Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen

Mit sozialen Suchdiensten – wie z.B. Yahoo Clever, Lycos iQ oder Mister Wong – ist eine Ergänzung zu den bisherigen Ansätzen in der Web-Suche entstanden. Während Google und Co. automatisch generierte Trefferlisten bieten, binden soziale Suchdienste die Anwender zur Generierung der Suchergebnisse in den Suchprozess ein.

Vor diesem Hintergrund wird in diesem Buch der Frage nachgegangen, inwieweit soziale Suchdienste mit traditionellen Suchmaschinen konkurrieren oder diese qualitativ ergänzen können. Der vorliegende Band beleuchtet die hier aufgeworfene Fragestellung aus verschiedenen Perspektiven, um auf die Bedeutung von sozialen Suchdiensten zu schließen.

Das Buch “Web-2.0-Dienste als Ergänzung zu algorithmischen Suchmaschinen”, das in einem Forschungsprojekt von Studierenden der HAW Hamburg, Department Information, und Lycos Research entstanden ist, gibt’s auch als kompletten Download.

[via Inetbib]

Datenschutz und -sicherheit in sozialen Netzen

Friends kündigte einen OCLC-Report an, der inzwischen erschienen ist: Sharing, Privacy and Trust in Our Networked World

The practice of using a social network to establish and enhance relationships based on some common ground—shared interests, related skills, or a common geographic location—is as old as human societies, but social networking has flourished due to the ease of connecting on the Web. This OCLC membership report explores this web of social participation and cooperation on the Internet and how it may impact the library’s role, including:

* The use of social networking, social media, commercial and library services on the Web
* How and what users and librarians share on the Web and their attitudes toward related privacy issues
* Opinions on privacy online
* Libraries’ current and future roles in social networking

The report is based on a survey (by Harris Interactive on behalf of OCLC) of the general public from six countries—Canada, France, Germany, Japan, the United Kingdom and the United States—and of library directors from the U.S. The research provides insights into the values and social-networking habits of library users.

Hier geht es zum Volltext (PDF).

Das kartierte Internet

Die Karte der sozialen Netze gibt es nun auch in 3D:

Wer etwas genauer wissen möchte, wer mit wem in Verbindung steht, sollte Chris Harrison besuchen. Seine Internet Maps beschreibt er


The Dimes Project
provides several excellent data sets that describe the structure of the Internet. Using their most recent city edges data (Feb 2007), I created a set of visualizations that display how cities across the globe are interconnected (by router configuration and not physical backbone). In total, there are 89,344 connections.

Hübsche Bilder, die man leider nicht ohne ausdrücklich Genehmigung verwenden darf.

[via Heise]

Sind Suchmaschinenmärkte zwingend einseitig dominiert?

@-Web berichtet, dass Google in Südkorea den Suchmaschinenmarkt nicht dominiert. Erstens ist es sehr interessant, das alleine diese Tatsache schon eine Meldung wert ist, und zweitens wirft es die Frage auf, ob Suchmaschinenmärkte zwangsläufig einseitig dominiert werden. Wenn eine Suchmaschine erstmal einen relevanten Teil des Marktes erobert hat, wird sie sicherlich von vielen weiterempfohlen, als Standardstartseite in Browsern eingerichtet usw. usf., was alles zu einer Dominanz einzelner Unternehmen führen würde.

Es sei übrigens darauf hingewiesen, dass die erfolgreichste Suchmaschine Südkoreas Naver.com heißt und eher einem sozialen Expertennetz ähnelt. @-web illustriert das an folgendem Beispiel:

Park, Ein 15jähriges Mädchen, möchte wissen wie es von einer Bushaltestelle in der südlichen Hafenstadt Seouls zu einem Fischmarkt im Osten kommt.
Cho (50 Jahre), ist Verkäufer von Lotterie-Losen in einem Strassen-Kiosk. Er antwortet Park über seinen Computer im Kiosk. Erklärt wo sie umsteigen und aussteigen muss, wie lange der anschliessende Fussweg von der Endhaltestelle bis zum Markt dauert. Einen Kartenausschnitt der Gegend hängt er an die Nachricht.
Cho investiert täglich drei Stunden für seinen unbezahlten Auskunfstjob. Er freut sich über Dank von Menschen die ihm niemals begegnet sind.

