Mendeley -> Zotero

Luis J. Villanueva hat eine Anleitung verfasst, wie man von Mendeley zu Zotero migrieren kann. In sechs Schritten:

  1. Create new folders in Mendeley. You will divide your full library into each folder.
  2. Select a bunch of references from your library and drag-and-drop to an empty folder.
  3. Delete those references from the main library (to avoid duplication). Once the drag-and-drop is done it is as easy as clicking Del on your keyboard.
  4. Go to the new folder, select all the references (Ctrl-A) and hit Ctrl-E.
  5. Save the references in RIS format.
  6. In Zotero, select “Import…” and look for the RIS file. If you have files attached, the RIS file should have the full path to the file in your disk and Zotero will copy it.

Details und Hintergrund sind in seinem Posting “Mendeley sells out; I’m moving to Zotero” zu finden.

Kleine Umfrage zur Mendeley-Übernahme durch Elsevier


Ein bißchen Lesestoff noch zur Übernahme:

  1. Sauropod Vertebra Picture of the Week: A few words on Elsevier’s acquisition of Mendeley
  2. My thoughts on Mendeley/Elsevier & why I left to start PeerJ von einem ehemaligen Mendeley-Mitarbeiter
  3. A Matter of Perspective — Elsevier Acquires Mendeley . . . or, Mendeley Sells Itself to Elsevier

Interessant ist auch dieses Interview vom letzten September, in dem Mendeley-Victor sich über Elsevier äußert:

Elsevier tried to sneak in legislation through lobbying – the so-called Research Works Act – that was to undo the National Institute of Health’s Open Access mandate and therefore would have prevented public access to millions of bio-medical research papers. They had to pull back after outrage and boycotts from the academic community.

Elsevier kauft Mendeley

Der Startup-Liebling der BibliothekarInnen, Mendeley, wurde von Elsevier gekauft:

Elsevier’s acquisition of an innovative research management and social collaboration tool will enable the platform to further expand, giving researchers access to more content.

Die Gerüchte erweisen sich also als wahr.

Warum gleich den Account löschen? Sollte nicht erst abgewartet werden? Das Posting zur Akquisition im Mendeley-Blog sieht schließlich recht vielversprechend aus.

Gegenfrage: Wieviel Vertrauensvorschuss hat Elsevier verdient? Genau.

Update:
Wer mag, darf gerne an dieser kleinen Umfrage teilnehmen. Elsevier has bought Mendeley. What are you doing now?

Nochmal: Mendelsevier

Der eventuell bevorstehende Verkauf von Mendeley an Elsevier wird vielerorts diskutiert. Ein paar Links:

Zotero positioniert sich derweil ganz offen als freie Alternative:

Bibliographix Bachelor (für Windows)

Gerade kam per Mail die Ankündigung einer neuen, schlankeren Version der Literaturverwaltungssoftware Bibliographix herein:

Bibliographix Plus, die kostenlose Literaturverwaltung für Windows hat einen kleinen Bruder bekommen: Bibliographix Bachelor.

Was soll diese Literaturverwaltung können, was die, die Sie schon anbieten, nicht kann?

Eine Entwicklung, die ich bei den “high-end” Literaturverwaltungen beobachte – und von der ich Bibliographix auch nicht ausnehmen kann – ist, dass der Funktionsumfang immer weiter zugenommen hat. Dadurch sind die Programme zwar leistungsfähiger, aber auch komplizierter geworden. Das geht gar nicht anders.

Das Dumme dabei ist, dass die Programme auf diese Weise – langsam aber sicher – an der großen Zielgruppe der Bachelor- und Master-Studierenden, vorbeigehen. Also an 90% der Hochschulangehörigen. Für die sind die “großen” Literaturverwaltungen schlicht und einfach überdimensioniert. Der Aufwand, sich in die Software einzuarbeiten, lohnt sich für diese Gruppe einfach nicht, wenn der Literaturanhang der Abschussarbeit drei oder vier Seiten lang ist.

