Kent Anderson hat wissenschaftliche Artikel zusammengestellt, deren Titel an Filmtitel angelehnt sind. Mein Favorit ist The Good, the Bad, and the Cell Type-Specific Roles of Hypoxia Inducible Factor-1 in Neurons and Astrocytes.
Netbib wurde 10 Jahre alt
Eins der ältesten Blogs des Universums wurde am Palindrom-Tag 10.02.2001 der Öffentlichkeit geschenkt. Viele ältere Blogs gibt’s in Deutschland wohl nicht. Wer (berechtigte) Glückwünsche loswerden und Jubelarien verfassen möchte, bewege sich bitte hier hin.
Katalogsuche als Windows 7/Vista-Gadget
Ein Windows-7-Gadget ist eigentlich nicht mehr als eine miniaturisierte Webseite, die in den Desktop eingebunden werden kann. Nach Anleitung des Robofans habe ich nun ein kleines Widget gebastelt, mit dem eine Suche im Bibliothekskatalog der Fachhochschule Hannover möglich ist.
Zum Download gibt es das hier. Rechtsklick zum Herunterladen, Linksklick zur direkten Installation auf Windows 7 oder Vista. Das Widget besteht aus 4 Dateien.
- gadget.xml enthält Metadaten zum Widget
- index.html ist eine klassische Webseite, die in diesem Fall 130x130px groß ist und ein Suchfenster und einen Link zur Kontaktseite der FHH-Bibliothek enthält.
- Icon.png ist das Bild, das im Menü „Minianwendungen angezeigt wird“
- Background.png ist im aktiven Widget in den Hintergrund eingebettet
Dazu noch zwei Bilder:
Das Widget bis hierhin nur eine kleine Spielerei, aber vielleicht für den einen oder anderen nützlich. Die Dateien müssten mit der Installation automatisch in folgendem Verzeichnis verfügbar sein:
%HOMEDRIVE%\Users\%USERNAME%\AppData\Local\Microsoft\Windows Sidebar\Gadgets
Ein paar weiterführende Hinweise zum Widget-Selbstbau gibt es im MSDN Magazin. Falls es irgendwen zu irgendwas inspiriert, wäre ich natürlich wie immer an Rückmeldungen interessiert.
Für die Benutzung des Widget gibt es keine Garantie, keine Gewährleistung. Eigentlich ist das nicht viel mehr als ein Hallo-Welt-HTML-Seite, aber bei Windows weiß man ja nie…
Empfehlungen zur Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland
Die Empfehlungen zur Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland (PDF) sind nun veröffentlicht. Gefordert wird ein Wechsel weg von den regional ausgerichteten Strukturen. Insgesamt sei das jetzige System nicht effektiv. Die auf den ersten Blick wichtigsten Passagen aus der dazugehörigen gemeinsamen Erklärung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrates zur Zukunft der Bibliotheksverbünde als Teil einer überregionalen Informationsinfrastruktur in Deutschland:
3 – Im Gesamtsystem der Verbünde sollte zukünftig eine primär funktional und verbindlich koordinierte Arbeitsteilung entwickelt werden. Dienste sollen verbundübergreifend in einer modernen technischen Architektur offener Systeme zentralisiert angeboten und, wenn sachlich geboten, mit einem regionalen Betrieb kombiniert werden.
Offene, zentral angebotene Dienste. In Teilen ist dies ja schon der Fall. So steht zum Beispiel das OPUS-Hosting des BSZ auch Bibliotheken außerhalb des BSZ offen.
4 – Mit einer Integration bislang regional geführter Kataloge und Dienste auf nationaler und internationaler Ebene sollen Redundanzen und eine heute so nicht mehr benötigte Komplexität der Verzeichnungsstrukturen vermieden werden.
Kann man als Plädoyer für zentrales Indexhosting betrachten, wie es auch hier diskutiert wird.
5 – Die Verbünde sollten mit ihren überregionalen Serviceanteilen in eine zukünftige bundesweite Koordination von Informationsdienstleistungen integriert sein. Dies schließt internationale Kooperationen ein.
6 – Für die Koordinierung des zukünftigen Verbundsystems ist ein Strategie- und Steuerungsgremium erforderlich, das für die Umsetzung der einzelnen Schritte im gesamten System über die erforderlichen Kompetenzen verfügt.
Hier wird es äußerst spannend. Was für ein Gremium soll das sein? Kompetenznetzwerk für Bibliotheken? Das Deutsche Bibliotheksinstitut gibt es ja nicht mehr. DNB?
9 – Mit dem intendierten Systemwechsel von einer primär regional zu einer funktional organisierten Verbund- bzw. Dienstleistungsstruktur wird eine leistungs- und zukunftsfähige überregionale
Informationsinfrastruktur für Wissenschaft und Forschung nachhaltig ausgebaut und
gesichert.
Wenn die Aufgaben zwischen den Verbünden nun nicht mehr nach Regionen verteilt sind, ist ein Hauen und Stechen bezüglich der zukunftsträchtigsten Aufgaben zu befürchten.
How German librarians communicate (not)
Die wurde als Gastposting für Peter Alsbjers blogg geschrieben. Peter, der übrigens vor fast drei Jahren hier ein Gastposting in der LibWorld-Reihe zur Biblioblogosphäre Schwedens veröffentlichte, hatte mich dazu eingeladen, über the status of the German biblioblogosphere or anything else of interest
zu schreiben. Dies ist dabei herausgekommen. Diskussion bitte in Peters Blog!
