Hochschulen kritischer gegenüber Rankings

Daß eine gute Platzierung in einem Ranking in fast allen Fällen nicht mehr aussagt, als das man in eben diesem Ranking eine gute Platzierung bekommen hat, ist fast allen klar, die jemals die Datengrundlage und das Ergebnis für ein beliebiges (oder fast jedes beliebige) Ranking angesehen haben. Dies sehen nun auch verschiedene Hochschulleitungen ein:

Immer mehr Hochschulbereiche wollen sich aus dem Uni-Ranking des Bertelsmann nahen “Centrums für Hochschulentwicklung” zurückziehen. Derweil basteln Politiker und Wissenschaftsfunktionäre an einer Korrektur der Bologna-Reform

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Preisendörfer über Rankings

Die Veröffentlichung der BIX-Ergebnisse 2008 stehen unmittelbar bevor. Aus diesem Anlaß ein Zitat über Rankings aus anderen Bereichen:

Ein unkritisches, auf Listen und Rankings fixiertes Ländervergleichsdenken schadet, weil man wegen des Splitters im eigenen Auge den Balken in dem des anderen nicht sieht. Ein statistikfester Zyniker könnte zur Desillusionierung beispielsweise die finnische Platzierung auf der PISA-Rangliste korrelieren mit der Platzierung der finnischen Selbstmordrate auf der Vergleichsliste der Weltgesundheitsorganisation und mit der sozialpsychologischen Erhebung zur Prostitutionsdichte – in allen drei Bereichen nehmen die Finnen vordere Plätze ein. Vielleicht macht Bildung traurig und einsam?

Aus: Bruno Preisendörfer: Das Bildungsprivileg : warum Chancengleichheit unerwünscht ist. Frankfurt : Eichborn, 2008, S. 175

Universitätsbibliotheken für Geisteswissenschaften

In der Reihe “Indikator im Blickpunkt” des Centrums für Hochschulentwicklung ist ein neuer Beitrag mit dem Thema “Die Universitätsbibliotheken für Geisteswissenschaften aus Sicht der Studierenden” erschienen. Es handelt sich dabei um Auswertungen aus dem Che-Ranking.
In der Spitzengruppe in den Bereichen: Verfügbarkeit der Literatur, Bestand Bücher/Zeitschriften, Zugang elektr. Zeitschriften, Benutzerberatung, Möglichkeit der Literaturrecherche, Abwicklung von Fernleihbestellungen, Online-Benmutzerservice, Aktualität des Bestandes, Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen, Zahl der Kopiergeräte, Öffnungszeiten und Ausleihzeiten sind die Bibliotheken der Universität Bielefeld, Kostanz, Mannheim und Tübingen.

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Hochschulrankings in den Informations- und Bibliothekswissenschaften

Die Hohepriester des Bildungsmarktes predigen seit eh und je das Leistungs- und Effizienzdenken, dass zur Ausbildung von Eliteuniversitäten führen soll. Um feststellen zu können, wer denn nun Elite ist, werden Rankings erdacht. Gerade wieder neu erschienen ist das hierzulande wohl beliebteste, das CHE-Ranking.
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