SOAP-Daten in Google Fusion Tables

Die Daten aus der SOAP-Umfrage sind nun als Google Fusion Table verfügbar. Damit lassen sich mit ein paar Klicks nette Visualisierungen machen. Eigentlich lassen sich die Daten auch als interaktive Widgets einbinden. Da dies (zur Zeit?) nicht verlässlich funktioniert, hier nun drei Beispiele als Screenshots:

Verteilung aller Teilnehmer der SOAP-Umfrage:
Verteilung gesamt

Verteilung der Teilnehmer, die als „Main Discipline“ Social Sciences angeben:

Verteilung der Teilnehmer, die die Frage „Who decides where to submit“ mit „I am advised where to publish by a senior colleague“ beantwortet haben:

Die Daten aus Fusion Tables sind auch via API nutzbar. Möge es nutzen.

TIB-Katalogdaten zum Download

Die TIB hat Ihre Katalogdaten halbfrei zum Download bereit gestellt.

Sämtliche von der TIB für den Katalog erfassten bibliografischen Daten werden unter der CC-Lizenz Namensnennung – keine kommerzielle Nutzung – Deutschland 3.0 bereit gestellt und können heruntergeladen, modifiziert und für eigene Zwecke genutzt werden.

Durch die gewählte Lizenz ist eine umfassende Nutzung der Daten leider unmöglich, vgl. die Prinzipien zu offenen bibliographischen Daten:

Darüber hinaus empfehlen wir – insbesondere öffentlich finanzierte – bibliographische Daten und Sammlungen bibliographischer Daten explizit in die Public Domain zu geben durch die Nutzung der Public Domain Dedication and Licence oder des Creative Commons Zero Waivers. Dadurch werden die Nachnutzungsmöglichkeiten maximiert, ganz im Sinne des allgemeinen Ethos des Teilens im Bereich öffentlich geförderter Gedächtnisinstitutionen.

Aber eine Lizenz kann ja auch noch geändert werden, siehe Koblenz.

[via @nowakman]

SOAP-Daten unter CC0 zum Download

Wie angekündigt sind die Rohdaten des SOAP-Projekts (Study of Open Access Publishing) nun unter CC0 frei verfügbar.

  • Ankündigung auf der Projektseite mit Downloadmöglichkeiten (CSV, XLS. Der Downloadlink für XLSX ist defekt [1]Wieder einmal ein Hinweis darauf, dass Shortlinks nirgendwo verwendet werden sollten, wo nicht wirklich Zeichen eingespart werden müssen! Das Data Manual wird hier verlinkt, sobald es nicht nur via … Continue reading )
  • Download hier als CSV (ca. 25 MB)
  • Download hier als ODS (ca. 4,5 MB) [2]Kann mir jemand erklären, warum die ODS-Datei nur knapp ein Fünftel der Größe der CSV-Datei hat? Liegt es daran, dass mehrfach auftretende Werte in der CSV-Datei jedes einzelne Mal in voller … Continue reading

Nun ist der Weg frei für Untersuchungen und Stichproben jeglicher Art. Als kleines Beispiel habe ich einmal die Zustimmung der Wissenschaftler, die sich hauptsächlich den Historical and Philosophical Studies zugehörig fühlen, zur These „OA articles are likely to be read and cited more often than those not OA“ untersucht.

Strongly Agree 315
Agree 449
Neither agree nor disagree 265
Disagree 73
Strongly disagree 10
Keine Antwort 70
Summe 1182

Dies ist Stoff für Dutzende von Abschlußarbeiten und hervorragendes Argumentationsmaterial für Bibliothekswesen!

References

References
↑1 Wieder einmal ein Hinweis darauf, dass Shortlinks nirgendwo verwendet werden sollten, wo nicht wirklich Zeichen eingespart werden müssen! Das Data Manual wird hier verlinkt, sobald es nicht nur via Shortlink verfügbar ist.
↑2 Kann mir jemand erklären, warum die ODS-Datei nur knapp ein Fünftel der Größe der CSV-Datei hat? Liegt es daran, dass mehrfach auftretende Werte in der CSV-Datei jedes einzelne Mal in voller Länge erwähnt werden müssen?

