Fu-PusH-Statement-Finder

Mit dem Statement-Finder können Aussagen aus Interviews gesammelt und erschlossen werden, wie hier bei über 3000 Aussagen aus dem Fu-PusH-Projekt. Die einzelnen Tags (z.B. zu Bibliotheken und Empfehlungen) und Aussagen wie diese über die Notwendigkeit von Langzeitarchivierung in öffentlicher Hand sind einzeln verlinkbar.

Weitere Informationen zum Statement-Finder sind hier zu finden. Die Daten stehen unter CC-BY 3.0.

Neuer Open-Access-Fonds der Leibniz-Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft hat einen von TIB, ZB MED und ZBW gesteuerten Publikationsfonds eingerichtet. Bedienen können sich dort die 18.000 Mitarbeiterinnen in den Leibniz-Einrichtungen. Aus dem TIB-Blog (in dem sich noch viele weitere Infos dazu finden):

Die Förderbedingungen des Publikationsfonds ähneln den Kriterien, die für viele DFG-geförderte Publikationsfonds an Hochschulen gelten (auch den Förderkriterien des Publikationsfonds der Leibniz Universität Hannover). Ein wesentliches Kriterium ist die Beschränkung der Förderung auf Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften – eine Förderung von Open-Access-Optionen in Subskriptionszeitschriften („hybrid“) ist nicht möglich. Andere Kriterien beziehen sich auf die Qualitätsstandards der Zeitschrift und auf die Erteilung von Nachnutzungserlaubnissen für Repositorien (LeibnizOpen). Die Kosten für Open-Access-Artikel werden übernommen, wenn die Gesamtkosten 2.000 EUR nicht übersteigen. Liegen die Kosten höher, ist unter bestimmten Bedingungen eine anteilige Finanzierung mit Kostenbeteiligung von Autorin/Autor oder Institut möglich.

Für die 18.000 MitarbeiterInnen (davon 9.000 WissenschaftlerInnen) stehen im Fonds 200.000 Euro zur Verfügung.

Digitalisierung und Open Access im SPD-Grundsatzprogramm

Die SPD hat ein „Grundsatzprogramm für die digitale Gesellschaft“ (PDF) veröffentlicht. Ab Zeile 726 heißt es:

Urheberrecht weiterentwickeln, Open Access fördern
Die Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen, bedeutet auch, das Urheberrecht zu modernisieren und weiterzuentwickeln. Notwendig sind ein bildungs- und forschungsfreundliches Urheberrecht und eine umfassende Open-Access-Politik. Durch ein unabdingbares Zweitverwertungsrecht muss der freie Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen im Internet systematisch gefördert und ausgebaut werden, insbesondere wenn Beiträge durch öffentliche Mittel gefördert wurden. Darüber hinaus braucht es eine allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht.

Umfassende Open-Access-Politik ist reichlich schwammig, zumal nirgendwo definiert wird, was darunter verstanden wird. Zur Digitalisierung ist ab Zeile 1222 folgendes zu lesen:

Nachhaltige Digitalisierungsstrategien von Kunst und Kultur stärken
Digitalisierungsstrategien und -konzepte müssen nicht nur die Sicherung und den Erhalt des kulturellen Erbes im digitalen Zeitalter schaffen, sondern auch die Authentizität und Wirkungsmächtigkeit von Kultur und Kunst stärken. Dies gilt nicht nur für Bildwerke wie Fotografie, Malerei und Film, sondern auch für alle weiteren Bereiche wie Museen und Parks, Architektur, Konzerte und Theater, die durch entsprechende digitale Zugangsformen wie virtuelle Rundgänge und digitale Information erfahrbar werden. Das trifft besonders für Archive und Bibliotheken zu, deren Erhalt als moderne, sozial offene Räume der kulturellen Kommunikation die Digitalisierung mit einschließen muss. Wir brauchen eine Stärkung der kulturellen und medialen Bildung, um das Authentische erfahren zu können. Zugleich müssen die Kultur- und Wissenseinrichtungen darin unterstützt werden, die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung auch nutzen zu können.

„Wir brauchen eine Stärkung“ ist kein Programm, das ist eine Feststellung. Warum wird hier nicht klarer formuliert? „Angestrebt wird die Digitalisierung aller in öffentlicher Hand befindlicher Werke und ihre bedingungslose Veröffentlichung, sobald sie gemeinfrei sind.“ Ja, das kostet viel Geld. Aber nur so wird eine notwendige Grundbedingung für wirkliche „Digitale Bildung“ und Teilhabe geschaffen.

