TTIP-Leak ohne Kapitel über Immaterialgüterrechte

Die von Greenpeace Niederlande veröffentlichten TTIP-Dokumente sind leider nicht vollständig. Aus der FAQ, Punkt 4 (Hervorhebung von mir):

Chapters which are not yet believed to have reached the consolidation phase, also not in possession of Greenpeace Netherlands, are those covering: energy and raw materials, investment protection, intellectual property rights, legal and institutional issues, subsidies, sustainable development, textiles and apparel, and other sectors.

Wer also wissen möchte, was TTIP mit den Bibliotheken, der Bildung und der Wissenschaft machen möchte, kann sich noch nicht informieren. Das geht uns wohl auch nichts an.

Zeittotschläger der Woche: Agar.io

Agar.io ist ein browserbasiertes Spielchen, das es in sich hat. Man geht einfach auf die Webseite, sucht sich einen Nickname aus und los geht es. In Agar.io steuert man eine Kugel – oder eine Zelle? – deren einziges Aufgabe es ist, zu wachsen und nicht gefressen zu werden. Und damit sind die Regeln fast schon vollständig erklärt.

Auf der rechteckigen Spielfläche, die unsichtbare Grenzen hat, tummeln sich zahlreiche dieser Zellen, die sich von bunten, überall herumliegenden Punkten ernähren. Große Zellen können kleinere fressen. Je höher die Masse einer Zelle, desto langsamer ist sie. Die Steuerung ist einfach. Vorsicht: Einmaliger Login kann zu erhöhter Zellfraßaktivität führen.

Katja Rother: Potenziale von Linked Open Data in Öffentlichen Bibliotheken

Katja Rother: Potenziale von Linked Open Data in Öffentlichen Bibliotheken

Abstract:

Das Thema Linked Open Data hat in den vergangenen Jahren im Bereich der Bibliotheken viel Aufmerksamkeit erfahren. Unterschiedlichste Projekte werden von Bibliotheken betrieben, um Linked Open Data für die Einrichtung und die Kunden nutzbringend einzusetzen. Ausgangspunkt für diese Arbeit ist die These, dass Linked Open Data im Bibliotheksbereich das größte Potenzial freisetzen kann. Es wird überprüft, inwiefern diese Aussage auch auf Öffentliche Bibliotheken zutrifft und aufgezeigt, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben könnten. Die Arbeit führt in die Grundlagen von Linked Open Data (LOD) ein und betrachtet die Entwicklungen im Bibliotheksbereich. Dabei werden besonders Initiativen zur Behandlung bibliothekarischer Metadaten und der aktuelle Entwicklungsstand von LOD-fähigen Bibliothekssystemen behandelt. Danach wird eine Auswahl an LOD-Datensets vorgestellt, die bibliothekarische Metadaten liefern oder deren Daten als Anreicherungsinformationen in Kataloganwendungen eingesetzt werden können. Im Anschluss wird das Projekt OpenCat der Öffentlichen Bibliothek Fresnes (Frankreich) sowie das LOD-Projekt an der Deichmanske Bibliothek Oslo (Norwegen) vorgestellt. Darauf folgt ein Einblick in die Möglichkeiten, welche durch die Verwendung von LOD in Öffentlichen Bibliotheken verwirklicht werden könnten sowie erste Handlungsempfehlungen für Öffentliche Bibliotheken.

Hier geht’s zum Volltext.

Neue deutsche Infoseite zum Open Journal System

Aus dem aktuellen OJS-de.net Newsletter:

Mit der Informationsplattform Open Journal Systems ist ein neues Informationsangebot online: Die deutschsprachige Informationsplattform OJS informiert generell über OJS und bietet zielgruppenspezifische Auskünfte für die Gründung und den Betrieb einer Open Access-Zeitschrift mit OJS. Praktische Handreichungen, wie z.B. ein Kooperationsvertrag für das OJS-Hosting und eine Checkliste für das Erstgespräch mit OJS-interessierten Wissenschaftler/innen, sollen die Herausgabe bzw. Publikation von wissenschaftlichen Zeitschriften bzw. Zeitschriftenartikeln im Sinne von Open Access erleichtern und fördern.
Die Informationsplattform OJS entstand im Rahmen unseres DFG-Projekts OJS-de.net. Besuchen Sie die Informationsplattform: https://ojs.open-access.net/

Im Newsletter wird darüber hinaus auf Webinare für OJS-Redakteure sowie auf eine Liste deutscher OJS-Plattformen aufmerksam gemacht.