Bibliothekswesen für "imagefördernden Zeitungsartikel" gesucht

Aufruf zur Mitarbeit an einer deutschen Fassung von “What it takes to be a 21st century librarian in Germany”:

Ich beabsichtige für eine überregionale deutsche Tageszeitung oder Wochenzeitung einen ähnlichen Artikel wie den vor zwei Wochen in der englischsprachigen Zeitung Guardian erschienen Artikel “Beyond books: what it takes to be a 21st century librarian” zu verfassen. In sogenannten “Case-studies” werden 4 verschiedene BibliothekarInnen und deren Arbeit vorgestellt. Zu einer überregionalen deutschen Zeitung ist der Kontakt hergestellt. Die positive Resonanz auf der Fanseite von Bibliothekarisch.de hat gezeigt, dass dieser Artikel, der von zwei englischen Bibliothekarinnen verfasst wurde ein wichtiger Schritt wäre aus dem “Bibliotheksschneckenhaus” hervorzutreten und selbst mehr in nichtbibliothekarischen Zeitschriften und Zeitungen zu publizieren und “uns weniger von anderen darstellen zu lassen, da dadurch das Bild über den Beruf verzerrt sein kann. Hierfür suche ich Mitstreiter, 3-4 BibliothekarInnen aus dem ÖB-Bereich, dem WB-Bereich und einer Spezialbibliothek, die bereit wären an dem Artikel mitzuschreiben.

Natürlich wäre es gut, wenn gerade jüngere BibliothekarInnen sich angesprochen fühlten und wenn zumindest ein männlicher Bibliothekar dabei wäre. Dennoch ist das keine Bedingung und ich freue mich über interessierte BibliothekarInnen, die mit dazu beitragen wollen, ihren Beruf und ihr Tätigkeitsfeld zu beschreiben, um LeserInnen auf den Beruf neugierig zu machen und ihnen erzählen, was wir den ganzen Tag so machen.

Es geht darum der Außenwelt – der nichtbibliothekarischen Öffentlichkeit – ein zeitgemäßeres Bild (frei von Stereotypen) zu vermitteln, welches den Wert und die Arbeit von BibliothekarInnen ins Zentrum rückt. Warum sollen nicht mehr bibliothekarische Themen (z.B. Medien- und Informationskompetenz, die Förderung der frühkindlichen Buchkultur, das Lebenslange Lernen und der Umgang mit Plagiaten und dem Urheberrecht) in Massenmedien wie Zeitungen und Zeitschriften von BibliothekarInnen auf die Agenda gebracht werden, um den gesellschaftlichen Stellenwert stärker hervorzuheben?

Kontaktdaten für Interessenten (egal ob FachreferentInnen, Fachangestellte für Medien und Information oder Diplom-BibliothekarInnen) gibt es drüben bei Bibliothekarisch.de.

Der slowenische Reisebibliothekar Lovro Stepišnika

Portret Lovra Stepišnika
Lovro Stepišnik

Mitja Iskrić macht auf den 99. Todestag des ersten „Reisebibliothekars“ Sloweniens, Lovro Stepišnik, aufmerksam (Google-Übersetzung). Schon 1867 gründete Stepišnika den ersten mobilen Leseklub. Mitja illustriert sein Posting mit einer Vielzahl schöner Fahr-, Schwimm- und Galoppbibliotheken.

Bei der Gelegenheit möchte ich noch einmal auf das Weblog zu Fahrbibliotheken aufmerksam machen, dass es nun schon seit 6 Jahren gibt!