Die Konsequenz für Sie, in Bibliothek oder Medienzentrum, ist, dass Sie Geld ausgeben um ein Angebot machen, das vielleicht nur sehr zögerlich bis gar nicht angenommen wird. Die Konsequenz für mich, in meinem Beruf als Hochschullehrer, ist, dass ich zu häufig Abschlussarbeiten bewerten muss, deren formales Niveau mangelhaft ist.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, eine stark vereinfachte Version von Bibliographix Plus zu erstellen.

Weitere Infos auf bibliographix.de.

Citavi-Guide zu Android

Der Citavi-Forums-Aktivist Peter Bonekämper hat dem “Citavi Guide 1” verfasst, in dem er verschiedene Möglichkeiten vorstellt, wie man Android-Smartphones in Zusammenhang mit Citavi nutzen kann. Hier geht’s zur PDF-Datei, hier zum dazugehörigen Foreneintrag.

Dabei weist er unter anderem auf die App Codex hin, die eine simple, aber recht nette, eigenständige Literaturverwaltung bietet. Und offenbart damit eine grundsätzliche Schwäche Citavis. Nicht nur, dass man mit Citavi an Windows gefesselt ist: auch die Datensynchronisierung auf mehreren Rechnern ist mühsam. Vor Dropbox wird gewarnt, Synchronisation wurde schon vor zwei Jahren angekündigt und die Web-Version anscheinend gecancelt.

Statt bequemer Synchronisation übers Web bleibt nach wie vor nur die schon 2009 gültige Anleitung, wie man USB-Sticks zum Datentransport einsetzen soll. Das ist weder bequem, noch zeitgemäß.

Übersichtsposting zur Literaturverwaltung

Matti Stöhr hat im Blog Literaturverwaltung & Bibliotheken einen kompakten Überblick über einige aktuelle Entwicklungen im Bereich Literaturverwaltung (“Literaturverwaltung kompakt 1/2012“) zusammengestellt. Ab sofort sollen in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten zum Beispiel zu folgenden Aspekten geposted werden:

  • Softwarenachrichten – Auswahl von neuen Entwicklungen bei einschlägigen Programmen und ihren Anbietern
  • Communitynachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Nutzergemeinschaft, die sich mit Literaturverwaltungssoftware beschäftigt
  • Servicenachrichten – Auswahl von Neuigkeiten aus der Welt bibliothekarischer Dienstleistungen für Literaturverwaltung
  • Literaturtipp – Hinweise auf neue Publikationen rund um Literaturverwaltung
  • Vorschau – wichtige Termine und mehr

Neben einem Verweis auf die (vorerst) gescheiterte Aktion zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation wird unter anderem auf die Weiterentwicklung des Bibsoup-Projektes hingewiesen.

Fazit zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation

Die Hauruck-Aktion zur Übersetzung der Zotero-Dokumentation ist gescheitert. Es wurden einige Seiten der Dokumentation übersetzt. Es gab Hilfsangebote aus der Zotero-Community (vielen Dank dafür!) und viele ermunternde Kommentare aus der bibliothekarischen Gemeinde. Nur übersetzen wollte kaum jemand. Schade.

Möchte jemand einen zweiten Anlauf unternehmen?

Hauruck-Aktion: Zotero-Dokumentation auf Deutsch

Citavi ist im deutschsprachigen Raum der De-facto-Standard in der Literaturverwaltung. Das ist sicherlich darin begründet, dass sich Bibliotheken flächendeckend für eine Citavi-Campuslizenz entschieden haben. Und dazu passende Schulungen anboten und anbieten. Citavi ist in vielen Bibliotheken und somit unter den Nutzern präsent.

Nach dem Ende der Mac-Version stehen die Bibliotheken nun vor dem Problem, eine ausschließlich auf Windows beheimatete Software anzubieten. Je nach Zusammensetzung der Bibliotheksnutzerschaft ist das mehr oder weniger ärgerlich. In wissenschaftlichen Bibliotheken ist der Anteil der Nicht-Windows-User sicher tendenziell höher anzusiedeln als in einer Stadtbibliothek.