Die Dominanz des einen Prozents

Teil der Operation Frühjahrsputz 2016, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Erik Stokstad berichtet über einen PLOS-Artikel, in dem die quantitative Produktivität von Wissenschaftlern vermessen wurde:

John P. A. Ioannidis, Kevin W. Boyack, Richard Klavans (2014): Estimates of the Continuously Publishing Core in the Scientific Workforce. PLoS ONE 9(7): e101698. doi:10.1371/journal.pone.0101698

Abstract:

Using the entire Scopus database, we estimated that there are 15,153,100 publishing scientists (distinct author identifiers) in the period 1996–2011. However, only 150,608 (1000 citations in the same period. Skipping even a single year substantially affected the average citation impact. We also studied the birth and death dynamics of membership in this influential UCP core, by imputing and estimating UCP-births and UCP-deaths. We estimated that 16,877 scientists would qualify for UCP-birth in 1997 (no publication in 1996, UCP in 1997–2012) and 9,673 scientists had their UCP-death in 2010. The relative representation of authors with UCP was enriched in Medical Research, in the academic sector and in Europe/North America, while the relative representation of authors without UCP was enriched in the Social Sciences and Humanities, in industry, and in other continents.

Elena Liventsova: Mapping und Erweiterung der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO

Elena Liventsova: Mapping und Erweiterung der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Ontologie des Forschungsinformationssystems VIVO. In der Arbeit wird der Versuch unternommen, die Ontologie an die Besonderheiten des deutschen Wissenschaftsbetriebs anzupassen, mit dem Ziel, die Einführung des Systems für eine deutsche Einrichtung zu erleichtern. Das Mapping und die Erweiterung sind auf die Bereiche „Positionsbezeichnungen“ und „Organisationseinheiten“ beschränkt. Der theoretische Teil behandelt das Thema der Forschungsinformationen und deren Implementierung in ein Forschungsinformationssystem. Unter anderem werden auch die Tendenzen der Standardisierung in dem Bereich beleuchtet. Bei der Darstellung von VIVO als eine Semantic-Web-Anwendung steht die Ontologie, als Grundlage für die Funktionalitäten des Systems im Vordergrund.

Zum Volltext auf SerWisS.

Die Arbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Lokalisierung von VIVO, ist sie doch ein Versuch, Fragen wie „Wie übersetzt man Fakultät?“ zu beantworten. Eine schöne Diskussionsgrundlage und auch ein ergiebiger Steinbruch für VIVO-Lokalisierungsprojekte!

Verpflichtung zur Schaltung einer Anzeige bei Publikation eines Artikels

Das Kompendium „P & A : Perspektive Prozessindustrie“ möchte laut Call for Papers [1] Hier der Link zur Webarchive-Version (PDF). (PDF) „einmal jährlich die wichtigsten Technologie-Trends der Prozessindustrie und deren Anbieter“ abbilden. Kleiner Haken:

Über die Annahme Ihres kostenfreien redaktionellen Beitrags entscheidet der P&A-Redaktionsbeirat. Im Falle eines positiven Auswahlbescheids und einer Veröffentlichung Ihres Artikels ist dies automatisch mit der kostenpflichtigen Buchung eines ganzseitigen Firmenprofils im P&A-Kompendium verbunden. Die Kosten hierfür betragen insgesamt 2.181 € netto/netto.

Update: Hier sind leider zwei Publikationen des Verlags durcheinander geraten. Korrekt ist der jetzt genannte Titel „P & A : Perspektive Prozessindustrie“ statt zuvor „A & D : Vorsprung Automation“. Danke für den Hinweis, Frank!

References

References
↑1 Hier der Link zur Webarchive-Version (PDF).