Laut Börsenblatt entwickeln Studierende des Studiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement der HdM in Stuttgart in Zusammenarbeit mit dem Verlag Dinges & Frick (B.I.T. online) ein Wiki zum Thema Informationswesen.
Biblioblog Chaoslinie
Zufällig bin ich gerade auf einen zumindest mir neuen Blog gestoßen, der sich zu einem nicht geringen Teil mit bibliotheksrelevanten Themen beschäftigt: Chaoslinie.
Die zur Zeit aufgeführten Kategorien lauten:
- Bibliothekarisches
- Buchhandel
- Chaos – privat
- Copyright
- Digitale Projekte
- DRM
- Gedanken zur Informationswelt
- Globales Netz
- Informations- und Medienkompetenz
- Langzeitarchivierung
- Leseempfehlung
- Musikhandel
- Online-Recht
- Open Access
- Second Life
- Softwareanbieter
- Urheberrecht
- Vermischtes
- Web x.0
Chaoslinie ist ab jetzt auch Teil der Biblioblogsuche.
ULB Düsseldorf privilegiert Professoren
Zwei Artikel über die Verlängerung der Öffnungszeiten in der ULB Düsseldorf, die mit einer Verringerung der maximal möglichen Verlängerungen pro Medium nur(!) für Studenten einherging.
Westdeutsche Zeitung: Heine-Uni: Professoren dürfen länger lesen
Bisher konnten Studenten wie Dozenten die Ausleihfrist (28 Tage) bis zu neunmal verlängern. Ausnahme: Ein Kommilitone reserviert sich das Werk.
Zu Beginn des Jahres entschied jedoch die Bibliothekskommission mit Leiterin Irmgard Siebert, Professoren- und Studentenvertretern, den Rhythmus zu verändern: Studenten dürfen fortan nur noch zweimal, Wissenschaftler fünfmal die Leihfrist verlängern.
Begründung: Sie halte es schlichtweg für gerechter, Literatur möglichst vielen Studenten zugänglich zu machen.
Da die Vormerkung eines anderen Bibliotheksbenutzers auch zur Rückgabe zwingt, ist zumindest dieses Argument fragwürdig.
Terz: Universitätsbibliothek Düsseldorf massiv in die Kritik geraten
Auch die Terz kritisiert, dass Studenten zu Bibliotheksbenutzern zweiter Klasse werden:
Als Teilnehmerin des so genannten BIX geht es bei den Veränderungen im Ausleihsystem letztendlich nur um die Verbesserung des eigenen Ranking. Das BIX ist eine Initiative der Bertelsmannstiftung und des Deutschen Bibliotheksverband gegründet mit dem Ziel einen „bundesweiten Jahresvergleich für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken“ zu erstellen. Das ermittelte Ranking stellt einen leistungsbezogenen Wettbewerb zwischen den Bibliotheken dar, der vor allem in den Kategorien Ressourcen, Nutzung, Effizienz und Entwicklung abgebildet werden soll. Die gewonnen Ergebnisse sollen genutzt werden um Rationalisierungsmaßnahmen zu legitimieren. Optimierung von Abläufen hieß immer schon die Einsparung von Kosten und Personal. Im konkreten Fall Universitätsbibliothek Düsseldorf lässt sich dies an der Veränderung des Ausleihsystems verdeutlichen. Die Reduzierung der Verlängerungsmöglichkeiten zielt hier nicht darauf ab, die Verfügbarkeit zu erhöhen, sondern ist nur ein Versuch, das eigene Ranking zu verbessern. Zwei Effekte werden durch die Reduzierung erzielt. Zum einen wird durch gehäufte Wiederausleihen eine höhere Ausleihzahl erreicht, zum anderen erscheinen die Bücher vermeintlich als verfügbarer. Aus Sicht der BibliotheksnutzerInnen ändert sich real nicht viel, abgesehen von der Tatsache, dass durch die schnellere Abgabefrist ein Mehraufwand entsteht. Das Mittel der Vormerkung besteht schon. Aus Sicht des Ranking ist diese Variante jedoch auch nicht erstrebenswert, da Vormerkung Wartezeit impliziert.
