Parallaxte Austragungsorte der Olympischen Spiele

Es ist mir wirklich schleierhaft, warum Freebase Parallax nicht allerorten gefeiert wird. Auf Knol haben sich alle gestürzt, als wäre es die größte Innovation seit der Erfindung des Buchdrucks, und hier interessiert sich fast niemand? Liegt’s daran, dass es nicht Google drüber steht?

Man schaue sich nur mal diese Karte an! Drei Minuten herumklicken, und schon kann hat man eine Liste der Olympiaaustragungsorte, deren Standortmarkierungen die Anzahl der Teilnehmer visualisieren. Auch hier möchte ich zum Anklicker der Kreise ermutigen.

Gibt es sowas schon seit Jahren, und ich habe nichts davon mitbekommen? Sicher, Parallax ist noch beta, es sind noch zu wenig Daten vorhanden, die Server sind offensichtlich auch ziemlich überlastet. Dennoch: ein unglaubliches Angebot! Also, nichts wie hin, ausprobieren und begeistert darüber berichten!

InetBib-k – Bibliothekarische Produktneuigkeiten und Veranstaltungstermine

In der INETBIB-Mailingliste ist Werbung unerwünscht. Daher hat der INETBIB-Admin Michael Schaarwächter nun ein Blog aufgesetzt, in dem kommerzielle Informationen mit Bibliotheksbezug geposted werden können. Bei Inetbib-K findet man dann in Zukunft Informationen z.B. über neue Produkte oder Veranstaltungsankündigungen. Wer dort veröffentlichen möchte, wende sich an die dort angegebene Mail-Adresse.

Mal sehen, ob das funktioniert. Auf den ersten Blick erscheint es mir sinnvoller, dass Hersteller eigene Blogs einrichten, die man dann bei Bedarf aggregieren könnte. Damit würde man eine Menge Handarbeit sparen.

Irgend etwas in der Richtung wird aber auf jeden Fall benötigt. Momentan erfahre ich von manchen Produkten eher zufällig durch News-Alerts. Das kann auch nicht im Sinne der Hersteller sein.

Debatte um "Bibliothekswertrechner"

Sharp EL-8

Die Debatte über Tools zur Berechnung des wirtschaftlichen Nutzens von Bibliotheken kocht zur Zeit wieder etwas höher. Ausgangspunkt war die Meldung von Jürgen Plieninger in Netbib, dass im Bibliotheksportal nun ein Bibliothekswert-Rechner zu finden sei. In INETBIB wurde dazu natürlich eifrig diskutiert, auch beim Haftgrund stieß die Meldung auf reges Interesse und große Ablehnung.

Was mir auch an diesem Rechner wieder mißfällt:

  1. Scheingenauigkeit
  2. Wenn ich alle anklickbaren Dienstleistungen genau ein Mal nutze, bekommt man einen Wert von € 134,59. Über das Zustandekommen der Zahl muss man nun gar nicht debattieren. Ob eine durchschnittliche Zeitschriftenausleihe wirklich dem Gegenwert des Spiegels entspricht, sei dahingestellt. Die Genauigkeit der Angaben wird auf der Seite nirgendwo in Frage gestellt. Journalisten nehmen so etwas für bare Münze. Aber das ist wohl beabsichtigt.

  3. Das Konzept des „Bibliothekswerts“
  4. Berücksichtigt wird hier ausschließlich der Wert für den einzelnen Nutzer. Das eine Bibliothek einen gesamtgesellschaftlichen Effekt hat, der auch rein wirtschaftlich weit über den Nutzen für den einzelnen hinaus geht, wird überhaupt nicht erwähnt. Wenn bibliothekarische Lobbyarbeit schon über ökonomische Zahlenspielereien stattfinden soll, dann darf das auf keinen Fall verschwiegen werden.

  5. Fokus auf den Konsumenten
  6. Bibliotheken haben auch eine wichtige Rolle für die Partizipation am politischen, sozialen und kulturellem Leben. Wer am Geschehen teilhaben möchte, benötigt Informationen. An vieles kommt man inzwischen zwar auch ohne Bibliotheken, an andere aber auch nicht.

Selbst wenn man den Rechner als das nimmt, was er ist (nämlich als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit) müsste er meines Erachtens in einen größeren Kontext gestellt werden. Es sollten zumindest Informationen verlinkt werden, die auch den Nutzen erläutern, der über den für das Individuum hinausgeht.

Europeana – Termin November 2008

Viviane Reding hat von den EU-Mitgliedsländern gefordert, Bücher zu digitalisieren, die sich im Besitz ihrer Kultureinrichtungen befinden. In den Bibliotheken Europas lagerten mehr als 2,5 Milliarden Bücher, aber nur etwa ein Prozent des archivierten Materials liege in digitaler Form vor, sagte die EU-Medienkommissarin. Ziel der Aktion ist die Schaffung einer europäische digitale Bibliothek namens Europeana. Sie soll im November 2008 in einer ersten Vorabversion online gehen.

[via zdf.de]

Mehr Informationen gibt es hier und hier.

Erschließung der Stammbücher der Anna-Amalia-Bibliothek

Die Stammbücher der Anna Amalia Bibliothek in Weimar werden in Tübingen erschlossen. 845 Stammbücher aus der Zeit von 1550 bis 1990 werden in einem Kooperationsprojekt Klassikstiftung Weimar und der Universitätsbibliothek Tübingen erschlossen. Am Freitag findet ein Pressegespräch in der Universität Tübingen statt, um das Projekt vorzustellen.

[via idw]

Open Library Environment Project

Ole ProjectMit Unterstützung der Andrew W. Mellon Foundation hat sich ein Konsortium anglo-amerikanischer und australischer Bibliotheken daran gemacht, ein offenes Bibliothekssystem unter dem Projektnamen „Open Library Environment“ („OLE Project“) zu entwickeln.

Hintergrund:

Proprietary Integrated Library Systems do not fit the modern scholarly research process or modern library workflows. It is nearly impossible for a library to integrate its commercial ILS with tools widely used by faculty and students, such as a course management system or emerging social-networking tools. Libraries find themselves adapting their workflows to outdated technology, rather than using technology to facilitate more efficient and effective workflows. The burden of maintaining and supporting existing ILS systems is hindering libraries’ ability to respond to new technologies and to scholars’ information needs and expectations. Dissatisfaction with current ILS systems is widespread. Many libraries are actively planning for life beyond their current ILS, but skeptical that good commercial alternatives will be available. By working together on a community-designed, open-source alternative to the ILS, libraries can design a technology system that will support rather than hinder their desire to innovate and to provide access to high quality scholarly information.

Ich bin nicht davon überzeugt, dass es wirklich notwendig gewesen wäre, ein komplett neues Projekt zu beginnen. Eine Integration vorhandener Lösungen wäre eventuell sinnvoller gewesen. Immerhin wird hier offensichtlich versucht, nicht nur den OPAC, sondern ein gesamtes Bibliothekssystem abzubilden.

Deutsche IFLA-Berichterstattung

Logo IFLA 2008Das Goethe-Institut hat ein Gemeinschaftsblog aufgesetzt, in dem u.a. Patrick Danowski schreibt. Auch Elke im IBI-Blog und Sebastian Wilke bloggen von dort. Die deutsche Berichterstattung wird flankiert von einer Flickr-Gruppe. Ein gemeinschaftliches Tag zur dienstübergreifenden Kennzeichnung der IFLA-Berichterstattung konnte ich leider nicht ausmachen.