Daher benötigen wir eine brauchbare Alternative zu Citavi. Matti Stöhr wies in diesem Zusammenhang im Blog Literaturverwaltung und Bibliotheken kürzlich auf Gerrit Kruses Blog WissTux hin. Der beschäftigte sich mit dem Thema “Wissenschaftliches Arbeiten auf dem Linux Desktop”. In den beiden Postings “Literaturverwaltung mit Linux I und II” stellt er verschiedene Programme kurz vor. Manche Programme werden in eigenen Postings detaillierter beschrieben. Es findet sich u.a. auch eine Beschreibung, wie man Citavi unter Linux verwenden kann. Eins der besonders hervorgehobenen Programme ist Zotero. Dazu schreibt Gerrit Kruse:

Insgesamt gehört Zotero zu den besten Literaturverwaltungsprogrammen für den Linux Desktop. Die Stabilität ist hervorragend und die Synchronisierungsfunktion einzigartig.

Zotero läuft nicht nur unter Linux, sondern auch auf Windows- und Apple-Systemen. Ursprünglich als Firefox-Extension, inzwischen auch als Standalone (Downloads der aktuellen Version 3.0 gibt es hier).

Ein Ergebnis der Literaturverwaltungsumfrage der TIB/UB war:

Interessanterweise sind speziell die Geisteswissenschaftler zugleich sehr vertraut mit Zotero: Die Hälfte von ihnen hat es schon mal ausprobiert oder verwendet es regelmäßig.

Einer weiteren Verbreitung stehen m.E. zwei Gründe entgegen:

  1. Es gibt kaum Zotero-Schulungen durch Bibliotheken und damit einhergehend kaum Öffentlichkeitsarbeit für das Programm.
  2. Die deutschsprachige Dokumentation ist weder vollständig noch gut.

Und damit komme ich endlich zum eigentlichen Anliegen dieses Postings:

Es gibt zwar durchaus gute Tutorials und Handreichungen, zum Beispiel von Frank Weber und darauf aufbauend von Fernuni.ch (PDF). Die Zotero-Dokumentation selbst ist jedoch öd und leer und daher abschreckend.

Um unsere Nutzerschaft abseits von Windows nicht auf dem Trockenen sitzen zu lassen, sollten wir die Zotero-Dokumentation aus dem Englischen ins Deutsche übertragen. Und zwar direkt im Zotero-Wiki. Damit legen wir einen Grundstock für eine stets aktuelle und mitwachsende Dokumentation direkt auf Zotero.org, auf die wir von unseren Bibliotheksseiten verweisen können.

Und wir schaffen gleichzeitig eine Orientierung für unsere Zoteroschulungen. Wie sieht’s aus? Steht die deutsche Übersetzung bis zum 15. April? 1) Willkürlich gewähltes, sehr nahes Datum. Man muss sich ja Ziele setzen! ;o)

Schritt für Schritt: Übersetzung der Zotero-Dokumentation:

  1. Im Zotero-Wiki registrieren (Bestätigungsmail kam bei mir nach ca. 30 Minuten)
  2. Zu übersetzende Seite (dt. Startseite / engl. Startseite) aussuchen.
  3. Die entsprechende Wikiseite anlegen.
  4. Die Seite übersetzen (für Anleitungen ist Google Translate wirklich hilfreich, auch Leo hilft weiter).
  5. Die fertige Übersetzung auf der Startseite der deutschsprachigen Zoterodokumentation verlinken.

Gegen eine Verbreitung dieses Aufrufs und die Teilnahme von Nichtbibliothekswesen an dieser Hauruck-Aktion spricht natürlich nichts. Wer macht mit?

References   [ + ]

1. Willkürlich gewähltes, sehr nahes Datum. Man muss sich ja Ziele setzen! ;o)