Tagged.com

Gerade erhielt ich eine Email, in der mir mitgeteilt wurde:

Thomas has added you as a friend
Is Thomas your friend?

Please respond or Thomas may think you said no 🙁

Click here to unsubscribe from Tagged, P.O. Box 193152 San Francisco, CA 94119-3152

Klickt man auf einen Link in der Email, wird man zu einem Anmeldeformular geführt. Man kann auch einen GMail-Account für die Anmeldung verwenden. Das ist den Betreibern von tagged.com offensichtlich noch lieber, denn wie Catterwell schreibt:

Die Nachricht fordert auf die Freundschaft zu bestätigen, dafür ist es nötig sich bei dem Dienst anzumelden. Es wird einem angeboten dies auf ganz bequeme Art und Weise per Google Mail Account zu tun, doch Vorsicht: erstens gibt man seine Daten (Account und Passwort!) preis und zweitens passiert daraufhin folgendes: an jeden im Adressbuch gespeicherten Kontakt wird oben erwähnte Email mit der Einladung zu tagged verschickt – d.h. völlig unbeteiligte dritte erhalten eine Aufforderung die Freundschaft zu bestätigen, egal ob Geschäftspartner, Support Hotline oder Ex-Freundin.

Wer sich genauer informieren möchte, sollte diesen Artikel lesen: Spamming 2.0 – Tagged.com.

Bibliothek 2.0: Drupal vs. Ning

Edlef Stabenau hat schon am 3. Juni seinen Ersatz für die Ning-Community Bibliothek 2.0 veröffentlicht. Von der Adresse bibliothek20.de wird man zu einer von ihm gestalteten Seite auf Drupal-Basis geleitet, in der man so ziemlich alles kann, was man in einer Community können muss. Der größte Vorteil gegenüber Ning.com ist wohl der enorme Übersichtlichkeitsgewinn in den Foren und Diskussionen.

So, und nun versuchen wir doch noch einmal, das Thema bibliothekarische Unkonferenz zu beleben.

LibGuides

Das Blog mit dem langen Titel Friends:Social Networking Sites for Engaged Library Services macht in einem Posting mit einem ebenso langen Titel auf “LibGuides: The Web 2.0 Library Knowledge Sharing System (in Facebook)” aufmerksam:

LibGuides is a Web 2.0 library knowledge sharing system. Think of it as social networks meets wikis meets bookmarks meets blogs … LibGuides helps librarians share knowledge and information, while highlighting and promoting the library resources and services to the community.

LibGuides is a system for publishing information and creating social networks centered around the library resources. Librarians create Guides (we use the word loosely – it can be any content, on any topic, for any purpose) and then publish them online. The Guides contain documents, links, podcasts, RSS feeds, videos, etc. Users can participate in interactive polls and rate the links and resources.

Es ist auch ein Demo-System verfügbar.

Sozialer Meta-Dienst Fidg't

Wer so langsam den Überblick über seine “Buddies”, “Friends” und “Contacts” in diversen sozialen Netzen verliert, sollte einen Blick auf Fidg’t riskieren. Der Dienst soll eine zentrale Kontrolle über verschiedene soziale Dienste wie z.B. Last.fm oder Flickr. Bisher sind noch nicht allzu viele Dienste enthalten, ein stetiges Wachstum wird von den Entwicklern jedoch versprochen.

Fidg’t will auch als IM-Plattform fungieren. Als Sahnehäubchen gibt es noch eine wirklich hübsche Visualisierungsfunktion, die in folgendem Film ganz gut demonstriert wird: