Universal-Archiv in Hollywood verbrannt?

Laut Spiegel Online ist das Video-Archiv der Universal-Studios mit rund 50.000 Videos und Filmrollen in Hollywood verbrannt. Wenn alle Pflichtexemplare ordnungsgemäß abgeliefert wurden, müsste der Schaden sich in Grenzen halten.

Zur Pflichtabgabe von Filmen in den USA gibt es im Januar einen interessanten Artikel in der Welt: Wie Amerika sein Filmerbe sichert.

Wanted: Kommentare!

\"Diskussion\" von Nanna Ullman Mir ist schon verschiedentlich aufgefallen, dass viele Blogpostings, auch solche, die mir sehr interessant erscheinen, häufig unkommentiert bleiben. Sowohl hier bei Infobib als auch anderswo. Gelesen werden diese Postings jedoch, daran lassen schon die Statistiken keinen Zweifel.

Warum schweigt der gemeine Blogleser? Ist in den entsprechenden Postings alles gesagt? Wohl kaum. Betreiben wir mal eine kleine Ursachenforschung.

(Das Bild ist übrigens von Hendrik Sendelbach, lizensiert unter Creative Commons Attribution ShareAlike 2.5 License)
„Wanted: Kommentare!“ weiterlesen

OpenBib-Blog

Oliver Flimm eröffnete vor wenigen Tagen das OpenBib-Blog:

In der Vergangenheit wurde das OpenBib Rechercheportal zwar seit seinen Anfängen 1997 kontinuierlich weiterentwickelt, nach aussen zeigte sich dies aber “nur” in etwa zwei offiziellen Releases pro Jahr im Rahmen des Kölner UniversitätsGesamtkatalogs (KUG). Um die Entwicklung “dazwischen” nach aussen besser zu kommunizieren und zusammen mit den dabei tangierten Bereichen des “Next Generation Catalogue” aka OPAC 2.0 zu diskutieren, wurde dieses Blog eingerichtet.

Gleich im nächsten Posting geht es auch schon zur Sache. Es werden Wege aus dem Datensilo diskutiert. Die Frage nach komfortabler Tagverwaltung ist nicht neu, die mögliche Antwort einer übergeordneten Instanz auch nicht. In diesem Fall soll es Bibsonomy sein, dass als „Tagsammelstation“ dienen soll:

Konkret wird in der neuen Version

  1. ein Browser fuer BibSonomy-Quellen und
  2. eine Spiegelung der lokalen Tagging-Aktionen

nach BibSonomy integriert.

Nun ist die Frage, wie groß der Anteil persönlicher oder beschreibender Tags ist, die je nach Kontext eine sehr unterschiedliche Bedeutung haben können. Wenn ein Mediziner das Schlagwort „krebs“ vergibt, hat er damit sicherlich anderes im Sinn als ein Astrologe oder ein Zoologe. Dies gilt auch für beschreibende Tags wie z.B. „lang“.

Es müssen noch viele Erfahrungen gemacht werden, da user generated content sicherlich nicht auf theoretischer Basis ausgelotet werden kann. OpenBib ist ein Projekt, in dem auch mal etwas probiert wird und Rückschläge anscheinend zumindest in Kauf genommen werden. Schon von daher ist es (auch durch die neue, dazugehörige Diskussionsplattform) ein sehr tolles Angebot.

Archive sind gar nicht so schlimm …

.. und Bibliothekarinnen offensichtlich unfreundlicher als Archivarinnen. Ein Stummfilm über die Freuden der Archivbenutzung [1]und ein willkommener Test für die Embed-Funktion von Yovisto:

References

References
↑1 und ein willkommener Test für die Embed-Funktion von Yovisto

Google & Bibliotheken spielen keine Hauptrolle für Elementarteilchenphysikern

SuMa-Blogger Mario Behling berichtet über eine Umfrage zu Rechercheinstrumenten von Elementarteilchenphysikern.

Auf die Frage, welches Informationssystem für High Energy Physics sie denn am häufigsten benutzen würden, antworteten die Wissenschaftler (Auszug):

ARXIV: 49,7%
BIBLIOTHEKEN: 0,2%
GOOGLE: 7,8%
SPIRES: 38,2%

Vollständige Ergebnisse im Artikel „Information Resources in High-Energy Physics – Surveying the Present Landscape and Charting the Future Course“ (PDF). Eine ähnliche Studie hatten wir hier ja gerade erst.

Microsoft stoppt Büchersuche und Digitalisierungsprojekt

Microsoft stoppt Büchersuche und Digitalisierungsprojekt:

Microsoft will nächste Woche sein Projekt zur Digitalisierung von Büchern einstellen. Damit hat auch für Live Search Wissenschaftlich und für Microsofts Buchsuche Live Search Books das letzte Stündchen geschlagen.

Wie im Live-Search-Blog zu lesen ist, werden bisher digitalisierte Bücher über die herkömmliche MSN-Suchmaschine weiterhin zugänglich sein.

This also means that we are winding down our digitization initiatives, including our library scanning and our in-copyright book programs. We recognize that this decision comes as disappointing news to our partners, the publishing and academic communities, and Live Search users.

Sagte Wilhelm Hilpert von der BSB auf der Inetbib-Tagung nicht, es sei so gut wie ausgeschlossen, dass eine Firma wie Google von einem Tag auf den anderen ein solches Digitalisierungsprojekt abbricht? In diesem Fall ist es nicht Google, aber das prinzipielle Ungleichgewicht der Kräfte bei Public-Private-Partnerships mit Firmen dieser Größe ist auf jeden Fall bedenklich.

Bibliotheken oder Google – Studie der ZBW

Im Auftrag der ZBW Kiel hat die Agentur HS&P eine noch unveröffentlichte Studie erstellt. Laut aktueller c’t ergibt sich dabei ein für Bibliotheken wenig schmeichelhaftes Bild. Gefragt wurde: Mit welchen Internetseiten suchen Sie nach wissenschaftlicher Literatur?

Die Reihenfolge der Antworten:

  1. Google
  2. Bibliothekskataloge
  3. Wikipedia
  4. Uni-Homepage
  5. Online-Dienste der Bibliotheken (?)
  6. KVK
  7. EZB
  8. Amazon
  9. ZDB
  10. Google Scholar
  11. Fachspezifische Portale

Eine spannende Frage ist nun die Bekanntheit der Virtuellen Fachbibliotheken, was auch auf dem Bibcamp eifrig diskutiert wurde. Markus Trapp hatte dazu noch erwähnt, dass er mittels Cibera-Blog erfolgreich zusätzliche Aufmerksamkeit auf seine ViFa lenken konnte.

Wie auch immer: Es ist zweifellos falsch, den zweiten Platz der OPACs als beruhigend zu empfinden. Also heißt es, von der „Konkurrenz“ zu lernen und die besten Ideen schamlos zu kopieren.