Über die auch hier schon kritisch erwähnte automatische Buchrückgabe wird geschrieben:
Schon bald nach der Installation stellte sich heraus, dass das System die Bücher beschädigt und Diebstähle leicht möglich sind. Trotzdem ist schon ein zweites bestellt. Die automatisierten Abläufe dienen der Einsparung von Personal und sind wenig serviceorientiert. Die Folgekosten und sozial fragwürdigen Entscheidungen der Bibliotheksleitung stellen ihre Kompetenz in Frage.
Frühjahrsputz
Man könnte alte Bräuche reanimieren, aber da wir ja sowas von 2.0 sind, gibt es jetzt auch das 2.0-Baustellenschild:
Ein Video dieser Art mit etwas flotterer musikalischer Untermalung habe ich leider nicht gefunden. Falls irgendwas nicht funktioniert, bitte ich um Nachricht in den Kommentaren.
Nähere Informationen gibt es in Kürze.
Toolbar für die Bibliothek
In der Reihe „Klein, aber oho!“ soll auch gleich der erste Beitrag erscheinen. Es geht um Toolbars für Bibliotheken.
Entspannung 2.0
Benutzerschwund in Schaffhausen
Die Schaffhauser Nachrichten berichten über den Schwund aktiver Bibliotheksbenutzer, den die Stadtbibliothek seit Einführung von Benutzungsgebühren (30 CHF (ca. 18,50€) pro Jahr für Bewohner Schaffhausens, 40 CHF (ca. 24,50 €) für Bewohner des Kantons) beklagen muss. Im Artikel heißt es dazu: Die damit erzielten Einnahmen blieben allerdings unter den Erwartungen: Statt wie budgetiert 90 000 Franken, dürfte pro Jahr wohl höchstens die Hälfte eingenommen werden, teilen die Bibliotheken in ihrem Jahresbericht mit.
Die Zahl der aktiven Benutzer ist um 12,3% auf 8300 Benutzer gesunken. Als weitere mögliche Ursache für den Schwund ist eine umbaubedingte Schließzeit im November genannt.
Klein, aber oho: Innovative Dienstleistungen für kleinere Bibliotheken
In großen akademischen und öffentlichen Bibliotheken entstehen häufig große und manchmal auf großartige Projekte, die den Bibliotheksnutzern das Leben leichter machen oder neue Dienstleistungen näher bringen sollen. Doch auch kleinere Bibliotheken können, häufig mit nur geringem Aufwand, neue und nachhaltig nutzbare Dienstleistungen für ihre Nutzer erbringen. In loser Folge sollen hier bei Infobib ein paar Ideen vorgestellt werden. Einige davon sind schon in Edlef Stabenaus Netbib-Kategorie Pimp My Pica oder anderswo in der Biblioblogosphäre zu finden.
Sämtliche Artikel zu diesem Thema werden mit einem speziellen Tag versehen: Klein aber oho!
Darf die ALA politisch wirken?
Einen Beitrag über die Kampagnen der ALA (zum Beispiel gegen Zensur oder den Patriot Act) findet sich im Blatant Berry Blog. Die Diskussion dazu ist ausufernd, aber ebenso lesenswert wie der Artikel selbst.
"Mattering in the blogosphere"
Antworten auf eine Umfrage der ALA unter US-amerikanischen Bibliobloggern von Alice in Infoland und Doug Johnson.
Die Fragen:
1. What differentiates blogging for library media specialists from writing for the generalist biblioblogs?
2. What are your professional objectives for blogging?
3. How much time do you devote to blogging?
4. How does having a professional blog impact your work with students?
5. What are the pitfalls for a school librarian to be writing a blog?
6. How does blogging affect your interaction with nonlibrarian colleagues?
7. What has been the response of your faculty and/or administration to your blog?
8. What is the greatest benefit to blogging about school libraries?
9. How do you see the evolution of blogging (i.e., the growth of online video) as intersecting with the job of school media professionals?

