Kerndatensatz Forschung offiziell veröffentlicht

Aus der Pressemitteilung des Wissenschaftsrats:

Mit seinen „Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung“ legt der Wissenschaftsrat einen Standard vor, der es Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen ermöglicht, ihre Forschungsaktivitäten künftig in einheitlicher Weise zu dokumentieren. Damit wird für alle forschenden Einrichtungen, die regelmäßig und teils mit großem Aufwand für unterschiedliche Adressaten Berichte über ihre Tätigkeiten zusammenstellen müssen, der Arbeitsalltag deutlich einfacher werden.

Das ist nicht nur, aber auch für die VIVO-Gemeinde ein wichtiges Dokument. Die Spezifikationen lassen sich hier (PDF) einsehen. Der Kerndatensatz Forschung ist übrigens unter CC BY-SA 4.0 lizenziert, wie dem Ergebnisbericht (PDF) entnommen werden kann.

Fu-PusH-Statement-Finder

Mit dem Statement-Finder können Aussagen aus Interviews gesammelt und erschlossen werden, wie hier bei über 3000 Aussagen aus dem Fu-PusH-Projekt. Die einzelnen Tags (z.B. zu Bibliotheken und Empfehlungen) und Aussagen wie diese über die Notwendigkeit von Langzeitarchivierung in öffentlicher Hand sind einzeln verlinkbar.

Weitere Informationen zum Statement-Finder sind hier zu finden. Die Daten stehen unter CC-BY 3.0.

R ist auf dem Vormarsch

CC-BY-SA 4.0 von Joshua Kunst
CC-BY-SA 4.0 von Joshua Kunst

Auf Stackoverflow ist R die am schnellsten wachsende Programmiersprache, und Microsoft hat eine Microsoft-R-Server-Produktfamilie an den Start gebracht. Ein Klick auf den ersten Link (zu diesem Posting von Joshua Kunst) zeigt übrigens eindrucksvoll, was man mit R alles anfangen kann. Stöbern im Blog lohnt sich, da gibt es fantastische Visualisierungen zu entdecken.

Fingerabdrücke auf mittelalterlichen Wachssiegeln

Wachssiegel an mittelalterlichen britischen Dokumenten (12. bis 14. Jahrhundert) sollen auf Finger- und Handabdrücke untersucht werden. Die Dokumente stammen aus den Kathedralen von Exeter, Hereford und Lincoln, der National Library of Wales und aus Westminster Abbey.

Mehr Infos gibt es in diesem Bericht.

Siegelmarke Titel: SC * BVRGENSIVM * DE * VORDIS + ('Sekretssiegel der Bürger von Vorde') Beschreibung: roter Wachs, im Inneren des Siegels der heilige Liborius Ort: Bremervörde Größe: zwischen 3 und 4 cm
Siegelmarke Titel: SC * BVRGENSIVM * DE * VORDIS + (‘Sekretssiegel der Bürger von Vorde’) Beschreibung: roter Wachs, im Inneren des Siegels der heilige Liborius Ort: Bremervörde Größe: zwischen 3 und 4 cm

Europäischer Fotowettbewerb der Wissenschaften 2015

Ohne die Europäische Wissenschaft ist die Europäische Kultur unvorstellbar. Es reicht nicht, einfach nur darüber zu reden. Es muss auch gezeigt und gelebt werden. Um dies zu erreichen ist es ein Muss das alles mit der Kamera einzufangen und zu teilen. Deswegen ist es wichtig einen Fotowettbewerb der Wissenschaften zu haben. Der erste Wettbewerb dieser Art wird im November 2015 stattfinden.

Hier geht es zum Europäischen Fotowettbewerb der Wissenschaften 2015 auf Wikipedia/Wikicommons.

Ein Datensatz – 29 Ergebnisse, das ist nicht absurd

Wissenschaft absurd titelt Spiegel Online. Ein Datensatz – 29 Ergebnisse! Untersucht wurde ein Datensatz auf die Fragestellung, ob dunkelhäutige Fussballspieler häufiger rote Karten sehen als ihre Kollegen mit hellerer Hautfarbe. Dabei kam es zu einigermaßen unterschiedlichen Ergebnissen. Was auch nicht verwunderlich und aus vielen Disziplinen bekannt ist.

“Das Ergebnis jedes Teams ist stark beeinflusst von subjektiven Entscheidungen während der Datenanalyse”, konstatieren Silberzahn und Uhlmann. Wenn nur eine der Arbeiten als Studie publiziert worden wäre, hätte man durchaus ein Ergebnis lesen können, das von anderen abweicht. “Das bedeutet, dass man eine einzelne Analyse nicht zu Ernst nehmen sollte”, mahnen die Forscher.

Und darum gibt es Meta-Analysen wie z.B. vom Cochrane Institute, deren Ergebnisse dann in einem sogenannten Forest Plot visualisiert werden können. Ein sehr gut lesbares Buch, in dem unter anderem dieses Thema besprochen wird, ist übrigens “Die Wissenschaftslüge” von Ben Goldacre. Ein dämlich klingender deutscher Titel, aber das Buch ist wirklich lesenswert. Florian Freistetter  hat den Inhalt in seinem Blog gut zusammengefasst.

Die komplette Studie gibt es hier.

[Besten Dank an Holger für den Hinweis!]

Über Forschung mit studentischer Beteiligung

Amgad, Mohamed; Man Kin Tsui, Marco; Liptrott, Sarah J.; Shash, Emad (2015): Medical Student Research: An Integrated Mixed-Methods Systematic Review and Meta-Analysis. In: PloS one 10 (6), S. e0127470. DOI: 10.1371/journal.pone.0127470.

Aus dem Abstract:

Medical student participation in research is associated with improved short- and long- term scientific productivity, more informed career choices and improved knowledge about-, interest in- and attitudes towards research. Financial worries, gender, having a higher degree (MSc or PhD) before matriculation and perceived competitiveness of the residency of choice are among the factors that affect the engagement of medical students in research and/or their scientific productivity. Intercalated BSc degrees, mandatory graduation theses and curricular research components may help in standardizing research education during medical school.

Open Tree of Life

Aus Spiegel Online:

Forscher haben einen riesigen Stammbaum mit allen bekannten Lebensformen der Erde aufgestellt. Das Mammutprojekt umfasst 2,3 Millionen Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroben. Der “Baum des Lebens” ist frei im Internet abrufbar.

Am Wochenende war der Tree of Life ob der gewaltigen und weltweiten Aufmerksamkeit öfters nicht erreichbar. Aber eigentlich ist er hier erreichbar.