„How German librarians communicate (not)“ weiterlesen
Innovationspreis 2011 / Closed Access über Open Access
Die Preisträger des diesjährigen B.I.T.-Online-Innovationspreises 2011 wurden von der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des BIB erwählt und bekannt gegeben:
- Ralf Drechsler: Krisen-PR für Öffentliche Bibliotheken
- Fabian Fürste: Linked Open Library. Bibliographische Daten und ihre Zugänglichkeit im Web der Daten
- Bodo Pohla: Untersuchung bibliothekarischer Applikationen für Mobiltelefone hinsichtlich der technischen Realisierung und des Nutzens
Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern! Keinen Glückwunsch dem BIB für die Publikation der Ergebnisse in B.I.T. Online. Durch die Publikation in einer Toll-Access-Zeitschrift kann ein gewichtiger Anteil der Nachwuchsbibliothekswesen nicht auf die ausgezeichneten Erkenntnisse zurückgreifen.
Die Absurdität einer bibliothekarischen Toll-Access-Publikation wird im aktuellen Themenschwerpunkt (Ausgabe 4/2010) sehr schön deutlich. Es geht um: Open Access. Zitat aus dem Editorial (frei zugänglich als JPG!!) von Michael Mönnich:
Von Seiten B.I.T. Online ist hierzu zu vermelden, dass ab 2011 mit einer einjährigen Embargofrist alle Aufsätze frei zugänglich sein werden.
Falls dies eine Meldung dazu gedacht war,in der bibliothekarischen Welt für Jubelstürme zu sorgen: Nein, so wird das nichts. Welcher Autor möchte, dass sein Artikel erst mit einem Jahr Verspätung wirklich rezipiert werden kann? In diesem Zusammenhang bin ich auch einigermaßen enttäuscht über die Autoren des Schwerpunkts, zu denen mit Frank Scholze („Open Access-Strategie des KIT“) und Uwe Müller („Vergütung elektronischer Publikationen in Repositorien – aktueller Stand“) ausgerechnet die beiden Sprecher der DINI-AG Elektronisches Publizieren gehören. In diesem Zusammenhang bleibt nur der Verweis auf den Vortrag von Monika Bargmann: Wein predigen und Wasser trinken? Theorie und Praxis von Open Access im österreichischen Bibliothekswesen
Auch auf die Gefahr hin, allzu missionarisch zu wirken, lautet das Fazit dieses Beitrags: Gehet hin und archivieret selbst!
Hinzufügen muss man diesem Fazit schließlich nur die Frage, wozu der BIB eigentlich ein eigenes Repository hat.
[via Inetbib]
Update: Die Artikel des Schwerpunkts sind frei verfügbar. Näheres in den Kommentaren.
Infobib ist Corporate Incubator
Rouach, D.; Louzoun, S.; Deneux, F.; Maruani, L. (2010): Incubators of the World, Best Practises from Top Leaders: USA, Israël, France, Switzerland, China and Japan: Pearson (ouvrages anglais). Online verfügbar unter http://books.google.de/books?id=Vx24FKYqMh8C.
ISBN: 978-2-7440-64593
This book explores how new ideas can be transformed into successful businesses, through the nurturing of Business Incubators.
But what is a Business Incubator? The answers come from experts from ESCP Europe, a leading business management institution in Europe, and from the Arthur D. Little consulting firm. The two have joined forces to publish this wide-ranging, detailed account of how and where in the world the concept works best.
Das Posting „Brockhaus und der Untergang des Abendlandes“ wird in einem mir unklaren Zusammenhang zitiert und Infobib ist als „Corporate Incubator“ (S. 234) gelistet. Falls jemand den Zusammenhang aufklären kann, wäre ich sehr interessiert.
Quertle: Annual Report on Trends in Literature Searches
Quertle informiert über Suchtrends:
The search trends from the Quertle search site for calender year 2010 are presented. Search topics have been broken out into major categories (diseases, proteins, chemicals, biological processes, organisms, organs, power terms, and journals). Although certain search terms have been consistently high used, there are significant changes in other terms throughout the year.
Detaillierter wird es im Annual Report on Trends in Literature Searches (albernerweise passwortgeschütztes PDF).
Was ist bibliothekarische Öffentlichkeitsarbeit?
Linda Tillander beschrieb in einem Gastposting in Peter Alsbjers Blogg (Google-Übersetzung) ein paar Überlegungen zu bibliothekarischer Öffentlichkeitsarbeit. Ihre These: Ziel bibliothekarischer Öffentlichkeitsarbeit könnte sein, die Wahrnehmung von und das Wissen über Bibliotheken zu ändern.
Det här jobbet blir aldrig färdigt – marknadsföring är det vi gör varje dag.
Frei (und hoffentlich richtig übersetzt): Diese Arbeit ist nie beendet – Marketing ist das, was wir alle Tag für Tag tun. Es geht also weniger darum, stylishe Hochglanzbroschüren in tolle Aufsteller zu packen. Wichtiger ist es, für die Nutzer relevante Angebote in hoher Qualität einfach und unkompliziert zur Verfügung zu stellen und das Wissen darüber so breit wie möglich zu streuen.
PS: Die Google-Übersetzung ist an einigen Stellen etwas hakelig, insgesamt aber sehr gut verständlich.
Drei neue Empfehlungen des Wissenschaftsrats
Auf drei Empfehlungen des Wissenschaftsrats macht Wisspub aufmerksam.
- Übergreifende Empfehlungen zu Informationsinfrastrukturen
- Empfehlungen zu Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Sozialwissenschaften
- Empfehlungen zu wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen
Adrian Pohl analysiert eine Aussage aus den „Übergreifenden Empfehlungen“, die sich mit zwei verschiedenen Ansätzen der Metadatenbereitstellung beschäftigt: Linked Open Data vs. WorldCat, oder: Eine Alternative, die keine ist.
Am 3. Februar soll darüber hinaus eine Empfehlung zur „Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland“ veröffentlicht werden.