Artikel über Langzeitverfügbarkeit nicht verfügbar

Langfristige Verfügbarkeit elektronischer Medien [Computerdatei] : Referat am Kolloquium „Speicherbibliotheken – Digitale Bibliotheken“ ; (Graz, 3. April 1997) / Heinz Hauffe. – 1997. – 22.725 Bytes

Über DOBInet gefunden, und trotz des Titels unter der angegebenen URL natürlich nicht mehr erreichbar. Aus dem Abstract:

WBb sollten im Bereich ihres Sammelauftrags Verfügbarkeit von Online-Publikationen beobachten und erforderlichenfalls Verantwortung für die Archivierung selbst übernehmen.

Das war in diesem Fall anscheinend nicht erforderlich.

Qualitätsmanagement für Kunst- und Museumsbibliotheken

Lesestoff für SpezialbibliothekarInnen und Qualitätsmanagement-Interessierte:

Nikola Appel: Standards für Kunst- und Museumsbibliotheken : Entwicklung und aktueller Stand sowie Anwendung für ein internes Audit am Beispiel Kunstmuseum Wolfsburg

Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Qualitätsmanagementverfahren der Arbeitsgemeinschaft der Kunst- und Museumsbibliotheken (AKMB). Dargestellt werden Hintergrund, Entwicklung und Praxis des Qualitätsmanagementverfahrens.

Im Fokus stehen dabei die 83 Standards der AKMB. Die Arbeit verfolgt einen sehr praxisorientierten Ansatz, beleuchtet die Standards aus mehreren Perspektiven und liefert zahlreiche Empfehlungen, Erläuterungen, Checklisten und Hintergrundinformationen. Wer sich mit Qualitätsmanagement in Bibliotheken beschäftigen, auf ein Audit vorbereiten oder einen Einblick in die Entwicklung eines QM-Verfahrens erhalten möchte, findet in der vorliegenden Arbeit entsprechende Informationen.

http://opus.bsz-bw.de/fhhv/volltexte/2008/130/

Librarything Web Services API

Heute wurde im Librarything-Blog das(?) neue Web Services API vorgestellt. Wenn ich das auf den ersten, flüchtigen Blick richtig erfasse, wächst mit Common Knowledge gerade ein Konkurrent für die PND ran. Die biographischen Daten zum Beispiel für Michael Ende werden zumindest für den Hausgebrauch meist ausreichen. Wenn man an das Potential der PND denkt!

Die PND umfasst zur Zeit rund 2,6 Mio. Namen (davon ca. 1.000.000 Personen mit individualisierten Datensätzen) aus der Katalogisierung der PND-Kooperationspartner und der Deutschen Nationalbibliothek, aus Projekten der Altbestandserschließung und Namen der Bayerischen Staatsbibliothek aus dem osteuropäischen und islamischen Kulturkreis, aus den Bereichen Musik und Karten sowie den Personennamen der Zentralkartei der Autographen der Staatsbibliothek zu Berlin und den Personennamen der SWD.

Ein Ferrari unter den Datenbanken! Aber fahren darf er nur im Parkhaus.

Die Deutsche Nationalbibliothek nutzt die PND als integrierte Normdatei bei der Katalogisierung und verknüpft die Normdatensätze mit den Titelsätzen.

Der Unterschied zwischen PND und Common Knowledge ist außer der Datengrundlage, dass Librarything alle Daten bequem per verständlich dokumentierter API unter CC-SA-Lizenz zugänglich macht. Das hat Potential. Verknüpfen wir das mal mit den Gedanken zu einem freien Klassifikationssystem, dann muss man ganz klar konstatieren, dass sich das Bibliothekswesen gerade in die Bedeutungslosigkeit schnarcht.

Architektur des Monats 2008: Unibibliothek in Kyoto

Das Institute for East Asian Architecture and Urbanism kürt, ja, monatlich die Architecture of the Month. Im März 2008 war das die Bibliothek der Seika Universität in Kyoto. Warum, erschließt sich mir allerdings nicht.

It definitely does not belong to the well-known common breed of post-modern and post-bubble architecture of Japan any longer.

Und das ist ja die Hauptsache.

[via Anne Christensens Bookmarkfeed]

Archiv der NASA mit freien Bildern

Unter nasaimages.org stellt die NASA pünktlich zum 50. Geburtstag eine ganze Menge Bilder online. Die Nachnutzung jeglicher Art ist erlaubt:

The NASA imagery offered on NASAIMAGES.ORG is generally not copyrighted. You may use this NASA imagery for educational or informational purposes, including photo collections, textbooks, public exhibits and Internet Web pages (personal or otherwise). […]

If the NASA images obtained from NASAIMAGES.ORG are used for commercial purposes (including advertisements or packaging), such use may not suggest, either explicitly or implicitly, that NASA endorses any commercial goods or services.

