloge wie Worldcat). IRs bieten zwar Suchfunktionen (und die sollen auch gut sein), aber nur für begrenzte Fragestellungen. Für das Finden ist es eigentlich egal, auf welchem Server die Publikationen liegen, Hauptsache er ist zuverlässig erreichbar und verfügt über standardisierte Schnittstellen.

Anmerkung 6:

Das institutionelle Repository soll auch die Basis für eine Universitätsbibliographie bilden. Der Zusammenhang mit der Universität ist gewollt und gewünscht. Die Primärdaten müssen ordentlich langzeitarchiviert werden, und auch bei der Institution vorliegen. Die Metadaten dagegen können auch anderweitig verwendet werden, das Zerreißen des Werks eines Autors ist also kein schlagkräftiges Argument.

Anmerkung 7:

Ich teile die Kritik, dass Publ. von Autoren zerrissen werden. Hier werden noch Lösungsmöglichkeiten gefunden werden müssen. Evtl. über ein anderes Portal (REsearchGate?) wo der Wissenschaftler die Publ. seines Werdeganges, aus unterschiedl. Repositories automatisiert (via Schnittstellen) in nutzerfreundlicher Bedienung zusammenführen kann. Derzeit ist meine Einschätzung: Ein institutionelles Repository hat den Fokus auf Publikationen der eigenen Einrichtung und soll hauptsächlich den Output der eigenen Einrichtung nach aussen widerspiegeln. Das ist schon ein sehr grosser Aufwand. Unser Rep orientiert sich an der Organisationsstruktur der Universität. Die Publ. werden den Fakultäten/Einrichtungen zugeordnet. Die Wissenschaftler der Uni können ihre Publikationen selbst einstellen, dadurch kommen natürlich auch Publ. aus früheren Arbeitsstätten in das Rep. Die Services sind daher auf die aktiven Mitarbeiter unserer Institution konzentriert. Dennoch wäre denkbar, dass man evtl eine Lösung für Interessierte entwickelt, die unser REP als zentralen Sammelpool nutzen wollen. Derzeit haben wir leider nicht die Kapazitäten, um hier etwas zu entwickeln. Ich behalte diesen interessanten Aspekt aber weiter im Hinterkopf.

Anmerkung 8:

Grundsätzlich ist die Beschränkung in den Leitlinien unseres IRs sowie des integrierten Hochschulverlages auf Mitarbeiter der Einrichtung bzw. der Mitarbeiter assoziierter Einrichtungen vernünftig, da wir für externe Veröffentlichungen grundsätzlich nicht die Verantwortung übernehmen können und wollen. Zumal wir auch argumentieren: die inhaltliche Qualität der Publikationen bildet das Niveau unserer Einrichtung ab, d. h. wir veröffentlichen – mit gewissen Einschränkungen – auch alles, was ein Mitarbeiter veröffentlichen möchte. Letztlich legen wir institutionelle Mitgliedschaft aber weit aus, um die von Herrn Graf beschriebenen Hürden möglichst niedrig zu halten. Hin und wieder erweist sich unsere Policy jedoch auch als Innovationsbremse, wenn wir z. B. Kooperationsanfragen lokaler, aber externer Einrichtungen ablehnen müssen oder diese aufgrund administrativer Verzögerungen scheitern (z. B. durch die notwendige, aber nicht zeitgerechte Zustimmung des Bibliotheksbeirats), weil die institutionelle Zugehörigkeit nicht belegt werden kann und wir so attraktive Publikationsprojekte verlieren.

Anmerkung 9:

ich wäre mir auch nicht sicher, ob IR Einträge von Alumni von den Erlaubnissen der Verlage (s. Romeo) gedeckt wären.

Anmerkung 10:

Wollen Repositorien Publikationslisten-Features anbieten, ist es nötig alte Publikationen aufzunehmen. Export Möglichkeiten erlauben es wechselnden Autoren ihre Publikationen bzw. Metadaten auf ein neues Repositorium zu migrieren. Für den Forschenden ist dies sicher nicht ideal und mit Mehraufwand verbunden. Hier kann vielleicht die Intiative ORCID Abhilfe schaffen.

Anmerkung 11:

Die Zugehörigkeit zur Hochschule wird nicht explizit geprüft. Eine solche wird einfach vorausgesetzt. Ich verstehe nicht, warum mehrere Veröffentlichungsorte ein Problem darstellen sollten – in Zeiten von BASE etc…

Neue Mailingliste zum Repositorymanagement

Die DINI-Mailingliste „Repositorymanagement“ soll dem Austausch und der Vernetzung untereinander dienen und stellt eine Ergänzung zu internationalen (bspw. JISC-Repositories) oder thematisch anders gelagerten (DINI, Inetbib) Listen dar. Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Repositorien an deutschsprachigen Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, Dokumenten- und Forschungsdatenrepositorien, OA- und nicht OA-Repositorien, DINI-zertifizierte Repositorien, Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie Technikerinnen und Techniker. Themen: Alles rund um den Betrieb eines Repositories; formale, technische, bibliothekarische und rechtliche Standards; Plattformentscheidungen; Metadaten und Harvesting; Personalmanagement, Workflows, Compliance-Fragen, bspw. DINI, DRIVER, OpenAIRE; Open Access. Betrieb: Die Liste wird unter Schirmherrschaft der DINI-AG Elektronisches Publizieren betrieben.

Und hier geht’s zur Anmeldung.

(Open-)Data-Projekte

Netzpolitik stellte drei Open-Data-Projekte vor, die auf sehr unterschiedliche Art zeigen, was man mit Open Data (ob nun Open Government Data, Open Bibliographic Data, Open XY Data…)
alles machen kann.

Auf Owni.eu sind noch viele weitere Projekte vorgestellt, darunter auch verschiedene, wirklich beeindruckende Visualisierungen. Das folgende Video gibt einen kurzen Vorgeschmack:

Visualizing 2011 from Visualizing on Vimeo.

Spannend scheint mir z.B. „What’s your Economic Outlook?“. Zitat Netzpolitik:

Mit “What’s your Economic Outlook?” bietet die New York Times eine Statistik der etwas anderen Art. Statt Prozentangeaben (“17,2% der weiblichen Jugendlichen schätzen ihre Jobchancen als schlecht ein”) wandern hier die Umfrageteilnehmer auf einem virtuellen Parkett zu den Positionen die sie verteten. Wenn man mit der Maus über eine Person fährt, wird ihre individuelle Meinung zum Thema angezeigt. Ausprobieren!

Ich sehe gerade, dass nicht alle Projekte ihre Daten zur Verfügung stellen oder auf freien Daten beruhen. Schade. Die Visualisierungen sind jedoch durchweg gelungen bis spektakulär.

Linked Library Data Tools

Die Linked Library Data Group des W3C hat heute ihren Werkzeugkoffer geöffnet und führt nun im W3C-Wiki eine öffentlich zugängliche Liste mit Werkzeugen im Bereich Linked Library Data: LLDtools.

Aufgeführt sind zum Beispiel verschiedene Werkzeuge für die Publikation von LLD (z.B. Pubby) oder Dienste zur Ansicht und zum Browsen (z.B. der Sindice Web Data Inspector).