Neues von Yovisto beim Bibcamp:
Anwendungsbeispiel: db-thueringen.de
Vieles hat sich geändert, z.B. lässt sich Yovisto jetzt auch einbinden. Ich find’s gerade nicht, aber das wird hier demnächst noch eingefügt.
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
Neues von Yovisto beim Bibcamp:
Anwendungsbeispiel: db-thueringen.de
Vieles hat sich geändert, z.B. lässt sich Yovisto jetzt auch einbinden. Ich find’s gerade nicht, aber das wird hier demnächst noch eingefügt.
Librarythings Tim Spalding reagiert via NGC4LIB auf einen Bibtip-Artikel in DLIB:
1. You can’t draw conclusions based upon a small number of overlapping „trips.“ If one trip were enough and you knew I’d looked at something super-obscure, you could probably figure out the other pages I’d looked at too. Just go to the page you saw me browsing and see what appears in the „people who looked at this also looked at…“ box. If my obscure book of Hellenistic poetry overlaps with „Having an Affair for Dummies,“ I’m in trouble with the missus.
Korrekt. Doch dagegen setzt Bibtip auf ausschließliches Anzeigen multipler Übereinstimmungen. Doch:
2. But if you need multiple overlaps, the amount of usable data goes way down. This is, I submit, what Ann Arbor’s recommendation system showed. You need a lot of data in a recommendation system for it to work. The worse the data, the more you need. (On LibraryThing, we do not generally even *try* to make a recommendation when there are fewer than 15 copies of a book in the system, and those aren’t books you casually looked at, those are books in people’s personal collection.)
„A lot of data“ kann man auch generieren. Ich vermute, dass gerade dazu die lange „Inkubationszeit“ zwischen Installation und Ergebnisanzeige bei Bibtip zu diesem Zweck dient.
3. Like other systems that follow where users go, not whether they liked it there and what they did there, BibTip is susceptible to „ant navigation“ problems. You know how ants find their way about? They follow the trail put down by other ants. This works well in general, but it can also go bad. An ant gets lost. Another ant happens on the trail, and gets lost too, a third and sees a really strong trail, so three are lost, etc. At its worst you have the famous phenomenon of ants going round and round in a circle, following other ants and their ever-stronger trail, until all the ants die of exhaustion!
Diesem Manko könnte man nur entgegen treten, wenn man Ausleihzahlen mit in die Auswertung aufnehmen würde. Das wirft in der Praxis jedoch erhebliche Probleme auf. Genannt seien hier Datenschutz und mangelnde Schnittstellen der Bibliothekssysteme.
I ask you: Do we want library patrons dying of exhaustion?
Zumindest nicht oft.
4. In all seriousness, the ant problem is real. Every time the catalog sends you somewhere you don’t want to go, you’ve made a trail telling the next guy to go there too. If library catalogs worked, ant-tracking would too. But when I type „Harry Potter“ into the search box of a large public library I use all the time, I don’t get a real-live English-language Harry Potter book until item number nine!
Prinzipiell hat Spalding Recht, nur sehe ich den Zusammenhang zu Katalogrankings nicht. Meist ist dort eine spezielle Sortierung voreingestellt, oft nach Erscheinungsjahr oder nach Datum der Katalogisierung. Was wirklich nichts mit Recommendersystemen oder Benutzerempfehlungen zu tun hat. Vielleicht geht Spalding allerdings auch von suchmaschinengestützten Katalogen aus?
Telepolis berichtet:
Das Wirtschaftsministerium propagiert neue Maßnahmen, wie Arbeitslose dazu genötigt werden können, Arbeit aufzunehmen. Das Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA) hat dazu im Auftrag des Ministeriums eine Studie mit dem Titel „Umsetzung des Workfare-Ansatzes im BMWi-Modell für eine existenzsichernde Beschäftigung“ ausgearbeitet, die allerdings sehr spekulativ und wenig belastbar zu sein scheint.
Laut Wikipedia ist Workfare („Wohlpflicht“) in Anlehnung an Welfare (engl. Wohlfahrt) entstanden und bezeichnet eine Sozialfürsorge, die mit einer Pflicht zur Arbeit verbunden ist.
Eindeutig die nächste Möglichkeit für kostenbewusste Bibliotheken, Fachpersonal einzusparen. Schon 1-Euro-Kräfte sind ja auf reges Interesse gestoßen. Nicht nur auf Seiten der Bibliotheken.
Und wieder wird darauf gesetzt, dass auf diese Weise neue Arbeitsplätze entstehen. Wie schon beim 1-Euro-Unsinn (PDF).
Tim Spalding fragte nach Verbesserungsvorschlägen für Librarything, und die bekam er.
Unter den Vorschlägen waren unter anderem folgende:
Let us mark which books are our favourite.
Some ingenious way to link books to books about them. If I’m looking at a novel, I want to know how to find the best criticism of that novel or author.
Add the European Library as a source.Anscheinend in dieser Punkt schon in Arbeit.
Ein Blick auf die Vorschläge lohnt sich, nicht nur für Katalogentwickler.
Amazon bietet ein Einzeltitellink-Plugin an, mit dem man Bücher auf einfache Art und Weise in Blogpostings einbinden kann.
Mit diesem Plugin kannst du Einzeltitellinks von Amazon.de schnell und einfach in deinen Artikel integrieren. Der Amazon-Einzeltitel wird mit Text und Grafik mittels iframe integriert, sodass du die Artikelbilder nicht von Amazon downloaden musst.
In Einzelheiten müsste das Plugin noch verändert werden, es ist jedoch ein schönes Beispiel, wo Bibliotheken mit ihrem Pfunde wuchern können.
Wenn mal wieder nichts funktioniert: Einfach mal drüber freuen. Spinne und Kloß vom Schnipselfriedhof debattieren die Gründe:
Mehr davon gibt es hier.
Open Access auch für Studienarbeiten ist der simple Gedanke, der hinter einem Projekt namens Textfeld steht. In der Selbstbeschreibung ist zu lesen:
Aus der einfachen Idee, Studienarbeiten für alle im Internet zugänglich zu machen, entwickelte sich der Anspruch, österreichweit und fächerübergreifend Wissen zu vernetzen, sowohl von Studierenden als auch von erfahrenen ForscherInnen erarbeitet. Vor allem für JungforscherInnen will textfeld eine Plattform bieten, auf der sie erste Publikationserfahrungen machen können. Wir sind auch der Auffassung, dass die erweiterte Möglichkeit zur Publikation ein zusätzlicher Ansporn ist, qualitativ hochwertige Recherche- und Forschungsarbeit zu leisten. Weiters sehen wir im öffentlichen Diskutieren von Forschungsergebnissen („Public Peer Review“) eine Alternative zum bisherigen System der etablierten Fachzeitschriften. Mittelfristig ist es unser Ziel, den technischen Rahmen für diese neuen Strukturen zu bieten.
Auf diese Weise erhält eine Arbeit z.B. über den „die demokratischen Potentiale von Wegblogs“ mit momentan fast 300 Downloads doch eine beachtliche Aufmerksamkeit, die ihr ohne Textfeld wohl nicht zuteil geworden wäre.
Staatswissen ist Bürgerwissen!
Öffentlich geförderte Informationen müssen den Bürgern unter offenen Lizenzen bereitgestellt werden.
Amen.