[via Heise.de]

VuFind (VZG) an der Bibliothek der Hochschule Hannover

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass die VZG eine Discovery-Lösung selbst entwickelt hat. Wir in der Bibliothek der Hochschule Hannover setzen eine VuFind-Lösung der VZG ein. Nicht als primäres Recherche-Instrument für unsere NutzerInnen, da auch nach einigen Jahren die Verfügbarkeitsinformationen immer noch nicht korrekt dargestellt werden, aber für jeden zugänglich: http://katalog.bib.hs-hannover.de

Die Entscheidung der VZG zur Eigenentwicklung kam nicht nur für uns sehr überraschend. Auf der Wiki-Seite der FAG Technische Infrastruktur ist nach wie vor von der „Entwicklung des zentralen GBV Discovery Angebotes auf Basis von VuFind und GBV Zentral“ die Rede, in den Protokollen der letzten beiden Fachbeirats-Sitzungen wird sie auch nicht erwähnt. Ebenso findet sich VuFind in den „Ziel- und Leistungsvereinbarungen 2015“ des GBV lediglich in dem Zusammenhang, dass eine Implementierung für den FID Pharmazie geplant ist.

Zu den technischen Aspekten dieser Entscheidung hat sich Oliver Goldschmidt schon detaillierter geäußert, als ich es je könnte.

Wir als bisherige VuFind-Anwender sind mit VuFind eigentlich soweit zufrieden, dass wir keinerlei Leidensdruck zu einem Umzug verspüren. Im Gegenteil sehen wir in der stetig wachsenden, gerade deutschsprachigen Anwender-Community mit finc, Beluga & Co einen großen Vorteil für VuFind, den ein anderes System so schnell nicht einholen kann – zumal essentielle Dinge wie Community-Beteiligung bei der noch namenlosen Neuentwicklung noch völlig unklar sind.

Es ist schade, dass die VZG diese Community nicht weiter unterstützt. Aber die Bibliothek der Hochschule Hannover sieht keinen Grund, auf ein anderes System umzuschwenken.

PS: Das Beluga-Team hat sich auch zur Zukunft von VuFind geäußert.

Europäischer Fotowettbewerb der Wissenschaften 2015

Ohne die Europäische Wissenschaft ist die Europäische Kultur unvorstellbar. Es reicht nicht, einfach nur darüber zu reden. Es muss auch gezeigt und gelebt werden. Um dies zu erreichen ist es ein Muss das alles mit der Kamera einzufangen und zu teilen. Deswegen ist es wichtig einen Fotowettbewerb der Wissenschaften zu haben. Der erste Wettbewerb dieser Art wird im November 2015 stattfinden.

Hier geht es zum Europäischen Fotowettbewerb der Wissenschaften 2015 auf Wikipedia/Wikicommons.

Vielbefragter Wikidata Query Service

Die Nutzung des Wikidata Query Service ist seit einigen Tagen um ein zigfaches gestiegen, wie man der entsprechenden Monitoring-Seite entnehmen kann. Die Ursache ist anscheinend noch unklar. Vielleicht ein amoklaufendes Skript oder ein Dienst, der Wikidata produktiv eingebaut hat? Bemerkenswert ist allerdings, dass man als Normalnutzer nichts davon mitbekommt. Ein Lob an die Admins, deren betreute Infrastruktur diese Explosion einfach so auffängt.

[via Wikidata-List]

RFC: Open-Data-Aktionsplan des Bundes

Der Open-Data-Aktionsplan des Bundes geht in die dritte Runde:

Der Entwurf des Fazit-Berichts ist fertig und steht zur Diskussion. Jetzt sind Sie gefragt, sich einzubringen und den Umgang mit Open Data auf Bundesebene mitzugestalten.

Der hier zur Diskussion gestellte Fazit-Bericht beleuchtet den Prozess und fasst Erkenntnisse und Ergebnisse zusammen. Bitte bewerten und kommentieren Sie ihn. Bringen Sie Ihre Perspektive ein und sagen Sie uns, wo wir noch nachbessern können oder ob wir noch etwas vergessen haben. Ihr Feedback wird in den Bericht einfließen und zur Weiterentwicklung des Open Data Aktionsplans genutzt.

Diese Diskussion läuft bis zum 6. November 2015.

OPUS4 bald auf Github

Der Entwicklung Githubs zur maßgeblichen Anlaufstelle für Open-Source-Projekte kann man durchaus kritisch gegenüberstehen. Fakt ist aber, dass ein Umzug zu Github erst einmal für Strukturen sorgt, in denen man sich leicht beteiligen kann. Projekte werden dadurch transparenter und auch das Melden (und Nachverfolgen) von Fehlern und Vorschlägen lässt sich deutlich besser nachvollziehen; der Aufbau einer Community wird dann oft erst möglich.

Eben jenen Schritt in die „echte“ Öffentlichkeit wagt nun das OPUS4-Team mit diversen Github-Repositories und einer dazugehörigen Dokumentationswebseite.