OpenID in der Kritik

Stefan Brands von Credentica kritisiert OpenID sehr ausführlich. Kurzfassung:

OpenID is pretty much useless. The reasons for this are many: OpenID is highly vulnerable to phishing and other attacks, creates insurmountable privacy problems, is not a trust system, suffers from usability problems, and makes it unappealing to become an OpenID “consumer.” Many smart people have already elaborated on these problems in various forums. In the rest of this post I will be quoting from and pointing to their critiques.

[via Netzpolitik]

Google für Datenschützer: Scroogle

Wer Google nicht missen möchte, aber Wert auf Datenschutz legt, dem sei ein Scroogle-Test empfohlen.

no cookies | no search-term records | access log deleted within 48 hours

Man kann es gleich hier ausprobieren:





Your Domain
    web
           

Und hier geht es direkt zu Scroogle. Keine vollwertige Alternative, aber immerhin eine gelungene Demonstration.

Wer sich ins 2.0 begibt…

Wer sich in 2.0-Gefilde begibt, sollte darauf achten, wo er das tut. Mir zumindest wäre es höchst peinlich, mit gewissen Dingen in Verbindung gebracht zu werden. Das viele 2.0-Unternehmen voneinander abkupfern, ist bekannt. Besonders deutsche Startups scheinen dafür jedoch sogar international berüchtigt zu sein 1)Vergl. Techcrunch: “Web 2.0 in Germany: Copy/Paste Innovation or more?”. Die Werbemethoden mancher Unternehmen sind jedoch dermaßen daneben, dass eine sofortige Accountkündigung (so man einen hat) das mindeste ist, was man machen sollte.

Da sind zum einen fragwürdige Adressbuchcrawler, aber auch wirklich geschmacklose Kampagnen wie z.B. von Frazr. Der Twitter-Clon wirbt anscheinend für sich mit Ku-Klux-Klan-Kostümen. Als wäre das noch nicht geschmacklos genug, verherrlicht die Holtzbrinck-Tochter StudiVZ (als ob sie noch nicht unangenehm genug in Erscheinung getreten wäre) in Werbeclips die Tötung von Vegetariern und Kindesentführung.

Die Frage, ob man Werbung für seine Bibliothek in StudiVZ schalten kann, stellt sich wohl nicht mehr.

References   [ + ]

Google droht mit Schließung deutschsprachiger Mail-Dienste

Google sorgt auch mal für positive Schlagzeilen in Sachen Datenschutz:

Google hat mit der Schließung seines E-Mail-Dienstes Google Mail in Deutschland gedroht, sollte die Bundesregierung an ihrer umstrittenenen Gesetzesinitiative zur Überwachung des Telekommunikations- und Internetverkehrs festhalten. Demzufolge will das Bundesjustizministerium Provider und E-Mail-Dienstanbieter zwingen, Kundendaten so zu erheben und zu speichern, dass diese eindeutig identifizierbar sind. Diese Pläne seien ein “schwerwiegender Schlag gegen die Privatsphäre”, kritisierte Peter Fleischer, weltweit zuständig für den Schutz der Google-Nutzerdaten, in einem Interview mit der Wirtschaftswoche. “Im Notfall schalten wir Google Mail in Deutschland wieder ab,” sagte Fleischer.

[via Heise]

Tagged.com

Gerade erhielt ich eine Email, in der mir mitgeteilt wurde:

Thomas has added you as a friend
Is Thomas your friend?

Please respond or Thomas may think you said no 🙁

Click here to unsubscribe from Tagged, P.O. Box 193152 San Francisco, CA 94119-3152

Klickt man auf einen Link in der Email, wird man zu einem Anmeldeformular geführt. Man kann auch einen GMail-Account für die Anmeldung verwenden. Das ist den Betreibern von tagged.com offensichtlich noch lieber, denn wie Catterwell schreibt:

Die Nachricht fordert auf die Freundschaft zu bestätigen, dafür ist es nötig sich bei dem Dienst anzumelden. Es wird einem angeboten dies auf ganz bequeme Art und Weise per Google Mail Account zu tun, doch Vorsicht: erstens gibt man seine Daten (Account und Passwort!) preis und zweitens passiert daraufhin folgendes: an jeden im Adressbuch gespeicherten Kontakt wird oben erwähnte Email mit der Einladung zu tagged verschickt – d.h. völlig unbeteiligte dritte erhalten eine Aufforderung die Freundschaft zu bestätigen, egal ob Geschäftspartner, Support Hotline oder Ex-Freundin.

Wer sich genauer informieren möchte, sollte diesen Artikel lesen: Spamming 2.0 – Tagged.com.

Privacy International kritisiert Google

Golem.de berichtet:

In einem Bericht der Datenschützergruppe Privacy International wird das Datensammeln von Google scharf kritisiert. Als einziges aufgeführtes Unternehmen wurde das Verhalten von Google als “datenschutzfeindlich” eingestuft. Google selbst sieht keine Verfehlungen und erklärt alles damit, dass darüber bessere Funktionen für Google-Nutzer bereitstehen würden.

Der Bericht von Privacy International ist hier als PDF abrufbar.

Google Street View

Unglaubliches gibt es mal wieder bei Google zu berichten.

Street View ist ein neues Feature für Google Maps, mit dem sich 3D-Panoramas in sehr hoher Qualität anzeigen lassen. Man kann bis an Gesichter und Nummernschilder heranzoomen. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Promis gesichtet werden oder Ehen zerbrechen, weil er/sie in flagranti abgelichtet wurde. Ebenso zwangsläufig wird es zu Klagen von unfreiwillig portraitierten kommen.

Deutsche Städte sind bislang nicht enthalten, auch ist die Nutzung des Dienstes momentan nur möglich, wenn man gl=us an den URL anhängt.

Offizielles Video von Google zum Thema:

Gruselig!

Vielen Dank an Stefan für den Hinweis! Siehe auch Spreeblick, Outer Court und viele, viele andere.

Google und ich (ganz persönlich)

Wer noch keine Google-Paranoia hat, sollte sie sich schleunigst zulegen. Die Suchmaschine mit dem schönen Motto “Don’t be evil” ist schon länger als Datenkrake bekannt. In letzter Zeit mehren sich die Anzeichen, dass Google die eigene Datensammelwut noch auszuweiten gedenkt.
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Google EPIC – Das Netz in 8 Jahren

Die globale elektronische Medienlandschaft im Jahre 2014. Das ist das Thema eines Flash-Films von Robin Sloan und Matt Thompson, der vor einiger Zeit durch die Bloglandschaft fegte.

Bald schon war klar, das sie einige Entwicklungen noch nicht im Auge hatten, und es gab schnell eine erweiterte, etwas positiver gestimmte Version: Epic 2015.

Hier geht’s zum Film.

[via aperto]

Anonyme Kommentare

Ich habe heute zwei Mails erhalten, in denen ich gefragt wurde, ob man bei Infobib anonym kommentieren könne, da es nicht immer opportun sei, wenn die Vorgesetzten bestimmte Meinungen mit bestimmten Personen in Einklang bringen könnten. Ein peinliches Zeugnis für die Diskussionskultur im Bibliothekswesen!

Anonym surfen!
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