Die Webseite stellt viele Funktionen zur Verfügung, die auch so manchem Dokumentenserver gut stehen würde. Unter anderem eine „Embed“-Funktion (drei verschiedene Modi), mit der man z.B. diese Darstellung verschmelzender weißer Zwerge einbinden kann:

Die Umsetzung ist noch nicht so optimal, da die ganze Seite eingebunden wird. Die HTML-Embed-Funktion erzeugt dann konsequenterweise auch eine komplette Seite. Wer dies nutzt, zerschießt bestenfalls sein eigenes Layout. Ich gehe von einer Kinderkrankheit aus, die mit Sicherheit beseitigt werden wird.

Verfügt man über einen Account, kann man direkt auf der Seite Präsentationen erstellen, die sich auf die gleiche Art in andere Webseiten einbinden lassen:

Alles in allem ein wirklich gutes Angebot, dessen technische Schwierigkeiten sicherlich bald überwunden sein werden. Es kommt sicherlich nicht nur Verschwörungstheoretikern entgegen, die jetzt ungestört Mondlandungsbilder nach Fälschungsspuren untersuchen dürfen. ;o)

Führung durch Bibliothek Friedrichs des Großen

Am Mittwoch, den 30.07. gibt es eine Sonderführung im Potsdamer Schloss Sanssouci und zwar in die kostbare Bibliothek Friedrichs des Großen.

Die königliche Sammlung mit rund 2100 Bänden umfasst Werke der griechischen sowie römischen Dichtung und Geschichtsschreibung

Mehr Informationen gibt es hier.

Bücher aus Georgien zurück nach Halle?

Was zunächst als vertrauliche Angelegenheit gehandelt wurde, ist nun eine vermeintliche Enthüllungsgeschichte um Beutekunst des Zweiten Weltkriegs. Vor kurzem fand ein MDR-Reporter in der Unibibliothek der georgischen Hauptstadt Tiflis verschollene Bücher, darunter auch solche der 280 Jahre alten Leopoldina-Bibliothek in Halle. Das weckte die Hoffnung, dass ein großer Teil der 7 000 kostbaren naturwissenschaftlichen und medizinischen Bände zurückkehrt, die nach dem Ende der Nazi-Herrschaft 1946 in die Sowjetunion transportiert worden waren und seitdem vermisst werden.

[via mz-web.de]

Das versteckte Web durchsuchbar machen

D-Lib-Artikel „Google Still Not Indexing Hidden Web URLs“. Im Artikel wird beklagt, dass Google OAIster & Co nicht unterstützt.

We […] conclude that Google has not endeavoured to increase their support and access to OAI materials. Even taking into account the caveats, we would also conclude that aggregations of OAI records are as valuable for user research purposes as they were at least two years ago.

From our own experience, we know that providing the OAIster records in bulk to Google proved problematic for them, and eventually they requested only the OAIster URLs instead of the complete metadata. We are not, at this point, certain that Google is using these URLs (crawling them) for addition to their search index.

It is also interesting to note that Google has recently dropped support of OAI for website indexing [6]. Given the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources, not less. (Granted, the OAI for Sitemaps feature may not have been an appropriate approach for Google.)

John Wilkin antwortet auf diesen Artikel:

As much as I like Kat’s and Josh’s analysis, I draw a different conclusion from the data. They write that, „[g]iven the resulting numbers from our investigation, it seems that Google needs to do much more to gather hidden resources.“ This perspective is one many of us share. We’re inclined to point a finger at Google (or other search engines) and wish they tried harder to look into our arcane systems. We believe that if only Google and others had a deeper appreciation of our content or tried harder, this problem would go away. I’ve been fortunate enough to be able to try to advance this argument one-on-one with the heads of Google and Google Scholar, and their responses are similar–too much trouble for the value of the content. As time has passed, I’ve come to agree.

Dem kann man nur zustimmen. Wir müssen unsere Kataloge und Datenbanken zugänglicher machen für Suchmaschinen. Wenn wir das nicht machen, werden Bibliotheken als erste Anlaufstelle für bibliographische Recherche in Zukunft noch stärker von Amazon & Co in die Bredouille gebracht.

Für Katalogentwickler interessant ist eine andere Aussage von Wilkin:

We often go wrong, however, when we try to share our love of complexity with the consumers. We’ve come to understand that success in building our systems involves making complicated uses possible without at the same time requiring the user to have a complicated understanding of the resource. What we must also learn is that a simplified rendering of the content, so that it can be easily found by the search engines, is not an unfortunate compromise, but rather a necessary part of our work.