Ein Jahr Suchkiste

Gerald Steilen macht auf den ersten Geburtstag der Suchkiste aufmerksam. Da er wirklich keine Ahnung habe, was [er] wie umfangreich beischreiben soll, hat er ein PDF-Dokument zur Verfügung gestellt, dass das Projekt ausführlich beschreibt. Ein sehr interessanter Punkt ist auf S. 6 zu finden:

Es ist möglich den im vorliegenden Projekt generierten Index in beliebige Oberflächen für die Open Source Software Solr19 einzubinden. Im bibliothekarischen Umfeld verwenden kommerzielle Produkte wie Primo (Exlibris)20 oder TouchPoint (OCLC)21 eben jene Open Source Lösung. Daher lud die Firma Exlibris einen Projektmitarbeiter nach Hamburg ein, um den Suchkistenindex dieses Projekts mit dem eigenen Softwareprodukt Primo direkt nutzen zu können. Somit haben Primo-Kunden prinzipiell die Möglichkeit das Material der Nationallizenzen zu durchsuchen, ohne die Daten selbst indizieren zu müssen und ohne auf die Vorteile von Primo verzichten zu müssen (siehe Kap. 4.3.1 und Abb. 4.10). Der Anbieter von TouchPoint unterstützt ebenfalls dieses Verfahren. Selbstverständlich ist das auch mit einer VuFind-Installation möglich.

Das heißt, das neben (beispielsweise) dem zentralen Index des GBV auch der Index der Suchkiste in Discovery Interfaces [1] Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o) eingebunden werden kann. Wie theoretisch auch BASE oder verschiedene ViFas.

References

References
↑1 Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o)

BRaIn besichtigt Italien & Biblioblogs

Die sechste Ausgabe von BRaIn (Potsdamer Beiträge und Reportagen aus den Informationswissenschaften) ist erschienen. Neben vielerlei (Exkursions-)Berichten aus Italien wird von Anne Petit auch ein Blick in die deutsche Biblioblogosphäre gewagt – mit der Absicht, Berichte über die desolate Lage italienischer Bibliotheken ausfindig zu machen:

Vor allem könnte man meinen, dass beispielsweise die katastrophale Situation des italienischen Bibliothekswesens einen Ausbruch der Empörung weit über die Landesgrenzen hinaus hervorrufen müsste und auch uns hier in Deutschland aufrütteln und zumindest beschäftigen dürfte. Leider sind die Informationen in den deutschen Bibliotheksblogs spärlich gesät und es scheint als ob die Hiobsbotschaft über die kolossalen Kürzungen des Kulturetats in Rom noch gar nicht wirklich die Runde gemacht hätte. Vielmehr findet man nur vereinzelte Beiträge, die lediglich allgemeine Fakten und Informationen über Italiens Bibliotheken vermitteln.

Es hätte mich sehr gewundert, wenn sich zur Lage italienischer Bibliotheken mehr als vereinzelte Beiträge gefunden hätte. Die deutschsprachigen Biblioblogs werden überwiegend ehrenamtlich und in der Freizeit befüllt. Es finden sich dort also vorwiegend die Themen, die den Schreibenden unter den Nägeln brennen. Das dies ausgerechnet die Lage der italienischen Bibliotheken ist, ist daher zwar möglich, aber nicht besonders wahrscheinlich.

Auch die desolate Lage mancher Bibliotheken in Deutschland bleibt weitgehend unbeachtet. Aber das Schöne an Blogs ist ja: Wenn man denkt, dass ein Thema falsch oder unterrepräsentiert ist, gründet man einfach selbst einen.

Da BRaIn auf WordPress aufsetzt, stellt sich mir die Frage, warum keine Kommentare erlaubt sind. Ich würde diese Frage auch gerne direkt dort stellen. Aber dort sind ja nun einmal keine Kommentare erlaubt.

BASE steigt auf VuFind um

Im BASE-Blog wird der Umstieg von BASE von FAST auf Lucene/Solr mit der Oberfläche VuFind beschrieben.

Die vollständige Ablösung des FAST-Systems ist für die nächsten Monate geplant, ebenso die Umlenkung der BASE API auf den neuen Index. Der Index unter Lucene/Solr wird vorerst in unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Die Oberfläche ist im BASE Lab schon testbereit. Einiges funktioniert noch nicht. Zum Beispiel wird die Suchsortierung immer auf „Relevanz“ zurückgesetzt, wenn man die Suchergebnisse eingrenzen möchte. Aber für eine Beta-Version sieht das schon sehr ordentlich aus. Lucene/Solr entwickeln sich mehr und mehr zum Standard in der deutschsprachigen Bibliothekslandschaft.