Zur Zeit findet die Inetbib-Tagung in Zürich statt. Die ersten Vorträge waren überwiegend spannend. Und wenn die Twitter-Suche wieder funktioniert (ist gerade down), kann man die Live-Dokumentation über das Hashtag #inetbib2010 dort verfolgen.
Kategorie: Bibliothek
(Auch in Österreich:) Permalinks für Katalogisate
Der Österreichische Bibliothekenverbund (OBV) bietet ab sofort eine neue Suchoberfläche an.
Positiv: Verschiedene Social-Bookmarking-Dienste sind integriert.
Negativ: Naja, so richtig integriert sind sie eigentlich doch nicht.
Ich habe versucht, Titel in Delicious zu übernehmen (vorübergehend verfügbar unter dem Tag OBV-Test, ich lösche sie aber sicherlich irgendwann wieder). Wenn mir die Funktion angeboten wird, einen Titel in Delicious zu speichern, gehe ich davon aus, dass sich die Anbieter vorher angesehen haben, wie entsprechende Metadaten zu übergeben sind. Dies war hier offensichtlich nicht der Fall.
Speichert man einen Titel, lautet der Seitentitel im Normalfall „OBV Suche“. Weitere Angaben werden nicht übergeben. Speichert man also 30 Titel, wird man sie anschließend nicht auseinanderhalten können, ohne sie einzeln anzuklicken.
Ähnlich untauglich ist der Link, der an Delicious übergeben wird. Ich habe zwei Titel gebookmarked. Klickt man sie an, wird man feststellen, dass man beim gleichen Katalogisat landet. Gespeichert wird nämlich nicht ein präziser und permanenter Link, sondern die Suchanfrage. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Delicious-User sowohl den selben Titel als auch den selben Suchweg speichern, tendiert bei Literatur abseits von Harry Potter & Co vermutlich gen Null. Die sozialen Funktionen von Delicious werden somit raffiniert umgangen.
Man kann es nicht oft genug wiederholen:
- Katalogisate brauchen Permalinks!
- Katalogisate brauchen Permalinks!
- Katalogisate brauchen Permalinks!
Bei Uraltkatalogen habe ich ja noch begrenztes Verständnis dafür, dass sie sich nicht ohne weiteres nachrüsten lassen. Bei einer Oberfläche, die vom Anbieter angepriesen wird für ihre Library 2.0 und Social Computing Eigenschaften
, kann ich es aber nicht aufbringen.
Rosenbibliothek
Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet über die Rosenbibliothek in Halle.
Bibcamp³ und Inetbib 2010 als hCalendar
Dieses Posting dient mehr oder weniger Testzwecken. Der Besuch der Veranstaltungen ist natürlich dennoch angeraten.
Ostfrieslands kleinste Bibliothek
Wie aus einer Telefonzelle ein Leuchtturm und Bücherheim wurde:
[via Bibliothekarisch.de]
Tübke-Nachlass an UB Leipzig
Die Witwe des Malers Werner Tübke, Brigitte Tübke-Schellenberger hat der Leipziger Universitätsbibliothek Skizzen- und Tagebücher des Künstlers geschenkt.
[via mdr.de]
Bücherbus frühzeitig stillgelegt
In Remscheid wurde der Bücherbus, der eigentlich noch bis zum 13. April fahren sollte, frühzeitig stillgelegt.
Die rp-online berichtet.
Bücher-Diebstahl um Leben zu finanzieren
Wie spiegel.online berichtet ist in Nürnberg ein 27-jähriger verhaftet worden, dem vorgeworfen wird seit 2009 ca. 30 Bücher aus verschiedenen Bibliotheken in Bayern und Baden-Württemberg gestohlen zu haben. Diese soll er dann, unter anderem über das Internet verkauft und so rund 20.000 Euro erbeutet haben.
Claudia Lux ist neue Präsidentin der BID
Die ehemalige IFLA-Präsidentin Claudia Lux ist neue Präsidentin der BID.
Auf der Abschlussveranstaltung des Leipziger Kongresses übergab die amtierende Präsidentin, Barbara Lison, das Amt an die bereits im Dezember gewählte Generaldirektorin der ZLB
[via bideutschland.de]
Gartners Prophezeiungen für Mobile Technologien
Die Listen-Großmeister der Informationstechnologie aus dem Hause Gartner versuchen die 10 wichtigsten Technologien für Mobile Devices für die nächsten 2 Jahre zu prophezeien: Gartner Outlines 10 Mobile Technologies to Watch in 2010 and 2011. Für Bibliotheken wichtig scheinen mir auf den ersten Blick „App Stores“, das „Mobile Web“ oder auch „Mobile Widgets“:
Widgets are installable Web applications that use technologies such as JavaScript and HTML. Many handsets support widgets running on their home screens, where they are easily visible and accessible. Despite the lack of standards, widgets provide a convenient way to deliver simple, connected applications, especially those involving real-time data updates (such as weather forecasts, e-mail notifications, marketing, blogs and information feeds). Because widgets exploit well-understood tools and technologies, they have lower entry barriers than complex native applications, and thus can be a good first step to assess the demand for an application on a specific platform before undertaking expensive native development.
Was auch immer, sowohl Kataloge als auch Inhalte erst web- und dann auch gleich mobiltauglich zu machen, das ist das Thema der Stunde.